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Corona-frei und Co. #3

Gestern hat sich meine Chefin gemeldet. Sie vermutet unsere Sonderferien könnten womöglich bis zu den Sommerferien dauern. Ich weiß es nicht. Aber ich gehe mal davon aus, dass es Pfingsten werden könnte.

Mit ADHS-Kind ist es teilweise echt anstrengend. Also langer Spaziergang. Wir waren insgesamt etwa 3 Stunden unterwegs. Unterwegs im „Wäldchen“ roch es so typisch nach Knoblauch.

Jede Menge Bärlauch und ein paar eifrige Sammler, denen wir es letztlich gleich taten, da der Fußballer unbedingt Pesto wollte. Überhaupt hatte er den Vorschlag gemacht, das wir mehr Dinge selbst machen. Da wir jetzt alle viel Zeit haben, nehme ich diesen Vorschlag gerne an. Angefangen mit Pesto.

Na gut, ich habe letztlich doch keine so große Begeisterung für den selbstgemachten Bärlauch entwickelt. Im nachhinein war ich mir nicht mehr so sicher ob es tatsächlich alles Bärlauch war oder einige giftige Doppelgänger darunter sind. Geruchstest fiel aus, weil ohnehin schon alles nach Knoblauch roch. Dann wird es heute leider noch mal ein gekauftes Pesto. Hauptsache wir landen nicht mit Vergiftung im Krankenhaus.

Dafür aber werden wir tatsächlich diverse andere Dinge selbst machen und da auf „gesünder“ setzen. Also statt Zucker Alternativen wie Erythrit, frisches Obst und Gemüse,statt Geschmacks- und Farbstoffen. Auf der To-Do-Liste stehen gesunde Naschereien und auch ungesunde 😉 , aber dafür eben mit weniger Kalorien. Der Handballer möchte gern Erdbeereis machen, auf Kokoskugeln haben beide Sportler Appetit. Und auf Wunsch des Handballers machen wir morgen die Chaussons, die es in Marokko bei der Familie immer gibt.

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Corona-frei & Co. #2

Auch wenn das Wetter sich noch nicht so 100% auf Frühjahr eingestellt hat, habe ich doch das Bedürfnis mal ein wenig das Design in Richtung Frühjahr zu trimmen. Also ein neues Header-Bild und die Farben angepasst.

Quelle: Klick

Ansonsten passen wir uns hier auch immer weiter an.

Der Handballer hat inzwischen diverse Aufgaben von seinen Lehrern bekommen. Die Druckerpatrone ist jetzt recht leer vom vielen drucken.

Sein Trainer hat sich im heimischen Wohnzimmer vor die Videokamera begeben und diverse Übungen gefilmt und geschickt, damit das Training zumindest ein wenig weiter geht.

Donnerstag meinte mein Ex er wolle am Wochenende mit den Kindern auf den Spielplatz. Ne, is nicht. Sportplatz auch nicht. Habe ihm extra einen Screenshot von einem Zeitungsbericht geschickt. Was meint er? Es wären meine Regeln.

Es stellte sich heraus, dass er herzlich wenig hat von den offiziellen Regeln von Bund und Ländern zur momentanen Ausgangsbeschränkung. Ich bin mir nicht einmal sicher ob er weiß, dass er vorerst nicht arbeiten darf und ob er sich daran hält/halten würde weiß ich auch nicht.

Immerhin hat er Samstag die Kids für ca. 2 Stunden abgeholt. Ist irgendwohin weit raus gefahren, wo keine Leute liefen und war mit ihnen spazieren. In der Zwischenzeit wollte ich auch einen Spaziergang machen. Während es letzte Woche den Eindruck machte als ob alle im Urlaub währen, war es Samstag komplett anders. Der Spruch „Wir bleiben Zuhause“ hat kaum jemanden interessiert. Es war voll. Voll wie vor Corona. Lange Schlange Menschen an der Eisdiele. Die Gehwege voller Menschen. Also Flucht! Ab in den Wald. —–> ständig begegnete ich Menschen und auf einer Lichtung mehrere Menschengruppen. Eltern mit Fahrradanhängern für ihre Kids, die es sich gemütlich gemacht hatten. Kaum eine Möglichkeit allein unterwegs zu sein.

Zurück auf der Straße, zurück auf dem Weg nach Hause…mitten auf der Insel einer Kreuzung ein Mann mit Kamera. Munter damit beschäftigt eine dreiköpfige Gruppe Männer zu fotografieren, die sich offensichtlich getroffen hatte und sich unterhielt. Was ist hier eigentlich los?

Unser Hausmeister schnautzt einen Lieferanten an, der nun wirklich nicht ahnen kann, dass die Kellertür defekt ist. Vielleicht ärgert er sich, das er arbeiten muss während andere Corona-frei haben, oder er ist mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden… oder der Kaffee war leer. Egal. Er war übellaunig.

Ich gehe nicht davon aus, dass unser Corona-frei bald endet. Es dürfte uns noch eine Weile begleiten.

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1000 Fragen an mich selbst #9

Eine neue Runde Fragen

301. Worin bist du ein Naturtalent?
Talent? Oh. Vermutlich darin die falschen Männer zu finden.
302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
Die Erzherzogin. Vielleicht ist das auch nur Show. Wir werden sehen
303. In welcher Situation warst du unfair?
Gute Frage. Keine Ahnung. Ich hoffe ich war nicht unfair.
304. Fühlst du dich fit?
Nein, urlaubsreif
305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Kommt darauf an, was man darunter versteht. 1000 Banker und Versicherungsvertreter würden wohl „Nein“ sagen und mir alles mögliche aufschwatzen wollen, aber ich komme mit den Kindern zurecht
306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?
„Christine“ von Stephan King
307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Arbeit und Familie
308. Neigst du zu Schwarz-Weiß-Denken?
Ne, eher nicht
309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Wann war ich das letzte Mal verliebt? Das ist eine Ewigkeit her. Keine Ahnung
310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Nein. Geselliges Beisammensein klappt auch mit einem gemeinsamen Spaziergang, einem Spielenachmittag,…
311. Welche Dinge stehen noch auf deiner To-Do-Liste?
Wenn ich mir die anschaue wird mir schwindelig. Ich habe so viel zu tun und der Tag hat leider nur 24 Stunden
312. Hegst du oft Zweifel?
Manchmal. Dann schalte ich in den Kampfmodus und starte das Durchboxen
313. Womit bist du unzufrieden?
Mit viel zu viel. Angefangen mit mir selbst bis hin zur Politik.
314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Nervosität
315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Nein.
316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Klar und immer mal wieder
317. Wie spontan bist du?
Ich arbeite daran spontaner zu werden
318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Ja. Familie
319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
Meinen Kindern gegenüber wenn ich zu wenig Zeit habe.
320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Ehrlich: Freundschaften habe ich derzeit auf Eis gelegt

321. Was gibt dem Leben Sinn?
Meine Religion und meine Familie
322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Ja, das ist diese wenn-ich-in-der-Zeit-zurück-reisen-könnte-Sache. Aber wo wäre ich wenn ich tatsächlich eher gewusst hätte und dann anders entschieden hätte?
323. Wie alt fühlst du dich?
das ändert sich täglich.Heute so etwa 60
324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Etwas das man verbessern könnte
325. Kannst du gut zuhören?
Ja, allerdings
326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
Ist dein Mann Türke?
327. Ist alles möglich?
Na ja, fast
328. Hängst du an Traditionen?
Nicht so. Das bringt oft mehr Probleme als Nutzen.
329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Nein und das ist gut so
330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Normal
331. Wonach sehnst du dich?
Ausgeglichenheit
332. Bist du mutig?
Kommt drauf an worum es geht
333. Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Sicher. Auch wen ich das vielleicht nicht gleich erkenne
334. Wofür bist du dir zu schade?
Meine Zeit mit blöden Leuten zu vergeuden
335. Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Meine Familie würde mir fehlen, aber sonst ja
336. Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Keine Ahnung
337. Bist du noch die Gleiche wie früher?
Nein. Ich entwickel mich weiter und das ist gut so
338. Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Wegen der Arbeitszeiten
339. Welche schlechten Angewohnheiten hast du?
Ich bin zu nett, zu hilfsbereit, zu gutmütig, zu unordentlich
340. Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Weitgehend

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Job im neuen Jahr

Können wir bitte direkt zum 31. Dezember springen? Oder wenigstens bis zu den Sommerferien? Das würde mir schon reichen, obwohl… keine Ahnung was danach kommt.

Wir haben eine Neue, also eigentlich zwei. Eine neue im Team, und ihr Schützling. Seit sie da ist, stimmt es nicht mehr im Team. Früher wenn ich zur Tür rein kam… na ja, ich war da, habe mich wohl gefühlt. Jetzt dagegen habe ich das Gefühl ich pralle gegen eine Mauer. Eine Mauer aus schlechter Stimmung. In einem günstigen Moment habe ich mal beim Muskelmann und Mr. Cool nachgefragt. Denen geht es auch so. Sie fühlen sich nicht wohl, haben das Gefühl die Neue ist eine Art Verräterin oder Spionin. Vielleicht sollte ich sie 001 nennen, aber ich denke ich würde ihr damit unrecht tun. Ich habe sie mal gefragt und dabei erfahren das sie noch nie so einen Job hatte. Sie kommt aus dem Bereich Marketing ist also in einer Kennlern- und Orientierungsphase, während wir (glauben) zu wissen was wir tun.

Was macht sie also? Am Montag war Sissi nicht da und der Muskelmann hat den Plan etwas verändert. Sissis Vertretung war zufrieden, aber 001 meinte direkt sagen zu müssen das sie einen ganz anderen Plan hat.

Sie schaut uns auch häufig in einer Art an, als…na ja, als wäre sie „auf uns angesetzt“ und auch enttäuscht oder entsetzt. So blöd das auch klingen mag. Ich denke sie versucht uns zu verstehen, aber dennoch ist es immer merkwürdig und niemand fühlt sich wohl dabei.

Mr. Cool hat durchblicken lassen dass er überlegt nächstes Jahr noch zu bleiben. Eigentlich hatte er sich ja entschlossen Heilpädagogik zu lernen, aber vielleicht schiebt er es doch noch ein Jahr raus. Er hat mich gefragt ob ich nächstes Jahr bleibe und ich habe ehrlich gesagt das ich es nicht weiß und wenn alle anderen gehen mag ich eigentlich nicht bleiben weil so ein tolles Team bekommen wir nicht wieder. Es kann nur schlimmer werden. Andererseits brauch ich einfach einen Job mit diesen geregelten Arbeitszeiten und den freien Ferien. Was sollte ich also alternativ machen? Der Muskelmann beginnt auf alle Fälle sein Studium.

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Ein Jahr geht zu Ende

Ich war sowohl froh das endlich die Ferien begannen, wie ich mich auch fragte wovon ich eigentlich so geschafft war dass ich mich selbst nur noch als „Ferienreif“ bezeichnet habe. „Ich vermisse das Glänzen in deinen Augen“, meinte der Muskelmann und ich vermisste meine starken Nerven, meine Geduld über die so viele sich schon gewundert hatten.

Weg! Sie war einfach weg und ich war leicht ungehalten. Immer gegen sich selbst zu kämpfen um anderen gegenüber nicht ungerecht zu werden ist anstrengend auf Dauer, daher waren mir die Ferien sehr willkommen.

Für die Feiertage hatte mein Ex geneint, er würde die Jungs nehmen doch als ich meinte er solle sie die Feiertage bei mir lassen kam keine Gegenwehr.

Am Mittwoch kam dann abends eine Nachricht das er vor der Tür steht und ich die Jungs kurz raus schicken soll. Sein Bruder ist zu Besuch gekommen und wollte sie gern sehen.

Der Fuballer hatten diesen Onkel nie kennengelernt, denn vor Jahren ging er nach Österreich. Seither hatte ich ein paar wenige Kontakte über Facebook mit ihm.

Als ich ihn kennen lernte, damals vor so vielen Jahren hatte er eine Leidenschaft für Polyester und versuchte mir seine Begeisterung zu erklären. Dummerweise ist mein Französisch miserabel und marokkanisch konnte ich gar nicht und er konnte weder deutsch noch englisch.

Ihn nach all den Jahren wiederzusehen war besonders. Er kam direkt zu mir. Versuchte mich zu überreden, das ich im Sommer mit ihm nach Marokko fliege. „Schwester, das ist unsere Familie. Ich fliege mit dir“, sagte er und ich wusste das er es ernst meint.

Wir sahen uns noch zweimal und jedesmal schaffte er es mich zum weinen zu bringen. Er fragte einfach nur wie es mir geht und es geht mir gut , wirklich. Trotzdem flossen einfach nur Tränen und ich hatte das Bedürfnis mich bei ihm auszuheulen wegen seinem Bruder.

Wir sprachen nicht viel aber er sagte mir er wird mit Mama reden und er möchte sie gern nach Deutschland zu Besuch holen. Zu mir. Natürlich kommt sie eigentlich zu ihm nach Österreich, aber er möchte das sie auch zu mir kommt und natürlich ein paar Worte mit seinem Bruder spricht.

Freitag wurden die Jungs dann von ihrem Vater und dem Onkel abgeholt. „Entspann dich. Die Jungs kommen erst am Sonntag zu dir“, schrieb mein Ex. Doch Samstag teilte er mit das er abends die Jungs bringt damit sie bei mir schlafen. Sein Bruder bleibt noch einen Tag und er bringt ihn Sonntag zum Bahnhof und kann die Jungs nicht zum Training bringen. Nicht das er sie danach holen würde, oder sie wenigstens von dort holt.

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Work and Life

Am 3. Dezember war Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung. Wie viele Menschen bekommen eigentlich mit welcher (Internationaler) Tag des/der aktuell ist?

Ich habe mal auf einer Seite mit Blogparaden geschnuppert. Sonnenuntergänge sind interessant, und Hundeplätzchen backen. Aber Behinderung?

Ganz oft sage ich, die wirklich Behinderten sind nicht jene die diesen Stempel tragen, sondern ein Teil meiner Kollegen, ein großer Teil Vorgesetzte, oftmals die Eltern oder auch einige Menschen denen man so begegnet.

Man gewöhnt sich an so einiges. Ich habe mich an die Ferien gewöhnt. Lebe von Ferien zu Ferien und je näher die nächsten Ferien rücken um so besser geht es mir. Na ja, manchmal geht mir auch so langsam die Puste aus kurz vor dem Ziel. Aber Sport ist Mord, das sage ich auch immer.

Heute ist Donnerstag und die Woche war schon wieder glänzend. Heute und morgen noch und ich glaube, ich möchte das Wochenende einfach im Bett verbringen. Wird natürlich nichts. Zu viel zu tun.

Am Montag war die Dramaqueen da, ausnahmsweise ohne Drama. Dennoch erschien mir ihr Gesichtsausdruck in der Pause wieder…“dramatisch“. Vielleicht sollte ich ihr mal unseren Humor erklären. Ich glaube der überfordert sie. Seit Dienstag glänzt sie durch Abwesenheit.

Gestern war Muskelmann nicht da und L. hatte das Vergnügen alle mal erleben zu dürfen. Er hat es gut weggesteckt.

Die größte Überraschung war allerdings die Erzherzogin. Das erste Mal das sie freiwillig jemanden zu Toilette begleitet hat. Und gleich noch eine weitere Premiere: sie machte den Vorschlag dass wir alle gemeinsam einkaufen gehen. Sie, die sich vor der frischen Luft drückt wie der Karpfen vor dem Ufer. Freiwillig wollte sie raus. Wow.

Madam Francaise war mal wieder nicht da. Drei Wochen hat sie durchgehalten, oder waren es vier?

Heute erwartet uns mal wieder ein Tag mit der Erzherzogin. Ich bin schon gespannt. Sie möchte den Tag gern mit Plätzchen backen verbringen. Nicht für Hundeplätzchen. Für Menschenplätzchen. Ist aber egal. Artgerechte Ernährung sind Plätzchen für Hunde nicht und wir Menschen sollten unseren Zuckerkonsum auch lieber überdenken.

Heute Nachmittag kommen vermutlich die SML und die Tänzerin. Die SML hat Geburtstag heute. Morgen haben wir Schwimmen und Quatsch machen.

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Es reicht mir grad

Es scheint als würde ich momentan einfach in die falsche Richtung rennen. Ich möchte mich eigentlich nur ins warme Bett kuscheln und schlafen .

Es ist nicht so, dass ich nicht schlafen könnte. Gestern bin ich um 20:30 Uhr ins Bett gegangen, sehr schnell eingeschlafen und als heute früh der Wecker klingelte dachte ich nur das ich nach dem Frühgebet wieder ins Bett gehe und mich noch mal umdrehe. Dann fiel mir ein, dass erst Dienstag ist, also Schule. Aus der Traum vom Schlafen. Hoch, Licht an, ab ins Bad!

Mir fiel ein, dass ich für solche „Notfälle“ Cola im Schrank habe. Ich trinke selten Cola, aber wenn die Augen unbedingt wieder zufallen wollen, dann gibt es die mit den 25mg Koffein pro 100ml.

Die Woche fing Montag schon übel an. 0°C draußen und ich steh 20 Minuten um auf einen Bus zu warten, der nicht kommt. Dann ab in die Straßenbahn, halbe Stunde zu spät an meiner Arbeitsstelle. Aber Kollegin Sissi war bereits informiert. „Na da fängt die Woche aber gut an“, sagt sie noch lächelnd und ich ahne in dem Moment nur ansatzweise wie Recht sie hat.

Kollege Muskelmann ist krank. Kommt gar nicht gut. Keine Ahnung warum, aber irgendwie ist er eine Art Fels in der Brandung, etwas dass da sein muss, damit nicht alles aus dem Ruder läuft. Und es lief aus dem Ruder.

Kollege Muskelmann kümmert sich üblicherweise um L. und nun war L. ohne ihn da und irgendwann wurde es ein wenig lauter und schließlich hörte man noch den Protest von L. kurz bevor er in die Tischkannte biss. Und Kollegin Sissi war hoffnungslos überfordert. Beim Abschied meinte sie dann auch, sie hofft Kollege Muskelmann ist Dienstag wieder da.

Nein, ist er nicht. Aber L ist auch nicht da. Krank und dann kam eine wohl etwas vorwurfsvolle Mail der Mutter und Sissi fragte ob jemand sich erinnern könne was für eine Hose L. am Vortag anhatte. Ein kleines Ratespiel am dessen Ende die Auflösung lautete das Mutter nicht verstand warum niemand den Blutfleck an seinem Knie gesehen hat.

Ach, das war Blut? Ich dachte Soße vom Essen oder Farbe. War nicht als Blut erkennbar, weil ich nichts davon gesehen oder gehört habe das er sich gestoßen hat oder gefallen ist und bei einer dunklen Jeans… Und außerdem haben sich Sissi und S um L. gekümmert.

Montags hat normalerweise mein Handballer Training, aber diesmal nicht, denn er hat sich den Daumen geprellt. Dafür musste der Fußballer zum Training, weil dieses von Dienstag auf Montag verlegt wurde. Gut das der Daumen geprellt ist, denn die neue Trainingshalle ist zu weit und er kennt den Weg nicht. Wie soll ich mich denn teilen? Also zum Fußball.

Sagt der Trainer, er möchte keine Eltern dabei haben, damit die Kids sich besser konzentrieren können. Echt jetzt? Es ist November. Jeden Montag ca. 100 Minuten durch die Kälte watscheln?

Nach dem Training bekomme ich einen Anruf und irgendwie hatte ich schon ein blödes Gefühl. Mit der Trine hatte ich wenige Stunden vorher telefoniert und plötzlich ruft sie mich an und behauptet ich hätte ganz andere Dinge gesagt. Liegt es am Montag, oder woran? Das Gespräch wurde unschön und ja, mir ist der Kragen geplatzt.

Heute früh kam der Bus, aber ich war nicht gut drauf. Das lag zum einen daran das der Fahrer allen Ernstes behauptete er wäre gestern früh pünktlich da gewesen. Ja, ich brauche einen Lesebrille, aber einen Bus übersehen? Dann erzählt er mir noch eine Story, die kannte ich schon vom Freitag. Da war sie irre lustig, aber wenn man sie zum zweiten Mal hört ist es irgendwie nicht mehr so zum Lachen.

Mit Madam Française lief es gut, aber danach war mein Schützling M. von der Rolle. Ob es an ihr lag, am Montag , am Wetter oder etwas anderem weiß ich nicht.

Die Zeit mit Sissi war ganz angenehm und insgesamt lief alles ganz gut ansonsten. Graue Wolken hängen über dem morgigen Tag und schwarze über dem Donnerstag. Ab Morgen ist die Erzherzogin wieder da und keiner macht Luftsprünge.

Ich freue mich auf den Freitag und hoffe morgen ist Kollege Muskelmann wieder da, damit es nicht ganz so schlimm wird und überhaupt, wenn „Dummedussel“ und Kollege Cool nicht wären, könnte man wirklich einfach nur krank sein. Nur möchte ich unseren Praktikantinnen nicht Unrecht tun. Ohne H und S würde auch nichts wirklich funktionieren und selbst Dramaqueen R. ist leichter zu ertragen als die Erzherzogin.

Beitragsbild: Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

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Update Job

Nun ist doch schon wieder ganz schön viel Zeit vergangen.

Wie bereits erwähnt war ich im August eine Woche im „Urlaub“. Nicht wirklich Erholung oder für mich, sondern eher beruflich als Begleitung einer Rollifahrerin. Die Gegend war schön, aber auch sehr hügelig und Rolli rauf und runter kann ganz schön schlauchen. Mal ganz davon abgesehen dass mir so ziemlich jede Privatsphäre ebenso fehlte wie Erholung.

Zwar hatten wir vor Ort jemanden engagiert, um mich zu entlasten, aber im Grunde war ich doch immer dabei, auch wenn ich hinterher gelaufen bin. Nicht weil ich das so wollte, sonder meine „Entlastung“ und die Rollifahrerin ebenfalls.

Die letzten drei Tage war ich dann extrem dankbar dass ich meinen Laptop dabei hatte. Während die Rollifahrerin vor dem Läppi saß und schaurig schief bei ihren Lieblingsschlagern mitsang, saß ich nach dem Frühstück auf der Terrasse, habe die warme Morgenluft genossen und bin mit nackten Füßen durchs nasse Gras. Danach waren wir dann unterwegs und nachmittags zum Essen. Danach wieder zurück.

Die Unterkunft war super, die Gegend ruhig und beschaulich, die Besitzerin der Pension wunderbar und überhaupt waren die Menschen herzlich, hilfsbereit und einfach toll.

Trotzdem war ich froh wieder daheim zu sein. Und ich möchte gern wieder dorthin. Aber lieber mit meinen Kindern und eigenem Auto. Die SML hat ja nun ein kleines, aber wir passen schon alle rein und der Kofferraum reicht für unser Gepäck.

Und nach den Sommerferien dann der neue Job.

Ich war gespannt und nervös, aber es macht Spaß. Tolles Team- prinzipiell. Perfekt ist nichts und die 18-jährige Praktikantin, die wie eine 14-jährige pubertär rum zickt ist kein Highlight, aber besser als mein Ex-Chef allemal. Und wenn ich es genau betrachte fühl ich mich wirklich wohl. Trotzdem bin ich froh wenn Wochenende ist und noch besser sind Ferien. Am allerbesten ist daran, dass ich dann tatsächlich frei habe und auch nachts in meinem Bett schlafen darf.

Ich gehe seither abends früh ins Bett, muss aber auch gegen 5:30 Uhr wieder aufstehen. In Ruhe duschen,anziehen, Kinder wecken. Ich brauche den Schlaf. Das merke ich deutlich. Vielleicht muss ich aus der Vergangenheit einiges nachholen, vielleicht werde ich aber einfach auch alt, oder beides.