TOTAL läßt Regenwald für Palmöl und geplanter Bioraffinerie abholzen

HVO-Produzenten rechtfertigen Wettbewerbs-vorteile

Während seitens der EU-Kommission längst beschlossen wurde, den Einsatz von Pflanzenölen für Biosprit bis zum Jahre 2020 auslaufen zu lassen, läßt der Mineralölkonzern TOTAL nonchalant weiterhin den Regenwald für Palmöl und einer geplanten Bioraffinerie bei Marseille abholzen. TOTAL verkehrt meint auch der Verein Rettet den Regenwald mit dieser Petition.

Obwohl Europa auf den festgelegten Standard mit der EU Norm EN14214 besteht, suchen Hersteller des Biodiesels auf der Grundlage von hydriertem Pflanzenöl (HVO) nach billigen Möglichkeiten, ihre Wettbewerbsvorteile zu rechfertigen.

Quelle: TOTAL läßt Regenwald für Palmöl und geplanter Bioraffinerie abholzen

Armut: Friedliche Koexistenz mehr denn je gefährdet

Die Antwort auf die Frage, ob Krieg oder Frieden zwischen Menschen sei, läßt sich heute gezielt beantworten, weil unsere Spezies alles unternimmt, ein friedliches Zusammenleben zu gefährden. Und zwar tagtäglich nahezu überall. Insofern leben Naturvölker im Grunde wirklich im friedlichen Einklang mit sich selbst und ihrer näheren Umgebung.

Doch auch sie werden zunehmend an den Rand gedrängt, verfolgt oder einfach ermordet. Profit kennt kein Erbarmen, entweder man ordnet sich ihm unter oder hat das Nachsehen. Welch allgemein gehaltene Erkenntnisse, ein Wissen, daß sich schnell angeeignet werden kann, wer ein wenig recherchiert. Doch wie ist es mit uns vor Ort bestellt? Bemerken die meisten überhaupt, was da vor unseren Augen, in der Nachbarschaft geschieht? Vielleicht nicht in unmittelbar naher, aber in anderen Stadtteilen großer Städte?

Quelle: Armut: Friedliche Koexistenz mehr denn je gefährdet

Discounter oder doch Supermarkt

Bei Silly von Pferdig unterwegs läuft eine Blogparade zum Thema.

Discounter oder Supermarkt? Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Discounter haben mehr Handelsmarken also NoName Produkte die natürlich billiger sind als die Marken, denn die lassen sich gern auch ihren Namen bezahlen und nicht nur das Produkt. Es gibt weniger Sortimentsauswahl, also statt drei Produkte einer Sache nur eine. Aktionsprodukte die billiger sind als in anderen Läden, wie PC´s, Kleidung ect. Oft keine Drogerieartikel. Sparsame Laden-Ausstattung (z.B. Hinweisschilder,Paletten statt Regale).

Zu den Discountern gehören Penny, Aldi, Lidl,Norma,TEDI und Netto.

Der Supermarkt ist also quasi das Gegenteil. Auswahl, alles ordentlich in Regalen verräumt, mit vielen Schildchen, Marke neben NoName, Wahlmöglichkeiten.

Supermärkte, das sind Edeka, REWE, Kaufland.

Soweit-so klar? Aber:

  • Lidl und Kaufland gehören der Schwarz-Gruppe.
  • Netto gehört zu Edeka,Tengelmann-Geschäfte wurde vor kurzem von denen aufgekauft
  • Penny gehört zu REWE

Insgesamt ist also nicht so viel Auswahl wie man Anfangs glaubt.

Silly´s Fragen:

  • Sind Produkte aus dem Discounter so viel schlechter?
  • Sind Billigprodukte zwingend schlechter als teure?

Wie definiert man schlecht? Natürlich wollen die Unternehmen Gewinn machen und verdienen. An billigen Produkten ebenso wie an teuren, also muss der billige Preis einen Ausgleich haben. Die einfache Ladenausstattung, NoName Produkte, teilweise auch die Gehälter der Mitarbeiter machen sicherlich einiges Wett aber bestimmt nicht alles. Immer höhere Konzentration auf viele Märkte weniger Unternehmen und das immer weiter voranschreiten des Aufkaufens kleiner regionaler Geschäfte führt sicher nicht zur Beendung der Habgier von Unternehmen. Klar wird auch billig produziert und billiges Material verkauft. Ob das nun Lebensmittel voller Chemikalien sind oder Erdbeer-Joghurt in dem nicht mal ein Hauch von Erdbeere zu finden ist. Ob man selbst einen solchen Joghurt als schlecht empfindet entscheidet letztlich der Verbraucher, also jeder einzelne mit seinem Kaufverhalten. Wem Aussehen und Geschmack mehr interessiert als Inhalt findet vieles sicher nicht schlecht.

Das wir überhaupt in solchen Geschäften kaufen liegt auch daran, dass auch diese Geschäfte z.B. immer mehr auf Bio-Produkte setzen. Bio-Läden lassen sich diese meist teurer bezahlen und nicht alles was diese Läden, aber auch die Supermärkte, anbieten macht wirklich Sinn. Bio-Kiwi aus Neuseeland, Bio-Mango aus Burkino Faso?Der Transport und die frühe Ernte zerstören den Vorteil vom Verzicht auf chemische Düngemittel. Reden wir lieber nicht über die Verpackungen. Und leider werden Bio-Hersteller i.d.R. nur einmal im Jahr angekündigt kontrolliert. Ich vertraue nicht darauf dass alle ehrlich sind und wirklich den ohnehin nicht sehr konsequenten Richtlinien entsprechend produzieren. Schön, wenn das Grundwasser beim Bio-Anbau weniger belastet wird, aber wenn mehr Wasser verwendet wird, als beim „normalen“ Anbau ist der Nutzen zumindest fraglich.

  • Greift ihr auf Hausmarken wie z.B. Ja! oder TIP zurück? Warum? Warum nicht?

Ja, mach ich schon. Nicht immer aber hin und wieder. Manche Dinge akzeptiere ich auch von Hausmarken, schon deshalb, weil das Fehlen der Marke nicht bedeutet dass das Produkt von einer anderen Firma hergestellt wurde als der Markenfirma. Das diese Firmen viel Umsatz mit NoName-Produkten machen ist eigentlich schon ein alter Hut. Das ab und an die Zutaten etwas abweichen kann vorkommen aber da gibt es die Zutatenlisten die bei Vergleichen helfen.

  • Was für Ansprüche stellt ihr an den Supermarkt eures Vertrauens?

Vertrauen… so würde ich das nicht unbedingt nennen. Wir müssen einkaufen da wir in der Stadt leben und ich nicht einmal einen Balkon habe, geschweige denn einen Garten der es mir erlauben würde selbst einen Teil unseres Bedarfes zu decken. Und ich mache schon viel selbst. Mein Anspruch ist daher hauptsächlich die Entfernung, denn für eine Familie kauft man mehr als nur für 1-2 Personen. Und das will alles transportiert werden. Ich bin nie mit dem Auto unterwegs, also zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist mein Hauptkriterium.

  • Warum kauft ihr genau in DIESEM Laden ein? (Große Auswahl, Nette Verkäufer, gute Kundenbetreuung, Produkte die ihr besonders gerne mögt, Aufmachung des Ladens usw.)

DIESEN Laden gibt es nicht. Ich bevorzuge Geschäfte in denen ich durch die Gänge komme. Neulich kam ich in einen dort fuhr eine Mitarbeiterin mit der Wischmaschine durch die engen Gänge und die übrigen Gänge waren mit Palettenwagen so zugestellt, dass ich mich seitlich daran vorbei quetschen musste um an die Ware zu kommen. So etwas brauche ich mittags um halb 12 nicht.

Natürlich gehe ich gern dorthin wo ich im Sortiment das finde was ich möchte und gerne mag und nette Angestellte sind auch was tolles. Allerdings haben wir bis auf wenige Ausnahmen damit hier keine Probleme. Fast alle sind sehr freundlich. Ausnahmen bleiben nie lange, da scheinen die Geschäfte drauf zu achten. Die Ausstattung interessiert mich eher weniger.

  • Habt ihr bestimmte Lieblingsprodukte?

Klar, wer hat die nicht? Ich kaufe z.B. gern den 1kg Eimer Weideglück Landjoghurt. Den gibt es von 0,1 % Fett bis Sahnejoghurt mit 10%. Und weil da gleich 1kg in einem Eimer ist, habe ich nicht viele kleine Becher und man kann die Eimer wunderbar für alles mögliche verwenden. Zum Beispiel für kleinere Teile von Spielsachen, Puzzleteile oder man kann sie dekorieren und als Windlicht benutzen, als Tischmülleimer usw.

  • Habt ihr einen bestimmten Laden in dem ihr einkaufen geht oder mehrere? Teilt ihr es je nach Produkten vielleicht sogar auf?

Wir teilen auf. Das ist notwendig. Aus religiösen Gründen verzichten wir auf Schwein und Alkohol und leider sind diese beiden Zutaten bei der Verarbeitung sehr beliebt. Egal ob Süßkram, Käse, Saft oder Brot. Schwein und Alkohol wird immer gern verwendet.  Selbst der Aufdruck „vegan“ schützt nicht vor Schwein, weil Rohstoffe verwendet werden dürfen, die vorab damit hergestellt wurden. Daher wird bei uns ausgewählt, was in welchem Geschäft gekauft wird. Alle 14 Tage gibt es bei uns einen Großeinkauf beim „Türken“ unseres Vertrauens. Der Discounter taugt für Toilettenpapier,Trockenwaren wie Nudeln,Reis und Co. und in der Obst und Gemüseabteilung schaue ich gern, einige Käseprodukte, Gewürze. Ich wähle aus.

Der Supermarkt bietet mir den Joghurt, und alles was ich im Discounter nicht gefunden habe.

Der „Türke“ versorgt uns mit allem was ich wegen der Inhaltsstoffe nicht in diesen Geschäften kaufe.

  • Oder habt ihr überhaupt einen „Lieblingsladen“?

Sagen wir Lieblingsfiliale. Ich gehe bevorzugt in die größeren Filialen weil dort mehr Platz ist, was besseres Durchkommen aber auch mehr Sortiment bedeutet. Das gilt für alle Geschäfte.

Lenny`s Herzenswunsch

Auch unser Kindergarten beteiligt sich.

lkwklaus-info

Lenny`s Herzenswunsch

Meine lieben und unlieben Freunde,

Ich bin heute auf Lenny aufmerksam geworden. Der kleine Mann hat es in seinem kurzen Leben alles andere als einfach gehabt bis jetzt. Trotzdem ist er stark und tapfer, stellt sich seiner Aufgabe und scheint den Lebensmut nicht zu verlieren.
Sein Wunsch zum Geburtstag am 11.05. ist so „klein“ und für euch alle so einfach umsetzbar, dass ich mir sicher bin, dass sein Briefkasten aus allen Nähten platzen wird.
Also, worum ich euch bitte:
Ihr Lieben, schreibt dem kleinen Mann doch eine Geburtstagskarte, liebe Grüße oder was Ihr sonst noch an ihn richten wollt.
Schickt es an:

Lenny Ebert , Ewaldstrasse 70, 45699 Herten

Es war noch nie so einfach, Kinderaugen zum Leuchten zu bringen.

Ich selbst werde ihm einen gehäkelten Glücksbringer zukommen lassen. Ich gehe also mit „gutem“ Beispiel voran.

Ich danke Euch allen schon mal im Voraus, weil ich weiß, dass…

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SUV- Mami´s

Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit einer Bekannten. Sie war recht überlaunig, weil sie nicht nur verschnupft war und Kopfschmerzen hatte, sondern auch weil sie 35 Minuten zu Arbeit gebraucht hat. Normalerweise reichen für die Strecke 10 Minuten. Schuld war die SUV- Mami. So nennt sie Mütter, die morgens ihre Kinder mit Auto zum Kindergarten oder zur Schule karren und später wieder abholen.

Die SUV-Mami, so erzählte sie, war nicht auf den Straßenverkehr konzentriert, weshalb sie nicht recht vorwärts kam. Statt dessen kramte sie vorne auf dem Beifahrersitz oder im Handschuhfach, ihrer Handtasche oder sonst wo. Derweil schlich sie von einer roten Ampel zur nächsten. Schließlich musste sie sich dann noch mit dem Lippenstift die Lippen bemalen.

Derweil hatte sich das Kind auf dem Rücksitz schon mal selbst abgeschnallt und turnte auf der Rückbank rum. Die Mami interessierte es offensichtlich mehr, das die Lippen die gewünschte Farbe bekamen. Das Kind hingegen hatte sie wohl vergessen.

An der nächsten roten Ampel war dann der Bogen überspannt. Meine Bekannte stieg aus, pochte der SUV- Mami auf´s Autodach und maulte sie an, sie möchte doch das nächste Mal eine halbe Stunde früher aufstehen und ihren Kram zu Hause erledigen. Es gäbe schließlich Leute die zur Arbeit müssen.

Auch wenn ich Mitleid mit dem Kind hatte und immer noch habe, musste ich bei der Erzählung doch lachen. Es war schon witzig und irgendwie ist es auch so: da geht es einem schon nicht gut und dann passiert auch noch so etwas.

Die andere Seite ist die, dass ich mich schon öfter über SUV- Mami´s geärgert habe. Parkverbote existieren für die nämlich meist ebenso wenig wie Fußgänger und Radfahrer – inkl. Kinder -und deren Gefährdung durch wild fahrende und parkende SUV-Mami´s.

Nein, es ist nicht zumutbar, dass die SUV-Mami sich einen Parkplatz sucht um dort auf ihr Kind zu warten. Sie muss auf dem Gehweg direkt vor der Schule parken. Nein, das Kind kann nicht die letzten 50 m zur Schule laufen, Mami muss unmittelbar vor dem Zebrastreifen halb auf dem Gehweg anhalten. Nein, das Kind in der 6.Klasse kann nicht mit Bus und Bahn nach Hause fahren, Mami muss mit dem Auto kommen. 500 m zum Kindergarten sind nicht zumutbar. Das Kind muss mit Auto direkt vor den Kindergarten gefahren werden. Und dann muss Mami drehen und ein paar Radfahrer  und Fußgänger verärgern weil sie ja wieder zurück muss.

Gestern las ich in einem Buch über Deutsche: Sie können nicht anpacken. Sie können nur in Büro´s sitzen und Zettel umdrehen. Dabei fiel mir die SUV-Mami ein.

Qualifizierte Ausbildung in Kinderkrankenpflege erhalten

alzheimertagebuch

Vor ein paar Tagen las ich in der Tageszeitung den oben genannten Artikel.

Ich hatte schon viel von dieser Reform gelesen, aber durch diesen Artikel ist mir das alles wieder bewusst geworden:

Es geht nach dem “ Für alle Fälle Stefanie “ Prinzip. Und dient meines Erachtens nur dazu, die Löcher im Pflegeheim zu stopfen. Ist doch egal, wer da ist, Hauptsache auf dem Papier stimmt es. Aber wir brauchen keine Löcherstopfer, wir brauchen Personal, die sich gerne und gut um die „Alten“, also unsere Großeltern, Eltern und schließlich auch uns kümmern. Die anderen Ausbildungsbereiche sind aber genau so wichtig und auch da wollen wir qualifiziertes Personal. Eine Ausbildung, immerhin in der Form ohne weitere Zusatzausbildung, dauert 3 Jahre und das mit recht! In jedem Fachbereich. Wie sollte es denn in 3 Bereichen in 3 Jahren aussehen? 1 Jahr Kinderkrankenpflege, 1 Jahr Erwachsene Krankenpflege und 1 Jahr Altenpflege? Und dann…

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Irritierend

Jedes Jahr gibt es online bei irgendeiner Seite eine Kostenaufstellung für Handy´s. Jedes Jahr kaufen Menschen trotz der Differenz zwischen Kaufpreis und Herstellungskosten dennoch und füttern damit Firmen die absolut nicht einmal halb soviel Liebe zu Menschen haben wie die Menschen  zu ihrer Marke.

Im Oktober 2011 schätzte IHS Markit die Kosten des IPhone 4s auf 188 $.Verkaufspreis ab 630€ für 16GB aufwärts.

Im September 2013 schätzte IHS Markit die Produktionskosten für das IPhone 5s auf 199$. Verkaufspreis: ab 700€ für 16GB Speicher. Obwohl bei der Produktion pro höherem Speicher gerade mal 10€ anfallen verlangt der Herrsteller 100€ vom Kunden dafür. Für 64GB zahlt man daher schon rund 900€.

Im September 2014 errechnete IHS Markit Herstellungskosten für das  IPhone 6 Plus von gerade mal 15,50 US-Dollar oder 12€ mehr als beim 6er. Dennoch wurden 100 US-Dollar oder 78 € mehr vom Kunden verlangt bei 16GB. Materialkosten:196,10 $ oder 153€.Herstellung: 4$ oder 3€ für das IPhone 6.

Zum Vergleich: Laut IHS kostet die Herstellung des Samsung Galaxy S5 256US-Dollar. Bei einem Verkaufspreis von rund 600€ oder 650$.

Im Oktober 2016 rechnete CNN MONEY vor, dass das neue IPhone 7  bei der Herstellung 261 € oder 292 US-Dollar kostet.Verkaufspreis: Rund 760€

Doch das sind nur die Kosten der einzelnen Bestandteile, wie Display,Speicher &Co. Die Fertigung des Handy´s erfolgt in China von zwei Firmen die beide seit Jahren wegen ihrer Verstöße gegen das Arbeitsrecht in der Kritik sind. Dazu gehören Vorwürfe wie die Beschäftigung von Minderjährigen, 60-100 Stundenwoche ohne bezahlte Überstunden, Zwangsarbeiter für eben jene Firma die sich mit dem Handy so wunderbar finanziell versorgen lässt.

Nun wurde bekannt, dass die Fertigung durch eine Partnerfirma nach Indien verlegt werden soll, doch auch diese setzt auf Zwangsarbeiter die nicht freiwillig 10-12 Stunden täglich ein Handy zusammenbasteln an dem sich eine Menschen-verachtende Firma bereichert.

Nahezu alle Herstellerfirmen verdienen an Smartphones, Handy´s, Smart-Watches , durch die Fertigung unter solchen Bedingungen. 12 Stunden stehen täglich, fragen müssen ob man mal zur Toilette oder eine Schluck trinken darf. Wer würde in Deutschland unter solchen Bedingungen arbeiten wollen? Wär wäre bereit ohne Sozialleistungen, ohne Versicherungen, ohne Freiausgleich oder gerechte Bezahlung so zu arbeiten?

Und das sind nur die Fertigungskosten und -Bedingungen. Nicht erwähnt bleiben dabei die Materialien die oftmals aus Entwicklungsländern stammen und keinesfalls unter besseren Arbeitsbedingungen gefördert wurden. So ist die Basis von Kunststoffen z.B. Erdöl. Kunststoff wiederum bringt auch ein Klima- und Müllprobleme mit sich und die Hersteller-Firmen sind durch Desinteresse an den Problemen bekannt. Schädliche Weichmacher und andere chemische Bestandteile sorgen schon mal für Erkrankungen in Produktionsfirmen.

Aber es ist selbstverständlich sich dauernd das neueste Modell eines Gerätes zu kaufen. Für den Konsumenten ist all das egal.

Wichtig zu Wissen #3

Kommen wir zu dem weiten Bereich der Lebensmittel.

Ein paar Daten:

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Lebensmitteln (ohne Getränke) liegt in Deutschland bei etwa 500 Kilogramm pro Jahr.

Infografik: Die Deutschen lieben Fleisch und Nudeln | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Der Konsum von Fleisch und Wurstwaren liegt bei ca. 60 kg pro Person.

Etwa 5%  des gesamten Lebensmittelverbrauchs entfallen auf Süßwaren wie Eis, Knabberkram und Co.2,7 Millionen Tonnen davon wurden in Deutschland 2016 verkauft. Pro Kopf sind das 32,71 Kilogramm.

40% der Ausgaben fließen in die Außer-Haus- Ernährung, also Fast Food-Restaurants, Coffe-Shops,Lokale…

Das liebste Fast Food in Deutschland ist Pizza.

11 Tonnen Lebensmittel landen jährlich im Müll. Pro Kopf sind das etwa 82 kg. Das sind umgerechnet etwa 25 Milliarden Euro oder 275.000 Sattelschlepper für den Transport. 2 Millionen Tonnen Lebensmittel werden von Restaurants und Kantinen entsorgt

Bei diesen Zahlen wird es Zeit den eigenen Konsum und das Kaufverhalten zu überdenken. Insbesondere die Vernichtung von Lebensmittel darf nicht in diesem Maße fortgeführt werden.

Vergessen wir nicht die Getränke:

Während 1991 „nur“ 11,39 Milliarden Euro von privaten Haushalten für alkoholfreie Getränke ausgegeben wurden, stieg die Zahl in den folgenden Jahren an.2015 waren es knapp 17 Milliarden Euro.

Im selben Zeitraum blieben die Ausgaben für alkoholische Getränke nahezu gleich hoch. 2015 wurden rund 17,66 Milliarden Euro dafür ausgegeben.

Der Pro-Kopf- Konsum von Getränken, inkl. Milch liegt insgesamt bei fast 800 Litern. Davon sind mehr als 160 Liter Kaffee, gefolgt von knapp über 150 Liter für Wasser und etwa 119 Liter für Erfrischungsgetränke.

Aber:

795 Millionen Menschen auf der Welt müssen hungern.232,5 Millionen davon leben in Afrika. Dort hungern 20% der Bevölkerung. Rund 511 Millionen Menschen sind es in Asien, davon leben die meisten in Süd-Asien-> von Afghanistan bis Sri Lanka(alphabetisch).

In Afrika leben ca 50% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. 30% der Kinder leiden an den Folgen von Mangelernährung. Jedes 7. Kind ist untergewichtig. Rund 3,1 Millionen Kleinkinder unter sechs Jahren sterben jährlich an Unterernährung

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Hunger ist das größte lösbare Problem. Voraussetzung wäre eine gerechte Verteilung der Lebensmittel!

Wasser

11% der Weltbevölkerung, das sind etwa 783 Millionen Menschen, haben  keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser. 1,5 Millionen sterben jährlich durch den Konsum von verunreinigtem Trinkwasser, 3.000 Kinder sterben täglich wegen Durchfalle aufgrund des schlechten Wassers, 2.000 durch weitere Erkrankungen durch dieses Wasser.

Zwar gehört das Recht auf Zugang zu sauberen Trinkwasser seit 2010 zu den Menschenrechten, doch ist dies weder einklagbar, noch sorgt ein Menschenrecht für saubere Meere, Seen und Flüsse.

In Indien haben etwa 89% der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser, doch 77 Millionen Menschen haben keinen. Private Haushalte benötigen nur 55 Liter Pro Person am Tag, statt 125 Liter wie in Deutschland. Aber diese Zahlen werden sich negativ verändern. In den nächsten Jahren wird das verfügbare Wasser durch fehlenden Niederschlag/zunehmende Dürre abnehmen. Bereits jetzt leiden mehr als 300 Millionen Inder darunter.

Auch in China verschlechtert sich die Lage in den nächsten Jahren. Etwa 300 Städte leiden bereits jetzt unter Wasserknappheit.80 % der Wasser-Ressourcen befinden sich im Süden des Landes. Flüsse und Seen sind stark verschmutzt. Mehr als 140 Millionen Chinesen können nur auf unsauberes, schadstoffbelastetes Wasser zugreifen. Bereits ca. 40% des Ackerlandes sind kontaminiert.

Südlich der Sahara sorgt die Klimaveränderung auch immer mehr für Wasserknappheit. Nur rund 63% der Bevölkerung haben sauberes Trinkwasser zur Verfügung.

In den kommenden Jahren wird sich die Lage weiter verschlimmern. Deutschland hat eine Versorgung von 100%, aber bereits jetzt gibt es Gemeinden die finanziell Probleme haben die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen. Daher wird oft an Konzerne verkauft–> Stichwort Privatisierung.  Dies führt jedoch zu weiteren Problemen auf der ganzen Welt.

20 Liter Wasser pro Tag gelten international als ausreichende Menge Wasser.

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Nicht so schnell wieder

Am Sonntag musste ich mir einen Tag Ruhe gönnen. Meine Wochenenderkältung zwang mich dazu. Schließlich muss ich Montags wieder fit sein. Also mit einer Kanne Tee ab ins Bett. Das geplante Backen fiel aus.

Gestern, Montag, hatte ich dann trotzdem noch Kopfschmerzen und fühlte mich nicht so. Also entschied ich mich für etwas frische Luft extra. Vom Kindergarten aus fuhr ich daher direkt in die Innenstadt.

Stadt ist nicht meins. Das ist kein Geheimnis.Normalerweise hole ich alles in Geschäften hier in der Nähe und die Innenstadt meide ich. Ich war seit Monaten nicht dort. Ich wünschte, ich hätte sie auch gestern gemieden.

Innenstadt; kurz vor 9 Uhr morgens: alles zu, außer Supermärkte,Bäckereien und Drogerien. Da ich eigentlich nur neue Zahnbürsten besorgen wollte reichte also die nächste Drogerie und im Grunde hätte auch der Discounter ums Eck gereicht, aber ich musste ja in die Innenstadt.

Mir kam ein Mann entgegen, der irgendwie aussah wie der Dalai Lama. Er gab mir eine goldene Pappkarte und hielt mir einen kleinen Block hin. Offensichtlich sprach er kein Deutsch und was er sagte, verstand ich nicht. Aber ich verstand, dass ich mich wie einige Leute vor mir auf dem Block eintragen sollte. Name und Adresse wollte er wissen und dann anscheinend sollte ich auch einen Wunsch angeben. Die Leute, die sich eingetragen hatten- obwohl die Schrift bei allen merkwürdig ähnlich aussah- hatten alle „Peace“ geschrieben und ja, warum auch nicht? Wir hätten doch alle gern Frieden, aber für diesen Wunsch wollte er 40.- Euro oder Dollar, wer weiß? Mir blieb also nur ihm verständlich zu machen, dass ich keine 40 Euro habe und kaum hatte er das verstanden, nahm er mir das goldene Kärtchen wieder ab und sah mich wütend an. Tja, nichts ist umsonst.

Ich schlenderte weiter, an geschlossenen Läden vorbei, betrachtete Baustellen, sah was verschwunden und neu hinzu gekommen ist und besorgte Zahnbürsten.

Zurück wollte ich mir eine Fahrt mit dem Aufzug leisten. War ja nichts los. keine Kinderwagen,Rollatoren oder Rollstühle. Also marschierte ich auf den Aufzug zu. Plötzlich schoss ein Mann mit wütendem Gesicht daraus vor: „Drücken sie da die ganze Zeit irgendwo drauf?“ „Nein“, antwortetet ich, „niemand drückt hier“. Ich stieg in den Aufzug. „Dann rein jetzt“, blaffte er mich an. „Ich bin doch schon drin,“ entgegnete ich.

Die Tür begann sich zu schließen und schaffte es nicht ganz. Kurz vorher glitt sie zurück. „Oh, die Tür ist kaputt“ sagte ich, stieg aus und marschierte zur Rolltreppe. Diese einfache Erklärung gefiel dem Mann offensichtlich nicht. Immer noch mit wütendem Gesicht und unfähig etwas anderes zu sagen als andere Menschen anzumeckern blieb er stehen. Es muss…es muss… es muss einfach irgend ein böser Mensch irgendwo auf einen Knopf drücken und ihn am Aufzug fahren hindern. Vermutlich ein unsichtbarer Kobold, der sich einen Spaß erlaubt.

Schließlich, ich stand schon auf der Rolltreppe und blickte noch mal Richtung Aufzug, kam der wütende Mann auch endlich. Wie lange er wohl mit dem Aufzug gekämpft hatte?

Ich war froh wieder daheim zu sein und weiß genau:Innenstadt: Nicht so bald wieder!