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Das Leben VII

Ich war lange nicht da. Die Eingewöhnung in den Schichtdienst hat mich geschlaucht. Dazu zahlreiche Regeln und „Üblichkeiten“ von denen nicht jede wirklich wichtig scheint und zu guter Letzt die wichtigste Regel: Wenn eine Gruppe von Menschen zusammen ist, ist mindestens ein Querschläger dabei.

Ja, wir haben eine Kollegin die nicht mit dem Team arbeitet sondern strikt dagegen und wegen Personalmangel darf sie, denn die Chefetage ist über jede besetzte Stelle froh. Die Rechnung geht nicht wirklich auf, denn seit ich da bin sind schon zwei Leute gegangen und vorher wohl auch schon und tatsächlich war ich letzte Woche auch kurz davor zur Chefin zu gehen und meinen Abschied ein zu reichen. Solche Leute sprengen einfach jedes gute Team und sorgen dafür das die Leute keinen Nerv auf Arbeit haben. Dummerweise muss ich Mittwoch mit ihr zusammen Dienst machen und bereits heute nervt es mich.

Was die Scheidung betrifft, ist es ein ständiges Auf und Ab bei meinem Mann. Eine Weile hat er sich wohl eingebildet, dass ich nicht wirklich die Scheidung eingereicht habe, bis dann ein Brief von Familiengericht kam. Er meinte daraufhin mit mir wegen der Kinder einen Krieg anzetteln zu müssen. Hab ihn erst einmal auflaufen lassen. Vorher hatten wir das besprochen, alles kein Problem. Er versteht alles, ist einverstanden und plötzlich 180° Wendung.

Nachdem er sich wieder beruhigt hatte kam dann die Bitte ich möge die Scheidung doch stoppen. Es würde alles anders werden. Es ist vorbei, er hat verstanden… Schöne Worte die ich so gern glauben wollte doch als ich um Beweise bat war Ruhe. Ich weiß nicht was genau ich mir vorstelle aber irgendwas muss kommen. Aber es kam gar nichts. Alles lief weiter wie bisher.

Ein Fragebogen vom Gericht: Versorgungsausgleich. Mein Mann mal wieder etwas in sich zusammengesunken. Er hat verstanden ich stoppe nichts. Es läuft weiter. Nachdem der Fragebogen ausgefüllt vom Schreibtisch verschwand und er sich ausrechnen konnte das ich ihn zur Post gebracht habe war er die Demut in Person. Kein Stress weil ich Sonntag die Kinder mit in den Zoo genommen habe statt das sie zum Arabisch- Unterricht gehen, und als ich fragte ob er kocht kam als Antwort tatsächlich: „Wenn du sagst ich soll kochen, mach ich das“. Nein, ich habe es nicht gesagt, ich hatte gefragt ob er es tut und er hat es getan. Lecker gekocht. Das erste Mal seit… ewig langer Zeit.

Haushalt schmeißen ist eigentlich kein Problem für ihn, aber ich stelle fest das ich am Wochenende jede Menge Arbeit habe weil er nichts macht. Die Spüle bietet keinen Platz für weiteres schmutziges Geschirr. Der Esstisch hat keinen Platz zum Essen, der Boden ist voller… was auch immer und wenn er eine Maschine Wäsche wäscht, dann hängt er sie nicht auf sondern stellt den Korb nur einfach neben den Ständer.

Er bemüht sich nicht wirklich um Zusammenhalt und Zusammenarbeit. Es sind immer nur Kleinigkeiten, die am Ende nicht wirklich nutzen um die Ehe zu retten, denn die andere Seite seiner Persönlichkeit verschwindet nicht.

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Und nun zur Werbung

Da stellt doch ausgerechnet EDEKA, also so ein typisch kapitalistischer Konzern, ein Video ins Netz, in dem eine Aussage für Vielfalt gemacht wird. Dieses hier:

Eigentlich meinte der freundliche Lebensmittelhändler wohl die Vielfalt der Produkte. Andererseits ist hier natürlich eindeutig eine klitzekleine Anspielung auf Vielfalt in anderem Sinne zu erkennen. Wenn deutsche Politwürstchen nur deutsche Würstchen kaufen möchten, wären Supermärkte offensichtlich viel kleiner. Und das mit dem Übergewicht wäre keinesfalls mehr ein Problem der Volksgesundheit.
Ohne menschliche Vielfalt auch keine im Supermarkt. Wobei sich die enttäuschten Biodeutschen – das gibt diesem Ausdruck in dem Zusammenhang eine völlig neue Bedeutung – in meiner Wohngegend zumindest mit einem gut gefüllten Weinregal über ihren patriotisch knurrenden Magen hinwegsaufen könnten.
Vorausgesetzt, sie finden sich vorher bereit, in den Weinbergen die jetzt bald beginnende Arbeit der Lese zu übernehmen, denn ich bin mir sicher, daß so mancher Winzer hierfür gut gelernte Fachkräfte von anderswo bevorzugt. Der Preiskampf im Supermarkt, siewissenschon.

Natürlich ist das alles linksgrünversiffte Propaganda, wie gewisse Leute jetzt sagen würden. Lügen-Supermarkt!!einself!!
Das hat bestimmt die Merkel eingefädelt, die lenkt ja bekanntlich die gesamte Presse. Muß man wissen.
Von Kassandras Seite aus mal ein Lob für den Supermarkt, in dem ich nie einkaufe. Weil es in meiner Nähe gar keinen solchen gibt. In Fahrradnähe, wohlgemerkt. Wobei sich das Lob nicht zwingend auf den Markt bezieht. Wie auch, ich kaufe da ja nie ein. Hatte ich schon erwähnt, daß Kassandra arm ist und das Blog trotzdem völlig kostenfrei und ohne Sponsorenwerbung?

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Das Leben V

Wie sagt man so schön: Die Würfel sind gefallen.

Ich habe es mir nicht leicht gemacht. Habe lange mit mir selbst gekämpft, mich immer wieder gefragt ob es wohl noch Hoffnung oder eine „gute“ Lösung gibt.

Während mein Mann nun in Marokko war hat er sich nicht oft gemeldet aber die Male die er sich gemeldet hat waren Momente die überflüssig waren.

Es begann damit das er mir nach einer mehr als freundlichen Einleitung gestand das unsere Söhne Verbrennungen 2. Grades haben nachdem sie ohne Sonnencreme  sieben Stunden bei ca 40°C am Strand gelegen hatten.

Das er sie mit Nivea statt Sonnencreme eingecremt hatte lag an seinem „Kostenbewusstsein“ Ein Koffer hätte rund 40€ gekostet also nehmen die Jungs nur Handgepäck mit. Sie haben Kleidung bei den Großeltern und ich packe nur das notwendige dazu. Doch Handgepäck hat Beschränkungen. 100ml Flüssigkeit pro Koffer. Letztes Jahr habe ich entschieden auf die Zahnpaste zu verzichten was meinem Mann gar nicht gefallen hat. Diesmal habe ich also Zahnpaste dazu gelegt aber dafür gab es keine Sonnencreme. Und Sonnencreme ist teuer in Marokko.

Die Arztrechnungen und Medikamente waren um ein vielfaches höher und was er den Kindern angetan hat ist mit Geld kaum auf zu wiegen.  Es war auch dieses rücksichtslose Verhalten das in meine Überlegungen mit einfloss.

Dennoch habe ich es mir nicht leicht gemacht. Habe gebetet und um Hilfe gebeten und sie bekommen. So manche Träne hat mir zu schaffen gemacht aber Anfang der Woche als mein Mann sorglos und gut gelaunt direkt am Montag morgen zur Fortbildung fuhr und etwas später mehrfach Anrufe von mit wegdrückte „fielen die Würfel“. Ich habe die Scheidung eingereicht. Der Antrag befindet sich schon im Gericht.

Er weiß es noch nicht, denn er kommt erst heute Abend wieder. Morgen muss er arbeiten, womöglich finden wir keine Zeit für ein Gespräch aber spätestens Dienstag werde ich ihm eröffnen was ihn erwartet.

Ich habe mich für eine möglichst schnelle und stressfreie Scheidung entschieden. Die gibt es nur wenn er einverstanden ist und ohne Probleme zu machen unterschreibt. Er braucht dann keinen eigenen Anwalt und es wird insgesamt billiger aber natürlich wird dass alles nicht einfach positiv für ihn laufen. Er wird in kurzer Zeit eine Wohnung benötigen und die bekommt er nicht.

Während ich die Woche über immer wieder Momente hatte in denen ich immer wieder nur gelitten habe bin ich inzwischen recht ruhig geworden. Seit gestern atme ich wieder ruhig durch und fühle eine Art Freiheit obwohl noch nichts wirklich erledigt ist.  Den letzten Ausschlag gab ein Anruf meines Mannes gestern spät Abend. Obwohl er weiß das ich früh schlafen gehe rief er spät an und wie üblich ließ er erst das Handy durch klingeln, dann das Festnetz. Ich wurde wach und konnte danach lange nicht mehr einschlafen. Es wird Zeit etwas zu ändern…

 

 

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Das Leben IV

Ich habe meine Männer zum Zug gebracht und wusste, ab da hatte ich viel Zeit. Zeit zum nachdenken. Zeit zum „wurschteln“. Begonnen habe ich meine Zeit unklug. Frustfraß. Der Abschied zwischen meinem Mann und mir war… distanziert und es ging nicht von mir aus. Er hatte diese Barriere gebaut und sich von mir entfernt. Grund genug einen großen Becher Eis zu essen und dann den Tag mit Dingen zu verplempern wie Schulranzen des Handballers ausmisten, alten Papierkram entsorgen, Möbel rücken,… alles Dinge die nur oberflächlich etwas sinnvolles bieten, aber wunderbar geeignet sind das Denken aus zu schalten. Zeitweise.  Denn da waren auch andere Momente. Momente in denen mir einfach nur die Tränen liefen und mir zeigten dass ich mich endlich mit der Realität aus einander setzen muss. Dabei macht mein Mann es mir einfacher durch die neue Distanzierung. Als ich schließlich bereit war zu akzeptieren und ich einfach nur alles mit Tränen wegschwemmen wollte, ging es nicht. Keine einzige Träne.

Eine Freundin schrieb mich an, fragte wie es mir geht. Ich hätte mich bei ihr melden müssen. Sie wurde operiert, ihr Mann ist viel beschäftigt und sie muss mit frischer OP die Kinder managen. Ich weine um mich und übersehe dass es mir gut geht im Gegensatz zu anderen.

Bekannte meldeten sich, fragten wie es mir geht. Meine Antwort ist immer dieselbe: „Gut, Danke. Wie geht es euch?“ Sie glauben mir nicht und haben mir das zu verstehen gegeben. Alle fragten was los ist und mir wurde bewusst das Menschen die weit weg sind bemerken das es mir nicht gut geht wegen einfachen 0815 Sätzen, während mein Mann mit mir lebt und blind ist. Jeder sagt mir ich soll an mich denken und ich soll mein Leben nicht verschwenden. Alles andere wird sich finden.

Ich habe kurz entschlossen zwei Bewerbungen verschickt, aber bei beiden bin ich auf Hilfe mit den Kindern angewiesen. Schichtdienst hat seien Nachteile, vor allem wenn man allein erziehend ist.

Immer wieder denke ich an den Tag wenn er zurück kommt und frage mich wie er wohl sein wird. Wie ich reagieren werde, was ich sagen und tun werde. Ich weiß es nicht und alle Szenarien sind nur Theorie. Ich muss den Moment abwarten.

Gestern Abend habe ich dann einen Entschluss gefasst und muss gestehen, dass ich noch etwas wacklig auf den Beinen bin, aber ich habe noch ein paar Tage Zeit kräftiger zu werden. Ich werde den tag wenn mein Mann zurück kommt nutzen noch einmal das Gespräch mit ihm zu suchen. Werde versuchen ihm bewusst zu machen wie übel es derzeit aussieht und wie dicht unsere Ehe am Abgrund steht. Wie sehr ich unter allem leide dürfte er nicht bemerken aber vielleicht erreiche ich ihn wenn ich ihm wenigstens darauf aufmerksam mache.

Ich werde ihn wählen lassen. Ein letztes Mal ihm die Chance geben eine Entscheidung über unsere Zukunft zu treffen. Und er bekommt zwei Tage Zeit. Maximum. Dann werde ich sehen und entscheiden. Und mir ist bewusst das ich von ihm keine Ehrlichkeit zu erwarten habe. Das er wie üblich versucht zu lügen und zu manipulieren. Da er sich nicht einmal vorstellen kann dass jemand seine Lügen durchschaut ist es das was ich ihm zunächst klar machen muss.

Dennoch: der August soll für mich der Monat sein, der mein Leben verändert. Auf die eine oder andere Art.

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Wochenrückblick

Für die ganze Woche ist Regen und kühleres Wetter vorhergesagt und wenn ich sonst mit Wettervorhersagen immer vorsichtig bin, so scheint es diesmal zu stimmen und das Wetter passt auch recht gut zu meiner persönlichen Stimmung. Freundlicherweise hat es den Montag nicht durchgeregnet, denn Fußballtraining im Regen ist absolut nicht so toll.  Außerdem hab ich heute K. dabei, des Fußballers bester Freund und einen Termin beim Augenarzt für den Fußballer haben wir auch.

Regen, Regen, und kühles Wetter begleiten uns auch am Dienstag. Das Handballtraining fällt aus. Etagenbett der Jungs abgebaut. Wir verschenken es an einen Freund meines Mannes. Die Jungs haben andere Betten und schlafen dort sehr gut.

Regen ohne Pause, habe Fußballtraining abgesagt. Das Etagenbett versperrt zerlegt die Küche. Die Umgestaltung des Zimmers hat mich Stunden gekostet. Jetzt ist mehr Platz, aber auch noch einiges neu zu sortieren.

Und plötzlich ein paar Sonnenstrahlen. Nicht lange, nicht viel, aber man muss es erwähnen.  Mit dem Fahrrad zum Kindergarten und im Nieselregen zurück. Handballtraining. Habe den Fußballer dort angemeldet. Er ist glücklich und hat begeistert mitgemacht. Ein Tag noch!

Grau, grau, grau sind alle meine Kleider… Nein, aber der Blick aus dem Fenster eignet sich wunderbar für Depressionen. Auch wenn die Wolkendecke an einigen stellen Risse hat, ist es doch grau und nass.Der Abschied vom Kiga war hart. Sechs Jahre habe ich meine Jungs dort hin gebracht und plötzlich ist es endgültig vorbei. Ich wische mir so einige Tränen weg bei der Verabschiedung. Der Fußballer drückt alle nochmal, aber er freut sich und will weg. Ich würde am liebsten bleiben. Heute kein Handballtraining, aber Koffer packen. Morgen geht´s zu den Großeltern. Treffen mit der Tänzerin und der SML. Mit dem Fußballer zum Optiker. Er bekommt eine Brille. Er wollte eine goldene, aber nun ist sie Bronze.

Aufstehen um 3 Uhr morgens. Frühstück ist schwer um die Uhrzeit und mit der Aufregung, aber eine Schüssel Corn Flakes passt irgendwie rein. Ab zum Bahnhof. Ich bin froh dass ich mitfahre. Abschied zu Hause wäre nicht gut gewesen.  Am Zug regen sich zwei Weiber darüber auf dass mein Mann mit den Kindern ins Kinderabteil geht. Da wollten sie allein sein und schlafen. Sie finden es „widerlich“ meinen sie. Der Zug fährt pünktlich. Schick ein paar Fotos an die SML. Die ist schon auf dem Weg zur Arbeit. Besuche sie dort später, lerne ihre Mitarbeiter kennen. Es gibt so liebe Menschen! Ich mag ihr Team. Einfach toll und so lieb. Es tut gut nach den dummen Trinen vom Zug mal wieder das Gegenteil zu treffen. Mein Mann hält mich mit Anrufen und Fotos auf dem Laufenden. Nachmittags siegt die Müdigkeit: Ich geh noch Mal ins Bett und schlafe etwas. Abends um 22 Uhr schleiche ich wieder dorthin.

Sonntag, 4 Uhr ist die Nacht vorbei. Klar, warum auch nicht. Hab genug geschlafen. Wohnung ganz für mich allein. Wann hatte ich das zuletzt? Hab jede Menge Wäsche gewaschen, inklusive Bademäntel und ähnliches. Dann schon mal die Schulranzen vorbereitet, Schreibkram sortiert. Damit ich weiß, was ich noch besorgen muss. Abends kam die Tänzerin um den Kleiderschrank ab zu montieren. Gewitter

 

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Wochenrückblick

Der Montag beginnt mit Regen, aber dennoch bis zu 28°C. Dank vieler Wolken fühlt es sich nicht unbedingt wie 28°C an. Mein Mann war wegen seiner Hand beim Arzt und ist nun diese Woche krank geschrieben. Der Handballer kam heute um den Ausdauer-Test drum herum, der eigentlich geplant war. Der Fußballer war beim Training und danach wartete mein Mann schon auf ihn. Habe  einen Getränkespender 20170711_121953.jpggekauft und siehe da: die Jungs haben plötzlich öfter Durst. Das Ding ist jetzt mit kaltem Früchtetee gefüllt.

Dienstag: Kühler, wolkiger. Die Nacht war auch schon wesentlich kühler und dadurch angenehmer. Mein Mann traf sich mit dem Handballer und beide holten den Fußballer ab und dann gab es ein Eis und Spielplatz. Bin später mit Getränken ebenfalls dorthin.

Die Nacht war angenehm, abends hat es noch angefangen zu regnen.

Donnerstag-Vorstellungsgespräch: Besser als erwartet und ich habe ein positives Gespräch erwartet. Verdienst besser als gedacht, super liebe Vorgesetzte und ich bin so gut wie eingestellt. Nächste Woche Hospitation, dann Arbeitsvertrag unterschreiben und dann Einarbeitung. WOW! Wetter optimal. Mein Mann hat den Fußballer abgeholt, die SML war hier und erzählte das neueste von ihrer Arbeit, die Tänzerin ist ausgezogen und abends waren der Fußballer, der Handballer und ich zum Handballtraining. Leider ist die Trainingssituation für nach den Ferien noch nicht wirklich geklärt. Hallen sind heiß begehrt und irgendwie ist immer irgendwo etwas.

Die Nacht habe ich die Decke vorholen müssen. Es war recht kühl. Der Tag begann auch kühl und den Rest der Woche soll es so bleiben. Allerdings soll sich das nächste Woche wieder Richtung „Heiß“ ändern. Mal sehen. Für den Arbeitsvertrag Dokumente besorgen: polizeiliches Führungszeugnis, Sozialversicherungsausweis usw. Regen, Regen,Regen. Nachmittags waren wir bei der SML. Der Handballer musste zum Training. Der Fußballer ist verschnupft, ich auch etwas.

Samstag kühl aber trocken. Fußball-Turnier.  Medaille und erster Platz! Einkaufen mit Mann und Kindern-ungewohnt. Noch zwei Maschinen Wäsche gewaschen.

Der Fußballer hat die ganze Nacht gehustet. War wohl doch zu kühl gestern in Trikot und kurzer Hose und dann mit Schnupfen. Mein Mann war bis Abends mit den Jungs unterwegs. So hatte ich Zeit zum um- und aufräumen.

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Freitags-Füller #430

Wieder Freitag. Wieder eine Woche rum. Hatten wir das nicht gerade erst?

Barbara´s Freitags-Füller für diese Woche:

  1. Thema Nr. 1  ist momentan mein neuer Job .

2.Ich finde Plastik nicht unbedenklich.

  1. Gestern hätte ich fast ungestört schlafen können, aber plötzlich lag der Fußballer quer über meinen Beinen.

  2. Hitze ist vorhergesagt für nächste Woche.

  3. Es würde helfen, wenn die Temperaturen nicht immer so extrem hoch und runter gingen .

  4.  Ich habe schon lange einen Account  bei Amazon.

  5. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf auf mein Bett , morgen habe ich geplant, mal wieder zu einem Turnier zu gehen und Sonntag möchte ich planen was ich zum Sommerfest backe oder sonst irgendwie beisteuere !

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Ich packe meinen Koffer

Auf Moms Favorites and more läuft bereits seit Juni und bis September eine Urlaubs-Blogparade.

Bei uns steht der Urlaub vor der Tür und wir denken bereits über den nächsten nach. Ein bisschen früh? Vielleicht. Aber es muss viel bedacht werden.

  • Was muss unbedingt mit in den Koffer?

Badesachen, Unterwäsche, T-Shirts, kurze Hosen, Badeschuhe für die Jungs. Mein Mann nimmt nur Unterwäsche mit und ich brauche zusätzlich meine Blusen, Hosen, Kopftücher.

  • Ein Urlaubsbegleiter, den ihr anderen Eltern, absolut empfehlen könnt: Die beste Sonnencreme, das lustige Spiel gegen Langeweile bei Regenwetter, eure Lieblingslektüre für entspannte Momente im Strandkorb, o.ä.

Wenn wir mit dem Zug zum Flughafen müssen sind Kinderfilme auf dem Tablet eine gute Sache. Ansonsten ist ein Uno-Kartenspiel immer ein großer Spaß.

  • Wie packt ihr? Unkontrolliert am Abend zu vor, so nach dem Motto, was wir nicht haben, kaufen wir vor Ort, oder ganz strukturiert mit Packlisten.

Da nicht viel gebraucht wird können wir alles ungefähr zwei bis drei tage vorher einpacken, noch mal überprüfen- Fertig!

  • Hat sich eure Art zu reisen verändert seit ihr Kinder habt?

Ja, auf jeden Fall. Früher waren weder mein Mann noch ich großartig unterwegs. Aber durch die Kinder hat sich das geändert.

  • Wohin geht es in diesem Jahr?

flag-2303795_640Nach Marokko

  • Fahrt ihr jedes Jahr woanders hin oder habt ihr einen Ort an dem immer wieder gerne seid? Warum fahrt ihr dort gerne hin und was wird dort für Kinder geboten?

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Färberviertel, Fez

Jedes Jahr steht Marokko auf dem Plan, denn dort leben die Großeltern, Onkel und Tanten der Kinder und daher ist jedes Jahr Urlaubszeit gleichzeitig Besuchszeit. Einen mindestens zweiwöchigen Aufenthalt am Meer gibt es dazu. Ansonsten kann niemandem wirklich langweilig werden. Die Jungs kicken unten vorm Haus mit Nachbarskindern und für alle anderen gibt es eben das Erwachsenenprogramm: Spaziergänge, Besuche, Foto-Touren, Shopping…

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Fez

Die Mädchen sind inzwischen alt genug auch eigenen Touren zu machen. Die SML fährt daher immer wieder Mal nach Italien weil eine langjährige Freundin dort lebt und arbeitet und die Tänzerin macht gerne mal so eine Städtetour für bis zu drei Tagen.

Last but not least gibt es auch noch unsere traditionelle Regensburg-Tour jedes Jahr. Das ist zwar nur ein Tagesausflug aber für uns immer wichtig gewesen.

  • Ihr wart schon im Urlaub? Erzählt mir davon! Was war schön, was optimierungsbedürftig.

Dieses Jahr noch nichtOLYMPUS DIGITAL CAMERA

  • Habt ihr ein Lieblingssouvenir aus eurem letzten Urlaub?

Vom Regensburg-Ausflug gibt es jedes Jahr ein Foto und generell machen wir halt immer gern Fotos. Aber sonst sind wir nicht so die Souvenirjäger.

 

 

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Irak – Soeben werden die nächsten zehn, fünfzehn Jahre Krieg organisiert

echsenwut

Den eindimensionalen und leicht retardierten Mitbürgern, denen selbst die tägliche Lektüre der „BILD“ eine intellektuelle Quall ist, denken momentan, durch die Einnahme von Mossul und die Eliminierung der letzten Kampfeinheiten des Daesh („Islamischer Staat“) sei dieser erledigt und Geschichte.

Es braucht nun wirklich nur noch ganz wenig Geist, um zu bemerken:

Die irakische Armee ist eine shiitische. Durch Lenkung Irans war es den Shiiten in den zurückliegenden Jahren möglich, durch Großangriffe und etliche Massaker an Zivilisten die Zahl der Sunniten im Irak deutlichst zu minimieren. Der von den USA so herzlich begrüßte Metzger und Shiit al-Maliki, der, kaum als Präsident eingesetzt, tausende von Sunniten „großtechnisch“ hat vernichten lassen, hinterließ nach seinem Fortgang keineswegs eine stabilisierte Politik. Geschweige denn ein Ende der Feindseligkeiten.
Daesh war die einzige Organisation, die sich dieser großflächigen Vernichtung militärisch mit eindrucksvollen Erfolgen entgegengesetzt hat und für unzählige Dörfer und Städte war der „Islamische Staat“ bis vor…

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Leben III

Momentan scheint jedesmal, wenn ich denke es kommt was Gutes, mir jemand eine Ohrfeige verpassen zu wollen. Vielleicht brauch ich die, denn offensichtlich habe ich meinen Fokus falsch gewählt. Während ich mich darauf konzentriere trotz Soziopathie mit meinem Mann klar zu kommen, habe ich alle Anzeichen das ein weiterer „Feind“ neben mir existiert übersehen.

Am Donnerstag haben wir es tatsächlich mal geschafft ein halbwegs vernünftiges Gespräch zu führen. Das war ein absoluter Fortschritt. Wir haben über viele Dinge geredet und: Endlich hat er mal eine Lüge eingestanden. Natürlich kann ich nicht darauf hoffen dass dies etwas mit Vernunft zu tun hatte oder Reue. Vermutlich hat er einfach nur sehr genau erkannt das es besser ist mir gegenüber. Besser für ihn wenn er den Ehrlichen spielt. Für mich war das in dem Moment egal denn allein dass er bereit war zu einem Gespräch mit mir und das wir wenigstens das erreicht haben hat mir gut getan.

Doch ich habe die Tänzerin übersehen. Sie die immer an meiner Seite war, die ich immer- mit Einschränkungen- als Hilfe betrachtet habe. Ja sie hat so oft die Jungs übernommen. Vor allem den Fußballer damit ich Termine mit dem Handballer ohne Stress und Probleme wahrnehmen kann. Das ich dabei nicht irgendwelche pädagogisch wertvollen Beschäftigungen erwarten konnte wusste ich. Aber die Aufsicht hat mir gereicht. Natürlich war es immer so dass sie als große Schwester einen engen Bezug zu ihren Brüdern hatte, dass mein Mann auf Grund seiner „speziellen Probleme“ viele eigentlich selbstverständlichen Dinge nicht konnte und zeitlich oftmals nicht geschafft hätte. Natürlich hat sie auch immer unter der Situation gelitten, hatte auch immer unter dem Verhalten meines Mannes gelitten- wie ihre Schwester,-die SML. Doch die hat am Ende für sich selbst das Beste raus geholt.

Vor kurzem meinte die SML zu mir, sie wäre dankbar das er so ist denn sonst hätte sie viele Dinge womöglich nicht auf die Reihe bekommen. Und auch wenn sie oft wütend und enttäuscht war so hat sie inzwischen eine andere Sicht auf alles und weiß dass vieles was er eigentlich auf Grund seiner Störung tut, ihr trotzdem viel Nutzen gebracht hat, auch wenn dass nicht sein Ziel war. Während mir die SML vor ein paar Jahren noch jede Menge Sorgen, schlaflose Nächte und graue Haare bereitet hat, ist sie heute der ruhende Pol mit wenig Zeit aber dennoch der Fels in der Brandung, der für mich da ist damit ich mich mal abstützen kann wenn mir die Kraft ausgeht.

Ich habe wohl automatisch gedacht auch die Tänzerin müsste ähnliche Ansichten vertreten. Ich habe mich getäuscht. Zwar hat sie viele Dinge ermöglicht, aber ruhender Pol und Fels in der Brandung war sie nie wirklich denn sie hat auch ihre Eigenheiten- auf die ich mich nie weiter konzentriert habe, weil meine Perspektive eine andere war.

Und nun? Nun hat sie an einem Tag schlimmer gewütet als ihre Schwester in Jahren. Hat mir in einer Stunde vermutlich 10000 weitere graue Haare beschert und mich so fertig gemacht das ich den Rest des Donnerstags und einen Großteil des Freitags das Gefühl hatte, dass mir der Boden unter den Füßen komplett entrissen wurde. Zwischen all den Tränen die ich vergossen habe,hatte ich einfach nur das Bedürfnis die Jungs dem Jugendamt zu übergeben, bei der nächsten Psychiatrie vorbei zu gehen und um ein Bett und eine große Menge Antidepressiva zu bitten.

Dank meines Felsens, der sofort kam, und mir wieder Kraft gab, mich wieder vorwärts schauen ließ und seither versucht täglich da zu sein, wenn auch immer nur für ein paar Stunden geht es mir sehr viel besser. Aber auch deshalb weil mein Mann trotz allem dabei hilft. Auch wenn ihm dass nicht wirklich klar ist.

Was passiert ist: die Tänzerin hat ihn zum wiederholten Mal provoziert. Sie liebt Provokationen und genießt es wenn sie damit Erfolg hat. Das hat sie wohl von ihm übernommen. Und so hat sie wieder Mal versucht ihn zu reizen bis auf´s Blut. Meistens geht er dem aus den Weg, verlangt das sie ihn in Ruhe lässt, verlässt das Zimmer oder sogar die Wohnung. Doch diesmal ist sie ihm gefolgt. Ich habe schon lange keinen Nerv mehr auf diese Streitereien. Sie sind beide erwachsen und leider ist es fast unmöglich sich dazwischen zu stellen. Man wird einfach niedergetrampelt wenn die beiden in Fahrt sind.

Ich versuche es im Blick zu behalten, versuche hin und wieder beschwichtigend einzugreifen. Doch diesmal waren da etwa 15 Sekunden die ich verpasst habe weil ich mich statt dessen in der Küche mit dem Putzlappen beschäftigt habe. 15 Sekunden die eine üble Auswirkung auf die gesamte Familie haben und alle leiden lassen. 15 Sekunden die ich hätte verhindern können wenn ich dabei geblieben wäre.

In jenen 15 Sekunden hat sie ihn geohrfeigt, hat mit Gewalt die Schlafzimmertür aufgedrückt die ihn fast im Gesicht getroffen hätte, wenn er sie nicht mit der Hand abgewehrt hätte, was bei ihm zu einer schmerzhaften Prellung führte. Was klar ist: er hat sie weg gestoßen. Als ich in den Flur kam saß sie am Boden. Ob der Stoß so stark war oder sie sich hat fallen lassen? Er bestreitet mehr als dass getan zu haben und 15 Sekunden reichen auch nicht für viel mehr.

Dennoch: sie rief ihre Schwester hat, verließ die Wohnung und teilte mit sie ginge zur Polizei. Genau dass hat sie getan. Wäre sie bei der Wahrheit dessen geblieben was tatsächlich passiert ist, wäre wohl alles in Ordnung, aber dass konnte oder wollte sie nicht. Von der SML erfuhr ich schließlich das mein Mann sie angeblich zusammen geschlagen hat. Sie präsentierte eine kleine Wunde an der Hüfte die angeblich von ihm ist.

Das Ergebnis schließlich war das drei Beamte in kompletter Montur in unsere Wohnung kamen und meinem Mann mitteilten dass ein Kontaktverbot erlassen wurde dass ihn für 16 Tage zwingt die Wohnung zu verlassen. Er musste dies unterschreiben, ich sollte einen Koffer packen.

Die Beamten, dass muss ich sagen blieben ruhig und während zwei mit meinem Mann sprachen und er eine Aussage über den tatsächlichen Sachverhalt machte, isolierte mich der Dritte und befragte mich. Da ich nichts anderes sagen konnte und wollte als dass was wirklich war und wie die Tänzerin provoziert hat, dürften wir so ziemlich dieselbe Aussage gemacht haben.

Dennoch musste er gehen und darf nicht wieder herkommen. Es sei denn sie zieht die Anzeige zurück. Doch das wird nichts nutzen, denn er hat klar gesagt dass er so etwas von ihr erwartet hat und sie wird es wieder tun. Daher wird er nicht wieder kommen.

Die SML war entsetzt als ihr klar wurde wie sie ihrer Schwester auf Grund einer Lüge zu Hilfe geeilt ist. Ich war dankbar das sie da war, denn sie hat ihre kleinen Brüder beschäftigt. Dennoch haben sie alles mitbekommen. Sie durften hören und erleben wie die Polizei ihren Vater aus der Wohnung geleitet hat, das er nicht wiederkommen darf.

Während mein Mann nun also seine wenigen Kontakte nutzt um für die nächste Zeit ein Dach über dem Kopf zu haben hat die SML ebenfalls ein paar Kontakte genutzt die hoffentlich eine Wohnung für die Tänzerin hervor bringen. Auch bei ihr stelle ich mangelnde Reue fest und derzeit mag ich nicht mit ihr reden oder etwas zu tun haben. Sie sieht sich selber als jemanden der Gutes getan hat. Das sie mit dieser Ansicht alleine da steht versteht sie nicht. So wie sie nicht versteht dass niemand für ihre Lügen dankbar ist.

Den gestrigen Abend hat mein Mann, immer noch mit Schmerzen in Arm und Hand mit den Jungs und mir verbracht. Wir waren erst spät daheim- natürlich ohne ihn. Er darf nicht herkommen, aber bis zur Straßenecke hat er uns begleitet. Und so werden wir die nächste Zeit verbringen und schauen was passiert. Und bald beginnen die Sommerferien und die Jungs dürfen zu den Großeltern. Es wird ihnen gut tun.