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Freitags-Füller #598

Ich habe schon lange nicht mehr am Freitags-Füller von Scrapimpulse teilgenommen. Gerade heute gibt es da einen speziellen, denn diese Vorgaben gab es schon im März und hier soll nun ein Vergleich gezogen werden. Das erübrigt sich bei mir, denn im März war ich nicht dabei. Aber dennoch hier mein Part:

1.  Die Welt  hat ganz neue Probleme.

2.  Wir verhindern derzeit nicht die Ausbreitung des Corona Virus.

3.  Ich persönlich bin ziemlich entspannt.

4.  Alle hoffen, sie sind gut informiert.

5. Es gibt gute Gründe, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu geraten .

6.   Ich habe für die Kinder und mich waschbare Masken gekauft.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett , morgen habe ich geplant, mein Fahrrad zu reparieren  und Sonntag möchte ich etwas Rad fahren !

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Wie kommen wir dauerhaft kreativer aus der Krise?

Das ist der Titel einer Blogparade von Urs M. Krämer, vom Blog „digitale Exzellenz“. Er sieht dort sehr viel positives und das möchte ich auch nicht in Abrede stellen, aber dennoch möchte ich das Ganze gern auch kritisch betrachten. Ich bin für den Beitrag zwar ein paar Wochen zu spät, aber möchte trotzdem ein paar Sachen dazu schreiben.

Die Corona-Krise wird zum Turbo für die Digitalisierung. Plötzlich ist möglich, was zuvor undenkbar schien. In einem Land, das bei der Digitalisierung des Bildungswesens hoffnungslos hinterherhinkt, wurden Lehrer und Schüler von heute auf morgen in digitale Lernwelten katapultiert.“

meint Urs Krämer.

Ja, einige sind sehr schnell auf den Zug aufgesprungen. Ich musste jedoch auch meine Meinung revidieren das jüngere Menschen wohl besser mit digitalen Medien und deren Möglichkeiten klar kommen. Es waren immerhin die über 60jährigen Dozenten meiner Tochter die sofort auf Online- Vorlesungen umgestiegen sind als die Schulen und Unis schlossen. Das durchweg jüngere Kollegium meiner Söhne hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Auch nach der Wiedereröffnung der Schulen keinerlei Versuche digitale Medien zu integrieren. Im Grunde ist die allgemeine Einstellung geblieben: Internet= gefährlich.

Natürlich ist Online-Banking so normal wie mal eben schnell die Arbeitsblätter für den Unterricht aus dem Internet zu ziehen. Aber die Idee sich weitergehend damit zu beschäftigen und den Schülern den sinnvollen Umgang mit dem Medium zu zeigen ist nicht vorhanden. Sollte die Schule noch einmal schließen wird wohl wieder nur Material zur Wiederholung längst abgeschlossener Themen zur Verfügung gestellt, bzw. müssen die Eltern dies meist selbst ausdrucken. So einige haben wegen der hohen Druckkosten gestöhnt und bis heute haben wir keine Rückmeldung zu den eingereichten Aufgaben erhalten.

Einige Arbeitgeber haben erkannt, dass die Aufgaben ihrer Mitarbeiter auch im Homeoffice erledigt werden können. Auch viele Mitarbeiter haben es schätzen gelernt, aber nicht alle. Wenn künftig die Leuten selbst entscheiden können ob Home oder nicht, wäre das ideal. Und dann dann gibt es da all jene die ihre Arbeit nicht im Homeoffice erledigen können. Das ist ja auch in Ordnung bringt aber in Ausnahmesituationen wie Pandemien Probleme mit sich. Und da gleich an einigen Ecken.

Die Idee Mietzahlungen für drei Monate zu stoppen war zwar nicht übel, aber wie der Betreiber einiger Einkaufszentren in einem Interview sagte: man verschiebt die Zahlungsschwierigkeiten nur weil viele auch danach nicht das Geld haben. Aber man kann ja Kredite abschließen und hoffen. Die Zinsen die dann gezahlt werden müssen, muss man halt hinnehmen. Es ist gut dass Kurzarbeitergeld problemlos erhältlich ist, aber natürlich muss man eben damit rechnen das man dann im kommenden Jahr eine Steuernachzahlung leisten muss. Kinderbetreunung sollte man nicht brauchen müssen wenn man nicht ins Homeoffice kann aber alles schließt. Alternativen?

Immerhin: Not macht erfinderisch, heißt es und plötzlich kann man tatsächlich Essen liefern lassen, das bisher nicht geliefert wurde. 100% Umsetzung hat allerdings nicht statt gefunden. So einige sind pleite gegangen statt sich dem Lieferantentum anzuschließen. Schade eigentlich. Dabei wird sogar versucht Eiskreationen zu liefern. Klappt natürlich nur bedingt.

Natürlich hat das auch Nachteile, denn die Müllberge wachsen, aber das bedeute nicht, dass die Müllabfuhr häufiger leert oder der Umgang mit dem Müll verbessert wird.

Nun heißt es im Zuge der Pandemieempfehlungen man solle möglichst kontaktlos bezahlen. Nur wenn die Eisdiele, der Imbiss, der Therapeut, so etwas nicht anbietet weil Digitalisierung dort kein Thema ist, bzw. sich auf ein kleines Minimum beschränkt? Das sich da jetzt großartig was getan hätte kann ich nicht beobachten.

Die Digitalisierung sehe ich nicht schnell voranschreiten. Jedenfalls nicht in Bereichen in denen es dringend notwendig wäre (Bildung) oder in denen es bisher ohne gelaufen ist (Imbiss & Co.)

An der Digitalisierung von Fahrzeugen wird schon länger gearbeitet. Sprachbefehle für Smartphones und Co., Autos ohne Fahrer, Taxidrohnen ohne Chauffeur,Smarthome… Sowas ist schon lange in Arbeit, teilweise umgesetzt- man denke an Siri, Alexa usw. aber das entstammt nicht der diesjährigen Ausnahmesituation und man hätte es auf jeden Fall weiter ausgearbeitet.

Ob die Politik etwas unternehmen wird damit künftig der Bildungsbereich im Ländervergleich besser da steht wage ich zu bezweifeln.

Digitalisierung wird immer noch kritisch gesehen. So normal sie auch in einigen Bereichen wie zum Beispiel beim Handy- dass mittlerweile ein kompletter Computer im Taschenformat ist angesehen wird- so ist sie immer noch auf der NoGo- Liste für Schüler. Ähnlich der Ablehnung von Fernsehern in meiner Kindheit.

Die meisten Menschen tun sich schwer mit Veränderungen. Die Zahl derjenigen die den Mund-Nasenschutz entweder nicht korrekt tragen oder ganz ablehnen steigt täglich. Eigentlich wäre es grundsätzlich bei Infekten- gleich welcher Art- gut wenn jeder sich um den Schutz anderer bemüht, aber soviel Rücksichtnahme ist nicht unser Ding. Getreu dem Motto: “ Warum soll ich andere vor meinen Viren/Bakterien schützen?“ wird weder eine Maske getragen, noch Hände desinfiziert, Abstand gehalten oder in die Ellenbeuge gehustet und was sonst noch so möglich wäre um die Gefahr von Ansteckung zu reduzieren. Zusammenhalt der Gesellschaft? Wohl eher nicht wenn die Pandemiegläubigen gegen die Pandemieleugner angehen. Bereits dieses Jahr war zu sehen das viele Menschen unfähig sind sich bei einem Lockdown sinnvoll zu beschäftigen. Statt dessen wurden sie immer aggressiver. Digitale Möglichkeiten vorhanden, aber dennoch haben sie nichts gerettet.

Plötzlich hat man erkannt das Verkäufer wahre Helden sind, weil sie durchhalten. Genauso schnell hat man das vergessen und begonnen eben diese Helden zu beschimpfen, wegen Nichtigkeiten. So wie Nachbarn, zufällige Spaziergänger, Falschparker, ect.

Ob die Zusammenarbeit zwischen Behörden künftig besser läuft oder man immer noch von A nach B laufen muss wird sich zeigen. Immerhin muss vielfach immer noch Paper abgeliefert werden dass dann eingescannt wird. Warum nicht gleich digital?

Die spannendste Frage aber ist:

Wenn in… sagen wir 2 Jahren… eine Pandemie Deutschland erreicht; sind wir dann vorbereitet? Können wir ad hoc reagieren? Werden wir Masken haben? Gibt es genug Kapazitäten zum testen? Können Kinder flächendeckend sofort digital unterrichtet werden?

Kurz: Haben wir etwas gelernt?

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Job, Job, Hurra

Okay, der Titel ist jetzt doch eher ironisch gemeint, vielleicht auch sarkastisch. Darüber muss ich noch nachdenken.

Ich bin ja dankbar dass ich weiter mein bisheriges Gehalt bekomme und nicht Kurzarbeitergeld nehmen muss. Andererseits wäre es mir auch recht wenn ich diese Zeit der Arbeit mit meinen Kindern verbringen könnte. Die sind schließlich zuhause. 14tägig.

Nun hätte ich diese Woche selbst in der Schule sitzen sollen. Sonntag bekam ich jedoch die Nachricht dass Schule erst einmal abgesagt wurde-aus gesundheitlichen Gründen und wir weiter machen wie vorher- vorerst.

Ja, es war eine gute Idee, denn es hatte sich angekündigt dass was kommt. Anfälle, viel zu viele.

Diese Woche wurde es schnell besser und die Überlegung war evtl doch noch den Rest der Woche…oder auch nicht. Vielleicht eine Lern-Exkursion durchs Viertel,

Ich lerne eine Menge, dass kann ich nicht leugnen. Über Kommunikation, vor allem unterstützte, aber dieses „wir können das machen“ und dann doch nicht geht mir ein wenig auf den Zeiger.

Ich vermisse Sissi und die Erzherzogin nicht, aber den Muskelmann und Mr. Cool.

Überhaupt Sissi: seit Mitte März ist Corona-time. Anscheinend denkt sie, die Kids liegen ausserhalb der Schule im Kälteschlaf. Will sie jetzt eine Lerneinheit zu Hygiene und Abstand usw. machen. Und die Erzherzogin? Möchte das die Kids Briefe an ihre Mitschüler schreiben. Wie viele können ihren eigenen Namen schreiben? 2! Und wieso an Mitschüler? Darf man auch den Großeltern schreiben? Am Besten man stellt keine Fragen. Einfach hoffen dass die Zeiger der Uhr den Turbo einlegen.

Und trotzdem vermisse ich diesen mehr oder weniger geregelten Vormittag, die Kids, die Kollegen. Was nächstes Jahr wird ist zu 100% offen.

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Corona-frei#9

Tja, so langsam neigt sich die Zeit wohl dem Ende zu. Sofern es nicht einen Rückfall gibt, aber es wird gemunkelt dieser könnte uns womöglich erspart bleiben.

Die letzten Tage hat mir mein Schützling zu verstehen gegeben, dass er gern wieder zur Schule möchte. Wir haben so unsere eigene Art der Kommunikation. Bei ihm ist es hauptsächlich über DVD´s. Fast in Dauerschleife sahen wir seine Lieblingsserie mit der Folge „Der erste Schultag“. Dazwischen gab es die „Reise mit dem Zug“ und seine Mutter bestätigte dass er wieder die Reisetasche packen will. Er ist wohl auch Corona-müde. Also haben wir überlegt es mit der Schule einfach zu versuchen. Ist ja auch nur 14tägig wie bei meinen Jungs. Wir gehen jetzt alle in derselben Woche zur Schule und ich lass mich überraschen. Wenn es nicht läuft, kann man es immer noch beenden. Was nach den Sommerferien sein wird ist noch ungewiss.

Meine Jungs dürfen wieder zum Training ab sofort, bzw. ab nächster Woche. Trotzdem habe ich auch da dem Handball-Trainer erst einmal abgesagt.

Ich weiß, es ist ein großes Problem mit den mangelnden Trainingsorten für die Vereine, zumal viele Vereine nicht das Geld für eigene Trainingsplätze haben und daher auf Turnhallen und -Plätze von Schule angewiesen sind, aber manchmal kann ich nur den Kopf schütteln. Es wurde jetzt mal eben mitgeteilt das die Trainingstage geändert sind- man hat ja auch keine anderen Termine- und ab sofort fährt man bis ans andere Ende der Stadt zum Training. Vorzugsweise mit dem Auto denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt länger als das ganze Training.

Seien wir mal ehrlich: wenn ich möchte das meine Kinder an der letzten Kurve des Planeten Training haben, melde ich sie dort bei einem Verein an. Wenn ich einen Verein wähle, der ums Eck ist, dann doch nur weil ich davon ausgehe dass das Training für mein Kind einfach und schnell eigenständig erreicht werden kann. Die SML meinte dann bei einem Gespräch darüber sie fände das unverschämt und normalerweise sollte der Verein den Eltern mit Auto die notwendigen Benzinkosten erstatten. Bei mir wären es die zusätzlichen Fahrkarten und damit wären dann auch nur die Kosten abgedeckt. Das ich von der Arbeit nach Hause hetze, die Kinder unter den Arm klemme und hoffe das wir die Bahn und den Umstieg reibungslos schaffen um nicht auch noch zu spät zu kommen ist da noch nicht eingerechnet. Da artet das Hobby zum Stress aus und Sport wird mörderisch.

Ganz ehrlich: ich bin froh das bald Sommerferien sind.

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Corona-frei #8

Wahnsinn, der Ramadan ist nun schon wieder vorbei und das sogar schon seit über einer Woche. Das Picknick, dass ich mir zum Fest gewünscht hatte musste aus Wettergründen ausfallen und letztes Wochenende hat dann die SML unser Treffen verschlafen. So ist dass, wenn man unbedingt viele Überstunden machen will.

Gestern Abend haben wir es dann endlich geschafft mal ein Treffen zu schaffen. Die SML kam nach der Arbeit, holte die Tänzerin und mich ab. Die Jungs sind bei ihrem Vater. Mal sehen wie lange sie es aushalten.

Geplant hatten wir einen Besuch in einem Café, aber eines zu finden, dass nach 21 Uhr noch offen hat ist nicht so leicht. Letztlich meinte die SML, dass sie seit morgens nichts mehr gegessen hatte und die Tänzerin lechste nach einem Döner, weil sie ein paar Jugendliche mit Döner unterwegs gesehen hatte. Auch da wird es nach 21 Uhr eng. Aber letztlich fanden wir einen offenen Imbiss. Leider einer von denen, die mit dem Wort „scharf“ nicht viel anfangen können. Schade. Ich mag es nun mal scharf.

Wir fanden eine ruhige Ecke mit Bänken, setzten uns, aßen und dann mussten wir heim. Die SML versprach am Sonntag zu kommen. Die Tänzerin ist vorerst gefangen. Zwei Klausuren stehen vor der Tür. Eine davon in Mathe und da wird sie lernen bis sie die Klausur schreibt. Beide Klausuren schreibt sie an einem Tag und danach ist dann Zeit für Ruhe und Entspannung. Für eine Weile, dann folgt die nächste Klausur.

Was mich betrifft: vermutlich werde ich nicht zurück in die Schule müssen. Sissi und die Erzherzogin bekleckern sich was ihren Job betrifft nicht mit Ruhm. Alles was sie an Aufgaben raus geben hat keinen Nutzen für die meisten Schüler und sie verstehen es nicht. Mehr noch: mein Schützling soll wegen der Sozialkontakte zur Schule und die dürften wohl ausfallen. Ständiges Masken auf- und abziehen und eine lange Lerneinheit zum Virus sind weitere Gründe weshalb mein Schützling wohl weiter Homeschooling erhält. Ich kann meine Arbeitszeiten frei einteilen. Aber ich muss mich auch weiter mit Dingen rum schlagen, für die ich nicht bezahlt werde. Wie ich immer sage: jede Medaille hat zwei Seiten

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Ramadan- Tag #16 & Corona-frei #7

Ramadan vergeht dieses Jahr rein gefühlsmäßig recht schnell. Über die Hälfte haben wir schon. Die Feiertage stehen schon fast vor der Tür. Da es am Wochenende sein wird stellt sich die Frage nach dem Wetter. Ich hätte mal wieder Lust auf ein Picknick.

Ich erinnere mich noch an unser letztes Picknick im letzten Jahr. Wir hatten einen warmen, sonnigen Tag mit Spiel, Spaß und Leckereien im Park. Die SML musste früher los, aber das hat unsere Laune nicht verderben können. Aber nur wenig später zogen dunkle Wolken auf. Wir entschieden uns zu gehen, aber noch bevor wir aus dem Park raus waren goß es. Und wie. Ein Mietauto musste her und freundlicherweise stand eins nur wenige Straßen weiter. Während die Tänzerin los rannte um das Auto zu holen warteten die Jungs und ich am Straßenrand auf dem Grünstreifen. Dicht neben uns brach ein dicker, langer Ast vom Baum und landete nur Zentimeter neben uns. Gott sei Dank, dass der uns nicht traf. Als die Tänzerin mit dem Auto kam waren wir nass bis ins Knochenmark. Es machte schon nichts mehr dass es noch einen Moment dauerte bis wir endlich unsere Picknicksachen im Kofferraum hatten. Ich weiß nicht ob ich jemals so glücklich war nach Hause zu kommen. Eine Wiederholung dieses Erlebnisses brauche ich nicht, aber ein Picknick bei schönem Wetter wäre schon toll.

Die letzte Zeit habe überwiegend ich gekocht, aber der Handballer hat schon angekündigt dass er morgen übernehmen wird. Bratnudeln möchte er machen. Ich denke ich werde einen Wackelpudding beisteuern.

Die Lockerungen, die von unseren Politikern beschlossen wurden bedeuten zu nächst einmal dass der Handballer wieder zur Schule muss. Begeistert ist er nicht und auch der Handballer freut sich nicht unbedingt dass sein Bruder nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung steht. Es wird sich zeigen ob nach Pfingsten auch der Fußballer los muss oder alle wieder zu Hause bleiben. Wenn es jemals einen Moment gegeben hat in dem ich mir nicht sicher war ob die Entscheidung den Job zu wechseln gut war, dann ist die Antwort jetzt auf jeden Fall ein lautes JA!!!!

Die kleinen Nettigkeiten die den Menschen entgegen gebracht werden, die trotz allem arbeiten kann man bejubeln oder es auch lassen. Die Mädels haben vom Arbeitgeber eine Mitarbeiterkarte bekommen. Die ist nur kurze Zeit gültig, ermäßigt jeden Einkauf im Laden um 20%, aber man muss auch 300€ ausgeben um 60€ geschenkt zu bekommen. „Im Grunde“, so meint die Tänzerin, „geben wir denen mehr als wir bekommen“ und das ist leider auch ein Fakt.

Apropos geben: mein Drucker ist seit einer halben Stunde beschäftigt die letzten Aufgaben für den Handballer zu drucken. Das Ende sehe ich noch nicht und wenn alles gedruckt ist kann ich mir vermutlich neue Patronen besorgen. Es wurden mal wieder viele Buchseiten eingescannt.

Wann ich wieder offiziell arbeiten muss weiß ich noch nicht, aber sicher nicht vor Pfingsten. Ich fühle mich derzeit etwas ausgebeutet, denn ich mache Unterricht, den nicht ich machen sollte und unsere Lehrer gönnen sich eine Pause.

Ich bin auf die Konsequenzen von all dem gespannt. Manche Schüler, wie meine Jungs sollten die ganze Zeit nur mit kopierten Zetteln wiederholen und andere haben Online- Unterricht erhalten und sind vorwärts gekommen. Manches Kind sass zu Hause allein und manche hatten Hilfe durch die Eltern. Es wird also sicher mehr oder weniger große Unterschiede geben. Sowohl innerhalb der Klassen/Schulen, als auch deutschlandweit.

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Ramadan- Tag 6 und Corona-frei #6

Heute ist schon der 6. Tag des diesjährigen Ramadan. Die Jungs befinden sich (noch) in der Trainingsphase. Beide haben entschieden sie wollen versuchen durch zu halten. Bisher läuft es gut und natürlich ist es dieses Jahr optimal: Kein Unterricht, kein Training.

Seit einer Woche arbeite ich wieder, aber unter veränderten Umständen und wirklich toll ist es nicht. Ich bin auf die Betreuung meiner Kinder angewiesen damit ich meinen Schützling aus der Schule zwei Stunden täglich betreue und mit ihm weiter Unterricht mache.

Die Lehrer aus unserer Schule bekleckern sich absolut nicht mit Ruhm. Diese Woche haben sie angefangen lieblose Zettel per Mail zu versenden die fast keiner unserer Schüler allein bearbeiten kann. Nur Eltern sind keine Lehrer und sollen nicht den Unterricht übernehmen. Und mein Job ist es eigentlich auch nicht. Also arbeite ich mit anderen Materialien die dank der Anschaffung durch die Mutter in größeren Mengen vorhanden sind. Auch nur deshalb weil sie beruflich damit zu tun hat. Immerhin kann jede von uns mal für zwei Stunden die Kinder abgeben und was anderes machen.

Heute ist auch ein besonderer Tag für uns. Heute kocht der Handballer indisch.

Wir sind große Fans der indischen Küche und er liebt kochen und besonders liebt er es scharf. Indisch hat er schon einige Male gekocht und es ist einfach lecker. Heute gibt es irgendwas mit Buttersauce und dazu Reis. Ich weiß, dass er inzwischen kaum noch Hilfe benötigt.

Die Lehrer des Handballers haben inzwischen angemerkt dass die Anschaffung eines Tablet eine gute Idee wäre und ebenso wie die Lehrer des Fußballers hätten sie jetzt gern die Hausaufgaben zurück um sie zu betrachten und zu beurteilen. Und natürlich hat sich unser Scanner entschieden in den Streik zu treten. Jetzt darf ich alles fotografieren.

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10. April 2020 In der Zeit der Coronavirus Krise fallen die letzten Masken und der Kontinent Europas, vor allem Deutschland, zeigt seine ganze Fratze der Scheinheiligkeit und der Menschenverachtung!

Babsi's Aufschrei Herz_statt_Hass

Europa ist das Imperium der Schande❗ Jean Ziegler sagt es schon vor vielen Jahren. Wie recht er damit hatte, das sehen wir heute!

Während Deutschland die Aufnahme von Flüchtlingen aus Griechenland abgelehnt hat mit der Begründung „Coronavirus“ hat Deutschland gleichzeitig zehntausende Erntehelfer aus Rumänien und den Ostblockländern nach Deutschland eingeflogen.
Neben den 200.000 Deutschen, die Deutschland aus dem Ausland zurückgeholt hat und die ohne Quarantäne und ohne irgendwelche Virus Test einfach nach Hause gehen konnten!

Vor einigen Tagen sagte Deutschland nun gnädigsteweise die Aufnahme von 50 Kindern aus Griechenland zu, von denen bisher allerdings kein einziges in Deutschland eingetroffen ist!
Auf dem Mittelmeer befinden sich schon seit Tagen Seenotrettungsschiffe mit Flüchtlingen an Bord, die kein Land aufnehmen will!

++In diesen Tagen fallen endgültig die letzten Masken der christlichen Scheinheiligkeit auf dem Kontinent Europas!+++
……………….

„Flüchtlinge werden dem Tod überlassen, während sich Covid-19 in Griechenland ausbreitet

Von George Gallanis
10. April

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9. April 2020 Update: Coronavirus…

Babsi's Aufschrei Herz_statt_Hass

In den TV-Stationen gehen indess die Inszenierungen unserer falschen Helden zum Thema Coronavirus weiter…

Es ist wirklich erschreckend, welche Abgründe sich in diesen Tagen hierzulande und weltweit öffnen und was für eine Menschenverachtung da an das Tageslicht kommt!

Die hässliche Fratze des Kapitalismus und ihrer „Politiker“ die sie weltweit vertreten, in diesen Tagen verliert sie endgültig ihre Maskerade!
Überall fallen die Masken der heiligen Scheinheiligkeit!
Ich fürchte mich viel mehr von meinen Mitmenschen als vor dem Coronavirus!😰

In den deutschen Alters-und Pflegeheime hat das Massensterben eingesetzt!
In den Flüchtlingsunterkünften werden die Flüchtlinge einfach weggesperrt. Es fehlt überall an dem Notwendigsten, Seife, Desinfektionsmittel, etc. Hygiene-Maßnahmen sind nicht umsetzbar,  Abstand halten sowieso nicht, da viele Menschen auf engstem Raum untergebracht sind. Vor den Toren steht bewaffnete Polizei…Willkommen zurück bei der SS! Wie viele  mit dem Coronavirus Infizierte es wohl in diesen Unterkünften gibt?
Dies alles geschieht unter der Rechtfertigung des Coronavirus!

N

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Corona-frei & Co #4

So langsam aber sicher gewöhne ich mich an den Zustand des Zuhauseseins.

Laut ursprünglicher Planung wären wir jetzt im Urlaub in Spanien. Wir hatten uns alle darauf gefreut. Egal, was solls. Es ist nicht zu ändern.

Für die Jungs ist seit jenem Tag der Schulschließung eine Art Ferien und wie das so ist in den Ferien, möchten sie natürlich ausschlafen und nicht früh aufstehen.

Auf der einen Seite überlege ich immer ob es nicht besser wäre sie morgens um 8 Uhr pünktlich an den Tisch zu setzen um eine Art Immitation der Schulsituation zu erreichen. Auf der anderen Seite finde ich Flexibilität nicht schlecht. Arbeitnehmer sind ja auch nicht alle von 8-16 Uhr beschäftigt. Ebenso ist es mit der Frage ob es sinnvoll wäre einen Plan zu erstellen was täglich gemacht wird, oder ob wir einfach so schauen.

Ich habe mich jetzt für 100% Flexibilität entschieden und ich denke das ist nicht verkehrt.

Für das Wochenende ist der Handballer mit der Tänzerin zum Mathe üben verabredet. Womöglich machen sie auch noch etwas anderes. Heute Mittag kommen die Tänzerin und die SML um mit den Jungs gemeinsam Sport zu machen. Vorgestern hatten wir das auch schon, mit dem Ergebnis das sowohl der Handballer als auch die SML seither über schlimmen Muskelkater klagen.

Momentan machen wir- eher zufällig als beabsichtigt- alle zwei Tage einen Ausflug mit Bewegung. Der Tag dazwischen läuft dann unter der Rubrik „Wir bleiben Zuhause“. Die Einkäufe lassen wir uns liefern. Ich gehe höchstens mal einen Joghurt oder ähnliches direkt kaufen.

Genauso bemühe ich mich spätestens jeden zweiten Tag mich über den aktuellen Corona-Stand zu informieren. Manchmal nervt es. Die einen reden über mögliche Lockerungen ab Mitte April und andere betrachten das Große, Ganze und verneinen den Sommerurlaub.

Für uns heißt es auf jeden Fall dass es diesen Sommer keinen Urlaub bei Oma und Opa gibt. Herbst? Mal sehen.

Gestern habe ich über Whatsapp eine Mathestunde mit einer lernbehinderten jungen Frau gemacht, die normalerweise bald Abschlussprüfungen hat. Gar nicht so einfach. Das Niveau extrem niedrig. Umwandlung von Euro in Cent und umgekehrt. Als Steigerung noch ein wenig addieren. Mathe ist ganz klar nicht ihre Stärke.

Die Lehrer meiner Kids haben aufgegeben. Es kommt nichts mehr. Ehrlich gesagt macht mich diese Lehrunwilligkeit mittlerweile wütend. Keinerlei Versuch mal elektronische Medien zu verwenden. Man sollte diesen Technikfeinden mal Kaffeemaschine, Wasserkocher, Handy und Fernseher entziehen und verlangen das sie ohne Technik leben wenn sie die so verabscheuen. Wer badet es aus? Natürlich die Schüler. Es wird über Lockerungen bei der Versetzung in die nächste Klasse oder alternativ über freiwilliges Wiederholen der Klasse gesprochen, aber das man einfach den Unterricht weiterführt ist nicht drin.

Ich bin gespannt wie es letztlich weiter laufen wird mit dem Virus. Gestern telefonierte ich mit einer Call-Center Dame im Homeoffice aus einem anderen Teil Deutschlands. Sie meinte, sie hätte beim Spazierengehen schon häufiger Leute die Feiertage planen hören. Als Familienveranstaltung mit Oma, Opa, Kind und Kegel. Ich vermute also dass die Zahl der Infizierten so etwa 5-10 Tage nach den Feiertagen noch einmal ansteigt und vermutlich auch die Zahl der Toten.