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Heidi Hetzer und die Schwarzen.

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Halbmondschwarz

Eine alte Frau fährt mit Ihrem Oldtimer um die Welt für einen guten Zweck. Alle finden sie ganz klasse solange bis sie im ZDF Morgenmagazin über ihre Eindrücke aus Südafrika berichtet.

Heidi Hetzerfindet es ganz toll, das in Südafrika vieles ist wie in Europa, und jedermann Englisch spricht. Das die Kaufhäuser noch schicker sind als daheim in Deutschland und noch dazu so billig! Aber wie überall gibt es Nachteile stellt die Heidi fest, und das sind in diesem Fall : Die Schwarzen.

Die Schwarzen klauen nämlich, und zwar ausnahmslos alles was nicht Niet und Nagelfest ist, wie Heidi schmerzlich am eigenen Leibe erfahren musste.

Die Aussage hat schnell Ihren Weg ins Internet gefunden und sorgt dort für Diskussionen und Aussagen die mich erstaunen lassen.

Die einen unterstellen der Heidi Rassismus während die anderen sich darüber Lustig machen das dieses Linke-Gutmenschen Gesindel von Rassismus spricht.

Doch was denkt denn ein Schwarzer…

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Veröffentlicht in Deutschland, International, Menschen, Politik

Stereotypen

Eine Meldung aus den Medien: Der baden-württembergische Verbraucherminister Peter Hauck (CDU) äußerte die Ansicht

„Wer in unserem Land lebt, sollte in der Landessprache kommunizieren. Das gilt auch für soziale Medien“

und:

„Was öffentlich zu lesen ist, das sollte auf Deutsch zu lesen sein.“

sowie:

Muslimische Bürger bewegen sich im Internet häufig nur innerhalb der türkischen Community

und:

Gerade bei türkischstämmigen Eltern sei eine intensive Medienbildung nötig.

Was lernen wir daraus?

  1. Wir dürfen amerikanische Plattformen benutzen und die dürfen auch weiter alles in Englisch schreiben, aber wir dürfen nur Deutsch schreiben
  2. Kontakte mit Menschen die in anderen Ländern wohnen und der deutschen Sprache nicht mächtig sind, sind nicht erwünscht.
  3. Muslime sind alle Türken
  4. Muslime sprechen(lesen/schreiben) alle türkisch
  5. Türken haben keine Ahnung von Medien

In der Überschrift des Artikels heißt es:

Migranten in Deutschland[…]

  1. Migranten sind alle Türken
  2. Migranten sind alle Muslime

Wann ist man kein Migrant mehr?

Seit wie vielen Generationen muss man in Deutschland leben und die deutsche Staatsangehörigkeit haben, damit man zur „normalen“ Gesellschaft dazu gehört?

 

 

Veröffentlicht in Deutschland, Menschen

Nachlese Amok 2

Nein, ich möchte sie weder vergessen noch unbeachtet lassen, die Opfer dieser Taten. Die Polizei hat lange keine Namen und Nationalitäten bekannt gegeben um den Familie die Möglichkeit zu geben selbst zu entscheiden ob sie das wollen. Irgendwie vermute ich, das Facebook als Info- und oft als Desinfo-Selbstläufer die Entscheidung getroffen hat. Ich finde das nicht fair, denn die Familien haben viel zu tragen. Der Verlust eines geliebten Menschen ist schwer. Ihn bei Anschlägen zu verlieren ist viel schwerer. Wenn es dazu noch ein Kind ist, ist das Leid kaum zu ermessen.

Zu wissen, dass das Kind sich am Tatort befindet, es nicht erreichen können, trotz Handy ist alleine schon grausam. Polizisten, die auf später vertrösten weil sie noch keine Identifizierungen vorweisen können, machen das Problem noch größer. Jeder muss sehen wie er mit der Situation zurecht kommt. Einen Horrorfilm kann man ausschalten. Der reale Horror bleibt.

Nach der Tat erfahren wir wie viele Tote und Verletzte es gab, danach wenden sich Medien bevorzugt dem Täter und Politikern zu. Haben die Verletzten letztlich alle überlebt? Das scheint für die Medien weniger wichtig zu sein. Auch die Angehörigen sind einer Erwähnung nur noch wert wenn man herzzerreißende Trauerbilder liefern kann.

In Momenten solcher Taten wird der Kriseninterventionsdienst eingeschaltet. In der akuten Situation sind sie für Augenzeugen und Familien da, helfen so gut sie können, aber danach werden die Leute ihrem sozialen Umfeld übergeben oder an Fachstellen vermittelt, wobei diese „Vermittlung“ oftmals nur Info darüber ist und der Rat dort hin zu gehen.

Wir leben jedoch in einer Gesellschaft in der viele kein soziales Umfeld haben, dieses zumindest ungeübt ist und leider auch in einer Gesellschaft in der es verpönt ist Hilfe zu benötigen. Und wenn man sich entschließt fachliche Hilfe anzunehmen: sprechen die meine Sprache?. Gerade für Menschen mit einer anderen Muttersprache kann es leicht zu einem Problem werden.

Doch das Leid endet nicht am nächsten Tag.Wir haben Kontakte in mehrere Richtungen, haben dadurch ein paar Infos, aber leider ist es nicht sehr umfangreich, nicht von allen Opfern und deren Familien,dennoch möchte ich es erwähnen.

Ein Mädchen das sich in München in Sicherheit bringen konnte und unverletzt blieb, liegt jetzt im Koma im Krankenhaus. Ihr Bruder gehört zu den Toten. Der Vater verstarb nach der Schreckensmeldung an einem Herzinfarkt.

Es wird nicht einfach an der Familie vorbeigehen. Auch an den anderen Familien nicht, von denen ich bisher keine sicheren Infos habe. Aber ich werde diesen Beitrag ergänzen, sobald sich etwas ergibt

 

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Nachlese Amok

Das Leben geht weiter, hin und wieder tröpfelt die eine oder andere Information durch die Medien, aber irgendwie scheint alles abgeschlossen. Die unmittelbare Angst ist vorbei, Politiker reden von mehr Polizei, mehr Abschiebungen, Bundeswehr im Innern  und die Volksseele freut sich das zu hören.

Was nützen 20 000 Polizisten mehr wenn plötzlich jemand mit einer Waffe in einem Einkaufszentrum steht? Sind sie schneller dort? Können sie besser reagieren? Werden weniger Menschen bis zu ihrem Eintreffen getötet?

Das was eine Reaktion verlangt, das worauf reagiert werden müsste wird unter den Teppich gekehrt. Man hat es erwähnt, jetzt braucht man es nicht mehr beachten.

Was ich meine? Nizza, Würzburg, Ansbach, München. Alle Täter haben eines gemeinsam. Sie waren in psychischer Behandlung!

Nizza: ein Mann der schon als Teenager psyschische Probleme hatte. Ursprünglich aus Tunesien stammend, aber mit Französischem Pass. Finanzielle Probleme, Drogensucht, getrennt von Frau und Kindern. Frankreich ein Land, ganz ähnlich wie Deutschland, wo nicht zählt welche Nationalität im Pass steht, sondern welche Religion oder welches Aussehen, welchen Namen man hat.

München: gerade 18 Jahre, lange gemobbt in der Schule, psychische Probleme, zwei Monate Behandlung, Medikamente.

Ludwigsburg: 15jähriger der Amoklauf an seiner Schule geplant hatte, wo er gemobbt wurde.

Würzburg: 17jähriger Pakistani, der als unbegleiteter 16jähriger nach Deutschland kam. Pakistan, ein Land voller Probleme, Armut und immer wieder Naturkatastrophen.

Ansbach: gefolterter vor Krieg geflohener 27jähriger Syrier, schwer traumatisiert, suizidgefährdet. Über Bulgarien, wo er geschlagen wurde und keine ärztliche Hilfe bekam nach Deutschland geflüchtet. Frau und Kinder starben bei einer Bombardierung des Hauses in Aleppo. Er sollte nach Bulgarien abgeschoben werden wo er keine weitere Hilfe erhalten hätte.

Bei Therapien geht es darum Probleme zu bewältigen, stabiler zu werden, Hilfe zu bekommen. Doch offensichtlich sucht man lieber nach Schuldigen bei der IS als nach Schuld durch Umstände.

Einen schwer traumatisierten Kriegsflüchtling nach Bulgarien abschieben wo er ebenfalls Gewalt und Rücksichtslosigkeit ausgesetzt war ist wohl kaum eine Hilfe, eher eine Situation die Betroffenen schnell über den Kopf wachsen kann.

Nicht alle Menschen reagieren auf das was ihnen widerfährt gleich. Manche, die aus welchem Grund auch immer, „am Boden zerstört“ sind, regieren mit Depressionen, andere mit Selbstmord, wieder andere mit Gewalt gegen sich selbst oder andere.

Manche Menschen zerbrechen bereits am Verlust eines geliebten Menschen, andere ertragen weit mehr. Manche geben ihr Leben auf wegen einer gesundheitlichen Diagnose die ihnen das bevorstehendes Ende prophezeit, andere freuen sich über jede Sekunde die ihnen bleibt.

Diese Menschen hatten viel zu tragen. Doch man behandelte sie offensichtlich nicht anders als andere. Der junge Mann aus München war jahrelang gemobbt worden, zeitweise wurde er an seiner Schule behandelt als würde er nicht existieren. Sein „Freund“ in Ludwigsburg ist ebenfalls Mobbingopfer.

Doch was ist die deutsche Lösung? Mehr Hilfen? Nein, mehr Gewalt. Mehr Spionage, mehr Datensammelwut, mehr Bewaffnung, mehr Abschiebung, mehr bewaffnete Polizisten.

Die angeblichen Fehlalarme in anderen Münchener Stadtteilen führten dennoch zu Verhaftungen. Verhaftungen von Leuten die halt dummerweise jung waren wie der Täter, dunkel wie er, schwarzhaarig wie er. Unschuldsvermutungen bis zum Beweis der Schuld? Nein, nicht wenn man dummerweise nicht blond und weiß ist.

Wer meint, das Deutschland ein friedliches Land ist das nun zum Opfer böser Ausländer wird, der hat noch nicht begriffen wie gewalttätig Rassismus und die deutsche Politik ist.

Es ist inzwischen üblich das Menschen meinen sie seinen keine Rassisten, aber…. Und dieses aber ist der ausschlaggebende Punkt. Wer kein Rassist ist Toleranz unterschiedlicher Ansichten, Meinungen, Kleidungs- und Verhaltensweisen als normal empfindet braucht kein aber.

Wer meint das alles gefälligst „deutsch“ zu sein hat braucht den Rassismus nicht leugnen.

Mobbing an Schulen ist längst üblich und „normal“. Welche Folgen es haben kann wenn es jemanden trifft, der daran verzweifelt sehen- nein, könnten wie sehen wenn wir die Augen öffnen würden. Statt dessen suchen wir die Schuld anderswo.  Böse Terrorgruppen, böse Rassisten. Wir finden jemanden auf den wir alles abwälzen können, damit wir auch weiter unschuldig sind und unser eigenes Verhalten nicht hinterfragen müssen.

 

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Ich und Alle

Ich mochte schon in der Schule den Chor und habe immer gern dort mitgemacht. Okay, ich kann nicht besonders gut singen, aber dafür habe ich es immer gern getan.

Was mich auch immer fasziniert hat waren Kanons. Einer oder eine Gruppe beginnt mit dem Gesang und mit etwas Abstand folgen jeweils weitere und dennoch singen alle gemeinsam ein Lied.

Auch in anderen Bereichen funktioniert es super. Synchronschwimmen geht auch.

Aber schon kommen wir zur anderen Seite der Medaille. Synchronschwimmer treten gegeneinander an um die besseren zu wählen.

Beim Fußball ist es noch schlimmer. Zwar spielt theoretisch eine Mannschaft gemeinsam, aber praktisch gibt es den Mannschaftskapitän, der über den anderen steht, die Ersatzspieler auf der Reservebank, den Konkurrenzkampf um die Anzahl der geschossenen Tore und letztlich permanente Spiele wo Mannschaften gegeneinander antreten.

Ein ständiger Konkurrenzkampf, der die Menschen trennt, statt sie zu vereinen. Von beginn an. Welches Baby beginnt zuerst zu laufen, wer hat die besseren Noten, wer bekommt den besseren Job,… Wir werden nicht darauf gedrillt Gemeinsamkeit zu leben, sondern in ständiger Konkurrenz zueinander zu stehen.

Gestern fand ich ein Video auf Youtube, das ich sehr passend finde in diesem Zusammenhang.

Die Tänzer sind Insassen eines Hochsicherheitsgefängnisses die vom langjährigen Michael Jackson-Choreographen Travis Payne trainiert wurden.

Wenn viele gemeinsam handeln sieht das sehr gut aus, finde ich. Wenn menschen sich daran ein Beispiel nehmen würden, wie wunderschön könnte die Welt sein?

Veröffentlicht in Deutschland, International

Hand in Hand

gegen Rassismus

Nächstes Wochenende findet jeweils am 18 oder 19 bundesweit diese Veranstaltung statt.

Viele Städte von Hamburg über Leipzig bis München sind dabei.

Feste mit Musik, Reden und einer Menschenkette sind geplant.

Verbunden werden sollen Kirchen,Moscheen, Soziale Einrichtungen ect.

Getragen wird die Aktion von verschiedenen Organisationen, angefangen mit Amnesty International über DGB bis zum Zentralrat der Muslime

Wer wissen will wo die nächste Aktion statt findet wird hier fündig: 

Homepage                           Facebook                                   Twitter
Hand in Hand gegen Rassismus
Auch Material zum Verteilen und Informieren ist erhältlich.

Bleibt zu hoffen das zahlreiche Menschen daran teilnehmen und eine lange starke Kette für Solidarität und Schutz bilden.

Veröffentlicht in Blogparade, Webmaster-Friday

Persönlich(keit)

Anfang des Jahres gab es eine Blogparade zum Thema wie viel persönliches ein Blog braucht. Ich habe sie verpasst, wollte mich auch nicht hinten dran hängen, aber dennoch was dazu schreiben. Bisher bin ich nicht dazu gekommen und jetzt taucht das Thema beim Webmaster-Friday auf.

Wer einen Blog betreibt, kann sich leicht hinter technischen Mauern verschanzen. Weder Name noch Foro noch Anschrift muss man Preis geben, um einen guten und seriösen Blog zu betreiben. Viele bekannte Bloger sind eher unter Pseudonymen bekannt als unter ihren wirklichen Namen. Wie findet ihr das und wie geht ihr damit um? Nutzt ihr auch einen erfundenen Aka-Spitznamen? Nur im Blog, oder haltet ihr das auch auf anderen Social-Media-Kanälen durch? … Oder tretet ihr unter echtem Namen auf? Stört es euch bei anderen, wenn man nicht weiß, wer sich dahinter verbirgt? Welche Vor- und Nachteile hat es, sich mit echtem Namen (und damit Adresse und Telefon) öffentlich zu outen? Habt ihr schon Sorge gehabt, Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden? Gibt es langfristig überhaupt eine Alternative zu den Klarnamen?

Nun, auf meinem Blog ist Anonymität üblich. Ich versuche auch tunlichst zu vermeiden Rückschlüsse auf unsere Wohngegend zu hinterlassen. Die Gründe dafür sind recht einfach. Es ist hauptsächlich eine Schutzmaßnahme.

Ich berichte hier von Erlebnissen und Begebenheiten, Zusammentreffen und Gesprächen, meine Meinung und den Alltag einer Nicht- 100%- deutschen-Familie, die auch noch muslimisch ist und ihre Erfahrung mit eben dieser Tatsache.  Mir liegt nichts daran Menschen öffentlich bloß zu stellen. Ich möchte nur Aufmerksam machen. Würde ich Realnamen und Wohnort angeben oder eines von beiden könnten womöglich Rückschlüsse gezogen werden. Rückschlüsse auf Menschen mit denen wir zu tun haben oder hatten, sei es bei Behörden, in Geschäften oder,oder,oder.

Die andere Seite: Auch uns muss ich schützen. Immer wieder mal liest man davon das Arbeitgeber nach Bewerbern googeln. Wer auf meiner Seite landet findet vielleicht etwas, was ihm nicht gefällt. Da denke ich an die Geschichte mit der Jobsuche meiner Tochter. Kein Arbeitgeber wurde öffentlich diskreditiert. Es ist gedacht um Menschen zum nachdenken an zu regen. Auch die Tatsache das neuerdings einige Menschen dieses Landes wieder meinen Volkverhetzung wäre mit der Meinungsfreiheit gedeckt und tätliche Angriffe auf Ausländer/Muslime wäre eine gute deutsche Tat zum Schutze Deutschlands, sorgt dafür das ich meine Familie und mich lieber Anonym halte.

Ein weiterer Punkt ist einfach das mein Klarname nichts an dem was wir erleben ändert und er damit auch nichts zu tun hat. Nehmen wir zum Beispiel die Wohnungssuche. Ich könnte mich bei Maklern und Vermietern unter dem Namen Eva Müller vorstellen oder Lisa Schmidt, Anna Walter, oder sonst irgendwie. Die Wohnung würden wir dennoch nicht bekommen, weil wir sind, wer wir sind;unabhängig von unserem Namen. Also spielt er keine Rolle.

Ein weiterer Punkt ist, das ich mit diesem Blog kein Geld verdiene. Ich verwende ein Gratis-Theme von WordPress, direkt bei WordPress. Das hat zwar Werbeeinblendungen zu Folge, aber die sind für WordPress, nicht für mich. Wäre es anders würde ich verstehen wenn Leute sagen sie möchten wissen wer da verdient.

Ein letzter Punkt: die Datensammelwut diverser Seiten und Portale ist mittlerweile so groß und wächst weiter das ich meine kleine anonyme Insel gern behalten möchte. In Zeiten wo jedes Telefongespräch, jede E-Mail,jede SMS, jeder Kontakt abgefangen, archiviert und gesammelt wird mag ich einfach ein wenig davon Abstand nehmen.

Als ich mir damals einen Account bei Facebook zulegte waren noch alle Möglichkeiten offen und so habe ich mir einfach etwas ausgedacht was Facebook heute nicht mehr akzeptieren würde. Auch sämtliche versuche Facebooks weitere Daten aus mir raus zu locken wie Handynummer ect. habe ich bisher erfolgreich umgangen. Wie lange das noch möglich ist wird sich zeigen. Sollte es irgendwann notwendig werden den schon lange existierenden Account mit tatsächlich realen Daten versehen zu müssen, werde ich ihn eher löschen Ich werde mir meine anonyme Insel bewahren so langsunset-485016_640e es geht.

Man darf bei all dem nicht vergessen dass das Net nicht nur mit Menschen bestückt ist die nur zum lesen, suchen oder spielen unterwegs sind. Es gibt natürlich auch Leute die sich tiefer in der technischen Materie auskennen und klar: mit genug Wissen und Interesse könnte man trotz allem recht leicht unseren Wohnort finden und vielleicht auch mehr.

Veröffentlicht in Deutschland, Menschen

Leseempfehlung

Wenn Hauptkommissare Selbstjustiz verüben und keinen juckt’s, wenn Nazis ungestraft in aller Öffentlichkeit Jagd auf Ausländer machen, wenn man nicht nicht mit schuld sein kann: Auf Wiedersehen, Sachsen.

Zwickau, Mitte der Neunzigerjahre: Ich war gerade aufs Gymnasium gekommen, Deutschland gewann die Fußballeuropameisterschaft und meine Nachbarn feierten Adolf Hitler. Meine Nachbarn, das waren die „HooNaRa“ – Hooligans, Nazis und Rassisten. Die hießen wirklich so. Es stand auf ihren T-Shirts und auf ihren Bannern. Weiß auf Schwarz.

Sie standen im Fan-Block des FSV Zwickau, sie besetzten die Terrasse des Eiscafés im Freibad, sie veranstalteten Konzerte und hatten einen Klamottenladen in der Innenstadt. Und ab und zu feierten sie auf dem Fahrübungsplatz hinter dem Haus meiner Eltern. Dort hatten sie eine kleine Baracke.

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Der Streit

Auf dem Weg dorthin kommt es auf einmal zu Tumulten. Mehrere junge Männer rennen plötzlich in eine Richtung. Einige haben Stöcke bei sich. Es wird laut und man hört Streit. Junge Männer klettern auf einen Container, um sich eine bessere Übersicht zu verschaffen. Andere stehen um den Container herum und schauen neugierig. Mehrere Minuten lang geraten immer wieder junge Männer aneinander und bedrohen sich gegenseitig. Jedes Mal plustern sie sich wie Streithähne auf, ohne jedoch handgreiflich zu werden. Dann kommt die Polizei. Ungefähr acht gepanzerte Beamte rücken an. Ein aufgeregter, junger Sanitäter ruft ihnen zu, dass es einen Streit zwischen Kurden und Arabern gab. Der martialische Anblick der Beamten reicht jedoch aus, um die Ansammlung aufzulösen.

Später rede ich mit drei älteren Männern über den Vorfall; zwei Kurden und ein Araber. Ich frage, was da los war. Einer von ihnen sagt: „Es kommt immer wieder zu Streitereien. Meist wegen des Essens. Nicht, dass es nicht genug gibt. Meistens geht es eher darum, dass sich der eine in der Schlange vordrängelt oder schubst.“

„Geht es nicht um irgendwelche Probleme, die aus Syrien mitgeschleppt werden?“, frage ich.

„Nein, gar nicht. Es geht fast ausschließlich um solche banalen Sachen. Die Menschen sind angespannt. Sie wissen nicht, was aus ihnen wird. Sie sind so schnell reizbar, dass es immer wieder zu solchen Situationen kommt.

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Schreiben gegen Rechts-Update

Fast hätte ich es übersehen. Anna Schmidt hat alle(!!!) Beiträge zur ihrer Blogparade zu einem EBook zusammengestellt. Es sind immerhin 81 geworden und vielleicht gibt es ja noch einen Nachschlag.

Als epub, bzw. PDF kann man sich das absolut kostenlos auf ihrer Seite downloaden.

Ich habe inzwischen noch den ein oder anderen Beitrag gelesen und kann nur sagen das es absolut empfehlenswert ist.

Also fleißig downloaden, weiter verteilen und Rechts stoppen!!!