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Wochenrückblick

Diese Woche war durchweg sonnig, teilweise etwas wärmer als nötig. Der vorhergesagte Regen kam nicht.

Für die Jungs war, außer Mittwoch nachmittags immer Training. Mittwoch hat sich der Fußballer bei seinem Vater abgemeldet. Er hätte mit ihm Training gehabt aber am Dienstag fiel ihm ein Fahrrad auf den Fuß. Zwar hatte er sonst keine Probleme und konnte offensichtlich schmerzfrei laufen, aber es ist doch ein gutes Argument zum absagen.

Freitag warteten wir auf den Handballer, die Tänzerin kam vorbei und schließlich fuhren wir mit leichtem Gepäck zum Bahnhof. Die Jungs und ich verbrachten das Wochenende in Salzburg.

Samstag waren wir fiel unterwegs. Haben uns den großen Garten vom Schloss Mirabell angesehen, einen Teil der Altstadt, eine Fotoausstellung zum Lockdown in Salzburg und was uns unterwegs so begegnet ist. Hier schließen die Geschäfte um 18 Uhr, wie wir feststellen mussten.

Heute standen wir früh auf, packen unser Köfferchen, machten uns fertig und ruhten noch ein wenig aus bis wir auschecken mussten.

Wir gingen zu einem zweiten Frühstück in eine Bio- Bäckerei, anschließend den Koffer am Bahnhof einschließen. Spaziergang durch die Stadt, später Mittagessen in einem arabischen Imbiss. Noch etwas spazieren und dann in den Wartebereich bis der Zug angezeigt wurde. Koffer holen, auf das Gleis, Heim fahren. Die SML holte uns ab, zeigte uns ihre neue Wohnung die immer noch nicht fertig eingeräumt ist. Die Katzen waren von soviel Besuch total überfordert. Also ab nach Hause. Dort wartete die Tänzerin auf uns.

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Wie kommen wir dauerhaft kreativer aus der Krise?

Das ist der Titel einer Blogparade von Urs M. Krämer, vom Blog „digitale Exzellenz“. Er sieht dort sehr viel positives und das möchte ich auch nicht in Abrede stellen, aber dennoch möchte ich das Ganze gern auch kritisch betrachten. Ich bin für den Beitrag zwar ein paar Wochen zu spät, aber möchte trotzdem ein paar Sachen dazu schreiben.

Die Corona-Krise wird zum Turbo für die Digitalisierung. Plötzlich ist möglich, was zuvor undenkbar schien. In einem Land, das bei der Digitalisierung des Bildungswesens hoffnungslos hinterherhinkt, wurden Lehrer und Schüler von heute auf morgen in digitale Lernwelten katapultiert.“

meint Urs Krämer.

Ja, einige sind sehr schnell auf den Zug aufgesprungen. Ich musste jedoch auch meine Meinung revidieren das jüngere Menschen wohl besser mit digitalen Medien und deren Möglichkeiten klar kommen. Es waren immerhin die über 60jährigen Dozenten meiner Tochter die sofort auf Online- Vorlesungen umgestiegen sind als die Schulen und Unis schlossen. Das durchweg jüngere Kollegium meiner Söhne hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Auch nach der Wiedereröffnung der Schulen keinerlei Versuche digitale Medien zu integrieren. Im Grunde ist die allgemeine Einstellung geblieben: Internet= gefährlich.

Natürlich ist Online-Banking so normal wie mal eben schnell die Arbeitsblätter für den Unterricht aus dem Internet zu ziehen. Aber die Idee sich weitergehend damit zu beschäftigen und den Schülern den sinnvollen Umgang mit dem Medium zu zeigen ist nicht vorhanden. Sollte die Schule noch einmal schließen wird wohl wieder nur Material zur Wiederholung längst abgeschlossener Themen zur Verfügung gestellt, bzw. müssen die Eltern dies meist selbst ausdrucken. So einige haben wegen der hohen Druckkosten gestöhnt und bis heute haben wir keine Rückmeldung zu den eingereichten Aufgaben erhalten.

Einige Arbeitgeber haben erkannt, dass die Aufgaben ihrer Mitarbeiter auch im Homeoffice erledigt werden können. Auch viele Mitarbeiter haben es schätzen gelernt, aber nicht alle. Wenn künftig die Leuten selbst entscheiden können ob Home oder nicht, wäre das ideal. Und dann dann gibt es da all jene die ihre Arbeit nicht im Homeoffice erledigen können. Das ist ja auch in Ordnung bringt aber in Ausnahmesituationen wie Pandemien Probleme mit sich. Und da gleich an einigen Ecken.

Die Idee Mietzahlungen für drei Monate zu stoppen war zwar nicht übel, aber wie der Betreiber einiger Einkaufszentren in einem Interview sagte: man verschiebt die Zahlungsschwierigkeiten nur weil viele auch danach nicht das Geld haben. Aber man kann ja Kredite abschließen und hoffen. Die Zinsen die dann gezahlt werden müssen, muss man halt hinnehmen. Es ist gut dass Kurzarbeitergeld problemlos erhältlich ist, aber natürlich muss man eben damit rechnen das man dann im kommenden Jahr eine Steuernachzahlung leisten muss. Kinderbetreunung sollte man nicht brauchen müssen wenn man nicht ins Homeoffice kann aber alles schließt. Alternativen?

Immerhin: Not macht erfinderisch, heißt es und plötzlich kann man tatsächlich Essen liefern lassen, das bisher nicht geliefert wurde. 100% Umsetzung hat allerdings nicht statt gefunden. So einige sind pleite gegangen statt sich dem Lieferantentum anzuschließen. Schade eigentlich. Dabei wird sogar versucht Eiskreationen zu liefern. Klappt natürlich nur bedingt.

Natürlich hat das auch Nachteile, denn die Müllberge wachsen, aber das bedeute nicht, dass die Müllabfuhr häufiger leert oder der Umgang mit dem Müll verbessert wird.

Nun heißt es im Zuge der Pandemieempfehlungen man solle möglichst kontaktlos bezahlen. Nur wenn die Eisdiele, der Imbiss, der Therapeut, so etwas nicht anbietet weil Digitalisierung dort kein Thema ist, bzw. sich auf ein kleines Minimum beschränkt? Das sich da jetzt großartig was getan hätte kann ich nicht beobachten.

Die Digitalisierung sehe ich nicht schnell voranschreiten. Jedenfalls nicht in Bereichen in denen es dringend notwendig wäre (Bildung) oder in denen es bisher ohne gelaufen ist (Imbiss & Co.)

An der Digitalisierung von Fahrzeugen wird schon länger gearbeitet. Sprachbefehle für Smartphones und Co., Autos ohne Fahrer, Taxidrohnen ohne Chauffeur,Smarthome… Sowas ist schon lange in Arbeit, teilweise umgesetzt- man denke an Siri, Alexa usw. aber das entstammt nicht der diesjährigen Ausnahmesituation und man hätte es auf jeden Fall weiter ausgearbeitet.

Ob die Politik etwas unternehmen wird damit künftig der Bildungsbereich im Ländervergleich besser da steht wage ich zu bezweifeln.

Digitalisierung wird immer noch kritisch gesehen. So normal sie auch in einigen Bereichen wie zum Beispiel beim Handy- dass mittlerweile ein kompletter Computer im Taschenformat ist angesehen wird- so ist sie immer noch auf der NoGo- Liste für Schüler. Ähnlich der Ablehnung von Fernsehern in meiner Kindheit.

Die meisten Menschen tun sich schwer mit Veränderungen. Die Zahl derjenigen die den Mund-Nasenschutz entweder nicht korrekt tragen oder ganz ablehnen steigt täglich. Eigentlich wäre es grundsätzlich bei Infekten- gleich welcher Art- gut wenn jeder sich um den Schutz anderer bemüht, aber soviel Rücksichtnahme ist nicht unser Ding. Getreu dem Motto: “ Warum soll ich andere vor meinen Viren/Bakterien schützen?“ wird weder eine Maske getragen, noch Hände desinfiziert, Abstand gehalten oder in die Ellenbeuge gehustet und was sonst noch so möglich wäre um die Gefahr von Ansteckung zu reduzieren. Zusammenhalt der Gesellschaft? Wohl eher nicht wenn die Pandemiegläubigen gegen die Pandemieleugner angehen. Bereits dieses Jahr war zu sehen das viele Menschen unfähig sind sich bei einem Lockdown sinnvoll zu beschäftigen. Statt dessen wurden sie immer aggressiver. Digitale Möglichkeiten vorhanden, aber dennoch haben sie nichts gerettet.

Plötzlich hat man erkannt das Verkäufer wahre Helden sind, weil sie durchhalten. Genauso schnell hat man das vergessen und begonnen eben diese Helden zu beschimpfen, wegen Nichtigkeiten. So wie Nachbarn, zufällige Spaziergänger, Falschparker, ect.

Ob die Zusammenarbeit zwischen Behörden künftig besser läuft oder man immer noch von A nach B laufen muss wird sich zeigen. Immerhin muss vielfach immer noch Paper abgeliefert werden dass dann eingescannt wird. Warum nicht gleich digital?

Die spannendste Frage aber ist:

Wenn in… sagen wir 2 Jahren… eine Pandemie Deutschland erreicht; sind wir dann vorbereitet? Können wir ad hoc reagieren? Werden wir Masken haben? Gibt es genug Kapazitäten zum testen? Können Kinder flächendeckend sofort digital unterrichtet werden?

Kurz: Haben wir etwas gelernt?

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Wochenrückblick

Am Montag auf dem Weg zur Arbeit hatte ich schon befürchtet die schwarzen Wolken am Himmel würden bei meinen Sandalen für nasse Füße sorgen. Allerdings regnete es nur während ich bei der Arbeit war und so kam ich trocken heim. Na ja, Mittwoch riss der Riemen meiner geliebten Sandalen. Trocken sind sie geblieben, aber nicht heile.

Am Dienstag kam kurz die SML vorbei um meinen Drucker zu nutzen, aber auch der hat eine Macke. Ich brauche einen Neuen 😦 Dann wollte sie die Jungs Mittwoch nach der Arbeit holen und mitnehmen. Aber das klappte auch nicht. Dafür rief am Dienstag mein EX an und meinte er bringt die Jungs am Wochenende zum Training und außerdem möchte er mit ihnen auf dem Balkon grillen.

Am Mittwoch wollten die Jungs mal wieder nicht ans Telefon als ihr Vater anrief. Zurück rufen auch nicht. Null Interesse. Er auch nicht, denn er beließ es bei einem Versuch. Mit der Post kam ein Buch über Kinder von Soziopathen. War schnell durch gelesen und bestärkte mich darin zu schauen dass die Jungs auf jeden Fall ein gestärktes Selbstbewußtsein bekommen. Da der Fußballer da etwas Probleme hat, habe ich Montag ein Date in der Schule mit dem dortigen Sozialdienst und einem Betreuer der Mittagsbetreuung. Dann werde ich mich an eine Familienberatung wenden.

Donnerstag war erst mal Freude angesagt. Ich habe ein paar Tage frei, weil mein Schützling mit der Familie eine kurze Reise macht. Nächste Woche geht es erst weiter. Nachmittags kam mein Ex und holte die Jungs weil der Fußballer Training hatte.

Freitag- Regenwetter. Ich liebe es das Geräusch von starken Regen durchs angekippte Fenster zu hören. Leider bedeutet das auch ein Fußbad im Keller. Der läuft immer voll wenn es regnet. Nur Waschkeller und Flur. Angeblich von der Regenrinne und angeblich längst repariert und außerdem ist die Regenrinne an einer ganz anderen Stelle. 16 Uhr gingen die Jungs zum Training, danach holten sie die Taschen für das Wochenende.

Samstag: Wäsche waschen, Pflanzen umtopfen, endlich mal essen was außer mir niemand mag—>Fischpfanne und noch ein paar Sachen einkaufen: Joghurt, Gurke, Kartoffeln, einige Büroartikel.

Sonntag kamen kurz die Jungs vorbei. Zettel wegen der Sicherheitsmaßnahmen holen, und für den Fußballer eine kurze Trainingshose. Dann wieder los und kurz danach bin ich mit der SML in den Park bei tollem Wetter. Auf die Tänzerin gewartet, die nach dem Training zu uns kam und schließlich kamen noch die Jungs vom Training zu uns. Essen, trinken, Federball spielen. Toller Nachmittag.

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Job—>Inklusion

Mein Job, mein Ex-Job eher, war in einer Einrichtung für Behinderte. Grundsätzlich mache ich den Job nun seit 30 Jahren. Nicht 30 Jahre in Einrichtungen, aber 30 Jahre mit/für Menschen mit Handicap. Ich fing an mit Kindern und Jugendlichen, wechselte zu Erwachsenen und war jetzt wieder mit Kindern und Jugendlichen zusammen und vorerst bleib ich bei der Altersgruppe.

Das Thema Inklusion zieht Kreise und keine Ahnung wie viel mir entging als ich es nicht geschafft habe hier zu schreiben. Aber dass heißt ja nicht das alles an mir vorbei geht. So hab ich denn heute bei Fellmonsterchen einen Beitrag dazu entdeckt. Ganz aktuell von heute.

Es geht bei Fellmonsterchen um den netten Herrn Spahn, der sehr kostenbewusst entschieden hat, das Menschen die beatmet werden von Daheim in Spezialkliniken verlegt werden sollten. Grund sind da wohl Einsparungen in einem dreistelligen Millionenbetrag.

Jetzt gibt es da so ein paar Worte. Gehört haben sie die meisten schon mal. Fragt sich nur, ob auch jedem klar ist was das eigentlich bedeutet. Da gibt es Fachkräftemangel und Personalmangel.

Viele Fachkraftstellen sind mittlerweile mit Hilfskräften besetzt. Hilfskräfte, das muss man mal klar sagen, haben in der Regel keine Ausbildung in dem Bereich, in dem sie arbeiten. Natürlich arbeiten viele Hilfskräfte schon lange in dem Job, kennen die Bewohner, wissen was sie tun sollen. Nur wenn mal nicht alles 08/15 ist, wenn besonderes kommt, wenn…. dann fehlt ihnen eben das Fachwissen.

Bevor ich zu Cheffe wechselte war ich in einer Einrichtung- ich nenne sie mal A – die wäre eben so eine „Spezialeinrichtung“. Als ich anfing atmeten alle auf, denn endlich kam eine Fachkraft in die Gruppe. Es gibt Aufgaben, das sind Fachkraftaufgaben. Zum Beispiel Pflege- und Förderpläne schreiben. Die schreibt man nicht mal eben nebenbei. Da sitzt man lange dran und die müssen für jeden Bewohner immer wieder aktualisiert werden. Dazu gehört, das man Gespräche mit Therapeuten, Lehrern/Werkstattleitung, Fachdienst führt. Die Pläne müssen letztlich einer Überprüfung durch die Heimaufsicht standhalten.

Darüber hinaus gibt es Tätigkeiten, die Hilfskräfte nur machen, wenn sie es wollen. Zumindest war es dort damals so. Ist keine Fachkraft im Dienst und es muss gemacht werden…

Bei Cheffe, ich nenne die Einrichtung mal B, war ich als Nachtwache morgens die Fachkraft. Heißt, der Frühdienst bestand aus Hilfskräften, die meinen Weisungen folgen mussten, denen ich auch mal Dinge erklären musste, die einer Fachkraft klar gewesen wären.

Ich glaube es gibt mittlerweile keine Einrichtung mehr, die ohne Hilfskräfte arbeitet. Das war vor 30 Jahren anders. Da war jede Stelle mit einer Fachkraft besetzt. Mittlerweile kann man dankbar sein wenn man noch ausreichend Fachkräfte hat um pro Gruppe wenigstens eine einzusetzen. In Einrichtung A gab es im ganzen Haus nur zwei Krankenschwestern. Und es war eine große Einrichtung. Wann immer also eine medizinische Sache war, musste eine von den beiden gerufen werden und die haben nicht rund um die Uhr gearbeitet.

Dank des allgemeinen Personalmangels müssen immer weniger Mitarbeiter die Tätigkeiten ausführen. Und dann muss auch mal ausgeholfen werden, weil woanders niemand im Dienst ist. Da hat man dann auch mal Bewohner mit denen man sich nicht auskennt.

Kommen wir mal zu dem Begriff „Spezialeinrichtung“. Das klingt ein wenig so als wäre die Einrichtung voller Menschen die beatmet werden und das Personal ist entsprechend geschult und geübt.

Nein! Es war ein Wohnheim für Menschen mit Handicap. Angefangen von Läufern mit leichter Lernbehinderung bis hin zu Menschen die bewegungsunfähig im Rollstuhl sitzen und schon mit dem Verständnis einfachster Begriffe Schwierigkeiten haben. Und natürlich die ganze breite Palette zwischen diesen Extremen, Beatmung inklusive.

Ich habe viele tolle Hilfskräfte kennengelernt und habe gern mit ihnen gearbeitet. Und ich habe Leute wie Cheffe kennen gelernt. Jemand mit Studium, der von Hilfskräften noch was lernen kann.

Die Prognose in dem Job ist nicht positiv. Personal- und Fachkräftemangel wird die Situation immer weiter verschlechtern. Es fangen so einige an aus der Pflege abzuwandern. Ein Kollege aus A, Fachkraft mit überragendem Wissen, sitzt heute in einem Supermarkt an der Kasse und ist glücklich dort. Pflege nie wieder, meint er.

Und das ist es, was Herr Spahn sich für Menschen mit Beatmung wünscht. Ausgegrenzt in einer Einrichtung mit überarbeiteten Mitarbeitern.

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Wochenrückblick

Erst am Mittwoch der Rückblick für die letzte Woche.

Im Grunde hatte sie viel Ähnlichkeit mit den zwei Wochen vorher. Ich verbrachte viel Zeit mit meiner Freundin und ihren Kindern, so dass sie ihre Untersuchungen und Krankenhaustermine stressfreier machen konnte. Für mich super Ablenkung und mal andere als die eigenen Kinder zu managen ist auch nicht übel. Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich so recht gut erkennen und manches wird klarer.

Das Wetter war genau nach meinem Geschmack. Nicht zu kalt, nicht zu warm. Sonne und zwischendurch mal ordentlich nass.

Am Montag rief ich bei der Arbeitsstelle an, bei der ich hospitiert hatte. Ich habe den Job!!!! Und ich bin glücklich!!! Selbst mein Mann gratulierte, wenn er da auch seine eigenen Gründe hat. Die letzte Woche des Monats wird meine erste Arbeitswoche.

Ansonsten war ich zwischendurch mit meinen Girls verabredet, habe Farbe besorgt um Kinderzimmer und Küche zu renovieren und habe damit auch angefangen. Aber mein Mann meint er kann es besser und will es selbst machen. Daher liegt jetzt einiges an Abdeckplane rum.

 

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Das Leben VI

Mein Mann hat es fertig gebracht erst Sonntag sehr spät nachts von seiner Fortbildung heim zu kommen.  Es hat mich bestärkt. Er bemühte sich sehr das als völlig normal aussehen zu lassen und seine gute Laune mit der er ja auch gefahren ist haben mich doch auch geärgert. Er hatte es nicht nötig mir zu sagen, das er so spät kommt und erst am Sonntag.

Für Montag war ich wieder mit meiner Freundin verabredet weil sie wieder ins Krankenhaus musste. Mein Plan: ihm sagen das ich die Scheidung eingereicht habe und gehen. Natürlich hat das nicht funktioniert. Er bat mich zu bleiben und warum auch immer: er versuchte mich zu trösten was letztlich nur bewirkte das ich die nächsten 5 Minuten nur weinen konnte. Dann ging er ins andere Zimmer, setzte sich dort aufs Bett und man sah sein Gehirn arbeiten. Ich ging. 15 Minuten später rief er an aber ich konnte wegen der Kinder nicht sprechen. Er musste auch zur Arbeit. Auf dem Weg hatte ich einen Brief in den Kasten geworfen. Für die Kindergeldkasse. Ab nächsten Monat soll das Kindergeld auf mein Konto.

Abends als er kam war er immer noch oder schon wieder nachdenklich und geschockt. Er war offensichtlich dass er das nicht erwartet hatte. Noch einmal versuchte ich ihm zu erklären dass meine Kraft einfach langsam zu Ende geht. Er sagte er versteht es, hat einen Fehler gemacht und es tut ihm leid. Worte die mir runter gingen wie Öl, obwohl mir klar war das der Wahrheitsgehalt etwa gen 0 tendierte.

Ich wollte ihm so gern glauben. Wollte eine Chance sehen und wusste doch es ist unrealistisch. Tränen über Tränen.

Ich habe mindestens so viel nachgedacht wie er. Ob ich vielleicht doch einfach noch ein wenig durchhalte? Er bemüht sich doch. Er ist so freundlich. Ständig suchte er nach meiner Hand, hielt sie und seine Reue schien so echt. Vielleicht ist es eine Überreaktion von mir. Vielleicht…

Mittwoch fragte er schließlich ziemlich kleinlaut ob er sich eine Wohnung suchen müsse. „NEIN“ schrie eine Stimme in meinem Kopf. Ich musste nachdenken. Ich hatte einen Plan und wusste doch er ist blödsinnig, aber einen Versuch ist es wert: „Kannst du mir schwören-bei Allah- das du aufhörst?“

Was hatte ich erwartet? Wahrheit? Ehrlichkeit? „Ich kann dir schwören-bei Allah- …“

Während er sprach sah ich es. Er log. ich sehe es immer wenn er lügt.  Er ist kein guter Lügner. Ich hatte es ihm gesagt und gehofft das er es sich merkt, aber nein: wieder eine Lüge.

Donnerstag habe ich mich letztlich bei Freunden ausgeweint und seither geht es mir besser. Seit Freitag habe ich glänzende Laune. Die erste harte Zeit ist vorbei. Die nächste wird folgen. Spätestens wenn die Anwältin uns den Termin für die Scheidung mitteilt. Vorerst genieße ich die Hochstimmung, scheine auf Wolken zu schweben. Er hat es gesehen und erstaunt betrachtet. Er fragt nicht.

Meine übliche Hauskleidung, bestehend aus Schlabbershirt und Jogginghose wird derzeit von mir nicht getragen. Ich laufe nur noch in Djellaba in der Wohnung, mache meine Gebete im leeren Kinderzimmer. Normalerweise mag ich keine Musik laufen haben doch seit zwei Tagen laufen religiöse Lieder und ich singe begeistert mit. Ich befreie mich innerlich und genieße es

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Ramadan Tag 24

Habe den Tag einige Male ein Kurzschläfchen gemacht.  Das hat mich nicht davor gerettet abends sehr müde ins Bett zu fallen. Ich habe tief und fest geschlafen und meinen Wecker vorher für eine Stunde später eingestellt. Genug Zeit zum Essen und vor allem trinken und dann wieder ins Bett.

Es ist heiß geworden, aber gerade noch erträglich. Arzttermin, Fußballtraining.

Ohne die Jungs ist es abends bei Essen recht ruhig und es ist ungewohnt.