„Schwulen-Genozid in Tschetschenien“

"Schwulen-Genozid in Tschetschenien" - Neues aus der Fake-News-Fabrik

Demonstration am 8. April 2017 in Berlin gegen die angebliche Deportation und Folter „von Hunderten tschetschenischen LGBT-Aktivisten“ in Grosny. Faktisch belegt ist dieser Vorwurf bisher jedoch nicht.

von Gert-Ewen Ungar

Die Anschuldigungen sind gravierend. Hunderte von homosexuellen Männern sollen in der autonomen russischen Republik Tschetschenien in Konzentrationslagern für Homosexuelle interniert worden sein. Es werde gefoltert und gemordet. Westliche Medien und LGBT-Organisationen sprechen bereits von einem angeblichen Genozid und fordern harte Reaktionen gegen Russland.

Auch auf politischer Ebene sind die Vorwürfe inzwischen in ganz großem Rahmen ein Thema. Sowohl die OSZE als auch die UNO haben sich an Russland gewendet und fordern das Land dazu auf, den Vorwürfen nachzugehen.

Screenshot: Kampagne auf der unter anderem vom umstrittenen so genannten Philanthropen George Soros geförderten Plattform Avaaz.

Auf Facebook kann man sein Profil seit einigen Tagen mit einem rosa Winkel und dem auch auf Twitter kursierenden Hashtag #chechnya100 schmücken und so seine Sorge und seine Solidarität mit tschetschenischen Schwulen ausdrücken. Auch als T-Shirt ist dieses Symbol der Solidarität erhältlich. Eine ähnliche Solidaritätsbekundung nach dem Attentat in Sankt Petersburg war hingegen ausgeblieben.

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Discounter oder doch Supermarkt

Bei Silly von Pferdig unterwegs läuft eine Blogparade zum Thema.

Discounter oder Supermarkt? Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Discounter haben mehr Handelsmarken also NoName Produkte die natürlich billiger sind als die Marken, denn die lassen sich gern auch ihren Namen bezahlen und nicht nur das Produkt. Es gibt weniger Sortimentsauswahl, also statt drei Produkte einer Sache nur eine. Aktionsprodukte die billiger sind als in anderen Läden, wie PC´s, Kleidung ect. Oft keine Drogerieartikel. Sparsame Laden-Ausstattung (z.B. Hinweisschilder,Paletten statt Regale).

Zu den Discountern gehören Penny, Aldi, Lidl,Norma,TEDI und Netto.

Der Supermarkt ist also quasi das Gegenteil. Auswahl, alles ordentlich in Regalen verräumt, mit vielen Schildchen, Marke neben NoName, Wahlmöglichkeiten.

Supermärkte, das sind Edeka, REWE, Kaufland.

Soweit-so klar? Aber:

  • Lidl und Kaufland gehören der Schwarz-Gruppe.
  • Netto gehört zu Edeka,Tengelmann-Geschäfte wurde vor kurzem von denen aufgekauft
  • Penny gehört zu REWE

Insgesamt ist also nicht so viel Auswahl wie man Anfangs glaubt.

Silly´s Fragen:

  • Sind Produkte aus dem Discounter so viel schlechter?
  • Sind Billigprodukte zwingend schlechter als teure?

Wie definiert man schlecht? Natürlich wollen die Unternehmen Gewinn machen und verdienen. An billigen Produkten ebenso wie an teuren, also muss der billige Preis einen Ausgleich haben. Die einfache Ladenausstattung, NoName Produkte, teilweise auch die Gehälter der Mitarbeiter machen sicherlich einiges Wett aber bestimmt nicht alles. Immer höhere Konzentration auf viele Märkte weniger Unternehmen und das immer weiter voranschreiten des Aufkaufens kleiner regionaler Geschäfte führt sicher nicht zur Beendung der Habgier von Unternehmen. Klar wird auch billig produziert und billiges Material verkauft. Ob das nun Lebensmittel voller Chemikalien sind oder Erdbeer-Joghurt in dem nicht mal ein Hauch von Erdbeere zu finden ist. Ob man selbst einen solchen Joghurt als schlecht empfindet entscheidet letztlich der Verbraucher, also jeder einzelne mit seinem Kaufverhalten. Wem Aussehen und Geschmack mehr interessiert als Inhalt findet vieles sicher nicht schlecht.

Das wir überhaupt in solchen Geschäften kaufen liegt auch daran, dass auch diese Geschäfte z.B. immer mehr auf Bio-Produkte setzen. Bio-Läden lassen sich diese meist teurer bezahlen und nicht alles was diese Läden, aber auch die Supermärkte, anbieten macht wirklich Sinn. Bio-Kiwi aus Neuseeland, Bio-Mango aus Burkino Faso?Der Transport und die frühe Ernte zerstören den Vorteil vom Verzicht auf chemische Düngemittel. Reden wir lieber nicht über die Verpackungen. Und leider werden Bio-Hersteller i.d.R. nur einmal im Jahr angekündigt kontrolliert. Ich vertraue nicht darauf dass alle ehrlich sind und wirklich den ohnehin nicht sehr konsequenten Richtlinien entsprechend produzieren. Schön, wenn das Grundwasser beim Bio-Anbau weniger belastet wird, aber wenn mehr Wasser verwendet wird, als beim „normalen“ Anbau ist der Nutzen zumindest fraglich.

  • Greift ihr auf Hausmarken wie z.B. Ja! oder TIP zurück? Warum? Warum nicht?

Ja, mach ich schon. Nicht immer aber hin und wieder. Manche Dinge akzeptiere ich auch von Hausmarken, schon deshalb, weil das Fehlen der Marke nicht bedeutet dass das Produkt von einer anderen Firma hergestellt wurde als der Markenfirma. Das diese Firmen viel Umsatz mit NoName-Produkten machen ist eigentlich schon ein alter Hut. Das ab und an die Zutaten etwas abweichen kann vorkommen aber da gibt es die Zutatenlisten die bei Vergleichen helfen.

  • Was für Ansprüche stellt ihr an den Supermarkt eures Vertrauens?

Vertrauen… so würde ich das nicht unbedingt nennen. Wir müssen einkaufen da wir in der Stadt leben und ich nicht einmal einen Balkon habe, geschweige denn einen Garten der es mir erlauben würde selbst einen Teil unseres Bedarfes zu decken. Und ich mache schon viel selbst. Mein Anspruch ist daher hauptsächlich die Entfernung, denn für eine Familie kauft man mehr als nur für 1-2 Personen. Und das will alles transportiert werden. Ich bin nie mit dem Auto unterwegs, also zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist mein Hauptkriterium.

  • Warum kauft ihr genau in DIESEM Laden ein? (Große Auswahl, Nette Verkäufer, gute Kundenbetreuung, Produkte die ihr besonders gerne mögt, Aufmachung des Ladens usw.)

DIESEN Laden gibt es nicht. Ich bevorzuge Geschäfte in denen ich durch die Gänge komme. Neulich kam ich in einen dort fuhr eine Mitarbeiterin mit der Wischmaschine durch die engen Gänge und die übrigen Gänge waren mit Palettenwagen so zugestellt, dass ich mich seitlich daran vorbei quetschen musste um an die Ware zu kommen. So etwas brauche ich mittags um halb 12 nicht.

Natürlich gehe ich gern dorthin wo ich im Sortiment das finde was ich möchte und gerne mag und nette Angestellte sind auch was tolles. Allerdings haben wir bis auf wenige Ausnahmen damit hier keine Probleme. Fast alle sind sehr freundlich. Ausnahmen bleiben nie lange, da scheinen die Geschäfte drauf zu achten. Die Ausstattung interessiert mich eher weniger.

  • Habt ihr bestimmte Lieblingsprodukte?

Klar, wer hat die nicht? Ich kaufe z.B. gern den 1kg Eimer Weideglück Landjoghurt. Den gibt es von 0,1 % Fett bis Sahnejoghurt mit 10%. Und weil da gleich 1kg in einem Eimer ist, habe ich nicht viele kleine Becher und man kann die Eimer wunderbar für alles mögliche verwenden. Zum Beispiel für kleinere Teile von Spielsachen, Puzzleteile oder man kann sie dekorieren und als Windlicht benutzen, als Tischmülleimer usw.

  • Habt ihr einen bestimmten Laden in dem ihr einkaufen geht oder mehrere? Teilt ihr es je nach Produkten vielleicht sogar auf?

Wir teilen auf. Das ist notwendig. Aus religiösen Gründen verzichten wir auf Schwein und Alkohol und leider sind diese beiden Zutaten bei der Verarbeitung sehr beliebt. Egal ob Süßkram, Käse, Saft oder Brot. Schwein und Alkohol wird immer gern verwendet.  Selbst der Aufdruck „vegan“ schützt nicht vor Schwein, weil Rohstoffe verwendet werden dürfen, die vorab damit hergestellt wurden. Daher wird bei uns ausgewählt, was in welchem Geschäft gekauft wird. Alle 14 Tage gibt es bei uns einen Großeinkauf beim „Türken“ unseres Vertrauens. Der Discounter taugt für Toilettenpapier,Trockenwaren wie Nudeln,Reis und Co. und in der Obst und Gemüseabteilung schaue ich gern, einige Käseprodukte, Gewürze. Ich wähle aus.

Der Supermarkt bietet mir den Joghurt, und alles was ich im Discounter nicht gefunden habe.

Der „Türke“ versorgt uns mit allem was ich wegen der Inhaltsstoffe nicht in diesen Geschäften kaufe.

  • Oder habt ihr überhaupt einen „Lieblingsladen“?

Sagen wir Lieblingsfiliale. Ich gehe bevorzugt in die größeren Filialen weil dort mehr Platz ist, was besseres Durchkommen aber auch mehr Sortiment bedeutet. Das gilt für alle Geschäfte.

Gesprächsfetzen

Eine Gruppe Teenager

Ein junger Mann outet sich als Homosexuell. „Ich erwarte nicht das ihr das akzeptiert, aber ich möchte das ihr es toleriert.“

„Homosexualität werde ich niemals akzeptieren. Das kann ich nicht verstehen.“

„Du bist total homophob!“

„Phobie ist Angst und ich habe keine Angst vor Homosexuellen. Ich habe nichts gegen Homosexuelle, aber ich finde Homosexualität nicht gut“

„Natürlich ist das Homophob!“

„Ja, wenn ich sage, ich akzeptiere Homosexualität nicht, habe aber nichts gegen die Menschen, bin ich homophob, aber wenn ihr sagt, ihr akzeptiert das Kopftuch nicht, habt aber nichts gegen Islam, dann ist das nicht Islamophob sondern freie Meinung!“

Vorbei! Unser Festbeginn

Gestern gingen für uns 30 Tage Fasten zu Ende. Der Monat Ramadan ist vorbei und nun haben wir Shawwal, den 10.Monat des islamischen Kalenders. 30 Tage, weil der Mond sich nicht an die vorgefertigte Berechnung gehalten,sondern sich erst später gezeigt hat. Und wie schon mal erwähnt ist das Ende nicht problemfrei.

Einige haben trotz fehlender Mondsichtung bereits einen Tag vorher das Fasten beendet und diverse Moscheen zogen mit. Es bleiben für das Festgebet die übrigen. Die Moschee meines Vertrauens blieb mir dieses Jahr verschlossen-weil sie geschlossen wurde. Vor Monaten schon. Ganz! Dabei hatte sie auf dem Außengelände soviel Platz für so viele die in den Räumen keinen Platz mehr für das Gebet fanden. Wo sollen all diese Menschen hin?

Eine recht „gemütliche“ Moschee, die ich grundsätzlich mag lehnte ich ab. Beim Festgebet fühlt man sich im Gebetsraum wie in einer Sardinendose. Schulter an Schulter und Knöchel an Knöchel. Keine Bewegungsfreiheit und Kinder dazwischen… Außerhalb wegen der ungünstigen Lage keine Gebetsmöglichkeit. Also die Lieblingsmoschee meines Mannes. Ich war bisher nie dort, dabei ist sie nicht weit entfernt.

Mein Mann ging vom üblichen Beginn um 8:30 Uhr aus, ich las bei einer anderen Moschee etwas von 8 Uhr und leider hat eben genau diese Moschee keine Hilfreiche HP, sondern nur eine allgemeine Wer-wir-sind- und- was- wir- anbieten Informations-HP. Also kamen wir kurz nach 8 Uhr und uns kam bereits eine Frau entgegen, die offensichtlich auf dem Heimweg war. Sie meinte, wir sollten uns beeilen, es hätte schon begonnen.

Vor dem Eingang stand ein Ordnungsdienst, der vermutlich zuletzt die feste Überzeugung hatte, mein Mann würde kein Wort Deutsch verstehen. Er meinte der übliche Eingang wäre diesmal den Frauen vorbehalten und die Männer sollten den rückwärtigen Eingang nutzen. Mein Mann, irgendwie durch den Wind, marschierte Richtung Eingang, drehte um, meinte ich solle zum rückwärtigen Eingang, der Ordnungsdienst korrigierte und mein Mann blieb bei seiner falschen Richtung. Das Spiel wiederholte sich drei Mal bis mein Mann endlich in die richtige Richtung marschierte und ich nur noch den Kopf schüttelte.

Bereits der Weg zur Moschee war in seiner  Vorstellung in einer anderen Richtung und wenn ich mir überlege wie oft er offensichtlich einen riesen Umweg gefahren ist,muss ich wieder den Kopf schütteln. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dieser Umweg ist tief bei ihm eingegraben und er wird ihn das nächste Mal wieder nehmen. Orientierungssinn: Mangelhaft.

Tja, und nun gingen wir also in die Moschee. der Große mit meinem Mann, der Kleine wollte diesmal unbedingt bei mir bleiben. Doch kann hatten wir den Eingang passiert folgten die Probleme. Die Frauen, vor allem mit Kindern kamen uns entgegen und erklärten das es keinen Platz gäbe. Kinder weinten panisch und mussten beruhigt werden. Einige Frauen brachten Teppiche aus dem Gebetsraum mit und so blieb nur das Gebet vor der Moschee auf dem Parkplatz. Gut, das der Ordnungsdienst dort war und sich schützend vor die Frauen stellte und die Autos abwies die dort parken wollten. Es sind Firmen in Reichweite deren Belegschaft wohl üblicherweise den Parkplatz mitnutzte.

Eigentlich wollten wir nicht nur zum Gebet bleiben, sondern auch die anschließende Predigt hören. So haben wir uns für danach verabredet, aber weil mein Großer von meinem Mann beim Winken überrascht wurde, haben wir auf die Predigt verzichtet. Der Große meinte nämlich er hätte uns vor dem Fenster gesehen und wir würden warten, also sah sich mein Mann genötigt aufzubrechen.

Tatsächlich befanden wir uns am anderen Eingang und waren nie vor dem Fenster. Von der Predigt war draußen kaum etwas zu hören, daher war ich für das Auftauchen meines Mannes recht dankbar.

Ich sah einige bekannte Gesichter, viele unbekannte und ich vermute,von der geschlossenen Moschee waren einige dort.

Zuhause gab es dann ein gemütliches Frühstück. Die Kinder hatten frei, mein Mann hingegen musste noch vor dem Frühstück zur Arbeit. Es gab Ballons und Geschenke. Natürlich viel Süßes, es wird ja auch Zuckerfest genannt. Aber nicht nur. Sogar ich bekam zwei Geschenke. Eine Schachtel Pralinen mit Milchcreme-Füllung und von meiner Großen eine Kette mit Herzanhänger auf dem „Mother“ steht. Sie trägt die dazugehörige zweite Kette mit der Aufschrift „Daughter“.

Ab Heute hat uns der übliche Alltag wieder, aber nächstes Jahr gibt es wieder einen Ramadan!

 

 

Mein persönlicher Ramadan

Die Fastenzeit ist für uns Muslime etwas besonderes. 29 bzw. 30 Tage pro Jahr von Sonnenaufgang bis -Untergang fasten, das heißt vor allem: nicht essen, nicht trinken.

Ich kenne den Satz: „Ich könnte das nicht“ sehr gut, aber genau genommen ist er falsch. Jeder könnte es, wenn er wollte. Natürlich gibt es Menschen die befreit sind, weil sie z.B. auf Reisen sind, oder schwanger, …Und Kinder sind natürlich auch befreit.

Mein 8jähriger möchte gern mitfasten und freut sich auf das Wochenende, denn wir haben ihm erlaubt am Wochenende zu üben, wenn er nicht zur Schule muss und am Anfang darf er, wenn der Durst zu groß wird, auch etwas trinken. Wir beginnen langsam.

Für mich war Ramadan nie so, denn als Konvertierte wächst man dort nicht rein wie ein Kind. Natürlich wusste ich- als aus einer katholischen Familie Stammende- das es auch eine christliche Fastenzeit gibt. Nur wirkliches Fasten habe ich nie erlebt denn es gab immer etwas zu essen und zu trinken. Hunger und Durst musste ich nie erfahren und etwas gemeinsames, verbindendes, lehrreiches gab es auch nicht.

Am Anfang war Ramadan recht schwer. Zwar bekommt man recht leicht die allgemeinen Regeln, aber danach wird es schwierig. Sonnenaufgang und -Untergang. Wann genau ist das? Erst mal schauen. Freundlicherweise gibt es Kalender die man in Moscheen und Geschäften bekommen kann. Doch teilweise stimmen die Zeiten nicht 100% überein. Zwangsweise musste ich mir die Frage stellen was nun richtig ist: Die eine Zeit oder drei Minuten später. Vielleicht nehme ich einfach eine Zahl dazwischen? Wie macht man das am geschicktesten?

Und dann ist das größte Übel: der Beginn des Ramadans. Im Fernsehen heißt es zwar: „Heute beginnt für Muslime…“, aber erstens ist es dann schon zu spät weil man längst mit dem Fasten hätte anfangen müssen und zweitens sagen einige das es noch nicht soweit ist. Wie regele ich das mit der Sichtung? Stell ich mich raus und such selbst nach dem Mond? Halte ich mich an deutsches Fernsehen, oder suche ich mir einige Muslime und richte mich nach denen und was ist mit den anderen? Schaue ich in einen Kalender, für den der Mond berechnet wurde?

Inzwischen gibt es den Koordinationsrat der schon auf Jahre im Voraus berechnet wann der Ramadan zu beginnen hat. Es gibt Mondsichtung.de wo man erfährt wann  der Mond wo und wie gesehen werden kann.Wähle ich globale Sichtung oder lokale? Es bleibt bei der Frage wem man sich anschließen möchte. Dieses Jahr haben wir uns für den Koordinationsrat entschieden, aber ich gebe zu, das ich mit dieser Entscheidung nicht glücklich bin. Nächstes Jahr werde ich mich wieder an der Mondsichtung orientieren.

Doch auch wenn Anfang und Ende eine persönliche Sache bleiben ist eines wichtig: Die meiste Zeit des Ramadan sind alle Muslime der ganzen Welt im Fasten vereint.

Da der Ramadan sich jährlich um circa zwei Wochen nach vorne verschiebt sind wir jetzt also bei Anfang Juni angelangt. Für nächstes Jahr sind wir dann schon bei Ende Mai und dazu gehören natürlich immer auch die Jahreszeiten und das Wetter.

Üblicherweise findet abends nach Sonnenuntergang das Fastenbrechen statt. Mit Datteln und Wasser oder Milch. Mein Mann ist großer Buttermilchfan, da ich sie auch sehr gern trinke nehmen wir meist diese oder „normale“ Milch. Danach gibt es eine sättigende Mahlzeit die den Durst nicht anregt, also wenig Salz enthält und nicht zu scharf ist. Meist gibt es noch Obst dazu und ich mache auch gerne einen Salat. Traditionell ist hingegen  Harira, eine Suppe die üblicherweise gekocht wird. Auch wenn die Zutaten immer ein wenig variieren, so gehören Kichererbsen und Tomaten immer dazu.

Zeitig schlafen gehen ist empfehlenswert den rechtzeitig vor Sonnenaufgang klingelt der Wecker für eine letzte sättigende Mahlzeit und viel Wasser. So kommt man über den Tag.

In den Sommermonaten ist das ganze natürlich schwieriger als im Winter. Es ist wärmer, oft sogar heiß und die Zeit zwischen Sonnenaufgang- und Untergang ist recht lang. Dafür ist die Schlafenszeit dann recht knapp. Für mich zu knapp und auch die Mädchen haben entschieden das sie früh morgens keinesfalls aufstehen wollen. Deshalb ist mein Mann allein in der Küche, isst noch Bananen, trinkt Wasser und weckt mich vorher, denn neben dem Bett steht für mich eine Flasche Wasser. Davon trinke ich soviel ich schaffe und dann schlafe ich weiter.

Ich bin Frühaufsteher und darum freue ich mich wenn Ramadan wieder in die Kalte Jahreszeit rutscht. Um 4 Uhr aufstehen und gleich wach bleiben kann ich gut. Um drei Uhr aufstehen und wach bleiben schaff ich nicht. Da bin ich tagsüber zu müde habe aber kaum Gelegenheit mal etwas zu schlafen.Irgendwo ist da meine persönliche Grenze.

Gestern Abend war es hauptsächlich Müdigkeit die mich quälte und für einen Moment war ich versucht einfach ins Bett zu gehen und auf das Fastenbrechen zu verzichten. Doch diesen Fehler erlaube ich mir nicht. Die Versuchung wird jedoch jeden Tag größer, denn jeden Tag geht die Sonne etwas später unter. Auch wenn es immer nur 1-2 Minuten sind.

Ein letztes Problem das man mit persönlichen Entscheidungen von Anfang und Ende des Ramadan hat ist das Festgebet am letzten Tag. Jener Tag an dem Aid-Ul-Fitr (Bayram bei den Türken) gefeiert wird. Also muss man schauen ob man eine Moschee findet die das Fest am selben Tag begeht wie man selbst. Es ist ratsam frühzeitig los zu gehen, denn i.d.Regel ist es sehr voll und wo sich die Möglichkeit findet gibt es oft zahlreiche Gläubige die in der Moschee keinen Platz mehr finden und außerhalb beten müssen. Im Winter und bei Regen nicht unbedingt ein Vergnügen.

Hochzeiten und Katastrophen

Langsam werden sie groß, die Kinder. Sie wachsen, lassen sich dabei nicht aufhalten und plötzlich geht es nicht mehr nur um Schule, Freunde, Freizeit. Es geht um das Ende einer Ährer und den Beginn einer neuen. Der Abschluss der Schule, die Frage nach dem Beruf für den Rest des Lebens, und nicht zuletzt die Frage nach der künftigen Familie.

Für meine Mädchen ist es nicht mehr weit und damit wird es immer wieder Thema durch den Freundeskreis.

Meine Große, die fast ausschließlich Freunde aus dem islamischen Umfeld hat ist nun die zweite Einladung zur Hochzeit ins Haus geflattert. Obwohl… na ja, im Smartphone-Zeitalter flattert kaum was. Sie bekam vielmehr über Whatsapp die Mitteilung das Hennaabend, Verlobung und schließlich Hochzeit auf dem Kalender bereits vermerkt sind und nichts davon ohne sie stattfinden soll, denn sie ist die beste Freundin der Braut.

Besagte Braut ist fast 20, aber vielleicht seit sechs Jahren in Deutschland. Ursprünglich kam sie aus Afghanistan mit ihrer Familie und seit etwa zwei Jahren gibt es da einen jungen Mann aus Afghanistan, der sie gern heiraten wollte.

Die Familien kennen sich aus Afghanistan, aber der Junge kam allein als unbegleiteter Minderjähriger nach Deutschland. Die Familie des Mädchens hielt Kontakt und natürlich war er oft zu Gast. Seit einer Weile hat die Freundin meiner Tochter dann auch bekundet, sie würde ihn gern heiraten und auch er hat sein Interesse signalisiert.

Nun ist es bei uns nicht wie in Deutschland üblich das Eltern sich nur einmischen wenn der Kandidat ihrer Meinung nach die falsche Nationalität hat, sondern wir haben ein Interesse daran unsere Kinder in eine gute Ehe zu entlassen. Folglich werden Kandidaten unter die Lupe genommen und Eltern sagen ihre Meinung.

In diesem Fall führte das zu vielen Tränen bei der Freundin meiner Tochter, denn der Auserwählte entpupptet sich als nicht Akzeptabel.

Der Vater verlangte, er solle noch warten, weil seine Tochter erst den Abschluss der Schule schaffen soll.Danach könnte dann die Hochzeit sein. Seit jenem Tag ist er telefonisch nicht mehr erreichbar und meldet sich auch nicht mehr. Einige Tage später wurde er von der Schwester in der Stadt mit einem deutschen Mädchen gesehen.

Deutsche Mädchen interessieren sich nicht für Ehe, Abschlüsse und vor allem muss man nicht warten. Sie werden nicht von Familien geschützt und niemand käme auf die Idee ihnen zu verbieten unverheiratet mit Jungen ins Bett zu steigen. Sie sind leicht verfügbar, denn sie sind nicht nicht zu schade für kurzfristige Beziehungen. Das hat der Junge in Deutschland gelernt und dafür war er bereit auf eine gute, treue Ehefrau und dauerhafte Familiengeborgenheit zu verzichten. Dafür verzichtet er auf eine Frau die hervorragend einen Haushalt organisieren, kochen und backen kann und Kinder liebt und durch die eigenen kleine Geschwister bestens im Umgang mit ihnen geübt ist.

Auch wenn die Erkenntnis hart war, die Braut ist glücklich, denn sie ist Braut.Nur der Bräutigam ist ein anderer. Einer der schon lange immer wieder bei der Familie sein Interesse bekundet hat. Einer der die Tests bestanden hat. Einer, der zwar demnächst zur Verlobungsfeier kommt, aber bereit ist bis nach dem Schul-Abschluss mit der Hochzeit zu warten. Und, ich habe ein Foto von ihm gesehen und muss sagen selbst da wirkt er sehr offen und sympathisch und als ob das allein noch nicht reicht, sieht er auch noch gut aus und macht eine Ausbildung die es ihm erlaubt eine Familie zu finanzieren. Das ist soviel mehr als der andere zu bieten hatte.

Für uns hoffe ich das meine Mädchen auch solche tollen Ehemänner finden und wer weiß… bei den Feierlichkeiten kommen viele Gäste und sicher auch Freunde und Verwandte des Bräutigams. Da er offensichtlich aus einer guten Familie stammt könnte es ja sein….

Meine Tochter jedenfalls freut sich auf die Möglichkeit sich mal wieder richtig „in Schale werfen“ zu können und auf das kunstvoll aufgetragene Henna. Aber am meisten freut sie sich für ihre Freundin, denn die dürfte eine glückliche Zukunft vor sich haben.

 

Islam- Ein Erklärungsversuch

Du suchst den Beitrag zum Thema Kopftuch???

Ich habe mich entschlossen meine Erklärungsversuche vom eigentlichen Blog abzukoppeln und dem ein eigenes kleines Plätzchen zu geben.

Ab sofort gibt es meine Erklärungsversuche also hier und natürlich darf kommentiert und diskutiert werden.

Irgendwelche Hasskommentare werde ich dagegen nicht akzeptieren denn hier geht es um ein friedliches Miteinander.

 

 

 

 

 

Gedanken(los) und Ramadan

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Es ist Aid!

Aid-ul-Fitr. Das Fest des Fastenbrechens oft auch Zuckerfest genannt.

Zuckerfest weil es nach der Fastenzeit viel zuckriges gibt. Süßigkeiten für die Kinder, Gebäck für die Erwachsenen. Natürlich nicht nur. Neue Kleidung sollten sich möglichst alle leisten und damit schon zum Festgebet in die Moschee gehen. Bevor dann die Familien feiern und mal wieder bei Verwandten vorbei schauen.

Heute ist der zweite von drei Aid-Tagen und für mich ist es die Zeit mal über einige Dinge nachzudenken. Nicht mal wirklich bewusst, aber mir fallen Dinge ein und auf. Situationen,Begebenheiten,Erinnerungen…

Letzten Freitag als ich so mit einer Reihe Nicht-Muslimen beisammen war, da war es wieder so typisch:

25°C, die Sonne scheint. Man steht oder sitzt beisammen. jemand erwähnt das er Durst oder Hunger hat, fragt ob man auch möchte. Ich faste. Ach ja, ihr habt ja wieder Fastenzeit. Echt, und du fastest die ganze Zeit? Du isst nichts und trinkst auch nicht? Danach erfährt man als Fastender das die Person mit der man sich grad unterhält das ja nun absolut nicht könnte. Den ganzen Tag nichts essen, bis Abends Wann dürft ihr wieder? So spät? Ne, das könnte sie nicht. Nicht so lange, da hätte sie ja hunger. Aber das Trinken, vor allem auf das Trinken, nicht mal einen Schluck Wasser, den ganzen Tag bis Abends und es ist doch so warm…

Der Magen knurrt, der Mund ist trocken und bevor der Gesprächspartner schließlich zur Flasche Wasser greift um den eigenen Durst zu stillen erfährt man viel über Hunger und Durst eben jener Person die nicht fastet und sich nicht vorstellen kann zu fasten.

Szenenwechsel:

Ich steh in der Küche. Ich habe kleine Kinder die noch nicht fasten. Ich bereite ihnen was zu essen, sie sitzen am Tisch und essen gut gelaunt. Ich faste.

In meinen Augen Tränen. Alhamdulillah (Gott sei Dank!) Meine Kinder können essen.

Meine Tränen gelten jenen Kindern auf der Welt die von ihren Eltern nichts zu essen bekommen können. Meine Tränen sind für die Mütter die ihre Kinder hungern lassen müssen.

Ich weiß was Hunger ist. Ich kenne Durst.

Ich erlebe freiwillig 29/30 Tage Hunger und Durst ohne sie stillen zu können. Für mich endet das Leid bei Sonnenuntergang. Nach vier Wochen ist alles wieder normal.

Normal für Deutschland.

Muttertag

11 MAI 2014 Deutsche Muslima Veröffentlicht unter Deutschland, Islam Tags: Islam, Muttertag

Thema Muttertag2Heute ist Muttertag!

Der Tag an dem Floristen die Kasse mächtig klingeln hören. Welche Massen an Blumen die gekauft, in die Vase gestellt und kurz darauf im Müll entsorgt werden. Beliebt natürlich auch immer wieder Pralinen, Gedichte oder Basteleien. Manch einer nutzt den Tag um “Mama” mal das Frühstück ans Bett zu bringen, Essen zu gehen statt sie kochen zu lassen, oder einfach mal die Hausarbeit zu übernehmen.

Aber warum das einmal im Jahr? Einmal im Jahr besonders an eine Person denken, die eigentlich täglich… ja was eigentlich? Heute ist es vielfach so, das Mütter ihre Kinder schon in die Krippe in Fremdbetreuung geben, spätestens aber in den Kindergarten-möglichst ganztags- und den Job als Mutter damit abgeben. Wenn man sich so umhört scheint es schon etwas besonderes zu sein wenn eine Mutter länger als sechs Monate ihr Baby stillt. Für die Hausarbeit wird der Partner mit ran gezogen und ohne Arbeit(sstelle), so sagen viele Frauen, fällt ihnen die Decke auf den Kopf. Muttersein ist negativ behaftet, wird als Arbeitslosigkeit gewertet und in Richtung Nazizeit gerückt weil dort besonders kinderreiche Mütter besonders geehrt wurden.Die Gesellschaft ist auf Single-,Paar- und maximal Kleinfamilien eingestimmt. Natürlich mit doppelter Berufstätigkeit.

Interessanterweise sind die typischen Frauenberufe eben jene Jobs bei denen Frauen das tun was angeblich so negativ ist. Eine große Gruppe Kinder managen als Erzieherin in Krippe, Kiga,Hort zum Beispiel oder Kranke pflegen als Krankenschwester, Alte Menschen versorgen als Altenpflegerin, als Reinigungskraft Praxen, Wohnungen, Geschäfte, ect. putzen,… Warum also ist Hausfrau und Mutter sein falsch? Warum ist es besser 20 fremde Kinder zu beschäftigen als zehn eigene? Warum ist es gut im Eiltempo eine Station Kranker zu versorgen aber nicht den eigenen Kindern die Nase zu putzen?Weil man dann als Frau keine Steuern zahlt?

Mutter sein und die Kinder bei anderen haben, statt selbst für sie da zu sein?

Der Islam sieht Frauen anders. Zunächst einmal wird eine Hausfrau und Mutter nicht als arbeitslos bezeichnet. Dann wird nie vergessen das auch Schwangerschaft und (schmerzhafte) Entbindung Bestandteil der Mutterschaft ist. So heißt es zum Beispiel im Qur-an, Sure “Lugman”,Vers 14:

“Und wir haben dem Menschen im Hinblick auf seine Eltern anbefohlen – seine Mutter hat ihn (doch vor seiner Geburt) überaus mühsam (unter dem Herzen) getragen, und bis zu seiner Entwöhnung waren es (weitere) zwei Jahre -: “”Sei mir und deinen Eltern dankbar! Bei mir wird es (schließlich alles) enden.”

Zwei Jahre bis zum Abstillen. Davon können die meisten Babys nur träumen. Es gibt eine ganze Reihe Suren in denen das gute Verhalten gegenüber den Eltern und damit eben auch der Mütter erwähnt wird. Und es gibt zahlreiche Überlieferungen (Hadith). Ein paar Beispiele:

Einst kam ein Mann zum Propheten Mohammed (Segen und Heil auf ihm) und fragte diesen: “Wer hat das meiste Recht auf meine gute Umgangsweise (mit ihm)?” Der Prophet (Segen und Heil auf ihm) antwortete: “Deine Mutter.” Der Mann fragte: “Wer danach?” Der Prophet (Segen und Heil auf ihm) sagte: “Danach deine Mutter.” Der Mann fragte weiter: “Wer danach?” Und wieder antwortete der Prophet (Segen und Heil auf ihm): “Danach deine Mutter.” Der Mann fragte nochmals: “Wer danach?” Da sagte der Prophet (Segen und Heil auf ihm): “Danach dein Vater.” (Überliefert bei Al-Bukhaary und Muslim)

Al-Mugira Ibn Schu’ba berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: “Allah hat euch wahrlich folgendes verboten: die Lieblosigkeit gegen die Mütter, die Verwehrung einer milden Gabe und deren unrechtmäßige Einnahme und die Tötung der Mädchen. Und Allah verabscheut von euch ferner das Geschwätz, die häufige Stellung von Fragen und die Verschwendung des Vermögens (bzw. des Geldes und der Güter)!”                (Überliefert bei Al-Bukhaary)

Respekt und Ehre für Mütter/Eltern ist also für jeden Tag gedacht und nicht für einen bestimmten. Nicht einen Tag im Jahr soll man Dankbarkeit zeigen, sondern jeden. Und es sind die Mütter die mehrfach besonders hervorgehoben werden, denn neun Monate Schwangerschaft, Wehen,Entbindung, Versorgung der Babys sind nicht vergessen. Die durchwachten, Nächte, die ersten Zähne, Arztbesuche, es gibt so viel was Mütter leisten und was leider nicht weiter erwähnt wird.

Ich wünsche mir das Mutter sein wieder das ist, was es sein soll. Für die Kinder da sein.

Update:

Bei mutterseelesonnig läuft die Aktion #Muttertagswunsch.

Ich denke da passt der Beitrag gut rein

Steinbrück und Integration

April 6, 2013 – Geschrieben von Deutsche Muslima

Laut Medienberichten hatte Peer Steinbrück getrennten Sportunterricht für muslimische Schüler für denkbar erklärt. Die promte Kritik von fast allen besagt das dies gegen die Integration ist und der Gleichberechtigung von Mann und Frau sehr abträglich ist.

Auf gut deutsch: ein Mädchen das bereit ist beim Sport Po und Busen vor männlichen Sportlehrern und Schulkameraden wackeln zu lassen ist integriert. Wer Schamgefühl und moralische Werte besitzt und dies nicht möchte ist nicht integriert. Aha. Sehr Aufschlussreich. Integration Und Gleichberechtigung ist also wieder einmal gleichbedeutend mit der Bereitschaft zur Zurschaustellung des eigenen Körpers.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bezeichnete 2011 das Kopftuchverbot für Lehrerinnen als Beitrag zur Integration.

Wenn man der Logik von Angela Merkel &Co folgt hat Deutschland ein großes Problem.

Es gibt z.B. in vielen Städten getrenntgeschlechtliche Schulen. Die dortigen Schüler sind also weder integriert noch haben sie eine Ahnung von der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Mehr noch: diese Schulen verstoßen anscheinend damit auch gegen das Grundgesetz.

Ausgerechnet Bayern, das immer als besonders katholisch galt hat eine große Anzahl an Jungen-/Knabenschulen, sowie  Mädchenschulen. Auch NRW hat eine größere Anzahl Mädchenschulen. Letztere waren auch als Höhere Töchterschulen bekannt und es handelt sich dabei ausschließlich um Gymnasien und Realschulen.

Eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse nach denen gemeinsamer Unterricht von Jungen und Mädchen (Koedukation) besser ist gibt es bisher nicht. Tatsächlich deutet vieles daraufhin das der viel gelobte gemeinsame Unterricht von Jungen und Mädchen eben nicht unbedingt positiv zu sehen ist. Zeit/Onlien brachte 2007 bereits einen Bericht darüber aus dem ersichtlich ist das die Diskriminierung von Mädchen ebenso ein Problem ist wie die fehlenden Entfaltungsmöglichkeiten sowohl für Jungen als auch für Mädchen.

Vor allem aber hat der gemeinsame Unterricht die geschlechtsspezifische Rollenverteilung keinesfalls geändert. Mädchen wählen immer noch vorwiegend “Frauenberufe”. Auch die 2001 begonnene Aktion des Girls-Day an dem Mädchen verstärkt in männlichen Berufen(hauptsächlich Handwerk und Naturwissenschaft) “schnuppern sollen” wird immer noch benötigt um Mädchen in Richtung Männerjob zu “schubsen”. Gleichzeitig soll der Boys-Day den Jungen die Frauenberufe schmackhaft machen.

Der Stundenplan nach dem Schüler unterrichtet werden ist jedoch eher männlich ausgerichtet. Werken, Naturwissenschaften, Mathematik, aber Kochen, Nähen, und ähnliche Bereiche finden sich kaum.

Zurück zur Integration.

Synonyme für den Begriff Integration sind:  Eingemeindung, Eingliederung, Einverleibung, Mischung, Rückführung, Rückgliederung, Vereinigung,  Verschmelzung, Zusammenschluss

Dem gegenüber steht der Begriff Assimilation der allgemein Angleichung an einen Zustand, Eingliederung bedeutet und Anpassung an die Lebensgewohnheiten und Gebräuche, Kleidung etc. in einem Land (üblicherweise im Zusammenhang mit Migranten verwendet) meint.

Hier geht es also wiedermal nicht um die Integration sondern um Assimilation. Nach dem politischen Willen hat der Muslim sich nicht dem göttlichen Willen sondern dem Willen diverser deutscher Politiker unter zu ordnen.

Ein Mädchen oder Junge ist nur integriert wenn es gemeinsamen Sportunterricht mit dem jeweils anderen Geschlecht hat. Was bedeutet das aber für die Integration von behinderten Kindern in Regelschulen? Das behinderte Kind ist nur integriert wenn es ohne Rampe und Aufzug mit dem Rollstuhl in das Klassenzimmer im 2. Stock kommt? Es darf keine extra Betreuung oder Behandlung haben? Es muss genauso am Unterricht teilnehmen wie seine nicht-behinderten Mitschüler? Der Rollstuhlfahrer muss am Stabhochsprung teilnehmen und der Blinde im Kunstunterricht Bilder berühmter Maler beschreiben können?

Nein, diese Form der Gleichmacherei dient nicht der Integration, denn es verhindert sie. Integration ist erfolgreich wenn sie die Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptiert und allen trotzdem dieselben Chancen einräumt. Diese wird von Politikern immer wieder verhindert, die Bevölkerung aufgewiegelt und gegen das Anderssein aufgehetzt. Hier wird Hass und Diskriminierung gefördert. Die falsche Definition von Integration spiegelt sich auch in dem Ergebnis folgender Bürgerbefragung wieder.
Anpassung des Lebensstils als Einbürgerungskriterium
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Steinbrück hat einen Denkanstoß gegeben, einer der in diversen Schulen schon problemfrei praktiziert wird. Einen der so oder ähnlich schon seit vielen Jahren in diversen Schulen praktiziert wird.

Schulen sind für Kinder da- nicht umgekehrt  Spätestens die PISA-Ergebnisse haben gezeigt, dass nicht nur behinderte Kinder in unseren Schulen untergehen. Die Zahlen der „Sitzenbleiber”, Schulabbrecher und Aussortierten spricht Bände. Bildungspolitik ist kein Thema für Sonntagsreden. Die Gesellschaft muss mehr in die Schulen investieren: in mehr Lehrer, besser ausgebildete Lehrer, deutlich kleinere Klassen und individuelle Förderung.

Ein klares Wort. Nicht die Schüler müssen politischen Wünschen und Vorstellungen nachkommen, sondern Integration muss von eben jenen Leuten gewollt sein und damit auch gefördert werden. Niemand muss auf seine religiösen Überzeugungen verzichten und Behinderte müssen nicht nicht-behindert sein.  Gemeinsames Miteinander lebt von Toleranz und Akzeptanz nicht von Ausgrenzung und Diskriminierung.