Veröffentlicht in Kochen/Backen

Vegetarisch und Vegan

Ich habe das Bedürfnis mal ein paar Dinge zu vegetarischer und veganer Ernährung zu schreiben, weil ich das Gefühl habe, dass diese Sache nie wirklich komplett durchdacht wird. Ich will keinem sagen er soll sich so nicht ernähren oder er solle es tun, weil das eine persönliche Entscheidung ist, aber ich meine das Pauschalurteile wie Fleischfrei ist Tierschutz auch Blödsinn sind.

Zwar sind Vegetarier und Veganer auch nicht alle gleich und haben unterschiedliche Ansichten, aber es herrscht die Meinung vor, das man Tiere schützen soll und man deshalb vom Genuss derselben besser Abstand nimmt.

Die Ansicht das Tiere nicht gequält werden sollen ist ja auch nicht falsch, andererseits beginnen hier die Problem, denn ich finde Hunde in Mietwohnungen zu halten und sie als persönliche Hofnarren Stöckchen holen und Platz machen lassen ist auch Tierquälerei und mit diesem Verhalten haben die wenigsten Probleme. Schlimmer noch: Hunde und nicht nur die müssen als Menschenersatz herhalten und das ist weder artgerecht noch tierfreundlich und wenn dieselben Leute die kein Problem mit diesen Haustieren haben dann meinen man soll keine Zoos besuchen, werde ich persönlich etwas sauer.

Aber bleiben wir mal beim Essen, grundsätzlich.

Der Mensch benötigt eine gewisse Menge Nahrung für seinen Körper. Der eine mehr, der anderer weniger. Natürlich sind es auch Nährstoffe und Mineralstoffe die wir benötigen, Vitamine usw. Und die Sache mit der gesunden Ernährung, inkl. Ernährungspyramide könnte man auch noch berücksichtigen, aber: vor allem geht es natürlich ums satt werden.

Klar kann man sich vollstopfen mit Dingen die keinerlei Sättigung bringen oder wenig essen das schnell sättigt und wie lange die Sättigung anhält, ist auch ein Thema, aber das alles ändert nichts an der Tatsache das eine gewisse Menge Nahrung sein muss.

Nehme ich jetzt von meinem Teller etwas runter, stimmt die Menge nicht mehr. Ich muss also etwas anderes dazu tun. Einfache Rechnung: nehme ich das Fleisch/den Fisch weg, muss ich mehr Gemüse oder Getreide dazu tun.

Und hier fängt das Problem an.

Bereits jetzt importieren wir viel aus anderen Ländern und um grundsätzlich die Erträge zu erhöhen wird mit Chemie gearbeitet was das Zeug hält. Fungizide, Pestizide und diverse andere Mittel. Mal davon abgesehen das die steigende Chemiemenge nicht unbedingt Gesundheitsfördernd für den Menschen ist, zeigt sich hier auch die tödliche Wirkung auf Tiere. Tiere, denen die Nahrung weggenommen wird und Tiere die dadurch anderen nicht mehr als Nahrung dienen können. Man tötet also eine ganze Reihe Tiere und nicht immer führt die Methode zum schmerzlosen und sofortigen Tod.

Auch Tiere die durch Importe unbeabsichtigt mitgebracht werden können bei den heimischen Tieren zum Tiersterben führen.

Ganz wichtig: die Erde wird nicht größer und mehr Bedarf an Gemüse und Getreide führt zu einem höheren Bedarf an Anbauflächen. Nur woher sollen die denn bitte kommen? Natürlich können wir die Aufzuchtstätten der Tiere, die wir dann nicht mehr essen abreißen und die Tieren erst einmal massenweise töten denn loswerden müssen wir sie ja, aber so groß sind die gewonnenen Flächen nicht und das heißt wir werden uns letztlich bei denen bedienen die sich nicht wehren können. Wir werden wieder mehr Bäume abholzen, Menschen ihren Lebensraum stehlen und alles muss natürlich billig bleiben.

Also einfach Vegetarier/Veganer werden und die Tierquälerei ist beendet? Tierschutz 100%?

Wohl eher nicht.

Eine einfache Lösung scheint es nicht zu geben.

Bewusstes Essen, Dankbarkeit,nur kaufen und kochen was tatsächlich verbraucht wird, ist für uns in der Familie wichtig. Wir brauchen auch nicht täglich Fleisch oder Fisch.

Egal was wir essen: es ist eine traurige Tatsache das für unseren vollen Magen andere meist leiden müssen. Tiere oder Menschen.