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Fertig…

mit den Nerven bin ich momentan. Mein Chef verfolgt mich bis in meine Träume. -Alpträume.

Es geht um so viel, teilweise ärgerliche Kleinigkeiten, aber eben auch um etwas übleres. Ein 16 Jahre alter Junge, von der Behinderung recht eingeschränkt und ich wundere mich schon lange warum Chefe und seine anhängliche Stellvertretung immer Probleme mit ihm haben. Er tritt nach ihnen, bespuckt sie, schreit und versucht sie zu schlagen.

Es ist die einzige Möglichkeit für ihn sich zu wehren und hat nichts mit Bösartigkeit zu tun.

Natürlich meinen die, die „Großen“ und ich nennen sie „Herzlilein und Herzilein“, manchmal auch „Dick und Doof“, der Junge wäre das Problem aber de facto sind sie selbst das Problem.

Bei der vorletzten Dienstbesprechung wurde einen Strafenkatalog angelegt. Beklagt sich der Vater das der Junge zu Hause übellaunig war, wird er hier bestraft. Benimmt er sich hier daneben wird er auch bestraft. Im Grunde ist er eine Art Prügelknabe. Irgendeinen Grund findet man schon warum man ihn gerade bestraft. Pädagogisch wertvoll ist das nicht.

Nachdem die „Großen“ beobachtet haben, das ich keinen derartigen Stress mit dem Jungen habe, haben sie ihre Meinung überdacht. Natürlich hat Chefe auch den „Großen “ eingeredet die Schuld bei dem Jungen zu suchen.

Warum spuckt er „Dick und Doof“ jedesmal seine Tabletten entgegen? Also schlugen die Großen Chefe vor ihm die Tabletten einfach ins Essen zu tun, wie ich das auch mache. Nein man muss sie ihm mit Gewalt in den Mund stecken.

Es nervt mich einfach nur noch ab. Ich will den „Großen „keinen Ärger machen. Darum darf ich offiziell nicht wissen was da passiert und wie der Junge behandelt wird.

Die „Großen “ machen oft die Arbeit von „Dick und Doof“. Sie übernehmen das Duschen, Kämmen und ins Bett bringen anderer Bewohner. Was machen Dick und Doof? Kaffeetrinken!

Früher, so meinte ein Kollege mal, wären die Mitarbeiter mit den Kids raus gegangen. Heute passiert sowas nicht mehr. Wenn, dann gehen sie mal in ein Lokal in der Nähe zum Essen, aber der „Prügelknabe“ darf nicht mit.

Freitag hab ich morgens einem Mädel Zöpfe geflochten. Gestern, also Montag habe ich sie ihr morgens wieder geöffnet und aus den verknoteten und verklebten Haaren zwei Haarspangen gepult. Habe mich bemüht sie schmerzfrei zu kämmen und ihr neue Zöpfe gemacht. Sie liebt Zöpfe. Ich bin gespannt ob Doof es heute geschafft hat sie zu Duschen und ihr die Haare zu waschen. Aber das sehe ich erst morgen früh.

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Armut als Problem der Verhandlungsmacht

wortzeichner

Ein sehr großes Problem der Armut ist die sehr geringe Verhandlungsmacht.

Dieses Problem kommt auch immer dann zum Tragen, wenn in wohlhabenderen Ländern versucht wird Armut mit dem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit aufrecht zu halten. Hier werden die Armen gegen die Ärmsten ausgespielt. Es heißt: „Friss oder stirb.“

Abermals kann die Grenznutzenfunktion als eine Erklärungs­grundlage herangezogen werden. Je geringer das Einkommen ist, sprich umso ärmer man ist, um so größer ist der Grenznutzen einer zusätzlichen Einkommenseinheit. Für jeden wird der Gewinn solange maximiert, wie der Grenznutzen höher ist, als die Grenzkosten. Je ärmer man ist, umso existenz­gefährdender ist der Verzicht auf zusätzliches Einkommen und umso höhere Unkosten in Form von Risiken, Komfort- und Gesundheitseinbußen sowie von Arbeitsleistung ist man bereit für 1 € auf sich zu nehmen.

Es kann leicht mit dem Verkauf von Wasser verglichen werden. Wenn sie in einer Stadt Wasser verkaufen, wird der Kunde nur einen geringen Preis zu…

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Fachkräftemangel in Deutschland- Ach wirklich?

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Einige Firmen rekrutieren Mitarbeiter im Ausland.

Aber was ist mit den Menschen die in Deutschland leben, nicht von hier stammen und nicht über eine Firma kamen? Sogenannte Migranten.

Egal wie sie kamen, als Asylanten, Flüchtlinge, Illegale,… Wer hier arbeiten möchte braucht Ausbildungsnachweise, Zeugnisse und diese müssen auch anerkannt werden.

Immer wieder gibt es Äußerungen das gezielte Zuwanderung aus dem Ausland stattfinden soll.

Wenn man mit verschiedenen Leuten spricht, die wiederum verschiedenste Kontakte haben- auch zu offiziellen Stellen, erfährt man viel.

Neulich z.B. kam ich ins Gespräch mit einer Mutter die ich sonst nur vom sehen kenne. Ihre Tochter. besucht nicht denselben Kiga wie mein Sohn, dennoch überschneiden sich die Wege. Als ich erwähnte das unser Kiga die Betreuungsplätze reduzieren musste, weil Personal fand sie das sehr interessant. Ihre Ausbildung und Qualifikation wird nicht anerkannt. Ich weiß nicht mehr was sie sagte, woher sie stammt, aber wenn sie es nicht gesagt hätte wäre ich nicht darauf gekommen. Sie spricht akzentfrei Deutsch.

Am nächsten Tag erzählte mir eine Bekannte von einem Ehepaar, ursprünglich aus Russland stammend. Sie studierte Mathematikerin, hat drei Putzstellen. Ihr Mann hat Maschinenbau studiert und macht ebenfalls ungelernte Helfertätigkeiten. Die Studienabschlüsse werden nicht anerkannt. Fachkräftemangel in Deutschland? Muss nicht sein, sondern wird absichtlich geschaffen.

Das Bild vom faulen Zuwanderer, der sich nur ins soziale Netz fallen lassen möchte muss anscheinend unbedingt aufrecht erhalten werden. Die Konsequenzen die man damit schafft werden billigend in Kauf genommen.