Oh Schreck…

…mich quält schon den ganzen Morgen ein Ohrwurm und nervt.

Die eigentliche Ursache liegt Monate zurück. Damals, Anfang des Jahres, bemühten sich die Erzieher im Kindergarten passend zum Fasching mal wieder um taugliche Lieder. Irgendwer kam auch die Idee, Piraten mit „Wir lieben die Stürme“ zu verbinden und so wurde das Lied geschmettert.

Wenn mein Fußballer etwas nicht kann, dann sich so etwas merken. Ständig verdreht er die Sätze oder tauscht einzelne Worte. Warum sollten die eiskalten Winde auch ein rauhes Gesicht haben wenn grau ebenso passt?

Um ihm ein wenig Übung zu bieten haben wir auf Youtube zurück gegriffen. Dort gibt es von Heino, über Marinechor bis Achim Reichel diverse Variationen des Liedes. Und so landete der Fußballer bei der Gruppe Santiano, die ebenfalls eine Version davon haben.

Seit dem ist er Fan. Santiano dudelt öfter mal hoch und runter. Ein Lied nach dem anderen. Inzwischen hat er sein momentanes Lieblingslied gefunden.

Seemannsromantik pur! Wie alle ihre Seemannslieder. man könnte meinen Seemann sein wäre nichts anderes als pures Vergnügen.

Gestern Abend war mal wieder Santiano notwendig und seit heute früh quält mich nun der Wurm im Ohr:

Kindheitserinnerungen #3

Die dritte Runde der Blogparade von Nina-bloggt, diesmal zum Thema Musik.

In meinen Kindertagen hatten wir einen Plattenspieler und einige Schallplatten. Natürlich eine Sammlung bekannter Interpreten die Weihnachtslieder sangen, wie Peter Alexander, Mireille Mathieu, Udo Jürgens,… Das waren Namen die damals auch immer wieder in der ZDF-Hitparade vertreten waren die es im Fernsehen gab und die wir uns ansahen. Es war immer nett zu wissen welche „Hitliste“ Media Control ermittelt hatte und wie das Publikum diese bewertet, aber vor allem wurde Live gesungen, also mussten die Leute singen können.

Ich erinnere mich noch, wie meine Mutter etwas entnervt reagierte als Johanna von Koczian von dem bisschen Haushalt sang:

Das bisschen Haushalt macht sich von allein“
Sagt mein Mann
„Das bisschen Haushalt kann so schlimm nicht sein“
Sagt mein Mann
„Wie eine Frau sich überhaupt beklagen kann
Ist unbegreiflich“
Sagt mein Mann

Nun ja, meine Mutter hatte auch ein bisschen viel Haushalt.

Damals war auch die Zeit der Neuen Deutschen Welle, die Musik lieferte, die man nicht unbedingt ernst nehmen konnte. Trio mit „Da Da Da“,Klaus und Klaus mit „Da steht ein Pferd auf dem Flur“, Markus mit „Ich will Spaß“,… Spaß war eben das Kriterium und diese Musik sorgte für Spaß.

Anfangs hatte ich in meinem Zimmer einen Radiorekorder- Mono natürlich- und morgens zum wach werden habe ich immer das Radio eingeschaltet.

Nachmittags habe ich Zeit damit verbracht mir meine Musikkassetten zusammen zu stellen. Das war nun nicht ganz einfach, schließlich brauchte man Geduld. Das gewünschte Lied musste im Radio laufen und zur richtigen Zeit musste man dann Play+ Record drücken um das Lied auf Kassette auf zu nehmen. Ärgerlich wenn das Lied verkürzt oder vom Moderator reingeredet wurde. Kaufkassetten waren einfacher, aber oftmals war eben auch was drauf was man nicht wollte. Zumindest ging es mir so.

Später hatte ich dann einen Radio-Rekorder mit zwei Kassettenfächern. So konnte ich mir aus verschiedenen Kassetten meine Lieblingsmusik aufnehmen. Für unterwegs gab es dann den Walkman und ich konnte auch unterwegs Musik hören.

Damals, das war auch die Zeit als Dieter Bohlen mit Thomas Anders als Modern Talking uns mit einem Lied unter zehn verschiedenen Namen voll quietschte und damit es keine Entzugserscheinungen gibt übergab er seine Idee noch ein paar anderen Sängern, die allerdings weniger wie eine Einparkhilfe klangen.

Einer von den großen Sängern damals war der Österreicher Falco und mein damaliger Musiklehrer machte der Klasse die Freude sein Lied „Jeanny“ im Unterricht zu behandeln. Das muss so 5. oder 6. Klasse gewesen sein.Ich fand es ganz spannend.

Was ich auch mochte war die Gruppe Kajagoogoo. Die flauschigen Haare mit den Rastaperlen des Bassisten fand ich toll, doch meine Mutter fand die Idee nicht besonders gut. Auch die zweifarbige Haarpracht des Sängers Limahl wollte sie mir nicht gönnen. Wenigstens durfte ich die Kassetten haben. Ich gestehe ich höre heute ab und zu noch gern das Titellied aus dem Film „Die unendliche Geschichte“ das von Limahl gesungen wurde.

Das erste Konzert das ich besuchen durfte war von der Gruppe Münchner Freiheit. Auch die Toten Hosen hätte ich gerne mal Live gesehen, aber die Berichte über die Konzerte waren eine klare Absage.

In der Schule habe ich den Musikunterricht immer gern gemocht, bin auch freiwillig in die AG „Chor“ gegangen. Musik gehörte irgendwie zu meinem Leben dazu. Heute dagegen bevorzuge ich das Nicht-beduddelt-werden.