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1000 Fragen an mich selbst #7

241: Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?

Anscheinend auf Menschen mit Problemen zu treffen um mich darum zu kümmern.
242: Bist du nach etwas süchtig?

Cappuccino
243: Wessen Tod hat dich am meisten berührt?

Hmmm, ich weiß nicht.
244: Wie würde der Titel deiner Autobiografie lauten?

Gute Frage. Braucht die Welt eine Autobiografie von mir? Ich glaube das wäre auch ein guter Titel.
245: In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein möchtest?

Vielleicht 70%
246: Wann muss man eine Beziehung beenden?

Wenn sie nur noch Schaden bringt
247: Wie wichtig ist dir deine Arbeit?

Sehr wichtig, aber dennoch könnte ich ohne leben.
248:Was würdest du gern gut beherrschen?

Viele Sprachen
249: Glaubst du, dass Geld glücklich macht?

Nein, es hilft nur Rechnungen zu bezahlen.
250: Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?

Nein.
251: In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?

Schlafen
252: Heuchelst du häufig Interesse?

Wenn es aus Gründen der Höflichkeit unbedingt notwendig ist, aber ich versuche so etwas eher zu vermeiden.
253: Kannst du gut Geschichten erzählen?

Leider nein
254: Wem gönnst du nur das Allerbeste?

Fast allen Menschen
255: Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?

Die letzte Lebenszeit meines Onkels und meiner Tante
256: Kannst du dich gut ablenken?

Oh ja.
257: In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?

Leger, weit, ohne viel Schnickschnack
258: Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?

Ich glaube da gibt es nichts
259: Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?

Ne, ich bin ganz zufrieden
260: Wer nervt dich gelegentlich?

Die Mutter meiner Betreuten

261: Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?

Kommt auf die Person an mit der ich rede

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Weckruf

Babsi's Aufschrei Herz_statt_Hass

Die Europawahlen sind gelaufen.

Nein, das Ergebnis ist absolut kein Grund zum Feiern, sondern zum weinen und verzweifeln.
Die Dummheit hat Europa fest im Griff.
Nebenbei mal eine Frage!
Was gedenken eigentlich die viel gepriesenen und hochgejubelt Grünen dagegen zu tun?
Bisher habe ich von ihnen noch nie etwas für die Demokratie oder für die Menschenrechte vernommen!

Empfehlung
Diese Dokumentation sollte man gesehen haben!
Zu der Frage, „Wie gehen wir mit der Völker Wanderung, die Folgen der von Menschen verursachte Klimakatastrophe und die Zerstörung der Lebensräume von Menschen um,
so können wir diese Frage heute schon beantworten.

Wir lassen diese Menschen, unsere Mitmenschen und Mitbewohner des Planeten Erde, einfach sterben.
Europa baut sich immer mehr zu einer Festung aus und lässt seine Mitmenschen im Mittelmeer gnadenlos ertrinken.
Überall sterben die Menschen, in den Weltmeeren, im europäischen Mittelmeer, in der Wüste, an den Grenzen und in den neuen Menschenlagern.

Wir sperren…

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1000 Fragen an mich selbst #6

201: Wie gut kennst du deine Nachbarn?

Ein paar habe ich hier und da mal gesehen, einige holen immer mal ihre Pakete bei mir ab und dann sind da noch die paar restlichen bei denen man dann mal ein paar Worte wechselt-oberflächlich, kurz


202: Hast du oft Glück?

Glück? Von Glück oder Pech spreche ich nicht. Mal geht alles wunschgemäß oder besser und mal funktioniert es nicht wie es soll. Oft? Mal so, mal so.


203: Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?

Von jeder.


204: Was machst du anders als deine Eltern?

? Unsere Leben sind unterschiedlich, also muss ich viel anders machen. Ob ich möchte oder nicht.


205: Was gibt dir neue Energie?

Mal Schokolade, mal frische Luft, mal eine Tasse Tee. Kommt auf die Situation an.


206: Warst du in der Pubertät glücklich?

Gibt es Teenager die während der Pubertät glücklich sind? Mal fühlt sich unverstanden, hat Kummer wegen allem möglichen und ist unzufrieden.

207: Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?

Die Frage ist etwas unglücklich, ich bin schließlich Nachtwache. Ich muss öfter durchmachen. Doch wenn ich mal nur an die Nächte denke die ich ohne Arbeit durchgemacht habe muss ich gestehen, dass ich gar nicht mehr weiß ob ich so etwas jemals getan habe.

208: Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?

Mit meinem Leben


209: Blickst du dich oft um?

Nein.


210: Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?

Das ich im linken Knie Athrose habe.


211: Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?

Ja,immer dasselbe.


212: Worauf freust du dich jeden Tag?

Auf meinen Cappuccino


213: Welche Freundschaft von früher fehlt dir?

Keine. Wir sind andere Menschen geworden.


214: Wie gehst du mit Stress um?

Ich beiße mich durch.


215: Gibst du dich gelegentlich anders, als du bist?

Nein


216: In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?

Keine Ahnung. Ich habe meinen Vater nicht mehr kennengelernt.


217: Kann man Glück erzwingen?

Nein.


218: Welcher Streittyp bist du?

Ich habe viel Geduld, bleibe leise, mag keine Schimpfworte und Beleidigungen.


219: Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?

Nein, ich bin ein Morgenmuffel


220: Wie klingt dein Lachen?

Keine Ahnung.


221: Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?

Hmm, keine Ahnung. Obwohl… es ist mir auch schon passiert das ich jemanden gesehen habe und eine Art Vertrautheit gefühlt habe.

222: Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?

Regelmäßig nicht, nein
223: Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?

Oh ja.


224: Steckst du Menschen in Schubladen?

Das versuche ich zu vermeiden, denn ich möchte auch nicht in eine Schublade gesteckt werden, aber ab und zu kann ich es wohl auch nicht 100% vermeiden.


225: Welches Geräusch magst du?

Wasserfall


226: Wann warst du am glücklichsten?

Als Kind.


227: Mit wem bist du gern zusammen?

Mit meinen Kindern


228: Willst du immer alles erklären?

Nein, eher nicht. Wer eine Erklärung braucht, bekommt sie, aber sonst…


229: Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?

Nie.


230: Was war deine größte Jugendsünde?

Ein einmaliger Vollrausch


231: Was willst du einfach nicht einsehen?

Das diese Gesellschaft immer unsozialer wird.


232: Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?

Keine


233: Welchen Tag in deinem Leben würdest du gerne noch einmal erleben?

Da gibt es einige. Vielleicht das Kennenlernen von meinem Ex.


234: Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld?

Zeit, denn Geld macht nicht glücklich. Es hilft nur die Rechnungen zu bezahlen.


235: Würdest du gern in die Zukunft schauen können?

Nein, ich kann warten.


236: Kannst du gut deine Grenzen definieren?

Manchmal. Rassismus geht gar nicht. Bei Schimpfworten und Beleidigungen zieh ich mich zurück,…


237: Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?

Nein, ich bin eher übervorsichtig.


238: Hast du einen Tick?

„Das glaub ich dir“ ist so Spruch von mir.Nervt mich selbst manchmal


239: Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?

Glücklichsein möchte jeder und möglichst nicht nur für einen kurzen Moment.


240: Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?

Mit meiner Familie

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Zuhause II-4

Deutschland hat uns wieder. Ich bin froh dass ich die ersten Tage frei hatte, denn die Umstellung war gar nicht so einfach. In Marokko war der Sonnenuntergang recht zeitig, daher haben wir abends so zwischen 19:30 Uhr und 20 Uhr gegessen. Hier wird es nach 21 Uhr. In Marokko aßen wir gegen viertel vor 2 morgens und hier stehe ich um 2:30 Uhr auf zum essen. In Marokko habe ich danach ausgeschlafen, hier klingelt mein Wecker früh und zu guter Letzt: die 26°C angenehme Temperatur ist ganz anders als 28°C brütende Hitze/Stadtluft hier. Schön wieder hier zu sein und doch würde ich gern erst im Herbst wiederkommen.

Um meine Serie der Familienvorstellung aber mal fortzusetzen, kommen wir mal zu dem ältesten meiner Schwager.

In Deutschland ist es schon schwierig wenn ein Kind hochbegabt ist. sofern man dies feststellt ist es für Lehrer deren Studium auf Gleichschaltung ausgerichtet ist, schwierig damit umzugehen. Auch Eltern haben da oftmals ihre Probleme und sofern die Hochbegabung diagnostiziert wird, muss man schon am Ball bleiben um das Kind richtig zu fördern. In Marokko ist das noch ein Tick schwerer. Stöhnen wir hier wenn 30 Kinder in der Klasse sitzen, sind es in Marokko durchaus auch mal 40 und das Augenmerk der Lehrer ist weit weniger auf spezifische Bedürfnisse von Kindern ausgerichtet. Mein Schwager nun ist eines dieser unterforderten und nicht diagnostizierten Kinder, bzw. inzwischen ist er mit Mitte 30 erwachsen.

Grundsätzlich ist er ruhig, eher still. Wird er wütend hört man ihn dennoch nicht schreien, eher erhebt er seine Stimme und man sieht an seinem Gesicht das er wütend ist. Ebenso ist es bei allen positiven Emotionen. Er ist eine Art ruhender Pol, der besonnen argumentiert und berichtet.

Sein absolutes Steckenpferd ist Mathematik. Wo andere büffeln und Bücher wälzen, schüttelt er sich alles aus dem Ärmel, wie man so schön sagt. Überhaupt hat die Familie ein Faible für Mathematik, aber bei ihm ist es besonders intensiv.

Was ich persönlich so wohl lustig als auch anstrengend finde ist seine Art Englisch und Französisch zu mischen. Er beginnt ein Gespräch, manchmal auch nur einen Satz in Englisch und fällt plötzlich ins französische. Da meine Französisch-Kenntnisse echt in den Kinderschuhen, eher Babyschuhen stecken, muss ich mich ganz schön konzentrieren um mitzukommen.

Seit Baba nach Rabat ins Krankenhaus musste lebt er allein in der elterlichen Wohnung in Fes. Samstag früh steigt er in den Zug um die Familie zu besuchen und Sonntag Vormittag geht es zurück. In Fes hat er einen Job und nebenbei schreibt er seine Doktorarbeit. Im Oktober gibt es einen wichtigen Termin bei dem er diese Arbeit präsentieren muss und das wird hier in Deutschland sein. Unser aller Hoffnung liegt darin, dass ihm diese eine gute Arbeitsstelle beschert.

 

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Zuhause II-3

Meine jüngste Schwägerin, das Küken der Familie, ist mittlerweile auch schon 26 Jahre. Eine lustige, nette junge Frau, die sich erst vor kurzem entschlossen hat Kopftuch zu tragen. Grundsätzlich kleidet sie sich eher westlich.

Sie ist die einzige die in Fez geboren wurde. Sie fängt mit dem Lernen von haushälterischen Dingen erst an. Daher hilft sie viel, lässt alles begutachten und wird langsam selbstständiger.

Eine Weile hatte sie überlegt in Deutschland zu studieren aber sie hat die Sprachprüfung nicht bestanden. Verstehen kann sie sehr gut, nur bei der Sprache hapert es. Sie freut sich daher immer wenn sie mit uns etwas sprechen kann.

Sie lacht viel und gern. Derzeit ist sie krank aber trotz Schmerzen verliert sie ihre gute Laune nicht.

Meisst ist sie mit ihrer Schwester anzutreffen aber sie albert auch gern mit ihrem Brüdern rum. Am schlimmsten ist es mit dem jüngsten Sohn der Familie. Beide zusammen sind manchmal wirklich kaum noch erträglich. Sie ärgern sich permanent gegenseitig. Auch meine Jungs haben Gefallen daran gefunden und beteiligen sich rege.

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Zuhause II-2

Meine „älteste“ Schwägerin ist die erstgeborene der Familie. Mittlerweile 40 Jahre und die eigentliche Herrin des Hauses.

Nach der 8. Klasse überließen die Eltern ihr die Entscheidung ob sie weizer zur Schule gehen oder lieber der der Mutter zu Hause helfen wollte. Sie entschied sich zu helfen und die Eltern erkannten bald das es falsch war sie danach zu fragen, aber es war zu spät. Ungebildete Mädchen sind keine beliebten Heiratskandidatinnen. So lernte sie kochen,backen und was sonst noch alles zum Haushalt führen dazu gehört.

Sie hat ein Talent zum Nähen daher arbeitete sie eine Weile für jemanden der Jelabas und Co. verkauft. Maßanfertigung mit Qualität und selbstverständlich auch Änderungen und Reparaturen. Doch die zunehmende Lieferung von Altkleidern aus Europa machte es schwieriger und irgendwann schloss der Laden. Man organisierte ihr eine Nähmaschine und eine Strickmaschine. Danach bearbeitete sie Aufträge von Nachbarn, Familie, Freunden. Ihr Bruder programmierte die Strickmaschiene, denn das kann sie nicht und sie fertigte vor allem warme Winterkleidung.

Es rentierte sich auch bald nicht mehr. Da sie auch super backen kann begann sie von zuhause eine Art Cateringservice für Feste. Sie lieferte die tollen Backwaren. Als sie günstig einen Laden übernehmen konnte hatte sie ihre eigene Bäckerei. Diese behielt sie auch Anfangs nach dem ersten Umzug der Familie.

Jahrelang suchten sie nach einer anderen Wohnung und endlich fanden sie etwas. Doch aus der alten Wohnung direkt in die neue klappte nicht, daher mussten sie vorrübergehend eine „Zwischenwohnung“ nehmen und dann ging es endlich ins neue Heim. Viel Arbeit und keine Zeit für die Bäckerei. Schließlich kam der drei monatige Krankenhausaufenthalt von Baba dazu und die Familie wollte natürlich bei ihm sein, zumal es eine Weile so schlecht um ihn stand das sein Überleben nicht gesichert war. Man packte die Koffer und zog zum jüngsten Sohn der Familie, der beruflich weiter weg, aber näher an Rabat wohnte.

Inzwischen hat sie den Haushalt übernommen. Mama hat Pause. Natürlich macht sie noch einiges, aber durch die Wohnung wirbeln braucht sie nicht mehr.

Insgesamt ist es für meine Schwägerin gut hier zu wohnen, aber wie ich schon erwähnte ist die Familie das warme Wetter aus dem Landesinneren gewohnt. Sie friert hier und meine Schwägerin ist als einzige der Familie ein schmächtiger Zahnstocher was es schlimmer macht. Im Landesinneren ist es jedoch bedingt durch den Sand immer recht staubig und sie hat eine Allergie. Täglich hustete sie so stark das sie sich immer wieder übergeben musste. Hier geht es ihr gut.

Ich mag sie sehr gern, aber mit ihr habe ich am meisten Schwierigkeiten. Genau wie ich hat sie Prinzipien und da ist sie stur. Ich mag es z.B. nicht wenn kemand anderer die Spülmaschine einräumt. Ich habe mein System. Ausräumen ja und lieber ärgere ich mich über Schüsseln im Topfschrank, als das ich mich über eine eingeräumte Spülmaschine ärgere. Sie ist ähnlich. Es ist ihr Schema F nachdem sie Pizza backt auch wenn es umständlich und Zeitaufwendig ist. Ansonsten läßt sie mich helfen aber wacht über allem und bemüht sich mir ihre Art der Handhabung zu zeigen.

Sie trägt grundsätzlich eine Art Fleecemütze im Haus mit der sie ihre Haare bändigt und den Kopf wärmt. Geht sie raus zieht sie ein Kopftuch darüber. Eine Fleeceweste hat sie über dem langärmligen Shirt und eine Fleecehose deren Beine sie mit Gummibändern hoch hält über einer Leggings. Geht sie raus zieht sie entweder eine Jelaba drüber oder aber eine Hose und eine Jacke.

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Zuhause II- 1

Mama gehört zu jenen Menschen bei denen ich das Gefühl habe, sie werden rein äußerlich nicht älter. Sie ist nach all den Jahren so wie ich sie kennengelernt habe.

Geburtstag ist hier nur etwas das für offizielle Dokumente benötigt wird. Gefeiert wird er nicht, auch nicht besonders bedacht. Ich kann die Uhr nicht eine Sekunde zurückdrehen und ich werde nun mal jede Sekunde älter.

Mama ist nun bald 60, ihr Mann knapp darüber. Zuhause trägt sie grundsätzlich ein Kopftuch das sie sich mal so und mal so befestigt. Heute ist es himmelblau und die Enden hat die gedreht und über den Kopf geschlungen. Sie trägt grunfsärzlich eine Art Hauskleid mit einer Schürze darüber. Drunter lange Hose und langärmeliges Shirt. Geht sie raus erkennt man sie kaum wieder. Das Kopftuch wird neu und ordentlich gebunden, eine Jelaba ersetzt das Kleid.

Am Telefon klang ihre Stimme in letzter Zeit kraftlos und krächzend. Doch hier ist sie wie immer. Dennoch macht ihr Knie Probleme und auch ihr linker Fuss ist nicht mehr top. Sie verlässt fas Haus selten. Geht mal Besorgungen machen und sonst ist sie für alle da.

Ihre Eltern sind nicht mehr die jüngsten und gesündesten. Aber im Vergleich zu Babas Mutter, die mittlerweile 120 Jahre alt ist sind sie mit um die 90 jung. Sie wohnen ausserhalb in einem Dorf und daher gibt es wenige Besuche.

Mama ist ein fröhlicher, liebevoller Mensch.

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Zuhause II

Ich möchte mal meine Familie vorstellen. Bewusst nenne ich sie meine Familie wenn wir auch nicht blutsverwandt sind. Mein Schwiegervater wird nicht müde mir immer und immer wieder zu versichern das ich hier nicht nur herzlich willkommen bin, sondern auch seine Tochter- ohne jeden Unterschied zu seinen anderen Kindern.

Gerade vor dem Wiedersehen mit ihm habe ich mich gefürchtet. In meiner Erinnerung ist er ein Mann mit breiten Schultern, etwas größer als ich. Weißer Bart und ein weißer Haarkranz um eine Glatze die in der Regel mit einer Mütze bedeckt ist. Er verkörperte für mich immer Stärke. Dann kam im letzten Jahr seine Krankengeschichte dazu.

Schon lange hat er Probleme mit den Nieren und der Galle und von seinem Arzt einen Diätplan der ihm alles mögliche verbietet. Typisch für ihn, das er da gern mal fünfe grade sein lässt. Brachte ihm natürlich Beschwerden ein.

Dann kam sein Sturz mit dem er nicht zum Arzt wollte. Ein Fehler, denn so dauerte es recht lange bis er die Diagnose Beckenbruch bekam und endlich behandelt wurde.

Eine Niere hat sich verabschiedet und eine Weile war von einer Transplantation die Rede, aber nicht ohne vorherige Dialyse. Drei Monate war er im Krankenhaus. Extra nach Rabat gebracht.

Am Telefon klang seine Stimme immer furchtbar seit jener Zeit, ebenso wie die von Schwiegermama. Aber das ist ihre Geschichte.

Was würde mich erwarten wenn ich ihn wiedersehe?

Seine Stimme scheint schwächer geworden und es macht den Eindruck als wäre er geschrumpft. Gerade auf meine Größe

Die Haare sind verschwunden,die Mütze ständiger Begleiter. Sein Gang nicht mehr sicher und man erkennt die Hüftprobleme. Unter seiner Kleidung scheint er knapp unter dem Normalgewicht zu liegen.

Das Gebet verrichtet er vom Rollstuhl aus und außerhalb des Hauses geht er mit Stock. Sehr flott. Man muss schon schauen dass man den Anschluss nicht verliert. Mir wurde gesagt er würde immer nurgerade aus laufen. Das kann ich nicht bestätigen. Er weiß wo er hin will und da rennt er hin. Aber an der Straße sollte man ihn besser nicht allein lassen, obwohl Fußgänger auf der Straße hier normal sind. Aber auf der Straße gehen oder diese überqueren sind zwei verschiedene Dinge.

Früher ging er regelmäßig in die Moschee zum Gebet, jetzt, da er nicht mehr allein dorthin darf geht er nur abends zum Gebet nach Sonnenuntergang (Magreb). Danach geht er normalerweise gern noch spazieren aber während des Ramadan bleibt er zum speziellen Ramadan Gebet (Tarawieh) und dem abschließenden Nachtgebet (Isha’a) dort und geht dann mit seiner Begleitung wieder Heim.

Früher hatte er schon immer den Quran als ständigen Begleiter, in dem er fleißig las und das hat sich nicht geändert, nur der Quran selbst hat inzwischen die Größe A3 mit größerer Schrift.

Inzwischen hat sich durch meine Kids die Benennung „Oppa“ und für Schwiegermama „Omma“ eingebürgert, aber normalerweise heißt es „Walid“ und „Walida“. Ich hingegen nenne ihn Baba und sie Mama.

Nächstes Mal: Mama

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Zuhause

Ich bin zu Hause. In meinem zweiten Zuhause. Marokko.

Mal wieder hier und das erste Mal im Ramadan.

Das Wetter ist dem in Deutschland recht ähnlich und daher für mich sommerlich. Meine Schwägerinnen hingegen frieren und zeigen das täglich drinben wie draussen durch ihre Kleidung. Leggings und drüber warme Fleecehose. Langarmligrs Baumwollshirt und wenn wir raus gehen kommt noch eine warme Jacke und Hose drüber oder direkt eine Jellaba. Dagegen ich in dünnem, leichtem Shirt und Rock oder dünner Hose und bitte keine Jacke.

Im Ramadan läuft das Leben in Marokko anders. Tagsüber arbeiten nur jene die müssen. Geschäfte sind kaum geöffnet und die Menschen sind daheim.

Das hat Vorteile. So gehört einem z.B. der Strand fast allein

Das Leben beginnt abends nach Sonnenuntergang wenn alle gegessen haben.

Dann fahren Kinder und Jugendliche Rollschuh, Inlineskate, Skateboard und Fahrrad. Und für die Kleineren wird auch was geboten

Diese süssen Autos gibt es auch ein klein wenig größer und je nach Fähigkeit des Kindes entweder zum selbst fahren oder mit Fernbedienung für die Eltern.

Die älteren Teens oder auch jungen Erwachsenen sitzen in Grüppchen beisammen und reden über was auch immer. Hier und da hört man Musik aus einem kleinen Radio oder vom Handy. Familien gehen zusammen spazieren, oder sitzen im Cafe, Geschäfte haben geöffnet.

Das Leben wurde vom Tag in die Nacht verlegt.

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Nicht wahrgenommen…

…wird von deutschen Medien der beachtliche Boykott von drei großen Firmen in Marokko. Gestartet wurde das ganze am 20 April von Twitter- und Facebook- Accounts.

In 14 Tagen beginnt der Ramadan und pünktlich vorher haben die größten und beliebtesten Firmen die Preise mal wieder erhöht. Ausgerechnet für wichtige Dinge wie Trinkwasser, Benzin und Milch.

Zwar haben offiziell 80% der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser, jedoch ist das Leitungswasser vor allem in den Städten mehr oder weniger stark gechlort und kann daher zu gesundheitlichen Problemen führen.  Die übrigen Orte leiden häufig an von Firmen verschmutzten Bächen und Flüssen die ebenfalls gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Auf der sicheren Seite ist man daher eher mit abgefüllten Wasser. Doch hier verdienen die Firmen.

logo.pngSidi Ali“ gehört zu den gern getrunkenen Wassern in Marokko. Seit 1978 wird es aus dem Atlas Gebirge abgefüllt. Zusätzlich vertreibt die Firma noch „Ain Atlas“, „Oulmes“ und „Bahia“ ein gereinigtes Leitungswasser. Geleitet wird die Firma von Miriem Bensalah-Chaqroun, der Tochter des ursprünglichen Gründers Abdelkader Bensalah. Diese ist gleichzeitig Präsidentin des Allgemeinen Bundes der marokkanischen Unternehmen.

Die Firma beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter.

Bensalah gründete das Familienunternehmen Holmarcom,das sich in vielen Bereichen engagiert:Versicherungen, Lebensmittel, Logistic, Vertrieb und Immobilien.

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Die Tankstellen von Afriqui gehören zur Akwa Group mit Hauptsitz in Casablanca. 1958 wurde Afriqui als Konkurrenz zu den Monopolen multinationaler Konzerne gegründet. Nach Schmierstoffen wird die Firma Magreb Oxygene gegründet Erst 1980 entsteht die Akwa Holding die die übrigen Firmen als Tochtergesellschaften unter sich vereint. 1999 investiert die Gruppe in den Telekommonikationssektor. 2002 gab es bereits 40 Tochtergesellschaften. Durch zwei große Fusionen wird die Group 2005 zum führenden Brennstoff- Lieferanten. 2006 unterzeichnet die Firma einen Partnerschaftsvertrag mit dem weltweit drittgrößten Ölkonzern Chevron Texaco. 2007 wird die Real Estate Clusters gegründet. Damit übernimmt die Firma den Wohn-Gewerbe und Tourismus-Immobilienbereich.  Seit 2010 werden verstärkt Hotels und Ferienanlagen gebaut.

Mehrheitseigner der Akwa Group ist der marokkanische Landwirtschaftsminister Aziz Akhannouch. 

CENTRALE DANONE.JPG

Centrale Laitière gehört der Firma Danone und hat nahezu ein Monopol in Marokko. Danone operiert in 120 Ländern, ist der zweitgrößte Keks- und Milchlieferant weltweit. Seit 2001 beteidigt sich Danone an der saudischen Firma Al Safi Farm. Eigentümer ist Prinz Mohammed bin Khalid Al Faisal.

In einem Interview vom 25. April sagte Aziz Akhannouch: „Marokkaner trinken Milch morgens und nachmittags … das ist kein Spiel“. „Sie sind sich der Tatsache bewusst, dass sie, wenn sie eine Tasse Milch trinken, einer großen Anzahl von Milchbauern helfen, die davon leben.“  Damit hat er so ziemlich die Haltung der betroffenen Firmen dargestellt. Man appeliert an die Hilfe für Mitbürger und verlässt sich auf die Notwendigkeit der Produkte.  Betrachtet man die Größe und Verstrickung der Konzerne können die sich auch entspannt zurück lehnen. Dennoch hat sich der Boykott ausgeweitet, auch Politiker unterstützen diesen und nach den drei ursprünglichen Produkten sollen auch alle weiteren Produkte der Firmen boykottiert werden.