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Corona-frei & Co. #2

Auch wenn das Wetter sich noch nicht so 100% auf Frühjahr eingestellt hat, habe ich doch das Bedürfnis mal ein wenig das Design in Richtung Frühjahr zu trimmen. Also ein neues Header-Bild und die Farben angepasst.

Quelle: Klick

Ansonsten passen wir uns hier auch immer weiter an.

Der Handballer hat inzwischen diverse Aufgaben von seinen Lehrern bekommen. Die Druckerpatrone ist jetzt recht leer vom vielen drucken.

Sein Trainer hat sich im heimischen Wohnzimmer vor die Videokamera begeben und diverse Übungen gefilmt und geschickt, damit das Training zumindest ein wenig weiter geht.

Donnerstag meinte mein Ex er wolle am Wochenende mit den Kindern auf den Spielplatz. Ne, is nicht. Sportplatz auch nicht. Habe ihm extra einen Screenshot von einem Zeitungsbericht geschickt. Was meint er? Es wären meine Regeln.

Es stellte sich heraus, dass er herzlich wenig hat von den offiziellen Regeln von Bund und Ländern zur momentanen Ausgangsbeschränkung. Ich bin mir nicht einmal sicher ob er weiß, dass er vorerst nicht arbeiten darf und ob er sich daran hält/halten würde weiß ich auch nicht.

Immerhin hat er Samstag die Kids für ca. 2 Stunden abgeholt. Ist irgendwohin weit raus gefahren, wo keine Leute liefen und war mit ihnen spazieren. In der Zwischenzeit wollte ich auch einen Spaziergang machen. Während es letzte Woche den Eindruck machte als ob alle im Urlaub währen, war es Samstag komplett anders. Der Spruch „Wir bleiben Zuhause“ hat kaum jemanden interessiert. Es war voll. Voll wie vor Corona. Lange Schlange Menschen an der Eisdiele. Die Gehwege voller Menschen. Also Flucht! Ab in den Wald. —–> ständig begegnete ich Menschen und auf einer Lichtung mehrere Menschengruppen. Eltern mit Fahrradanhängern für ihre Kids, die es sich gemütlich gemacht hatten. Kaum eine Möglichkeit allein unterwegs zu sein.

Zurück auf der Straße, zurück auf dem Weg nach Hause…mitten auf der Insel einer Kreuzung ein Mann mit Kamera. Munter damit beschäftigt eine dreiköpfige Gruppe Männer zu fotografieren, die sich offensichtlich getroffen hatte und sich unterhielt. Was ist hier eigentlich los?

Unser Hausmeister schnautzt einen Lieferanten an, der nun wirklich nicht ahnen kann, dass die Kellertür defekt ist. Vielleicht ärgert er sich, das er arbeiten muss während andere Corona-frei haben, oder er ist mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden… oder der Kaffee war leer. Egal. Er war übellaunig.

Ich gehe nicht davon aus, dass unser Corona-frei bald endet. Es dürfte uns noch eine Weile begleiten.

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Corona-frei und Co.

Wir haben Corona-Frei, sprich: wir dürfen/müssen daheim bleiben. Wie alles hat auch das so seine Vor-und Nachteile.

Das ganze Hetzen, auf die Uhr schauen, eilen ist vorbei. Alles kommt zur Ruhe. Es ist ein bisschen wie Sommerferien. Man sieht kaum jemanden weil alle im Urlaub sind. Es ist ruhig draußen. So als ob die Welt einfach mal die Luft anhält.

Man hat Zeit für alles mögliche. Ich hätte sogar Zeit zum lesen, kann mich aber nicht dazu aufraffen. Statt dessen lasse ich lesen. Ich habe mir Hörbücher besorgt. Nicht zu fassen. Hätte mir das jemand vor einem Jahr gesagt, ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber inzwischen genieße ich es mal die Kopfhörer zu nutzen, die Welt aus zu klinken und mir ein Buch vorlesen zu lassen.

Die Kinder haben Schulfrei, außerhalb von Feiertagen und Ferien. Auf unbestimmte Zeit.

Ursprünglich war geplant das wir einen Familienurlaub für eine Woche machen. Die SML hat hart um diese Woche gekämpft, denn ihr Chef wollte ihr diese Woche nicht gönnen. Die Tänzerin hat entschieden die Uni zu schwänzen und einfach ihr Tablet mit zu nehmen, damit sie während des Fluges oder auch vor Ort mal ein wenig lernen kann.

Dann begann sich alles zu drehen: die Tänzerin bekam eine Terminliste und ausgerechnet während des Urlaubes sollte sie eine Präsentation abliefern. Wir hielten die Luft an und sie ging zum Lehrer. Entwarnung! Ihre Präsentation wir einfach um eine Woche verschoben. Wir waren erleichtert und ahnten nicht dass es dafür keinen Grund gab.

Das Wort Corona tauchte immer häufiger auf. Das Virus kam immer näher und plötzlich kam eine Mail der Fluggesellschaft: Der Hinflug wurde storniert. Tja, super. Dann brauch ich den Rückflug auch nicht. Urlaub ins Wasser gefallen. Gelder zurück? Das müssen wir abwarten. Es war keine Pauschalreise und daher kippelt es.

Mein Schützling durfte aus prophylaktischen Gründen nicht zur Schule und so hatte ich plötzlich frei. Dann kam der Handballer weil in der Nachbarschule ein bestätigter Fall auftrat und anschließend rief die Schule des Fußballers an. Er war im Nachbargebäude und dort war ein bestätigter Fall.

Es stellte sich heraus, der der Fußballer nur verwechselt wurde und zwei andere Kinder im Nachbargebäude waren, aber das änderte nichts mehr. Schulfrei- außerhalb der Ferien.

Kurz darauf kam die Lehrerin des Fußballers mit einem Stapel Aufgaben vorbei. Bereits am letzten Tag hatte er einen solchen bekommen. Die abgeholzten Bäume sagen „Danke“.

Die Tänzerin bekam an der Uni frei…- aber auch die Auflage sich zur üblichen Vorlesungszeit zum Online- Unterricht ein zu finden. Das ist absonderlich, denn gerade bei ihr an der Uni gibt es eine Gruppe Lehrer die man in zwei Kategorien einteilen kann: 1. Wieso sollte ich ein technisches Gerät bedienen? Dafür haben wir Berater. Die 2. Kategorie ist: „Das Gerät will nicht. Wie Steckdose? Welchen Stecker soll ich wo einstecken?“ Kurz gesagt: ohne technischen Berater würde es oft gar nicht laufen.

Jetzt findet Schule zuhause statt. Und ich finde das nicht übel. Einzelunterricht der sich auf Stärken und Schwächen konzentrieren kann und individuell gestaltet wird.

Dennoch bin ich enttäuscht. Lehrer betonen gern das man seinen Kindern doch die Gefahren des Internets bewusst machen sollte. Lehrer reden gern darüber wie schädlich der Konsum von Smartphone und Co. ist und hier wäre jetzt die Gelegenheit gewesen den Schülern zu zeigen wie man die Geräte, die die Schüler aller Mahnungen zum Trotz dennoch haben, sinnvoll nutzen könnte. Pustekuchen.

Immerhin hat die Lehrerin des Fußballers eine Plattform genutzt um den Eltern/Kindern noch weitere Lernaufgaben online zur Verfügung zu stellen. Aus der Schule des Handballers: NICHTS.

Jetzt wäre die Möglichkeit Online- Unterricht zu erteilen, Bilder, Videos, Präsentationen zu nutzen, Schülern den sinnvollen Umgang mit Medien zu zeigen. Stoff weiter zu bearbeiten, zu erklären, neue Themen anzufangen, die Zeit sinnvoll zu nutzen, aber leider, leider, leider…

Immerhin: wenn von Lehrern schon nichts kommt und auch aus dem Bildungsministerium nichts zu erwarten ist, dann gibt es dennoch diese Lichtblicke, die zeigen dass es noch Menschen gibt die mitdenken. Da ist der Fernsehsender der jeden Morgen drei Stunden Schulfernsehen bietet für alle Fächer und Jahrgangsstufen und da ist der Basketballverein, der sofort erkannt hat das auch der Sportunterricht und sämtliche Vereinstätigkeit entfällt und man das- dank der Technik- einfach online anbieten kann. Training bei freier Zeiteinteilung zu Hause.

Und dann gab es immer wieder Meldungen zu Hamsterkäufen und tatsächlich verschwinden einige Dinge relativ schnell aus den Regalen der Supermärkte. Speziell angeblich Toilettenpapier. Ein Psychologe (?) im Fernsehen meinte den Menschen wäre das was rauskommt wichtiger als das was rein geht. Also egal was man isst, Hauptsache Toipapier zum abwischen.

Es wird davon geredet das man sich gegenseitig helfen soll, aber Abstand wahren. Das man besonders älteren Nachbarn die Einkäufe abnehmen sollte, aber Abstand wahren, soziale Kontakte eindämmen und immer wieder Lagerkoller und Familien die sich gegenseitig auf die Nerven gehen weil sie so dicht aufeinander hocken. Ja, man muss wirklich jedes Zusammengehörigkeitsgefühl ausmerzen, muss Einzelgänger auf Biegen und Brechen schaffen.

Seit Monaten wird über Umweltschutz geredet, Nachhaltigkeit und dann kaufen die Menschen Unmengen an Lebensmitteln die zwar nicht leicht verderblich sind, aber dennoch ein Mindesthaltbarkeitsdatum haben. Wie viel wird am Ende der Krise im Müll landen? Weil es verdorben ist, weil man gar nicht soviel essen kann wie man eingelagert hat.

Ich erinnere mich noch daran als 1999 so viele Menschen dachten Silvester sei alles zu Ende, alles würde zusammenbrechen weil Computer die Umstellung auf 2000 nicht schaffen. Was taten die Menschen? Hamsterkäufe! Als der Mayakalender endete und so viele davon überzeugt waren dass jetzt der Weltuntergang vor der Tür steht: Hamsterkäufe.

Wer profitiert davon? Firmen- in der Regel große Firmen die all diese Produkte die man so gut einlagern kann herstellen. Zusätzlich bekommen sie finanzielle Hilfen von der Regierung in Milliardenhöhe. Was bekommt der kleine Arbeiter mit Niedriglohnjob? Der soll sich sozial engagieren für die Mitmenschen. Und vorwiegend die Zahl der älteren Mitbürger reduziert sich dank Pandemie von allein.

Nach der Pandemie kann man die Arbeitslosenzahlen neu bewerten. Die Regierung kann ja nichts für Tote oder Pleitefirmen deren Arbeitsstellen verloren gingen. Die Übernahme von Kleinbetrieben durch große Firmen ist problemfrei möglich und selbst der Staat darf sich bedienen wenn Firmen finanzielle Probleme haben. In Krisenzeiten werden bestehende Regeln nochmal verschärft, wird ohne Diskussion mal eben gehandelt. Nur erstaunlicherweise immer von unten nach oben. Umgekehrt leider nicht.

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Flüchtlingspolitik

Liebe Freunde, die Verantwortungslosigkeit unserer Politiker in der Flüchtlingspolitik macht sprachlos. Wir hatten in der Flüchtlingsfrage eigentlich nur einen einzigen zuverlässigen außereuropäischen Verbündeten. Die Türkei. Wir haben sie in der Flüchtlingsfrage – und nur um die geht es hier! – wie den letzten Dreck behandelt.

Die Fakten:
In zwei Vereinbarungen 2015 und 2016 machte die EU der Türkei als Gegenleistung dafür, dass diese Millionen syrischer Flüchtlinge aufnahm, folgende Zusagen:

1.konstruktive Gespräche über die Visafreiheit türkischer Bürger;
2.verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit;
3.Wiederbelebung der Verhandlungen über einen EU-Beitritt der Türkei;
4.als Beitrag zu den Kosten der Millionen Flüchtlinge in der Türkei insgesamt 6 Milliarden Euro. Bis gestern (4.März) wurden jedoch nach offiziellen Angaben der türkischen Regierung von heute (!) lediglich 3,2 Mrd. Euro gezahlt.

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1000 Fragen an mich selbst #9

Eine neue Runde Fragen

301. Worin bist du ein Naturtalent?
Talent? Oh. Vermutlich darin die falschen Männer zu finden.
302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
Die Erzherzogin. Vielleicht ist das auch nur Show. Wir werden sehen
303. In welcher Situation warst du unfair?
Gute Frage. Keine Ahnung. Ich hoffe ich war nicht unfair.
304. Fühlst du dich fit?
Nein, urlaubsreif
305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Kommt darauf an, was man darunter versteht. 1000 Banker und Versicherungsvertreter würden wohl „Nein“ sagen und mir alles mögliche aufschwatzen wollen, aber ich komme mit den Kindern zurecht
306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?
„Christine“ von Stephan King
307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Arbeit und Familie
308. Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken?
Ne, eher nicht
309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Wann war ich das letzte Mal verliebt? Das ist eine Ewigkeit her. Keine Ahnung
310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Nein. Geselliges Beisammensein klappt auch mit einem gemeinsamen Spaziergang, einem Spielenachmittag,…
311. Welche Dinge stehen noch auf deiner To-Do-Liste?
Wenn ich mir die anschaue wird mir schwindelig. Ich habe so viel zu tun und der Tag hat leider nur 24 Stunden
312. Hegst du oft Zweifel?
Manchmal. Dann schalte ich in den Kampfmodus und starte das Durchboxen
313. Womit bist du unzufrieden?
Mit viel zu viel. Angefangen mit mir selbst bis hin zur Politik.
314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Nervosität
315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Nein.
316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Klar und immer mal wieder
317. Wie spontan bist du?
Ich arbeite daran spontaner zu werden
318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Ja. Familie
319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Meinen Kindern gegenüber wenn ich zu wenig Zeit habe.
320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Ehrlich: Freundschaften habe ich derzeit auf Eis gelegt

321. Was gibt dem Leben Sinn?
Meine Religion und meine Familie
322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Ja, das ist diese wenn-ich-in-der-Zeit-zurück-reisen-könnte-Sache. Aber wo wäre ich wenn ich tatsächlich eher gewusst hätte und dann anders entschieden hätte?
323. Wie alt fühlst du dich?
das ändert sich täglich.Heute so etwa 60
324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Etwas das man verbessern könnte
325. Kannst du gut zuhören?
Ja, allerdings
326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
Ist dein Mann Türke?
327. Ist alles möglich?
Na ja, fast
328. Hängst du an Traditionen?
Nicht so. Das bringt oft mehr Probleme als Nutzen.
329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Nein und das ist gut so
330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Normal
331. Wonach sehnst du dich?
Ausgeglichenheit
332. Bist du mutig?
Kommt drauf an worum es geht
333. Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Sicher. Auch wen ich das vielleicht nicht gleich erkenne
334. Wofür bist du dir zu schade?
Meine Zeit mit blöden Leuten zu vergeuden
335. Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Meine Familie würde mir fehlen, aber sonst ja
336. Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Keine Ahnung
337. Bist du noch die Gleiche wie früher?
Nein. Ich entwickel mich weiter und das ist gut so
338. Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Wegen der Arbeitszeiten
339. Welche schlechten Angewohnheiten hast du?
Ich bin zu nett, zu hilfsbereit, zu gutmütig, zu unordentlich
340. Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Weitgehend