Veröffentlicht in Deutschland, International, Politik, Schule

Diskussionen, Wahrheiten usw.

Es ist schon Monate her, da teilte die Lehrerin meiner Tochter ihrer Klasse mit, dass die Bundeswehr angefragt hatte, ob sie mal vorbei kommen dürfe. Die Lehrerin entschied die Klasse darüber entscheiden zu lassen und die Klasse zeigte ihre Unterschiedlichkeit. „Die Deutschen“ waren begeistert und einverstanden, doch jene bei denen aus Herkunftsgründen ein Soldat nicht bejubelt wird, jene sträubten sich und dann war da noch „der Deutsche“ der so völlig undeutsch redet und denkt. Für ihn gab es nur einen relevanten Satz: „Ich will von denen keinen hier sehen!“ Damit war fast alles entschieden, doch gab die Lehrerin zu bedenken, dass man den Besuch des „Typen“ auch als Chance sehen kann, als Möglichkeit. Man kann endlich mal mit einem sprechen, ihn zur Rede stellen, unangenehme Fragen stellen. Das fand, wenn auch zögerlich, Zuspruch und so bekam die Bundeswehr grünes Licht.

Er kam, in kompletter Montur und eigenem Equipment, hatte eine vorbereitete Powerpoint- Präsentation und akzeptierte die Bedingung der Lehrerin, dass er auf jegliche Werbung verzichtet und nur Themen bespricht.

Ob er wusste worauf er sich einlässt? Ob ihm klar war, was ihn erwartet? Vermutlich nicht, sonst hätte er sich besser vorbereitet, hätte noch ein paar Ablenkungsmanöver und nichtssagende Satz- und Worthülsen zurechtgelegt.

Er war ehrlich und hat sich der Diskussion gestellt, urteilte meine Tochter und: eine Stunde war einfach zu kurz für so etwas.

Dennoch; das Thema Asyl kam auf und warum es gewährt wird oder auch nicht. Sein Fehler: er erwähnte das Afghanistan als sicheres Herkunftsland gilt. Wieso???  Ja, weil die Bundeswehr dort ist und das Volk schützt und man sagt halt, das wenn wir schon da sind dann sollen die Leute sich helfen lassen, uns unterstützen und nicht abhauen.

Aber die Bundeswehr ist doch im Norden des Landes. Jaaaaaaa???? Wenn aber die Bundeswehr nur im Norden ist, was ist dann mit dem Rest des Landes und wie kann dann das ganze Land sicher sein? Schulterzucken.

Natürlich muss man mit jemandem von der Bundeswehr über Waffen und deren Verkäufe sprechen. Nein, Deutschland ist bei Waffenverkäufen nicht mehr auf dem 3. Platz, nur noch auf dem 5., erklärt er. Außerdem gäbe es ja Verträge die man mit den Käufern abschließt. Verträge die Beispielsweise festlegen, dass die Waffen nicht gegen das eigene Volk gerichtet werden dürfen. Und wenn das doch passier? Schulterzucken. Ja, was sollen wir tun? Die Bundeswehr geht sicher nicht in das Land und sagt „weil ihr gegen den Vertrag verstoßen habt wollen wir unsere Waffen wieder haben“.

Und die Waffenverkäufe an Israel? Das kann man befürworten oder nicht. Wie kann man das befürworten? Warum? Wie, warum?Wegen dem was dort mit den Palästinensern passiert. Ja, was passiert denn mit denen? Doch die Strategie des Dumm -Stellens funktioniert nicht. In die Ecke getrieben gibt er zwei Dinge zu: Es geht um Geld, dass wir wollen und Waffen bringen nun mal Geld und Israel? Israel grenzt direkt an Ägypten und ist wichtig weil es eine wichtige Handelsroute ist. Ressourcen kommen von dort und daher hat es eigentlich wirtschaftliche Gründe.

Zum Schluss schafft er es doch noch die Klasse zu verwirren. Er hat das Weißbuch dabei, lässt es rum gehen. Verharmlost und nutzt das Buch als Ablenkung. Diesmal kam er davon.

Ein bitterer Beigeschmack bleibt und erinnert an meinen gestrigen Beitrag. Für Ressourcen und Geld werden Menschen aus ihrer Heimat vertrieben, getötet, regelrecht abgeschlachtet und als ob es nicht schlimm genug wäre, gibt man ihnen an ihrem eigenen Leid auch noch die Schuld. Terroristen, nennt man sie.

Dazu passt auch ein Beitrag von echsenwut. Er paast nicht nur dazu, sondern auch zu meinem bereits erwähnten Beitrag. Eine Passage aus echsenwut´s Beitrag:

Nun, weil aktuell wieder einer der zahllosen Berichte von Amnesty International auftaucht, der das Schicksal all seiner Vorläufer teilen wird. Niemand interessiert sich dafür – und zwar völlig losgelöst von den Zahlen und Vorwürfen, die jedes Jahr aufs Neue hinein geschrieben werden.

Sowohl israelische Streitkräfte als auch der Geheimdienst Shin Bet, so Amnesty, foltern die weitaus meisten, palästinensischen Gefangenen sowohl regelmäßig als auch systematisch. Wir wollen das aber nicht wahrhaben. Wir glauben das einfach nicht. Fertig ab.

Schon seit Jahrzehnten konsumieren wir freiwillig alle geschönten Berichte, klammern Reportagen mit anderen Inhalten zum Teil aus eigenem Antrieb aus, weil wir keine andere Wirklichkeit wollen als die, die unser eigenes Selbstbild nicht zerstören weil wir doch die Guten sind. Wir sind doch die, die bis zum vollständigen Einrasten die Idee aufrechterhalten, dass Israel nunmal „Juden!“ heißt und wir Juden beschützen müssen. Auf Deibel komm raus.

Ja, wir bekommen eingetrichtert das wir Antisemiten sind wenn wir Israel kritisieren aber der Regierung geht es nur um die Kasse! Geld regiert die Welt und Geld rechtfertigt das Abschlachten und Bestehlen Tausender!

 

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Veröffentlicht in Blogparade, Deutschland, International, Politik

Schreiben gegen Rechts II

Es gibt Teil II der Blogparade „Schreiben gegen Rechts“ bei Anna Schmidt.

Vielleicht schreien die Zeiten nach einer weiteren Blogparade zum Thema, vielleicht auch nicht. Sein wir mal ehrlich: erreichen wir diejenigen die es gilt zu erreichen oder bleibt die „Gegen-Rechts-Truppe“ unter sich und applaudiert sich gegenseitig? Ich habe in der Vergangenheit zahlreiche Aufrufe zu Blogparaden zu unterschiedlichen Themen gelesen und dabei ist mir eines aufgefallen: Vielfältigkeit findet sich wenig.

Da startet eine Firma eine Blogparade mit einem Thema bei dem nur Firmen mitreden können. Einer der zahlreichen Food-Blogs inspiriert andere Foodblogs, die Reisenden treffen auf Reisende usw. Die Menschen bleiben in ihrer Filterblase. Da fühlen sie sich wohl. Da kennen sie sich aus. Das bringt Sicherheit und Wohlbefinden. Selbst die Blogroll der meisten Blogs ist wie eine Filterblase. Wir sind gleich- wir passen zueinander.

Dieses „wir“- sind- gleich ist mir schon oft sauer aufgestoßen, denn meistens ist grundsätzlich mit „wir“ nicht Alle Menschen gemeint, sondern eine bestimmte Gruppe. Man merkt es sehr schön auf Facebook wenn irgendwo etwas passiert und die Menschen nicht reagieren weil es in Asien, Afrika oder sonst irgendwo weit weg ist, aber plötzlich mit Je suis Paris, Charlie oder ähnlich kommen. Wen juckt schon der tote Afrikaner? Der Europäer hingegen muss betrauert werden. Nein, ich kann damit nichts anfangen.

Auch in Afrika und Asien leben Menschen und ihr Leben ist nicht weniger wert. Für uns hingegen schon. Uns interessiert nicht was in der Welt passiert. Das neuste Handy muss man haben- auch wenn es eine Billigproduktion aus China ist. Uns interessiert die Selbstmordrate unter Fabrikarbeiten in China nicht, denn die neuen Features  und das Aussehen und die Kameraqualität… Alles wichtiger als Menschenleben.

Und nun verärgert uns Trump mit seinen Sprüchen, seinen Dekreten, seinen Ansichten und viele können es nicht lassen und müssen- typisch oberflächlich- über seine Frisur lästern.

Nein, man muss Trump nicht mögen, man muss ihn nicht einmal sympathisch finden. Man muss nicht gut finden was er sagt und veranlasst und man kann darüber schimpfen, sich aufregen und etwas unternehmen. Aber was nicht geht sind persönliche Angriffe wegen seiner Frisur- egal wie man die findet- und Sprüche wie „Trump muss weg“.

Trump ist demokratisch gewählt- egal was man vom Wahlverfahren der USA hält. Es ist anders als das deutsche, aber auch hier ist Demokratie nur auf dem Papier eine Macht die vom Volk ausgeht. Denn das Volk- die Mehrheit des Volkes- hat bei den letzten Bundestagswahlen gegen die Union entschieden und dennoch kam Frau Merkel in den Genuss den Kanzlerjob zu bekommen. 2013 wählten nur 41,5% die Union, 2009 waren es sogar nur 33,8%. Man muss kein Matheagenie sein um zu wissen, dass die Hälfte 50% wäre und somit die Mehrheit darüber und nicht darunter liegen sollte. Die Mehrheit des Volkes wird nicht gefragt, sie muss einfach nur schlucken was ihr aufgetischt wird. Sie wird bestraft weil sie vielfältig ist und sich nicht auf eine Partei einigt.

Und so macht die Union weiter ihre Politik am ärmeren Volk vorbei. An jenen die immer gefordert werden und die immer draufzahlen. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander und weiter Union wählen wir das nicht ändern. Das Volk unternimmt dagegen… nichts, außer dass immer mehr blind auf populistisches Geschwätz rechter Parteien reinfallen, die zwar die „Armen“ ansprechen, aber „vergessen“ zu erwähnen, dass sie diese auch gern ausnehmen und schlechter stellen wollen. Aber es funktioniert. Es funktionierte auch damals bei der NSDAP. Auch sie sprach das einfache Volk an. Der fette Hammer kam nach dem Wahlsieg.

Und Trump? Neben seinem Rassismus, seinen dummen Ansichten, gibt es diese andere Seite. Amerika ist Pleite. Obama hat die Staatsverschuldung verdoppelt, den Mittelstand ruiniert. Er und seine Vorgänger haben gigantische Summe für widerwärtige Kriege ausgegeben. Und dann kommt Trump und sagt: Amerikanische Firmen gehören nach Amerika und sollen dort Arbeitsplätze anbieten nicht im billigeren Mexiko. Amerikanische Produkte für und aus Amerika, alle anderen zahlen Strafzoll. Endlich kommt Geld in die Kasse, endlich Arbeitsplätze, endlich Aufschwung.

Trump sagt: wir geben kein Geld mehr für IS und Regime Changes in anderen Ländern. Was sagt Deutschland? Regime Change in Amerika- jetzt!

Die Gehirnwäsche die seit Jahrzehnten durch Amerika in Deutschland statt findet hat uns zu dem gemacht was wir sind. Amerika, Amerika überall. Amerika sagt was wir denken, kaufen,essen, wissen, anziehen, tun sollen.

Wir müssen nicht wissen wie viele Menschen in Afrika und Asien für unseren Wohlstand sterben müssen. Wichtig ist das wir in den Laden gehen und kaufen, kaufen, kaufen… Das neueste Handy, das neueste Auto, die neueste Küchenmaschine,  und meist stecken amerikanische Firmen dahinter, die kassieren.

Wir leisten uns die Ware weil wir uns reich vorkommen wollen und fragen nicht nach den Menschen die den Preis dafür zahlen müssen, solange wir ihn nicht zahlen müssen.

Ja, es ist übel wenn in Deutschland Firmen Arbeiter entlassen müssen und vielleicht sogar Pleite gehen weil der Export nach Amerika einbricht. Aber was ist mit den Arbeitern die womöglich in Amerika einen Job bekommen weil dort womöglich selbst (mehr) produziert wird?

Nein, wir sind uns selbst die Nächsten. Wenn es uns gut geht, wenn wir haben was wir wollen, wenn wir nicht leiden müssen, wenn wir alles kriegen- dann ist die Welt so wie sie sein soll.

Nein, wir sind keine Rassisten. Wir interessieren uns nur nicht dafür was die Ursache dafür ist, dass Menschen aus ihren Ländern fliehen. Wir interessieren uns auch nicht dafür dass wir Kriege unterstützen weil den Amerikanern die dortigen Regierungen nicht gefallen, nur weil diese lieber mit den Russen Geschäfte machen, als mit den selbstverliebten Amerikanern. Ja, wir nehmen die Syrer in den Arm und heißen sie willkommen und schimpfen über Assad, der weg soll, aber Obama, der meinte nur eine amifreundliche Regierung ist akzeptabel, dem wird zugejubelt. Ist doch egal wie viel tausend Tote diese furchtbare Ansicht gefordert hat.

Sind wir anders als die Rechts-Wähler? Nur weil wir nicht gegen Ausländer/Flüchtlinge/Asylbewerber/Muslime hetzen?

Den Rechten ist das Schicksal und Leben von Menschen egal und sie sagen das auch.Sie hetzen, verbreiten Lügen und treten für Maßnahmen ein die für Deutsche, aber gegen die vermeintlich Bösen sein sollen. Trump tut das auch. Und wir?

Wir tun das nicht, aber wir tun auch nichts um Menschen die Möglichkeit zu geben in ihren Ländern zu bleiben, um zu verhindern dass es Menschen schlecht geht, das sie alles verlieren, das sie verzweifeln an der Welt und unserer Heuchelei.

Wenn morgens der Kaffee duftet ist uns der Brasilianer egal, der starb weil er keine Schutzkleidung auf der Plantage trug um sich vor den Chemikalien zu schützen die sicherstellen das die Ernte der Kaffeebohnen möglichst ertragreich ist.

Unsere Jobs, unser Einkommen, unser Wohlstand. Wir hetzen nicht, wir grenzen nicht aus. Wir haben andere Mittel und Wege um zu zeigen das wir uns selbst die nächsten sind.

Petitionen gegen Trump? Blödsinn und unsinnig, aber wo ist die Petition gegen Rüstungsfirmen in Deutschland? Wo sind die Menschen die auf die Frage nach ihrem wichtigsten Ziel und Wert mit Frieden antworten, wenn es um den Einsatz dafür geht?

Nach dem Anschlag von Paris gab es eine Reaktion, die ich gut finde, die aber leider nicht wie Montagsdemos zum Standard wurde. Ein Musiker, der mit seinem Klavier durch die Welt reist war am Anschlagsort und danach in München vor der Waffenfirma Krauss-Maffei. Er sagte etwas wichtiges: „Wir müssten alle mit anpacken. Ohne uns wäre diese Industrie schnell nichts wert.“

Er hat Recht, aber wir kümmern uns nicht. Steinmeier und Merkel wollen mehr Rüstung um die Grenzen zu schützen. Frieden schaffen mit Waffen???

Germany first! Das ist unsere Devise und wir finden das normal. Wenn Trump für America First eintritt ist das böse. Vielleicht weil er seinen Anspruch ausspricht und wir unseren nur denken? Oder weil es auch ein Angriff auf uns ist?

Es muss sich etwas ändern, ja. Nicht Trump muss gehen, nicht Merkel. Wir müssen endlich bereit sein ehrlich zu sein. Wir müssen anfangen darüber nach zu denken ob unser Wohlstand wirklich nötig ist. Wir müssen bereit sein für Veränderungen und dafür einstehen und wir müssen begreifen das alle Menschen gleich sind, egal wo auf der Welt sie sich befinden und das wir nur Frieden haben können wenn wir uns aktiv gegen Krieg stellen. Also besser Petitionen gegen politische Entscheidungen, als gegen amerikanische Präsidenten. Besser gegen Firmen die vom Krieg leben als für ein Einreiseverbot von Trump.

Wenn wir tun, was er tut, sind wir nicht besser. Lassen wir ihn einreisen und zeigen ihm das wir bessere Menschen sind. Oder wird Deutschland erst zufrieden sein wenn Trump wie damals Sadam Hussein vor laufender Kamera hingerichtet wird?  Muss er erst gefoltert und vergewaltigt werden mit Videobeweis auf Youtube damit wir die Genugtuung haben das der Böse bekommen hat was er verdient? Sind wir besser oder sind wir nicht anders?

Jetzt ist die Zeit auf eigenen Beinen zu stehen, das eigene Leben zu überdenken und Entscheidungen zu treffen. Es ist nicht die Zeit um über einen Präsidenten zu hetzen wie er gegen andere hetzt.

Ich würde gern öfter von Aktionen an der richtigen Stelle lesen, so wie von dem Musiker. Ich möchte gern lesen das deutsche Bürger sich einsetzen für Frieden, den sie angeblich haben wollen. Ich würde gern Aufrufe zu Demos gegen Rüstung, Krieg und Waffenexporte lesen, gegen die Militärstützpunkte der Amerikaner in Deutschland und dort sollten regelmäßig so viele Bürger wie möglich sein. In ganz Deutschland.

Ich würde gern lesen dass Firmen mit ihren ständigen Neukauf-Angeboten chancenlos untergehen. Das Menschen sich von all jenem verabschieden für das andere Menschen sterben müssen. Ich hoffe das der Tag kommt, an dem die Menschen begreifen das der Kapitalismus auf den Müll gehört.

Ich träume davon, das es eines Tages so weit ist. Ich hoffe bald, damit meine Kinder in einer besseren Welt leben können.

 

 

 

Veröffentlicht in Politik, Religion

Die Sache mit der Politik

Heute mal ein Blog-übergreifender Beitrag.

Der Ausgangs-Beitrag findet sich hier. Ihn zu lesen ist nicht verpflichtend, aber vielleicht hilfreich.

Wenn es um Terrorismus geht behaupten immer wieder Leute die Ursache wäre der politische Islam und es wird bemängelt das es im Islam keine Trennung zur Politik gibt.

Wie ich vor wenigen Tagen hier schon erwähnte ist der Ursprung von Al Qaida  keineswegs ein politischer Islam, sondern Amerika, die gezielt diese Gruppe aufbauten, mit Geld und Waffen versorgten um sie dann für ihre Ziele in den Krieg zu schicken.

Das Ganze ist kein Geheimnis. Man versucht nur die Erinnerung daran unter den Teppich zu kehren und bemüht sich die Gedanken des Volkes in andere Bahnen zu lenken. Diese Bahn heißt „politischer Islam“ und damit ist wieder der Islam die Ursache, nicht aber die Machtgier der Amerikaner.

Deutschland hat eine Regierung in der derzeit 7 Mitglieder, einschließlich der Kanzlerin, der CDU angehören. CDU steht für Christlich Demokratische Union. Gegründet wurde sie von katholischen und evangelischen Christen. Zum Grundsatzprogramm gehört die christliche Sicht zu Mensch, Natur und Umwelt.

Die bayrische Schwesterpartei CSU ist ebenfalls mit drei Mitgliedern vertreten.

Die Christlich-Soziale Union sieht sich auch als christliche Partei und zu den Gründern zählten ebenfalls christliche Gruppierungen. Leider auch ehemalige SS- Funktionäre, aber das ist nicht der Punkt.

Wir haben hier das politische Christentum, vertreten durch zwei Parteien, die von Christen, mit christlichem Weltbild gegründet wurden. Parteien, die sich heute noch auf dieses Weltbild und diese Religion berufen.

Angela Merkel braucht nichts spezielles tun oder sagen. Wann immer die Regierungspartei ein Gesetz erlässt, eine Entscheidung trifft ist die Rechtfertigung, die Begründung das Christentum.

Ob die Entscheidungen letztlich wirklich christlich sind ist dabei zunächst nicht wichtig. Religion hat eine politische Seite- nicht nur im Islam, sondern wann immer Politiker, irgendwo auf der Welt, sich auf eine Religion berufen. So einige Entscheidungen, die von Politikern getroffen werden dürften eine Beleidigung der Religion darstellen, aber Politikern ist das nicht unbedingt wichtig, denn sie sind von ihren Plänen überzeugt.

Was ist jetzt der Unterschied zwischen der deutschen Regierung und den Terroristen?

Die Regierung besteht aus Personen die ihre Schulpflicht, erfolgreich und mit gutem Abschluss absolviert haben. Sprich: sie haben in der Regel Abitur und abgeschlossenes Studium.Angela Merkels Vater war sogar evangelischer Pfarrer. Man sollte Wissen über die Religion voraussetzen können.

Die Terroristen sind mehrheitlich junge Männer aus der armen Bevölkerungsschicht bei denen Geld verdienen Überleben bedeutet. Schulbildung hingegen bringt keine Nahrung ins Haus. Welches Wissen zur Allgemeinbildung, zur Religion, zur Politik usw. kann man von diesen Menschen erwarten?

Macht ausüben kann zur Sucht werden, ebenso wie töten. Jeder der tötet hat eine Rechtfertigung, nicht nur Terroristen. Es gibt Rache, Vergeltung,Macht, Habgier, Kanibalismus, Angst und weitere Ursachen für Mord. Religion ist keine Ursache.

Die Religion permanent verantwortlich zu machen, bedeutet den Terroristen immer mehr Argumente zu liefern und nebenbei die Spaltung der Gesellschaft voran zu treiben.

Wünschenswert hingegen wäre ein „Wir halten zusammen“ statt ein „Die gehören hier nicht her“.

Der tatsächliche Unterschied zwischen Christentum und Islam ist minimal.

 

 

Veröffentlicht in Deutschland, Menschen

Nachlese Amok 2

Nein, ich möchte sie weder vergessen noch unbeachtet lassen, die Opfer dieser Taten. Die Polizei hat lange keine Namen und Nationalitäten bekannt gegeben um den Familie die Möglichkeit zu geben selbst zu entscheiden ob sie das wollen. Irgendwie vermute ich, das Facebook als Info- und oft als Desinfo-Selbstläufer die Entscheidung getroffen hat. Ich finde das nicht fair, denn die Familien haben viel zu tragen. Der Verlust eines geliebten Menschen ist schwer. Ihn bei Anschlägen zu verlieren ist viel schwerer. Wenn es dazu noch ein Kind ist, ist das Leid kaum zu ermessen.

Zu wissen, dass das Kind sich am Tatort befindet, es nicht erreichen können, trotz Handy ist alleine schon grausam. Polizisten, die auf später vertrösten weil sie noch keine Identifizierungen vorweisen können, machen das Problem noch größer. Jeder muss sehen wie er mit der Situation zurecht kommt. Einen Horrorfilm kann man ausschalten. Der reale Horror bleibt.

Nach der Tat erfahren wir wie viele Tote und Verletzte es gab, danach wenden sich Medien bevorzugt dem Täter und Politikern zu. Haben die Verletzten letztlich alle überlebt? Das scheint für die Medien weniger wichtig zu sein. Auch die Angehörigen sind einer Erwähnung nur noch wert wenn man herzzerreißende Trauerbilder liefern kann.

In Momenten solcher Taten wird der Kriseninterventionsdienst eingeschaltet. In der akuten Situation sind sie für Augenzeugen und Familien da, helfen so gut sie können, aber danach werden die Leute ihrem sozialen Umfeld übergeben oder an Fachstellen vermittelt, wobei diese „Vermittlung“ oftmals nur Info darüber ist und der Rat dort hin zu gehen.

Wir leben jedoch in einer Gesellschaft in der viele kein soziales Umfeld haben, dieses zumindest ungeübt ist und leider auch in einer Gesellschaft in der es verpönt ist Hilfe zu benötigen. Und wenn man sich entschließt fachliche Hilfe anzunehmen: sprechen die meine Sprache?. Gerade für Menschen mit einer anderen Muttersprache kann es leicht zu einem Problem werden.

Doch das Leid endet nicht am nächsten Tag.Wir haben Kontakte in mehrere Richtungen, haben dadurch ein paar Infos, aber leider ist es nicht sehr umfangreich, nicht von allen Opfern und deren Familien,dennoch möchte ich es erwähnen.

Ein Mädchen das sich in München in Sicherheit bringen konnte und unverletzt blieb, liegt jetzt im Koma im Krankenhaus. Ihr Bruder gehört zu den Toten. Der Vater verstarb nach der Schreckensmeldung an einem Herzinfarkt.

Es wird nicht einfach an der Familie vorbeigehen. Auch an den anderen Familien nicht, von denen ich bisher keine sicheren Infos habe. Aber ich werde diesen Beitrag ergänzen, sobald sich etwas ergibt

 

Veröffentlicht in Deutschland, International, Mobbing, Politik

Nachlese Amok

Das Leben geht weiter, hin und wieder tröpfelt die eine oder andere Information durch die Medien, aber irgendwie scheint alles abgeschlossen. Die unmittelbare Angst ist vorbei, Politiker reden von mehr Polizei, mehr Abschiebungen, Bundeswehr im Innern  und die Volksseele freut sich das zu hören.

Was nützen 20 000 Polizisten mehr wenn plötzlich jemand mit einer Waffe in einem Einkaufszentrum steht? Sind sie schneller dort? Können sie besser reagieren? Werden weniger Menschen bis zu ihrem Eintreffen getötet?

Das was eine Reaktion verlangt, das worauf reagiert werden müsste wird unter den Teppich gekehrt. Man hat es erwähnt, jetzt braucht man es nicht mehr beachten.

Was ich meine? Nizza, Würzburg, Ansbach, München. Alle Täter haben eines gemeinsam. Sie waren in psychischer Behandlung!

Nizza: ein Mann der schon als Teenager psyschische Probleme hatte. Ursprünglich aus Tunesien stammend, aber mit Französischem Pass. Finanzielle Probleme, Drogensucht, getrennt von Frau und Kindern. Frankreich ein Land, ganz ähnlich wie Deutschland, wo nicht zählt welche Nationalität im Pass steht, sondern welche Religion oder welches Aussehen, welchen Namen man hat.

München: gerade 18 Jahre, lange gemobbt in der Schule, psychische Probleme, zwei Monate Behandlung, Medikamente.

Ludwigsburg: 15jähriger der Amoklauf an seiner Schule geplant hatte, wo er gemobbt wurde.

Würzburg: 17jähriger Pakistani, der als unbegleiteter 16jähriger nach Deutschland kam. Pakistan, ein Land voller Probleme, Armut und immer wieder Naturkatastrophen.

Ansbach: gefolterter vor Krieg geflohener 27jähriger Syrier, schwer traumatisiert, suizidgefährdet. Über Bulgarien, wo er geschlagen wurde und keine ärztliche Hilfe bekam nach Deutschland geflüchtet. Frau und Kinder starben bei einer Bombardierung des Hauses in Aleppo. Er sollte nach Bulgarien abgeschoben werden wo er keine weitere Hilfe erhalten hätte.

Bei Therapien geht es darum Probleme zu bewältigen, stabiler zu werden, Hilfe zu bekommen. Doch offensichtlich sucht man lieber nach Schuldigen bei der IS als nach Schuld durch Umstände.

Einen schwer traumatisierten Kriegsflüchtling nach Bulgarien abschieben wo er ebenfalls Gewalt und Rücksichtslosigkeit ausgesetzt war ist wohl kaum eine Hilfe, eher eine Situation die Betroffenen schnell über den Kopf wachsen kann.

Nicht alle Menschen reagieren auf das was ihnen widerfährt gleich. Manche, die aus welchem Grund auch immer, „am Boden zerstört“ sind, regieren mit Depressionen, andere mit Selbstmord, wieder andere mit Gewalt gegen sich selbst oder andere.

Manche Menschen zerbrechen bereits am Verlust eines geliebten Menschen, andere ertragen weit mehr. Manche geben ihr Leben auf wegen einer gesundheitlichen Diagnose die ihnen das bevorstehendes Ende prophezeit, andere freuen sich über jede Sekunde die ihnen bleibt.

Diese Menschen hatten viel zu tragen. Doch man behandelte sie offensichtlich nicht anders als andere. Der junge Mann aus München war jahrelang gemobbt worden, zeitweise wurde er an seiner Schule behandelt als würde er nicht existieren. Sein „Freund“ in Ludwigsburg ist ebenfalls Mobbingopfer.

Doch was ist die deutsche Lösung? Mehr Hilfen? Nein, mehr Gewalt. Mehr Spionage, mehr Datensammelwut, mehr Bewaffnung, mehr Abschiebung, mehr bewaffnete Polizisten.

Die angeblichen Fehlalarme in anderen Münchener Stadtteilen führten dennoch zu Verhaftungen. Verhaftungen von Leuten die halt dummerweise jung waren wie der Täter, dunkel wie er, schwarzhaarig wie er. Unschuldsvermutungen bis zum Beweis der Schuld? Nein, nicht wenn man dummerweise nicht blond und weiß ist.

Wer meint, das Deutschland ein friedliches Land ist das nun zum Opfer böser Ausländer wird, der hat noch nicht begriffen wie gewalttätig Rassismus und die deutsche Politik ist.

Es ist inzwischen üblich das Menschen meinen sie seinen keine Rassisten, aber…. Und dieses aber ist der ausschlaggebende Punkt. Wer kein Rassist ist Toleranz unterschiedlicher Ansichten, Meinungen, Kleidungs- und Verhaltensweisen als normal empfindet braucht kein aber.

Wer meint das alles gefälligst „deutsch“ zu sein hat braucht den Rassismus nicht leugnen.

Mobbing an Schulen ist längst üblich und „normal“. Welche Folgen es haben kann wenn es jemanden trifft, der daran verzweifelt sehen- nein, könnten wie sehen wenn wir die Augen öffnen würden. Statt dessen suchen wir die Schuld anderswo.  Böse Terrorgruppen, böse Rassisten. Wir finden jemanden auf den wir alles abwälzen können, damit wir auch weiter unschuldig sind und unser eigenes Verhalten nicht hinterfragen müssen.

 

Veröffentlicht in Deutschland, Mobbing

Amok

Es gibt Momente da ergeben sich Situationen die hauptsächlich einen einzigen Kommentar verdienen: Die Welt ist klein! Kleiner als man denkt.

Es gab schon öfter solche Momente. Da sprach man mit jemanden der zufällig jemanden kennt,der… oder jemand war völlig unerwartet an oder aus einem Ort…

Gestern wurden diese Momente plötzlich tragisch: Meine Große war eingeladen zur Abschlussfeier einer ihrer besten Freundinnen. Es sollte ein freudiger Abend werden, aber dann erfuhr jemand auf der Feier von den Schüssen im Münchner OEZ. Entsetzen folgte.  Und dann bekam die Freundin Mitteilungen mit Fotos auf das Handy. Freunde von ihr waren dort. Meine Tochter schickte sie an mich weiter mit einer panischen Sprachnachricht. Gerüchte über 30 Tote kursierten, von vier Täter war die Rede. Tatsächlich war so gut wie nichts bekannt, aber natürlich- reflexartig, wie nicht anders zu erwarten- sprachen die ersten sofort von Terror und Salafisten.

Die lange andauernde Hetze zeigt ihre Wirkung. Die Manipulation des Volkes ist geglückt und keiner merkt wie sie jener Hetze von vor etwa 80 Jahren gleicht. Wir tauschen die Namen aus und alles ist gut.

Meiner Großen fiel es schwer die Nacht zu schlafen. Sie telefonierte noch lange. Sie hat Kontakte in ganz Deutschland und auch einige in Österreich. Manchmal ist das gut.

Heute früh kamen wieder Fotos und Anrufe. Die Polizei ist noch im Einsatz und mit Ermittlungen beschäftigt, vieles hat sie bisher nicht an die Presse weitergegeben. Laut Medienberichten weiß man nichts über die Hintergründe doch die nannte der Täter. Es gibt Videos dazu. Laut Medien sollen einige Worte auf dem Video unverständlich sein, doch so stimmt das nicht. Vielleicht haben die das falsche Video.

Ich warte auf die weiteren Infos der Polizei, aber ich gestehe das frühere Berichte über Infos, die von der Polizei vor der Bevölkerung verschleiert werden mich beeinflussen. Ich werde schauen ob wirklich Aufklärung statt findet oder ob die Hetze gewollt ist und alles an Infos unterdrückt wird was die Wahrheit betrifft

 

Veröffentlicht in Feste, Menschen

Alle Jahre wieder

wird mir im Juni bewusst dass das Ende eines weiteren Schuljahres schon fast vor der Tür steht und mit dem Ende folgen jedes Jahr zahlreiche Termine mit Sommerfest, Abschiedsfest, Flohmärkte. Veranstaltet von Kindergarten,Schule, Verein,  ect. und alle wünschen sich die Anwesenheit der Kinder und ihrer Eltern, damit die Bemühungen zur Vorbereitung auch honoriert werden und meist auch damit durch Verkäufe Gelder in Kassen fließen. Natürlich soll auch das gemeinsame Jahr gebührend verabschiedet werden. Und alle Jahre wieder fürchte ich mich vor der Bekanntgabe der Termine, denn obwohl der Juli 31 Tage hat, ist es manchmal recht knapp mit der Verteilung. Je mehr Kinder man hat und an je mehr Orten die angemeldet sind um so mehr Termine die irgendwie in den Kalender gepackt werden müssen.

Dieses Jahr ist so heftig wie bisher keines war! Dieses Jahr ist (fast) alles am selben Tag. Nur eine Veranstaltung vom Turnverein ist einen Tag später.

Das muss, ganz klar, eine Verschwörung sein! Die Eltern sollen in den Wahnsinn getrieben werden, oder sie sollen lernen sich selbst mit Reißverschluss auszustatten um sich bei Bedarf zu teilen. Vielleicht will man auch die Einführung des Beamens vorbereiten. Ich weiß es nicht.

Dank der momentanen Regenzeit hat der Kindergarten sich ausgeklingt und das Fest abgesagt. Dabei war es genau dieser Kindergarten, der den Termin bereits vor einem Jahr bekannt gegeben hat, aber es ist auch der Kindergarten, der nicht über den Platz verfügt so eine Veranstaltung mal eben nach innen zu verlegen. Es geht nur draußen und da, so fürchteten die Mitarbeiter, ist sehr viel Regen und Matsch.

Ich habe die Absage dankbar aufgenommen und entschieden, dass ich mit meinem Sohn zur Verabschiedung seiner Lehrerin gehe. Alles andere ist zu vernachlässigen. Er soll die Möglichkeit haben noch mal mit ihr zu reden und ich… nie hätte ich gedacht das ich das mal sage… möchte mich auch gern verabschieden. Bei all der berechtigten Kritik gegen diese Frau, kann ich nicht ignorieren das sie dennoch gute Arbeit geleistet hat.

Und dann geht es auf in ein neues Jahr und es wird wieder einen Juli geben…

 

Veröffentlicht in Webmaster-Friday

Wie riskant ist das Leben?

Wir haben schon Donnerstag und heute Abend gibt es ein neues Thema, aber da ich gerade ein paar Minuten Zeit habe, möchte ich doch noch etwas zum aktuellen Thema „Wieviel Risiko ist lebenswert?“beim Webmaster-Friday schreiben.

Als Mutter von vier Kindern gab es schon oft Momente wo Risiko ein großes Thema war und natürlich möchte ich meine eigenen Kindheit nicht vergessen.

Meine Große, zum Beispiel war immer sehr überlegt. Sie versuchte Risiken abzuschätzen und überlegte sich oft lange ob es sich lohnen würde sich zu trauen. Ihre Schwester hingegen wollte und deshalb machte sie. So manchmal machten meine Nerven einen Salto bis ich begriff dass dies völlig überflüssig ist. Sie wusste was sie konnte und sie beachtete Warnungen. Unvergessen bleiben mir Situationen auf dem Spielplatz wo sie mit zwei Jahren das Klettergerüst für sich entdeckte und in Beschlag nahm. In meinem Beisein probierte sie sich aus und dann war alles normal, üblich, unbeeindruckend… für mich. Nicht aber für andere Eltern und Großeltern, in deren Augen ich eine Rabenmutter war die sich nicht um ihr Kind kümmert, das lebensgefährliche Kletterübungen machte. Aber nicht meine Unaufmerksamkeit brachte mein Kind in Gefahr, es waren jene Leute die beim Klettergerüst standen, ständig zuckten und Bemerkungen machten, denn die verunsicherten meine Tochter und ließen sie vermuten das etwas nicht stimmte, was sie panisch werden ließ. In solchen Momenten ging ich zu ihr, blockte die Leute ab, ignorierte sie und ermuntere meine Tochter einfach weiter zu machen, weil alles in Ordnung ist. Nicht zur Freude dieser Leute, aber für meine Tochter, denn sportliche Betätigung war immer ein großer Bestandteil ihrer Lebensqualiät. Sie saß mit fünf Monaten- nicht weil sie gesetzt wurde oder jemand es verlangte sondern weil sie selbst sich setzen wollte. Sie lief mit neun Monaten und ließ das Krabbeln aus, weil sie hoch und vorwärts wollte und dann kam der Spielplatz, der Sportunterricht in der Schule und diverse Aktivitäten in der Freizeit.

Wenn ich heute auf dem Spielplatz Mütter sehe die mit Desinfektionstüchern ihre Kinder bearbeiten nachdem sie Sand angefasst haben oder Kinder die angeekelt nach dem berühren von Sand die Hand schütteln, dann tun mir die Kinder leid und ich frage mich was bei den Eltern eigentlich schief gelaufen ist. Ja, ich habe als Kind auch mal Sand gegessen. War nicht so lecker, aber das muss man erst einmal raus finden. Ich ermuntere meine Kinder nicht Sand zu probieren, aber wenn sie es tun… Na und?

Als Kind bin ich Rad gefahren, Rollschuhe,Roller, bin Seil gesprungen, auf Klettergerüsten rum gekraxelt, Schlitten gefahren und natürlich das ein und andere mal unsanft gelandet. Hände, Knie und Ellenbogen mussten einiges aushalten. Den Kopf stieß ich mir vorzugsweise an Kanten und Türen, aber nie bei Stürzen. Die Finger habe ich mir geklemmt und seit ich einen Haushalt habe auch ab und zu mit Nadeln und Messern traktiert.

Für meine Kinder kann ich sagen, das es bei ihnen ebenso läuft. Das ist auch der Grund, warum meine Kinder nie mit Helm Rad fahren. Schädel-Hirn-Verletzungen treten hauptsächlich bei Autounfällen auf und keiner gibt seinem Kind im Auto einen Helm oder trägt dort selbst einen. Ca. 2,5 Millionen Verkehrsunfälle in ganz Deutschland pro Jahr sollten und stutzig machen. Doch wir setzen uns ins Auto als würde nie etwas passieren. Wir fahren zum Supermarkt weil wir keine Lust zum Taschen schleppen haben, wir fahren Kinder bis zur Schultür, wir fahren überall hin und alles ohne Helm und das bei ca. 3000 Getöteten pro Jahr. Autofahren gehört für Viele zum Leben. Bei Rot über die Straße gehen und Kindern damit ein schlechtes und gefährliches Vorbild geben ebenfalls. Darauf will niemand verzichten, aber einen Helm auf den Fahrrad tragen?

Und wenn ich noch mal die Straßenverkehrs-Situation anschaue und dann Leute höre die meinen sie haben Angst in ein Flugzeug zu steigen, dann frage ich mich wie man überhaut noch das Haus verlassen und über die Straße gehen kann. Ampel oder nicht- eher wird man überfahren, als das man abstürzt und seien wir mal ehrlich: Einen Flugzeugabsturz zu überleben ist eher unwahrscheinlich. Ob und wie man überlebt wenn man auf der Straße angefahren/überfahren wird ist ein anderes Ding. Und dennoch gehen wir dieses Risiko tagtäglich ein, völlig normal, ohne große Ängste.

Nein, ich muss nicht den Mount Everest besteigen, mit Gleitschirmen springen oder ähnliches. Das Leben ist täglich gefährlich und am gefährlichsten ist das was wir nicht als gefährlich wahrnehmen wollen. Statt dessen stürzen wir uns auf anderes.

 

Veröffentlicht in Blogparade, Webmaster-Friday

Persönlich(keit)

Anfang des Jahres gab es eine Blogparade zum Thema wie viel persönliches ein Blog braucht. Ich habe sie verpasst, wollte mich auch nicht hinten dran hängen, aber dennoch was dazu schreiben. Bisher bin ich nicht dazu gekommen und jetzt taucht das Thema beim Webmaster-Friday auf.

Wer einen Blog betreibt, kann sich leicht hinter technischen Mauern verschanzen. Weder Name noch Foro noch Anschrift muss man Preis geben, um einen guten und seriösen Blog zu betreiben. Viele bekannte Bloger sind eher unter Pseudonymen bekannt als unter ihren wirklichen Namen. Wie findet ihr das und wie geht ihr damit um? Nutzt ihr auch einen erfundenen Aka-Spitznamen? Nur im Blog, oder haltet ihr das auch auf anderen Social-Media-Kanälen durch? … Oder tretet ihr unter echtem Namen auf? Stört es euch bei anderen, wenn man nicht weiß, wer sich dahinter verbirgt? Welche Vor- und Nachteile hat es, sich mit echtem Namen (und damit Adresse und Telefon) öffentlich zu outen? Habt ihr schon Sorge gehabt, Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden? Gibt es langfristig überhaupt eine Alternative zu den Klarnamen?

Nun, auf meinem Blog ist Anonymität üblich. Ich versuche auch tunlichst zu vermeiden Rückschlüsse auf unsere Wohngegend zu hinterlassen. Die Gründe dafür sind recht einfach. Es ist hauptsächlich eine Schutzmaßnahme.

Ich berichte hier von Erlebnissen und Begebenheiten, Zusammentreffen und Gesprächen, meine Meinung und den Alltag einer Nicht- 100%- deutschen-Familie, die auch noch muslimisch ist und ihre Erfahrung mit eben dieser Tatsache.  Mir liegt nichts daran Menschen öffentlich bloß zu stellen. Ich möchte nur Aufmerksam machen. Würde ich Realnamen und Wohnort angeben oder eines von beiden könnten womöglich Rückschlüsse gezogen werden. Rückschlüsse auf Menschen mit denen wir zu tun haben oder hatten, sei es bei Behörden, in Geschäften oder,oder,oder.

Die andere Seite: Auch uns muss ich schützen. Immer wieder mal liest man davon das Arbeitgeber nach Bewerbern googeln. Wer auf meiner Seite landet findet vielleicht etwas, was ihm nicht gefällt. Da denke ich an die Geschichte mit der Jobsuche meiner Tochter. Kein Arbeitgeber wurde öffentlich diskreditiert. Es ist gedacht um Menschen zum nachdenken an zu regen. Auch die Tatsache das neuerdings einige Menschen dieses Landes wieder meinen Volkverhetzung wäre mit der Meinungsfreiheit gedeckt und tätliche Angriffe auf Ausländer/Muslime wäre eine gute deutsche Tat zum Schutze Deutschlands, sorgt dafür das ich meine Familie und mich lieber Anonym halte.

Ein weiterer Punkt ist einfach das mein Klarname nichts an dem was wir erleben ändert und er damit auch nichts zu tun hat. Nehmen wir zum Beispiel die Wohnungssuche. Ich könnte mich bei Maklern und Vermietern unter dem Namen Eva Müller vorstellen oder Lisa Schmidt, Anna Walter, oder sonst irgendwie. Die Wohnung würden wir dennoch nicht bekommen, weil wir sind, wer wir sind;unabhängig von unserem Namen. Also spielt er keine Rolle.

Ein weiterer Punkt ist, das ich mit diesem Blog kein Geld verdiene. Ich verwende ein Gratis-Theme von WordPress, direkt bei WordPress. Das hat zwar Werbeeinblendungen zu Folge, aber die sind für WordPress, nicht für mich. Wäre es anders würde ich verstehen wenn Leute sagen sie möchten wissen wer da verdient.

Ein letzter Punkt: die Datensammelwut diverser Seiten und Portale ist mittlerweile so groß und wächst weiter das ich meine kleine anonyme Insel gern behalten möchte. In Zeiten wo jedes Telefongespräch, jede E-Mail,jede SMS, jeder Kontakt abgefangen, archiviert und gesammelt wird mag ich einfach ein wenig davon Abstand nehmen.

Als ich mir damals einen Account bei Facebook zulegte waren noch alle Möglichkeiten offen und so habe ich mir einfach etwas ausgedacht was Facebook heute nicht mehr akzeptieren würde. Auch sämtliche versuche Facebooks weitere Daten aus mir raus zu locken wie Handynummer ect. habe ich bisher erfolgreich umgangen. Wie lange das noch möglich ist wird sich zeigen. Sollte es irgendwann notwendig werden den schon lange existierenden Account mit tatsächlich realen Daten versehen zu müssen, werde ich ihn eher löschen Ich werde mir meine anonyme Insel bewahren so langsunset-485016_640e es geht.

Man darf bei all dem nicht vergessen dass das Net nicht nur mit Menschen bestückt ist die nur zum lesen, suchen oder spielen unterwegs sind. Es gibt natürlich auch Leute die sich tiefer in der technischen Materie auskennen und klar: mit genug Wissen und Interesse könnte man trotz allem recht leicht unseren Wohnort finden und vielleicht auch mehr.

Veröffentlicht in Sonntags...

Überraschung!

Für heute ist Überraschungswetter angesagt:

Örtlich kräftige Gewitter, Sturmböen, Hagel, (Stark-)Regen möglich.

Momentan scheint die Sonne.

Welche Überraschungen erwarten uns heute noch?

oder:

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