Veröffentlicht in Blogparade

Authentizität auf Reisen

Was ist das eigentlich? fragt Ulrike vom bambooblog für ihre Blogparade die noch bis zum 15.6. geht.

Die Frage hat mich eine Weile beschäftigt, vor allem weil ich mich über so einige „unauthentische“ Dinge ärgere, oder sie zumindest nicht mag.

Es gibt so Dinge die findet der Standard-Tourist vermutlich ganz toll: Hotelanlagen mit Swimmingpool direkt am Meer, Souvenirshops, Lokale in denen die Speisekarte bekanntes bietet, usw.  Ich persönlich mag nicht mal die Gegenden in denen sich diese Touristen aufhalten und ihre Hotels haben.

Ich habe nichts gegen diese Touristen, aber wenn ich in ein anderes Land fahre/fliege, möchte ich gern das Einheimische, nicht die Touriware. Geschäfte und Stände wo Otto Normal- Touri sich billig gefertigte Waren kauft die er dann stolz daheim vorführen kann sind nicht mein Ding. Eben so wenig Speisen die für den Touri-Gaumen zubereitet wurden.

Authentisch ist für mich vor allem das Landestypische und nicht das von außen Aufgesetzte… und an der Stelle wird es durchaus auch mal schwierig.

Die Welt dreht sich weiter, entwickelt sich. Das Unbekannte wird zum Bekannten. Wo bleibt da die Authentizität?

Nehmen wir zum Beispiel Fast-Food-Restaurants. Ich behaupte mal diese lappenartigen Schlabberdinger die einzeln verpackt über den Tresen geschoben werden sind in keinem Land der Welt wirklich authentisch und doch findet man sie mittlerweile überall auf der Welt und in Deutschland gefühlt an jeder Straßenecke. Ist das in Deutschland mittlerweile authentische Ernährungsweise? Vermutlich schon, aber dies ist auch ein Land wo Hektik groß geschrieben wird, wo Menschen lieber stundenlang Talkshows schauen als stundenlang in der Küche zu stehen.

Aber das ist eben nicht überall auf der Welt so. Trotzdem sind Burger und Co auch dort immer öfter in den Küchen zu finden. Meine Schwiegermama bereitet auch gern mal Pommes zu. Allerdings nicht aus dem Fast-Food-Restaurant und keine Tiefkühlware. Und Ketchup gibt es auch keinen dazu, aber sie nimmt sich Zeit, schält und schnippelt Kartoffeln und gart sie in der Pfanne. Auf diese Weise werden sie wohl authentischer Bestandteil der marokkanischen Ernährung die eigentlich auch ohne fettige Pommes auskommt und reichlich Alternativen zu biete hat. Und sie sind nicht wie die FF-Restaurant-Pommes, sind sind anders, besser…schon wegen der geringeren Fettmenge und weil sie eben nicht alle gleich aussehen, sondern eben wie geschnippelte Kartoffeln.

Man hat in der Regel ein Bild im Kopf wenn man in ein Land reist. Bestimmte Erwartungen, Wünsche, Vorstellungen. Vieles davon wird geprägt durch Berichte, Bücher, Fotos von Leuten die schon dort waren oder dies zumindest behaupten. Manche verdienen Geld damit ein bestimmtes Bild unter das geneigte Leser-Volk zu bringen und dann ist authentisch eben etwas anders als die Realität. Es gibt da diesen Autor, der gern über die ärmere Bevölkerung Marokkos schreibt, obwohl er aus reichem Elternhaus stammend schnellstmöglichst das Land verließ und nie einen Fuß dorthin gesetzt hat wo eben jene arme Bevölkerung lebt. Wer nie dort war glaubt wohl seinen Berichten und wer sich nicht selbst ein Bild macht, lernt nie die authentische Bevölkerung kennen.

Und was ist jetzt Authentizität?

Typisch Marokko ist für mich:

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Enge Gassen in denen Kinder toben,laufen und schreien dürfen
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Kleine und große Stände von Händlern
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Frauen und Männer mit Djellaba
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Couscous mit Brot und Händen essen
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Das Färberviertel von Fes
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Gekachelte Wände und Steinböden
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Stadttore
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Moscheetürme/Minarette
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Fladenbrot
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Minztee

Internetcafés, laute Telefonate, bunt gekleidete Menschen, Gastfreundschaft,

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5 Kommentare zu „Authentizität auf Reisen

  1. Hallo,
    Danke für den schönen Beitrag zu meiner Blogparade! Tolle Fotos!
    Kann das sein, dass das Impressum fehlt? Ich finde Deinen Namen nicht. Und das Impressum solltest Du möglichst schnell einrichten. Das ist rechtlich vorgeschrieben. Nicht, dass Du abgemahnt wirst.
    So, jetzt verlinke ich erstmal.
    Liebe Grüße
    Ich wünsche dir einen schönen erfolgreichen Ramadan
    Ulrike

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  2. Ach wie schön – erst vergangene Woche waren wir selbst in Fes und durften eben jene Gassen mit den spielenden Kindern als auch die schöne Architektur betrachten! Du solltest öfters solch tolle Bilder posten!!! 🙂

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