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Die erste Zeit

Die erste Zeit

nach den Sommerferien finde ich immer am schlimmsten und sobald die ersten Wochen vorbei sind wird alles besser.

Direkt nach den Ferien ist so viel und wenn´s blöd läuft auch gleichzeitig und alles muss sich neu finden. Für meinen Jüngsten ist das diesmal nicht gut gelaufen.

Er spielt so gerne Fußball und sollte daher in einen Verein. Vor den Ferien telefonierte ich dann mit einer Feldkoordinatorin, die meinte, ich solle mit ihm einfach zum nächsten Training gehen. Gesagt,getan. Der Trainer P. zeigte keinerlei Freude, maulte das er vorher informiert werden möchte, räumte aber auch gleich ein, dass es nicht meine Schuld wäre und er noch mal mit der Koordinatorin reden müsste..

„Toll“, dachte ich,“ interne Kommunikationsprobleme.Das fängt ja gut an.“ Mein Sohn spielte, es lief gut. P. setze ihn auf verschiedene Positionen und es war nicht übel. Irgendwann tauchte auch mal der Co-Trainer N. auf, aber der brachte nur zur Freude aller Eis mit und fertig.

Nach dem Training fragten wir P. was er denn meint,  denn meinem Kleinen hatte es mächtig gefallen und er wollte gern in die Mannschaft. Eine klare Antwort bekamen wir nicht, nur den Hinweis, das nach den Ferien wieder Training ist. Gut, dann in schs Wochen.

Zu Hause schrieb ich eine Mail an die Koordinatorin mit der Frage wie es denn mit einer Anmeldemöglichkeit aussieht. Ich erhielt keine Antwort und verschob es auf die Zeit nach den Ferien. Ist auch klar, Kinder ändern schon mal ihre Meinung.

Nach den Ferien hatte ich immer noch keine Antwortmail, also haben die wohl auch was gegen Mails, obwohl auf der HP steht man soll auf die Art mit ihnen kommunizieren. Zwei Tage vor dem nächsten Training rief ich also die Koordinatorin wieder an, die von nichts wußte. Sie meinte, die Trainer würden ihn vermutlich noch mal sehen wollen und ich solle wieder mit ihm zum Training gehen. Aber nicht direkt zum nächsten, denn das erste Training nach den Ferien ist ungegeignet, weil direkt am nächsten Tag ein Turnier ist. Lieber das darauf folgnde. Na gut.

Wir waren dort. P. grüßte, sagte nichts weiter und irgendwie tauchte auch N. auf. Mein Sohn zog sich an, alle liefen zum Training und nur wenige Minuten später kam P mit einem Jungen, der auch das erste Mal dort war. Er fühlte sich so weit von Mama entfernt nicht wohl und weinte. Die Idee, das Mama in der Nähe des Tores steht verwarf P. mit dem Hinweis darauf, das sie keine Eltern mehr auf dem Feld haben wollten und die Kinder lernen müssten das ohne Eltern zu machen und überhaupt könne man keine Ausnahme von der Regel machen, sonst würden andere auch…

Die Eltern waren entsetzt, ich auch und beide dachten wir, was denn wohl schlimm daran sei, beim ersten Mal die Eltern zu dulden.Die Mutetr äußerte den Verdacht das sie keine neuen Kinder haben wollten und komisch, dieses Gefühl beschlich mich schon vor den Ferien, als so gar keine Freude über den möglichen Zuwachs bei P. zu erkennen war. Und hier sprach jemand aus, was irgendwo in meinen Gedanken schon seine Bahnen zog.

Ich beobachtete das Training, sah wie mein Sohn bei den anderen stand und N. direkt bei den Kindern. Dann kam mein Sohn zu mir und er weinte. Er weiß nicht wo seine Gruppe ist und möchte zu seinem Team, schluchste er. „Aber, das ist die Gruppe“, meinte ich. Nein, erklärte er mir, die Großen hätten ihn ausgelacht und er wisse nicht wo seine Gruppe ist. Er wollte nicht dort bleiben.

Ich war sauer. Es war mehr als offensichtlich, das N. nichts unternommen hatte und jemanden auslachen- weshalb auch immer-  geht gar nicht.Keinen der Trainer schien es zu kümmern, dass ihnen ein Spieler abhanden gekommen war. Sie schienen es nicht mal zu bemerken. Also lies ich meinen Sohn wieder seine Schuhe anziehen, schickte ihn noch mal zum Tor, denn dort lag seine Trinkflasche und dann gingen wir.

Fast zu Hause angekommen, trafen wir meine Älteste, die auf dem Weg zu uns war und als sie hörte was gewesen ist war sie extrem erbost. Sie ließ sich dei Trainer beschreiben und dann marschierte sie zum Trainigsplatz.

 

P. war freundlich, erzählte, er hätte keine Kinder, aber viel Spaß an der Beschäftigung mit der Gruppe, aber er fände es einfach blöd wenn Eltern phne Vorankündigung kommen und weinerliche Kinder würden wohl nicht so passen und überhaupt wollen sie keine Neuen, denn die Gruppe ist voll und sie wissen gar nicht warum ständig Eltern mit neuen Kindern kämen.

Diese Bemerkungen hätte er besser nicht gemacht, denn meine Große wußte von meinem Telefonat mit der Koordinatorin. Einfach aufkreuzen ist nicht meine Art, das weiß sie und weinerlich? Mein Zwerg? Ne! Er hat keinerlei Berührungsängste, egal ob kleine oder große Kinder und er kann sich behaupten. Er sagt auch Großen mal die Meinung und läßt sich nicht einfach einschüchtern. Aber, obwohl er so ist, hat er nur noch gemeint. Den ganzen Heimweg und hat entschieden, das er nicht mehr Fußball spielen will. Total demotiviert und frustriert.

P. bot an, dass sie beim nächsten Mal als Co- Trainerin dabei sein kann und sie soll den Kleinen mitbringen und dann würden sie mit der Gruppe noch mal sprechen. Ein Sohn von N. erzählte, sie hätten gelacht, weil er so klein ist. Er war völlig verängstigt, meinte meine Tochter. Sie lehnte das Angebot ab,denn es wurde ja bereits gesagt, dass ein neues Kind nicht willkommen ist.

Das ganze Gegenteil erlebte ich bei dem Handball-Verein meines Großen. Auch dort sendete ich eine Mail hin und bekam promt Antwort. Nach den Ferien rief ich den Trainer an, der sofort nett und freudig meinte ich wäre bei ihm genau richtig. Dann bat er uns zum nächsten Training zu kommen und dort begegnete er uns sehr freundlich. Er unterhielt sich mit uns, fragte meinen Sohn nach sinen sportlichen Aktivitäten und auch die Co-Trainerin und die Eltern waren toll. Dort fühlen wir uns wohl.

 

 

Kindheitserinnerungen #3

Kindheitserinnerungen #3

Die dritte Runde der Blogparade von Nina-bloggt, diesmal zum Thema Musik.

In meinen Kindertagen hatten wir einen Plattenspieler und einige Schallplatten. Natürlich eine Sammlung bekannter Interpreten die Weihnachtslieder sangen, wie Peter Alexander, Mireille Mathieu, Udo Jürgens,… Das waren Namen die damals auch immer wieder in der ZDF-Hitparade vertreten waren die es im Fernsehen gab und die wir uns ansahen. Es war immer nett zu wissen welche „Hitliste“ Media Control ermittelt hatte und wie das Publikum diese bewertet, aber vor allem wurde Live gesungen, also mussten die Leute singen können.

Ich erinnere mich noch, wie meine Mutter etwas entnervt reagierte als Johanna von Koczian von dem bisschen Haushalt sang:

Das bisschen Haushalt macht sich von allein“
Sagt mein Mann
„Das bisschen Haushalt kann so schlimm nicht sein“
Sagt mein Mann
„Wie eine Frau sich überhaupt beklagen kann
Ist unbegreiflich“
Sagt mein Mann

Nun ja, meine Mutter hatte auch ein bisschen viel Haushalt.

Damals war auch die Zeit der Neuen Deutschen Welle, die Musik lieferte, die man nicht unbedingt ernst nehmen konnte. Trio mit „Da Da Da“,Klaus und Klaus mit „Da steht ein Pferd auf dem Flur“, Markus mit „Ich will Spaß“,… Spaß war eben das Kriterium und diese Musik sorgte für Spaß.

Anfangs hatte ich in meinem Zimmer einen Radiorekorder- Mono natürlich- und morgens zum wach werden habe ich immer das Radio eingeschaltet.

Nachmittags habe ich Zeit damit verbracht mir meine Musikkassetten zusammen zu stellen. Das war nun nicht ganz einfach, schließlich brauchte man Geduld. Das gewünschte Lied musste im Radio laufen und zur richtigen Zeit musste man dann Play+ Record drücken um das Lied auf Kassette auf zu nehmen. Ärgerlich wenn das Lied verkürzt oder vom Moderator reingeredet wurde. Kaufkassetten waren einfacher, aber oftmals war eben auch was drauf was man nicht wollte. Zumindest ging es mir so.

Später hatte ich dann einen Radio-Rekorder mit zwei Kassettenfächern. So konnte ich mir aus verschiedenen Kassetten meine Lieblingsmusik aufnehmen. Für unterwegs gab es dann den Walkman und ich konnte auch unterwegs Musik hören.

Damals, das war auch die Zeit als Dieter Bohlen mit Thomas Anders als Modern Talking uns mit einem Lied unter zehn verschiedenen Namen voll quietschte und damit es keine Entzugserscheinungen gibt übergab er seine Idee noch ein paar anderen Sängern, die allerdings weniger wie eine Einparkhilfe klangen.

Einer von den großen Sängern damals war der Österreicher Falco und mein damaliger Musiklehrer machte der Klasse die Freude sein Lied „Jeanny“ im Unterricht zu behandeln. Das muss so 5. oder 6. Klasse gewesen sein.Ich fand es ganz spannend.

Was ich auch mochte war die Gruppe Kajagoogoo. Die flauschigen Haare mit den Rastaperlen des Bassisten fand ich toll, doch meine Mutter fand die Idee nicht besonders gut. Auch die zweifarbige Haarpracht des Sängers Limahl wollte sie mir nicht gönnen. Wenigstens durfte ich die Kassetten haben. Ich gestehe ich höre heute ab und zu noch gern das Titellied aus dem Film „Die unendliche Geschichte“ das von Limahl gesungen wurde.

Das erste Konzert das ich besuchen durfte war von der Gruppe Münchner Freiheit. Auch die Toten Hosen hätte ich gerne mal Live gesehen, aber die Berichte über die Konzerte waren eine klare Absage.

In der Schule habe ich den Musikunterricht immer gern gemocht, bin auch freiwillig in die AG „Chor“ gegangen. Musik gehörte irgendwie zu meinem Leben dazu. Heute dagegen bevorzuge ich das Nicht-beduddelt-werden.

 
 

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Kindheitserinnerungen

Kindheitserinnerungen

Mal wieder ein Blick in die Kindheit, mal wieder eine Blogparade, mal wieder Erinnerungen.

Nina-bloggt fragt alle zwei Wochen nach Kindheitserinnerungen zu einem bestimmten Thema. Thema 1 hab ich verpasst, aber Thema 2- noch bis 11.9.- ist Essen und Trinken.

Ich habe keine Erinnerung mehr an meine Kleinkinderzeit und Fotos gibt es da auch nicht. Ich kann also leider nur auf Erzählungen zurück greifen und daher weiß ich, dass ich ein Spinathasser-Kind war. Gab es Spinat, gab es Spinat-grüne Flecken an der Wand, denn ich habe das Zeug in hohem Bogen ausgespuckt. Wann meine Mutter es aufgab, oder ob sie je aufgab, mich mit Spinat zu füttern weiß ich nicht, aber in meiner Kindheitserinnerung findet sich kein Spinat, also war ich nach der Kleinkindzeit wohl befreit.

Im Grunde war das mit dem Essen und Trinken recht einfach bei mir. Wir hatten einen umfangreichen Garten und daher viel Obst,Gemüse und Salat und damit alles was man daraus so machen kann. Was man im Garten so naschen konnte, habe ich gern genascht. Erdbeeren, Pflaumen, Möhren,Johannisbeeren,.. Ernten und futtern.

Pflaumen waren so eine besondere Sache. Wenn sie reif waren holte ich sie mir gern vom Baum zum essen, aber alles was meine Mutter daraus so machte mochte ich nicht. Pflaumenkuchen und Kompott. Igitt.

Unsere Apfelbäume hatten keine leckeren Sorten. Sie waren eher sauer, daher versuchte meine Mutter sich als Saftkocherin, aber ohne Erfolg. Es waren zuviel Apfelfasern im Saft, was nicht besonders gut ankam. War ich penibel. Schließlich brachten wir unsere Äpfel zu einer Firma, die sie sammelte und daraus Säfte herstellte. Als Gegenleistung bekam man immer Saft, bzw. musste weniger zahlen. Wir nahmen dann immer ein paar Kästen Saft mit und meine Lieblingssorte war Apfel-Orange.

Apfelkuchen von meiner Mutter hingegen war sehr lecker. Wobei ich am allerliebsten natürlich den Teig mochte. Fertig gebacken, so rund um die Früchte weggenascht- aber und vor allem- pur aus der Schüssel. Am besten doppelte Teigmenge zubereiten, eine Hälfte für den Kuchen, Rest für mich.

Was ich nicht mochte war Hering in Sahnesoße. War genug Soße da, durfte ich schon mal meine Kartoffeln nur mit der Soße essen. Ansonsten bekam ich ein Ei auf einem Teller „geklappert“ und darin wurden dann Kartoffel zermatscht und alles mit einer Prise Salz gut verrührt.

Fast alles bereitete meine Mutter selbst zu, bietet sich auch an, wenn man genug Zutaten im Garten hat. Wie sie ihre leckere Tomatensoße machte weiß ich nicht. Sie hatte einen bestimmten Geschmack und der kam nicht allein von einem Schuss Milch und Zwiebeln. Was ich immer noch suche ist ein Rezept für Kartoffelplätzchen. Ihre waren ein Gedicht, aber alle die ich bisher fand trafen es nicht. Ihre Salate hatten immer Essig und Öl oder Milch mit einer Prise Zucker als Dressing.

Sonntags gab es Fast Food. Hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, obwohl die süßen Limos natürlich gut ankamen.

Überhaupt hatte ich als Kind mit Zucker nicht so viele Probleme. Heute muss ich schon auf die Menge achten, damit mir nicht übel wird. Konkret ausgedrückt heißt das, ich könnte keinen Esslöffel Honig pur essen und ein Stück Sahnetorte würde auch nicht zu Wohlbefinden führen. Damals habe ich mich heimlich- mit einem Esslöffel bewaffnet-in die Speisekammer geschlichen und habe am Lebertran genascht. Erst Löffel für Löffel und schließlich wurde mir klar, das der Löffel zu umständlich ist. Einfach gleich aus der Flasche trinken. Lecker.

Was ich an Taschengeld hatte war nicht sonderlich viel, aber ich liebte jeden Pfennig, denn oben an der Straße gab es eine Drogerie mit Kästen voller Naschkram und kleinen Tütchen in die man das Zeugs packen konnte und viele Sachen kosteten eben nur wenige Pfennig, so konnte ich mir da immer ein Tütchen zusammen stellen. Für 10-20 Pfennig bekam ich schon ein paar Sachen, daher war ich Stammkunde.

 

 
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Verfasst von - 06/09/2016 in Blogparade

 

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Die Sache mit der Politik

Die Sache mit der Politik

Heute mal ein Blog-übergreifender Beitrag.

Der Ausgangs-Beitrag findet sich hier. Ihn zu lesen ist nicht verpflichtend, aber vielleicht hilfreich.

Wenn es um Terrorismus geht behaupten immer wieder Leute die Ursache wäre der politische Islam und es wird bemängelt das es im Islam keine Trennung zur Politik gibt.

Wie ich vor wenigen Tagen hier schon erwähnte ist der Ursprung von Al Qaida  keineswegs ein politischer Islam, sondern Amerika, die gezielt diese Gruppe aufbauten, mit Geld und Waffen versorgten um sie dann für ihre Ziele in den Krieg zu schicken.

Das Ganze ist kein Geheimnis. Man versucht nur die Erinnerung daran unter den Teppich zu kehren und bemüht sich die Gedanken des Volkes in andere Bahnen zu lenken. Diese Bahn heißt „politischer Islam“ und damit ist wieder der Islam die Ursache, nicht aber die Machtgier der Amerikaner.

Deutschland hat eine Regierung in der derzeit 7 Mitglieder, einschließlich der Kanzlerin, der CDU angehören. CDU steht für Christlich Demokratische Union. Gegründet wurde sie von katholischen und evangelischen Christen. Zum Grundsatzprogramm gehört die christliche Sicht zu Mensch, Natur und Umwelt.

Die bayrische Schwesterpartei CSU ist ebenfalls mit drei Mitgliedern vertreten.

Die Christlich-Soziale Union sieht sich auch als christliche Partei und zu den Gründern zählten ebenfalls christliche Gruppierungen. Leider auch ehemalige SS- Funktionäre, aber das ist nicht der Punkt.

Wir haben hier das politische Christentum, vertreten durch zwei Parteien, die von Christen, mit christlichem Weltbild gegründet wurden. Parteien, die sich heute noch auf dieses Weltbild und diese Religion berufen.

Angela Merkel braucht nichts spezielles tun oder sagen. Wann immer die Regierungspartei ein Gesetz erlässt, eine Entscheidung trifft ist die Rechtfertigung, die Begründung das Christentum.

Ob die Entscheidungen letztlich wirklich christlich sind ist dabei zunächst nicht wichtig. Religion hat eine politische Seite- nicht nur im Islam, sondern wann immer Politiker, irgendwo auf der Welt, sich auf eine Religion berufen. So einige Entscheidungen, die von Politikern getroffen werden dürften eine Beleidigung der Religion darstellen, aber Politikern ist das nicht unbedingt wichtig, denn sie sind von ihren Plänen überzeugt.

Was ist jetzt der Unterschied zwischen der deutschen Regierung und den Terroristen?

Die Regierung besteht aus Personen die ihre Schulpflicht, erfolgreich und mit gutem Abschluss absolviert haben. Sprich: sie haben in der Regel Abitur und abgeschlossenes Studium.Angela Merkels Vater war sogar evangelischer Pfarrer. Man sollte Wissen über die Religion voraussetzen können.

Die Terroristen sind mehrheitlich junge Männer aus der armen Bevölkerungsschicht bei denen Geld verdienen Überleben bedeutet. Schulbildung hingegen bringt keine Nahrung ins Haus. Welches Wissen zur Allgemeinbildung, zur Religion, zur Politik usw. kann man von diesen Menschen erwarten?

Macht ausüben kann zur Sucht werden, ebenso wie töten. Jeder der tötet hat eine Rechtfertigung, nicht nur Terroristen. Es gibt Rache, Vergeltung,Macht, Habgier, Kanibalismus, Angst und weitere Ursachen für Mord. Religion ist keine Ursache.

Die Religion permanent verantwortlich zu machen, bedeutet den Terroristen immer mehr Argumente zu liefern und nebenbei die Spaltung der Gesellschaft voran zu treiben.

Wünschenswert hingegen wäre ein „Wir halten zusammen“ statt ein „Die gehören hier nicht her“.

Der tatsächliche Unterschied zwischen Christentum und Islam ist minimal.

 

 

 
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Verfasst von - 02/09/2016 in Politik, Religion

 

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Oh je

Oh je
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©Meine Tochter

26.August 2016, Supermarkt, Außentemperatur: 30°C

 
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Verfasst von - 27/08/2016 in Deutschland

 

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Wahrheit und Komfortzone

Zur Zeit laufen gerade zwei Blogparaden, die ganz gut zusammen passen und da ich für diesen Blog ohnehin vorhatte was für diese Thematik zu schreiben, verknüpf ich das nun miteinander.

Da ist zum einen Moteens Einladung zum GedankenTausch über Traurige Wahrheit oder schöne Einbildung?“. Moteens möchte wissen ob man vor dem vielen Negativen in der Welt lieber die Augen verschließt oder es an sich ran lässt.

Zum anderen gibt es da  Sarah Maria, die meint: „Leave your Filterbubble„. Sie fragt sich wie Menschen zu ihren- oft recht kruden- Meinungen kommen, warum auf Facebook Inhalte, die längst widerlegt worden weiter verteilt werden und möchte gern echte Erfahrungen als Gegenpol.

Echte eigene Erfahrungen, Wahrheit und ein eigenes, schönes Bild der Welt. Ich denke da haben wir schon des Pudels Kern entdeckt. Nicht jeder kann eigene Erfahrungen machen, z.B. weil man zu weit weg ist vom Geschehen und Wahrheit ist oft identisch mit einem für sich selbst gemalten Bild.

Ein Beispiel:

Mit entsetzen erinnern wir uns an die Amoktaten/Anschläge, die gerade vor kurzem statt fanden. Es gibt mittlerweile einige Seiten im Net von Leuten, die meinen, das z.B. die Münchner Tat gar nicht, oder nicht so statt gefunden hat. Begründung sind Berichte von „Augenzeugen“ deren Aussagen oder auch  Fotos von Verhaftungen die nie in der Zeitung erschienen, ebenso die Analyse eines qualitativ schlechten Videos das „beweist“ das der Täter nicht aus dem McD kam, sondern plötzlich dort stand. Muss also alles ein Fake sein.

Ich mache den Leuten nicht mal einen Vorwurf. Sie vertrauen nicht darauf von Polizei und Medien richtig und gut informiert zu werden, also besorgen sie sich ihre eigenen Informationen und wenn man nicht in der Nähe wohnt, sich nicht auskennt, wird ein Video und Facebookkommentare  zum Informant und bestätigt das bereits vorhandene Wissen: Medien und Polizei sind nicht vertrauenswürdig.

Diese Leute liegen nicht einmal falsch. Als Muslima weiß ich nur zu gut was von Medien zu halten ist. Für Geld und Macht verschwindet die Wahrheit. Und wie weit die Polizei beteiligt ist weiß man nicht so genau.

Im Zuge der Ermittlungen gegen den Münchner Täter landete die Polizei in der Wohnung eines verdächtigen Mannes. Nach Beschlagnahmung von PC und Handy, Wohnungsdurchsuchung und mehreren Vernehmungen wurde er schließlich verhaftet. Er wollte (u.a.?) eine nahe gelegene Moschee in die Luft sprengen und hatte versucht Leute zu finden die mitmachen. Das wurde bis heute nicht bekannt gegeben, taucht in den Medien nicht auf. Und ich frage mich ob es auch dieses Schweigen gäbe wenn es ein Araber gewesen wäre, der plante eine Kirche zu sprengen. Oder ob dann das übliche Islamist-Terrorist-Extremist Geschrei losgegangen wäre.

Ich finde es eher erschreckend wenn Menschen meinen sie wären durch das Fernsehen gut informiert. Diese Menschen leben tatsächlich in einer Filterblase aus der sie niemals raus sehen. Sie schauen sich Nachrichtensendungen an und glauben nun alles zu wissen. Ergänzend noch die Zeitung und schon ist die Wahrheit ihr eigen. Welch ein Irrtum!

Gerade diese sind es die schon seit so vielen Jahren den Menschen erzählen was sie zu denken und zu wissen haben.

Früher, vor Computer und Fernseher in jedem Haushalt sah alles noch ein wenig anders aus und dennoch war nicht alles anders.

Betrachten wir mal die Zeit des zweiten Weltkriegs. Ein Lieblingsthema meiner Großen die sich vor allem mit den Geschwistern Scholl und der Weißen Rose beschäftigt. Aber generell ist das Thema bei uns immer aktuell schon weil auch meine Großeltern Teil der damaligen Zeit waren.

1938 wurde das Gesetz über die Schulpflicht im Deutschen Reich erlassen. Darin heißt es z.B.:

Sie sichert die Erziehung und Unterweisung der deutschen Jugend im Geiste des Nationalsozialismus.

Deutsche Kinder ab dem 6. Lebensjahr waren verpflichtet sich den Geist des Nationalsozialismus eintrichtern zu lassen.

Und was Deutsch ist, stand im 25 Punkte Plan der NSDAP:  Kein Jude kann daher deutscher Volksgenosse sein.

Diese Art Mischung von Religion und Nationalität entspricht auch heute noch dem Gedankengut viel zu vieler Menschen. Nur heute heißt es nicht Jude, sondern Muslim.

Nebenbei, um die Indoktrination weiter voran zu treiben gab es die Hitler Jugend. Wobei „Jugend“ nicht so wörtlich zu nehmen ist den auch Kinder waren dort. Zwar gab es keinen offiziellen Zwang in so einer Gruppe zu sein, aber glaubt man Zeitzeugen gab es die Möglichkeit immer wieder zusammen geschlagen zu werden wenn man sich weigerte.

Aus dem Schulgesetz wurde zwar generell der „Geist des Nationalsozialismus“ gestrichen, aber Lehrer sind recht frei bei dem was und wie sie unterrichten. Kontrolliert wird es nicht und so können sie ihr persönliches Gedankengut einfließen lassen und solange sie nicht verlangen das die Schüler zur Begrüßung „Heil Hitler“ rufen kann auch ein „Rechter“ Lehrer unterrichten. Nur wenn es um Lehrer mit familiären Ursprung aus Türkei, oder einem arabischen Land geht oder bekennende Muslime, dann wird es komisch. Das sind ja nun potentielle Terroristen und Islamisten und die Gefahr das sie die Kinder beeinflussen ist viel zu groß.

Aus demselben Grund kann man keinen Islamunterricht einführen.

Zweifelt jemand daran das es dem Schutz der Kinder dient entgegen dem viel gelobten Grundgesetz, dem Muslime sich ja verpflichten müssen, Menschen auf Grund ihrer Herkunft oder Religion zu diskriminieren?

So geschah es auch damals mit den Juden. Man verbannte sie als Lehrer, als Beamte (wie viele Muslime haben eigentlich den Beamtenstatus?) und auch aus anderen Jobs.

Die NSDAP war übrigens eine christliche Partei, wenn auch konfessionell ungebunden. Ihre Taten wurden vor allem von Protestanten geschätzt denn Martin Luthers Schriften und Lehren  forderten einen harten Umgang und hartes Vorgehen gegen die Juden.

Zu den damals üblichen Behauptungen über Juden gehörte: christenfeindlich, strebten heimlich nach der Weltherrschaft, verübten regelmäßig Ritualmorde an christlichen Kindern.
Bekannt, oder? Heute behauptet man das selbe über Muslime, nur aus den Ritualmorden wurde eine allgemeine Christenverfolgung.

Wer kennt die Skulpturen von der „Judensau“? Christliche Kunst um Juden zu verhöhnen, denn sie essen kein Schwein, wie Muslime. Dafür gibt es heute Mohammed-Karikaturen.

Nein, es hat sich nicht viel geändert. Hitler meinte in seinem Buch „Mein Kampf“

daß sie damit der Aufnahmefähigkeit des breiten Volkes, die nun einmal eine begrenzte ist und bleibt,

Ja, die Sache mit der Aufnahmefähigkeit. 1955 lautete die Frage: „Sind Kinder heute dümmer als früher?“ Man stellte fest, dass es tatsächlich ein Defizit im räumlichen Vorstellungsvermögen gab und benannte neben dem Krieg die Reizüberflutung durch Funk,Film und Fernsehen als Begründung. Würde man die Studie heute wiederholen, wie wäre wohl das Ergebnis?

Noch ein Zitat aus dem Buch:

Der Egoismus[…]geht hier so weit,[…]Das Tier lebt in diesem
Zustande nur für sich, sucht Futter nur für den jeweiligen
Hunger und kämpft nur um das eigene Leben. Solange
sich aber der Selbsterhaltungstrieb in dieser Weise äußert,
fehlt jede Grundlage zur Bildung eines Gemeinwesens,
und wäre es selbst die primitivste Form der Familie.

Er schreibt recht kompliziert und ausschweifend, daher hab ich einiges raus genommen. Aber wie ist das jetzt mit dem Egoismus? Vor einiger Zeit las ich auf einem Blog Datingtipps da kamen dann Sprüche wie: Ich bin so, akzeptier das gefälligst, gewöhn dich dran usw.  Gibt es Menschen die mit einer derartigen Einstellung tatsächlich eine lange, glückliche Beziehung zu irgendwem führen? Mit so jemanden möchte ich nicht einmal befreundet sein, geschweige denn verheiratet. Trotzdem erhielt der Artikel viel Zuspruch und Beifall.

Schon die Gemeinschaft zwischen Männchen und Weibchen über die reine Paarung hinaus fordert eine Erweiterung des Selbsterhaltungstriebes, indem die Sorge und der Kampf um das eigene Ich sich auch dem zweiten Teile zuwendet; das Männchen sucht manchmal auch für das Weibchen Futter, meist aber suchen beide für die Jungen Nahrung.
Für den Schutz des einen tritt fast immer das andere ein, so daß sich hier die ersten, wenn auch unendlich einfachen Formen eines Opfersinnes ergeben. Sowie sich dieser Sinn über die Grenzen des engen Rahmens der Familie erweitert, ergibt sich die Voraussetzung zur Bildung größerer Verbände und endlich förmlicher Staaten.

[…]„Arbeit“[…]ein Schaffen, das nicht den Interessen der Allgemeinheit widerspricht[…]
Selbsterhaltungstriebe ohne Rücksicht auf das Wohl der Mitwelt dient, als Diebstahl, Wucher, Raub, Einbruch usw

Hat sich nicht viel zum aktuellen Gedankengut über Arbeit geändert. Arbeitslosigkeit ist immer noch ein Verbrechen, weshalb man Hartz IV- Empfänger so herrlich bekriegen kann. Verbal und mit Gesetzen.

Da ist das Fatale. In den Programmen und Erklärungen der braunen Parteien finden sich immer wieder Passagen denen viele Zustimmen und manch einer übersieht dabei (absichtlich) die übrigen Passagen. Die NSDAP hat sich an die Arbeiter gewendet und eine Menge Zuspruch bekommen für Passagen wie:

  • Wir fordern die Ausbildung geistig besonders veranlagter Kinder armer Eltern ohne Rücksicht auf den Stand oder Beruf auf Staatskosten
  • Der Staat hat für die Hebung der Volksgesundheit zu sorgen
  • Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewußte politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse
  • Wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat
  • Wir fordern eine unserem nationalen Bedürfnisse angepaßte Bodenreform, Schaffung eines Gesetzes zur unentgeltlichen Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke, Abschaffung des Bodenzinses und Verhütung jeder Bodenspekulation.
  • Wir fordern den rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Gemeinschaftsinteresse schädigen. Gemeine Volksverbrecher, Wucherer, Schieber und so weiter sind mit dem Tode zu bestrafen, ohne Rücksichtnahme auf Konfession und Rasse.
  • gründlichen Ausbau unseres gesamten Volksbildungswesen
  • Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens. Brechung der Zinsknechtschaft
  • Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben
  • Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Altersversorgung.
  • Wir fordern die Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung, sofortige Kommunalisierung der Großwarenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, schärfste Berücksichtigung aller kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferungen an den Staat, die Länder oder Gemeinden.
  • Wir bekämpfen die korrumpierende Parlamentswirtschaft, eine Stellenbesetzung nur nach Parteigesichtspunkten ohne Rücksicht auf Charakter und Fähigkeiten

Klingt doch gut. Würden wir das nicht gern Unterschreiben? Wen jucken da die paar anderen Punkte, die nicht so nett sind? Wir wollen die guten Sachen und die anderen? Na ja, das wird schon nicht passieren. Wie beim Brexit. Das kommt doch nicht wirklich durch. Und jetzt die AfD. Die werden doch nicht wirklich…

Propaganda hat Folgen. Schweigen und Wegsehen hat Folgen.

Damals gab es Menschen die den Juden geholfen haben. Man hat sie versteckt, einige konnten falsche Papiere besorgen. Heute würde das nicht mehr funktionieren,. Der Überwachungs- und Datensammel-Wahn verhindert es. Überall Kameras, biometrische Bilder, Fingerabdrücke, und zahlreiche weitere Maßnahmen die immer weiter ausgebaut werden. Die Regierung  verlangt die Bereitschaft der Bevölkerung zur Preisgabe des Privatlebens aus Sicherheitsgründen. Sie selbst verweigert als einzige Partei geschlossen die Offenlegung der Nebeneinkünfte ihrer Mitglieder. Sollte man da einen Zusammenhang suchen?

Zum wiederholten Mal fordert die Partei den Einsatz der Bundeswehr im Innern und dann gibt es da das neue Weißbuch der Bundeswehr. Deren Aufgabe ist nun auch: „Verteidigung gegen terroristische und hybride Bedrohungen“. Außerdem kann man dort lesen:

Hybrides Vorgehen verwischt die Grenze zwischen Krieg und Frieden und kann gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot verstoßen.

Was ist denn jetzt Hybrider Krieg? Laut Wikipedia, was ich ansonsten als Infoquelle eher ablehne,:

  • Einsatz von verdeckt kämpfenden Truppen, bzw. Soldaten und militärische Ausrüstung ohne Hoheitszeichen, die auf fremdem Territorium operieren,
  • Nutzung von umfänglichen Kampfmitteln, die auch atomare, biologische, chemische und improvisierte Sprengmittel beinhalten können,
  • Desinformationskampagnen
  • und in der Neuzeit zusätzlich durch Cyberattacken.

Nun, auch früher gab es schon Anschläge, die nicht wirklich von jenen ausgeführt worden, denen man sie zuschrieb und auch Hitler bediente sich solcher Mittel. Die SS fingierte den Angriff auf den Sender Gleiwitz und Hitler meinte:

Die Auslösung des Konfliktes wird durch eine geeignete Propaganda erfolgen. Die Glaubwürdigkeit ist dabei gleichgültig, im Sieg liegt das Recht

Moderne Möglichkeiten erlauben es die Propaganda glaubwürdig erscheinen zu lassen.

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So kann jeder Angriff Muslimen in die Schuhe geschoben werden und auch jedem anderen Feind. Die Medien unt21.06.15 - 1erstützen durch ihre Berichterstattung.

Durch eben jene Berichterstattung wussten wir immer das die Russen böse sind und die Amerikaner toll.

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Laut offiziellen Angaben (wie viele es wohl wirklich sind?) wurden im Auftrag von Obama 3000 Menschen mit Drohnen getötet ohne Anklage, Beweisvorlage, Gerichtsverhandlung, Verteidigungsmöglichkeit. Jedes Angriffsziel fordert im unmittelbaren Umkreis durchschnittlich sechs weitere, zivile Tote. Darunter Kinder. Putin ist grausam, Obama bekommt den Friedensnobelpreis.

Wie meinte der CIA-Chef zur Rechtfertigung:

Mit chirurgischer Präzision und Laser-genauem Fokus können wir damit den Krebstumor namens Al-Kaida-Terrorist ausschalten

10406895_692728174133850_5357830446777750837_nWoher kam noch mal Al-Qaida? Ach ja. CIA und NATO. Der Kampf gegen den ewigen Feind Russland. Da wurde die Gruppe aufgebaut und fleißig mit Finanzen und Waffen unterstützt. Gegen Geld einen Stellvertreterkrieg führen. Klar. Man nahm vorwiegend Arbeitslose junge Männer aus der armen Schicht und für Geld das die Familie ernährt tut man einiges. Heute sind sie für jene, die sie damals erschufen ein Krebstumor.

 

10418397_692725370800797_1044527699599293445_nAfghanistan wurde mit Krieg überzogen weil Al-Qaida bekämpft werden musste, von denen die Afghanen bis dahin noch nie was gehört hatten. Bundeswehroberst Klein tötete u.a. 137 Dorfbewohner im Kundus, darunter 36 Kinder. Er wurde von Schuld frei gesprochen und befördert.

Die Kriegsberichterstattung aus Syrien? Wahrheit ist etwas anderes.Auch hier Hybrides Vorgehen das von Medien und Politikern nicht thematisiert wird.

31a8d92ede9beee670c8aebaf0bb0de1_XLUnd woher kam die IS? Ach ja. Splittergruppe der Al- Qaida. Aber Erdogan ist untragbar.

Es ließe sich noch soviel mehr sagen über Wahrheit, Schein und Sein, aber ich möchte es hier zunächst beenden.

 

 

Die Wahrheit- das ist mein Fazit- ist das was wir finden wenn wir uns von dem lösen was wir glauben sollen und wollen. Wenn wir nicht vergessen das es im Zweiten Weltkrieg zwar 6 Millionen getötete Juden gab, aber auch mehr als 6,8 Millionen Nicht-Juden. Menschen die ihnen halfen, Behinderte, Sinti und Roma….

Die Sache mit dem WOLLEN ist das Problem. Es ist so einfach sich auf das zu konzentrieren was einen in mundgerechten Häppchen serviert wird. Es ist so einfach zu denken das wir alles erfahren was wir wissen müssen und das uns nichts verschwiegen wird.

Und dann gibt es da diese heftigen Sachen die dazu führen das wir uns schnell wegducken. So wie mit den Anschlägen. Alles Muslime, alles IS, alles Terroristen.
Abschalten, Musik hören, Film schauen, Roman lesen. Weg aus der Wirklichkeit in den schönen Schein.


Das ist die Konsequenz die wir Politiker und Medien verdanken, weil die Propaganda wirkt.

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Flüchtlinge

Ja, es gibt diese Momente in denen mir das alles zu viel wird. Momente in denen ich das Gefühl habe eine ganze Horde Elefanten würde auf mir sitzen und jedes bisschen Luft aus meinen Lungen drücken. Momente, in denen mir nur noch Tränen in den Augen stehen und ich mich frage, warum sich niemals etwas ändert und alles sich immer nur wiederholt.

Nein, ich male mir die Welt dann nicht schön, versuche mir einzubilden das alles gar nicht so böse gemeint ist und alle nur Gutes im Sinn haben.

In solche Momenten hilft- ja richtig, ich bin ein religiöser Mensch- lesen im Qur-an, Spaziergänge in der Natur mit bewusstem Blick auf die Schöpfung, schreiben,.. Es gibt Möglichkeiten sich kurzzeitig aus zu klinken. Es darf nur niemals ein Dauerzustand werden.

Zu den Bildern: Das Foto von den Gräbern ist meins, der Rest ist von Facebook.

 

Wien

Wien

 

Schloss Schönbrunn

Stadt

Schloss Belvedere

Prater:

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Herkunft

Herkunft

Vor nicht all zu langer Zeit las ich mal eine Diskussion die sich dann irgendwann um die Frage drehte ob man andere Fragen dürfe woher sie kommen. Manch einer findet es rassistisch, ausgrenzend, nervig, andere interpretieren es anders und einige argumentierten sie werden im Urlaub auch oft gefragt woher sie kämen und finden es sei ein Zeichen von Interesse das sie nicht stört.

Das erste Problem dabei ist, das Menschen die sich nicht in einer bestimmten Position befinden gern ihre theoretischen Überlegungen zu Grunde legen. Da kommen dann Sachen wie:

  • Wenn ich so krank wäre, würde ich…
  • Wenn ich Krebs hätte, würde ich…
  • Wenn ich meinen Job verlieren würde, würde ich…

Alles ganz nett, aber kommt doch erst einmal in die Situation, dann sehen wir was ihr tut, wie ihr fühlt, was ihr denkt. Solange man nicht damit konfrontiert ist kann man auf der Couch eine Menge Theorien entwickeln. Ob die bleiben wenn man dann tatsächlich in diese Situation kommt?

Ich werde auch oft gefragt woher ich komme und das von unterschiedlichen Leuten und aus unterschiedlichen Gründen und ja: manchmal nervt es und manchmal ist es rassistisch,ausgrenzend,…

Wenn ich im Urlaub bin, dann bin ich dort als Tourist und mein Gegenüber weiß das. Sein Interesse hat also den Grund, das er wissen möchte von wo Menschen dorthin kommen. Oft kommen dann noch Fragen wie es gefällt, was man schon gesehen hat und oft auch wie lange man noch bleibt.

  • Wie lange bleibst du?
  • Wann gehst du?

Der Unterschied in diesen beiden Fragen ist die unterschwellige Komponente. Während das eine eher positiv daher kommt (bleiben) klingt das andere eher negativ.

Manche formulieren ihre Frage von vorneherein anders: „Sag mal, du kommst aber auch nicht von hier?! Zumindest sprichst du nicht so“

Das stimmt. Ich stamme gebürtig aus einer dialektfreien Gegend, bin aber ein paar Mal umgezogen, in Gegenden mit Dialekt. Ich spreche selbst keinen, verstehe aber einiges und wenn ich mit Leuten von früher rede meinen die ich hätte mich sprachlich meiner Umgebung angepasst, während die Einheimischen sehr wohl den Unterschied bemerken und ich? Ich rede halt einfach. Ich merke das gar nicht.

Aber ich weiß etwas anderes. Wenn ich eine Weile mit einer Person spreche übernehme ich automatisch deren Art zu reden. Unbewusst und ohne Absicht.  Ein früherer Arbeitskollege meinte mal:“ Kommst du auch aus meiner Ecke oder äffst du mich nur nach?“ Weder noch,obwohl…vermutlich eher letzteres, allerdings nicht in negativer Absicht.

Solche Fragen stören mich nicht. Das kann ich ganz gut ertragen und denke da nicht negativ. Interesse ist nicht verwerflich.

Aber es gibt auch noch die anderen und da kommt es drauf an wer, wie fragt.

Wenn man mit Menschen spricht erfolgt auf Gesagtes i. d. Regel eine Reaktion. Die kann auch nur aus einer Geste oder Mimik bestehen. Die Frage als solche ist also nie nur eine einfache Frage, sondern die Antwort erhält eine Rückmeldung. Egal wie.

Neulich z.B. traf ich eine Araberin, die mich nach dem Weg fragte. Ich erfuhr das sie als Medizintouristin hier ist und sie fragte schließlich woher ich komme. Als sie als Antwort „Deutschland“ bekam fragte Sie „Deutschland?“ und signalisierte durch Gesten das sie wissen wollte ob ursprünglich aus Deutschland. „Ja!“ antwortete ich und sie freute sich und wir sprachen über meinen Sohn, der um uns rum rannte.

So einfach ist es nicht immer. Viele haben mit der einfachen Antwort ein Problem. Sie wollen mich unbedingt ins Ausland verfrachten. Urdeutsche tragen kein Kopftuch. Da muss einfach Ausland drin stecken, geht nicht anders. Die Intensität mit der sie danach suchen ist allerdings unterschiedlich.

Am nervigsten sind jene denen man ausführlich darlegen muss das weder ich noch meine Eltern,Großeltern,Urgroßeltern,… aus dem Ausland stammen. Einige bringe ich zum schweigen in dem ich darauf hinweise das mein Großvater im Krieg für Hitler gekämpft hat und meine Großeltern ihre Kinder in seinem Sinn erzogen haben.

Einige versuchen es dann von der anderen Seite: „Und woher kommt dein Mann?“

Und so wird das Weltbild dann wieder gerade gerückt. Na klar, ein Mann der seine Frau zwingt das Tuch zu tragen. Niemals würde eine Deutsche freiwillig…

Manchmal gebe ich einfach auf, weil ich so genervt bin und manchmal da füge ich erklärend hinzu das ich zu meiner Religion ja den passenden Mann brauchte und daher  woanders einen gesucht habe. Das ruiniert dann wieder das Weltbild meines Gegenübers.

Interesse und Interesse ist also unterschiedlich. Es kommt immer darauf an welcher Gedanke, welche Absicht dahinter steht und welche Erwartung die fragende Person hat. Wenn „Ausländer“ sagen sie fühlen sich diskriminiert, ausgegrenzt oder genervt von der Frage, dann verstehe ich das. Ich verstehe aber auch, das es einige Leute gibt bei denen es wirklich nur reines Interesse ist, aber dennoch ist die Häufigkeit mit der man gefragt wird der entscheidende Punkt für ein bestimmtes Gefühl. Wenn man dreimal in der Woche gefragt wird sieht man manches sicher anders als einmal im Monat.

 

 

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Impressionen aus Marokko

Impressionen aus Marokko

Von meiner Tochter bekam ich schon ein paar Fotos aus dem Urlaub:

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Flughafen Fez

Recht windig: Strand in Kenitra

Kenitra ist eine Hafenstadt mit 400.000 Einwohnern, etwa. Zwei davon sind meine Schwager, die derzeit eine volle Wohnung haben, denn für den Urlaub haben sich alle dort getroffen.

Anders als im Landesinnern ist die Temperatur mit ca. 28°C tagsüber, direkt am Meer beinahe „europäisch“.

Als Europa und USA ihren Ressourcenhunger gewaltsam am Afrikanischen Kontinent ausließen wurde Marokko in Protektorate aufgeteilt. Westsahara und Nordmarokko gingen an Spanien, der Rest an Frankreich.

In dieser Zeit wurde auch Kenitra gebaut.

Marokko erhielt erst 1956 seine Unabhängigkeit zurück. Ceuta und Mellila wurden jedoch bis heute nicht zurück gegeben und gehören weiterhin zu Spanien. Bis heute ist Französisch zweite Amtssprache. Auch Spanisch wird mancherorts gesprochen.

Kenitra ist heute noch ein großes Industriezentrum und verfügt über einen Militärstützpunkt. Wälder finden sich in der Nähe und bieten sich u.a. als Ausflugsziele an,ebenso wie Ruinen einer römischen Siedlung. Einige Strände sind bei Wassersportlern sehr beliebt. Mit dem Zug ist man in ca. 1 1/2 Stunden in Casablanca

 
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Verfasst von - 11/08/2016 in Foto´s

 

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Stereotypen

Stereotypen

Eine Meldung aus den Medien: Der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauck (CDU) äußerte die Ansicht

„Wer in unserem Land lebt, sollte in der Landessprache kommunizieren. Das gilt auch für soziale Medien“

und:

„Was öffentlich zu lesen ist, das sollte auf Deutsch zu lesen sein.“

sowie:

Muslimische Bürger bewegen sich im Internet häufig nur innerhalb der türkischen Community

und:

Gerade bei türkischstämmigen Eltern sei eine intensive Medienbildung nötig.

Was lernen wir daraus?

  1. Wir dürfen amerikanische Plattformen benutzen und die dürfen auch weiter alles in Englisch schreiben, aber wir dürfen nur Deutsch schreiben
  2. Kontakte mit Menschen die in anderen Ländern wohnen und der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sind nicht erwünscht.
  3. Muslime sind alle Türken
  4. Muslime sprechen(lesen/schreiben) alle türkisch
  5. Türken haben keine Ahnung von Medien

In der Überschrift des Artikels heißt es:

Migranten in Deutschland[…]

  1. Migranten sind alle Türken
  2. Migranten sind alle Muslime

Wann ist man kein Migrant mehr?

Seit wie vielen Generationen muss man in Deutschland leben und die deutsche Staatsangehörigkeit haben, damit man zur „normalen“ Gesellschaft dazu gehört?

 

 

 

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