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Zuhause II-4

Deutschland hat uns wieder. Ich bin froh dass ich die ersten Tage frei hatte, denn die Umstellung war gar nicht so einfach. In Marokko war der Sonnenuntergang recht zeitig, daher haben wir abends so zwischen 19:30 Uhr und 20 Uhr gegessen. Hier wird es nach 21 Uhr. In Marokko aßen wir gegen viertel vor 2 morgens und hier stehe ich um 2:30 Uhr auf zum essen. In Marokko habe ich danach ausgeschlafen, hier klingelt mein Wecker früh und zu guter Letzt: die 26°C angenehme Temperatur ist ganz anders als 28°C brütende Hitze/Stadtluft hier. Schön wieder hier zu sein und doch würde ich gern erst im Herbst wiederkommen.

Um meine Serie der Familienvorstellung aber mal fortzusetzen, kommen wir mal zu dem ältesten meiner Schwager.

In Deutschland ist es schon schwierig wenn ein Kind hochbegabt ist. sofern man dies feststellt ist es für Lehrer deren Studium auf Gleichschaltung ausgerichtet ist, schwierig damit umzugehen. Auch Eltern haben da oftmals ihre Probleme und sofern die Hochbegabung diagnostiziert wird, muss man schon am Ball bleiben um das Kind richtig zu fördern. In Marokko ist das noch ein Tick schwerer. Stöhnen wir hier wenn 30 Kinder in der Klasse sitzen, sind es in Marokko durchaus auch mal 40 und das Augenmerk der Lehrer ist weit weniger auf spezifische Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet. Mein Schwager nun ist eines dieser unterforderten und nicht diagnostizierten Kinder, bzw. inzwischen ist er mit Mitte 30 erwachsen.

Grundsätzlich ist er ruhig, eher still. Wird er wütend hört man ihn dennoch nicht schreien, eher erhebt er seine Stimme und man sieht an seinem Gesicht das er wütend ist. Ebenso ist es bei allen positiven Emotionen. Er ist eine Art ruhender Pol, der besonnen argumentiert und berichtet.

Sein absolutes Steckenpferd ist Mathematik. Wo andere büffeln und Bücher wälzen, schüttelt er sich alles aus dem Ärmel, wie man so schön sagt. Überhaupt hat die Familie ein Faible für Mathematik, aber bei ihm ist es besonders intensiv.

Was ich persönlich so wohl lustig als auch anstrengend finde ist seine Art Englisch und Französisch zu mischen. Er beginnt ein Gespräch, manchmal auch nur einen Satz in Englisch und fällt plötzlich ins französische. Da meine Französisch-Kenntnisse echt in den Kinderschuhen, eher Babyschuhen stecken, muss ich mich ganz schön konzentrieren um mitzukommen.

Seit Baba nach Rabat ins Krankenhaus musste lebt er allein in der elterlichen Wohnung in Fes. Samstag früh steigt er in den Zug um die Familie zu besuchen und Sonntag Vormittag geht es zurück. In Fes hat er einen Job und nebenbei schreibt er seine Doktorarbeit. Im Oktober gibt es einen wichtigen Termin bei dem er diese Arbeit präsentieren muss und das wird hier in Deutschland sein. Unser aller Hoffnung liegt darin, dass ihm diese eine gute Arbeitsstelle beschert.

 

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Zuhause II-3

Meine jüngste Schwägerin, das Küken der Familie, ist mittlerweile auch schon 26 Jahre. Eine lustige, nette junge Frau, die sich erst vor kurzem entschlossen hat Kopftuch zu tragen. Grundsätzlich kleidet sie sich eher westlich.

Sie ist die einzige die in Fez geboren wurde. Sie fängt mit dem Lernen von haushälterischen Dingen erst an. Daher hilft sie viel, lässt alles begutachten und wird langsam selbstständiger.

Eine Weile hatte sie überlegt in Deutschland zu studieren aber sie hat die Sprachprüfung nicht bestanden. Verstehen kann sie sehr gut, nur bei der Sprache hapert es. Sie freut sich daher immer wenn sie mit uns etwas sprechen kann.

Sie lacht viel und gern. Derzeit ist sie krank aber trotz Schmerzen verliert sie ihre gute Laune nicht.

Meisst ist sie mit ihrer Schwester anzutreffen aber sie albert auch gern mit ihrem Brüdern rum. Am schlimmsten ist es mit dem jüngsten Sohn der Familie. Beide zusammen sind manchmal wirklich kaum noch erträglich. Sie ärgern sich permanent gegenseitig. Auch meine Jungs haben Gefallen daran gefunden und beteiligen sich rege.

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Rezept: Erdnusskekse

Heute mal ein Rezept für leckere Kekse von meiner Schwägerin.

Wir benötigen:

  • 2 Pakete Butter oder 500g Margarine
  • 300g gemahlene Ednüsse
  • 150g Zucker
  • 100g Sesam
  • 1 P. Vanillezucker
  • 1 P. Backpulver
  • 250g Mehl
  • 2 P. Puderzucker

Zubereitung:

Zucker , Vanillezucker und Butter miteinander verkneten.

Mehl und Backpulver darüber sieben. Wiedeer vekneten.

Erdnüsse und Seam zufügen und aus allem einen Teig kneten.

Den Teig zu kleinen Kugeln formen und auf ein Blech setzen

Mit einem in Mehl getunkten Keksstempel platt drücken. Den Stempel immer wieder kurz in Mehl drücken, damit der Teig nicht festklebt.

Im Backofen bei ca 150 Grad 20 bis 30 Min. backen.

In dieser Zeit in einer weiten Schale oder einen Teller den Puderzucker sieben.

Die Kekse aus den Backofen nehmen und sofort im Puderzucker wälzen.

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Zuhause II-2

Meine „älteste“ Schwägerin ist die erstgeborene der Familie. Mittlerweile 40 Jahre und die eigentliche Herrin des Hauses.

Nach der 8. Klasse überließen die Eltern ihr die Entscheidung ob sie weizer zur Schule gehen oder lieber der der Mutter zu Hause helfen wollte. Sie entschied sich zu helfen und die Eltern erkannten bald das es falsch war sie danach zu fragen, aber es war zu spät. Ungebildete Mädchen sind keine beliebten Heiratskandidatinnen. So lernte sie kochen,backen und was sonst noch alles zum Haushalt führen dazu gehört.

Sie hat ein Talent zum Nähen daher arbeitete sie eine Weile für jemanden der Jelabas und Co. verkauft. Maßanfertigung mit Qualität und selbstverständlich auch Änderungen und Reparaturen. Doch die zunehmende Lieferung von Altkleidern aus Europa machte es schwieriger und irgendwann schloss der Laden. Man organisierte ihr eine Nähmaschine und eine Strickmaschine. Danach bearbeitete sie Aufträge von Nachbarn, Familie, Freunden. Ihr Bruder programmierte die Strickmaschiene, denn das kann sie nicht und sie fertigte vor allem warme Winterkleidung.

Es rentierte sich auch bald nicht mehr. Da sie auch super backen kann begann sie von zuhause eine Art Cateringservice für Feste. Sie lieferte die tollen Backwaren. Als sie günstig einen Laden übernehmen konnte hatte sie ihre eigene Bäckerei. Diese behielt sie auch Anfangs nach dem ersten Umzug der Familie.

Jahrelang suchten sie nach einer anderen Wohnung und endlich fanden sie etwas. Doch aus der alten Wohnung direkt in die neue klappte nicht, daher mussten sie vorrübergehend eine „Zwischenwohnung“ nehmen und dann ging es endlich ins neue Heim. Viel Arbeit und keine Zeit für die Bäckerei. Schließlich kam der drei monatige Krankenhausaufenthalt von Baba dazu und die Familie wollte natürlich bei ihm sein, zumal es eine Weile so schlecht um ihn stand das sein Überleben nicht gesichert war. Man packte die Koffer und zog zum jüngsten Sohn der Familie, der beruflich weiter weg, aber näher an Rabat wohnte.

Inzwischen hat sie den Haushalt übernommen. Mama hat Pause. Natürlich macht sie noch einiges, aber durch die Wohnung wirbeln braucht sie nicht mehr.

Insgesamt ist es für meine Schwägerin gut hier zu wohnen, aber wie ich schon erwähnte ist die Familie das warme Wetter aus dem Landesinneren gewohnt. Sie friert hier und meine Schwägerin ist als einzige der Familie ein schmächtiger Zahnstocher was es schlimmer macht. Im Landesinneren ist es jedoch bedingt durch den Sand immer recht staubig und sie hat eine Allergie. Täglich hustete sie so stark das sie sich immer wieder übergeben musste. Hier geht es ihr gut.

Ich mag sie sehr gern, aber mit ihr habe ich am meisten Schwierigkeiten. Genau wie ich hat sie Prinzipien und da ist sie stur. Ich mag es z.B. nicht wenn kemand anderer die Spülmaschine einräumt. Ich habe mein System. Ausräumen ja und lieber ärgere ich mich über Schüsseln im Topfschrank, als das ich mich über eine eingeräumte Spülmaschine ärgere. Sie ist ähnlich. Es ist ihr Schema F nachdem sie Pizza backt auch wenn es umständlich und Zeitaufwendig ist. Ansonsten läßt sie mich helfen aber wacht über allem und bemüht sich mir ihre Art der Handhabung zu zeigen.

Sie trägt grundsätzlich eine Art Fleecemütze im Haus mit der sie ihre Haare bändigt und den Kopf wärmt. Geht sie raus zieht sie ein Kopftuch darüber. Eine Fleeceweste hat sie über dem langärmligen Shirt und eine Fleecehose deren Beine sie mit Gummibändern hoch hält über einer Leggings. Geht sie raus zieht sie entweder eine Jelaba drüber oder aber eine Hose und eine Jacke.

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Zuhause II- 1

Mama gehört zu jenen Menschen bei denen ich das Gefühl habe, sie werden rein äußerlich nicht älter. Sie ist nach all den Jahren so wie ich sie kennengelernt habe.

Geburtstag ist hier nur etwas das für offizielle Dokumente benötigt wird. Gefeiert wird er nicht, auch nicht besonders bedacht. Ich kann die Uhr nicht eine Sekunde zurückdrehen und ich werde nun mal jede Sekunde älter.

Mama ist nun bald 60, ihr Mann knapp darüber. Zuhause trägt sie grundsätzlich ein Kopftuch das sie sich mal so und mal so befestigt. Heute ist es himmelblau und die Enden hat die gedreht und über den Kopf geschlungen. Sie trägt grunfsärzlich eine Art Hauskleid mit einer Schürze darüber. Drunter lange Hose und langärmeliges Shirt. Geht sie raus erkennt man sie kaum wieder. Das Kopftuch wird neu und ordentlich gebunden, eine Jelaba ersetzt das Kleid.

Am Telefon klang ihre Stimme in letzter Zeit kraftlos und krächzend. Doch hier ist sie wie immer. Dennoch macht ihr Knie Probleme und auch ihr linker Fuss ist nicht mehr top. Sie verlässt fas Haus selten. Geht mal Besorgungen machen und sonst ist sie für alle da.

Ihre Eltern sind nicht mehr die jüngsten und gesündesten. Aber im Vergleich zu Babas Mutter, die mittlerweile 120 Jahre alt ist sind sie mit um die 90 jung. Sie wohnen ausserhalb in einem Dorf und daher gibt es wenige Besuche.

Mama ist ein fröhlicher, liebevoller Mensch.

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Montagsfrage

Nach langer Zeit mache ich mal wieder bei der montagsfrage von Buchfresserchen mit.

Gibt es Autoren bei denen ihr im Zwiespalt seid sie zu lesen, weil ihr mit ihren Ansichten/Handlungen oder gar Aspekten ihres Werks nicht übereinstimmt?

Wir leben in einer Welt in der Image und Schein sehr hochgehalten werden. Gerade die Literatur lebt überwiegend von Phantasie. Der Phanasie des Autors der Geschichten erfindet. Egal in welchem Genre.

Wir kennen es aus anderen Branchen die mit Promis zu tun haben. Ob Royals, Sänger, Schauspieler. Viele stehen in der Öffentlichkeit und manche sonnen sich darin, manche tun alles um möglichst oft und intensiv beachtet zu werden, andere wollen das eigentlich nicht, haben aber keine Wahl.

Ich habe aufgehört mich für Promis zu interessieren und mich mit ihnen zu beschäftigen als … ja, ich denke das war damals als ich las der Sänger Roy Black – Wunschschwiegersohn zahlreicher Mütter- hätte statt wundervoller Schlager lieber Rocksongs gesungen. Aber seine Plattenfirma hat ihn das Image präsentiren lassen das erfolgreich war. Das Ende seines Lebens war ein Selbstmord und ich habe mich gefragt wie oft er wohl darüber nachgedacht hat sich von der Plattenfirma zu trennen. Egal. Der Punkt ist das nach außen getragene Image das nichts vom Menschen im Inneren zeigt. Warum soll ich mich mit Autoren beschäftigen? Ihre Meinungen, ihr Privatleben, ihre öffentlichen Auftritte interessieren mich nicht, denn mir ist klar das ich nur das sehe und höre was präsentiert wird ohne das ich weiß wie „echt “ das tatsächlich ist.

Was mich interessiert sind die Bücher. Ich wähle das Genre das mir gefällt und die Thematik. Dann lese ich die Inhaltsangabe oder auch mal eine Rezension. Dann entscheide ich.

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Zuhause II

Ich möchte mal meine Familie vorstellen. Bewusst nenne ich sie meine Familie wenn wir auch nicht blutsverwandt sind. Mein Schwiegervater wird nicht müde mir immer und immer wieder zu versichern das ich hier nicht nur herzlich willkommen bin, sondern auch seine Tochter- ohne jeden Unterschied zu seinen anderen Kindern.

Gerade vor dem Wiedersehen mit ihm habe ich mich gefürchtet. In meiner Erinnerung ist er ein Mann mit breiten Schultern, etwas größer als ich. Weißer Bart und ein weißer Haarkranz um eine Glatze die in der Regel mit einer Mütze bedeckt ist. Er verkörperte für mich immer Stärke. Dann kam im letzten Jahr seine Krankengeschichte dazu.

Schon lange hat er Probleme mit den Nieren und der Galle und von seinem Arzt einen Diätplan der ihm alles mögliche verbietet. Typisch für ihn, das er da gern mal fünfe grade sein lässt. Brachte ihm natürlich Beschwerden ein.

Dann kam sein Sturz mit dem er nicht zum Arzt wollte. Ein Fehler, denn so dauerte es recht lange bis er die Diagnose Beckenbruch bekam und endlich behandelt wurde.

Eine Niere hat sich verabschiedet und eine Weile war von einer Transplantation die Rede, aber nicht ohne vorherige Dialyse. Drei Monate war er im Krankenhaus. Extra nach Rabat gebracht.

Am Telefon klang seine Stimme immer furchtbar seit jener Zeit, ebenso wie die von Schwiegermama. Aber das ist ihre Geschichte.

Was würde mich erwarten wenn ich ihn wiedersehe?

Seine Stimme scheint schwächer geworden und es macht den Eindruck als wäre er geschrumpft. Gerade auf meine Größe

Die Haare sind verschwunden,die Mütze ständiger Begleiter. Sein Gang nicht mehr sicher und man erkennt die Hüftprobleme. Unter seiner Kleidung scheint er knapp unter dem Normalgewicht zu liegen.

Das Gebet verrichtet er vom Rollstuhl aus und außerhalb des Hauses geht er mit Stock. Sehr flott. Man muss schon schauen dass man den Anschluss nicht verliert. Mir wurde gesagt er würde immer nurgerade aus laufen. Das kann ich nicht bestätigen. Er weiß wo er hin will und da rennt er hin. Aber an der Straße sollte man ihn besser nicht allein lassen, obwohl Fußgänger auf der Straße hier normal sind. Aber auf der Straße gehen oder diese überqueren sind zwei verschiedene Dinge.

Früher ging er regelmäßig in die Moschee zum Gebet, jetzt, da er nicht mehr allein dorthin darf geht er nur abends zum Gebet nach Sonnenuntergang (Magreb). Danach geht er normalerweise gern noch spazieren aber während des Ramadan bleibt er zum speziellen Ramadan Gebet (Tarawieh) und dem abschließenden Nachtgebet (Isha’a) dort und geht dann mit seiner Begleitung wieder Heim.

Früher hatte er schon immer den Quran als ständigen Begleiter, in dem er fleißig las und das hat sich nicht geändert, nur der Quran selbst hat inzwischen die Größe A3 mit größerer Schrift.

Inzwischen hat sich durch meine Kids die Benennung „Oppa“ und für Schwiegermama „Omma“ eingebürgert, aber normalerweise heißt es „Walid“ und „Walida“. Ich hingegen nenne ihn Baba und sie Mama.

Nächstes Mal: Mama

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Freitags- Füller #475

1. Wenn ich morgen im Lotto gewinnen würde, würde ich alles für soziale Projekte spenden .

2. Turnschuhe sind meine Lieblingsschuhe.

3. Die Datenschutzgrundverordnung ist wieder so ein Ding wie das angebliche neue EU-Recht auf EBay. Dauert etwas bis sich die Aufregung legt

4. Mein Küchenschrank ist niemals richtig aufgeräumt.

5. Ich lese gerade wieder den Quran.

6. Bisher liegt nichts unter meinem neuen Sofa.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Spaziergang , morgen habe ich geplant, zum Strand zu gehen und Sonntag möchte ich noch ein bisschen was marokkanisches Kochen lernen von meiner Schwägerin !

Veröffentlicht in International, Menschen, Persönlich

Zuhause

Ich bin zu Hause. In meinem zweiten Zuhause. Marokko.

Mal wieder hier und das erste Mal im Ramadan.

Das Wetter ist dem in Deutschland recht ähnlich und daher für mich sommerlich. Meine Schwägerinnen hingegen frieren und zeigen das täglich drinben wie draussen durch ihre Kleidung. Leggings und drüber warme Fleecehose. Langarmligrs Baumwollshirt und wenn wir raus gehen kommt noch eine warme Jacke und Hose drüber oder direkt eine Jellaba. Dagegen ich in dünnem, leichtem Shirt und Rock oder dünner Hose und bitte keine Jacke.

Im Ramadan läuft das Leben in Marokko anders. Tagsüber arbeiten nur jene die müssen. Geschäfte sind kaum geöffnet und die Menschen sind daheim.

Das hat Vorteile. So gehört einem z.B. der Strand fast allein

Das Leben beginnt abends nach Sonnenuntergang wenn alle gegessen haben.

Dann fahren Kinder und Jugendliche Rollschuh, Inlineskate, Skateboard und Fahrrad. Und für die Kleineren wird auch was geboten

Diese süssen Autos gibt es auch ein klein wenig größer und je nach Fähigkeit des Kindes entweder zum selbst fahren oder mit Fernbedienung für die Eltern.

Die älteren Teens oder auch jungen Erwachsenen sitzen in Grüppchen beisammen und reden über was auch immer. Hier und da hört man Musik aus einem kleinen Radio oder vom Handy. Familien gehen zusammen spazieren, oder sitzen im Cafe, Geschäfte haben geöffnet.

Das Leben wurde vom Tag in die Nacht verlegt.