Veröffentlicht in 1000 Fragen an mich selbst, Deutschland, International, Persönlich

1000 Fragen an mich selbst #10

341: Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?

Ich versuche mich möglichst über nichts auf zu regen. Manchmal klappt es nicht. Dann ärgere ich mich mal wieder über die Lehrer, oder über Leute die ständig meckern oder ähnliches.

342: Kann jede Beziehung gerettet werden?

Nein, nicht jede

343: Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?

Ich bin zufrieden damit dass bei mir jedes Körperteil vorhanden ist und sich dort befindet wo es hin gehört. Es gibt zu viele Menschen die dieses Glück nicht haben.

344: Womit hälst du dein Leben spannend?

Muss mein Leben spannend sein? Ich bin alleinerziehend, habe vier Kinder, einen Job, einen Haushalt, einen soziopathischen Exmann. Das ist mehr Spannung als ich möchte.

345: Kannst du unter Druck gute Leistungen bringen?

Bis zu einem bestimmten Grad.

346: Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?

Als ich in der Phase drin war- keine. Rückblickend würde ich sagen als Schüler hat man ein recht angenehmes Leben

347: Findest du andere Menschen genau so wertvoll wie dich selbst?

Ja

348: Hast du immer eine Wahl?

Ja

349: Welche Jahreszeit magst du am liebsten?

Alle, aber nicht jeden Tag

350: Wie hättest du heißen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?

Als Kind mochte ich den Namen Jessica, später dann Cornelia. Also vermutlich einer davon

351: Wie eitel bist du?

Überhaupt nicht.

352: Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?

Zu oft meinem Herzen. Ich brauche mehr Gleichgewicht.

353: Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?

Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt Risiken eingehe

354: Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?

Nein, ich höre lieber zu

355: Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?

Keine Ahnung. Ich kenne wohl zu wenig Serien um da jemanden zu finden.

356: Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?

Familie

357: Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?

Kommt darauf an von wem sie kommen und worum es geht

358: Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?

So lala

359: Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?

Keinen

360: Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?

Unabhängig mit Familie

361: Was war deine schlimmste Lüge?

Also schlimm würde ich es nicht nennen. Aber ich habe versprochen den Hund nicht mit zu nehmen wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin.

362: Erweiterst du deine eigenen Grenzen?

Ja, aber nicht in allen Bereichen

363: Kannst du gut Witze erzählen?

Nein, ich vergesse sie meist

364: Welches Lied handelt von dir? 

??? Ich höre nicht gern Musik

365: Welche kleinen Dinge kannst du genießen? 

Sonne, Blumenwiesen, am Wochenende ausschlafen,…

366: Wofür kann man dich nachts wecken?

Notfälle und für´s Beten

367: Was würdest du gern an deinem Äußeren ändern? 

Diese oberflächliche Betrachtung des Äußeren nervt mich eigentlich nur noch. Bringt das nicht genug Probleme?

368: Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden? 

Die Wahrheit und keine Lügen

369: Lässt du dich leicht zum Narren halten?

Inzwischen nicht mehr

370: Was würdest du gern mal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?

Ich glaube da gibt es nichts mehr

371: Muss man immer alles sagen dürfen?

Nein!

372: Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?

Meiner Familie

373: Kannst du gut loslassen?

Kommt darauf an, was ich loslassen muss.

374: Wofür bist du dankbar?

Für alles was ich habe, kann und bin

375: Sind Komplimente von Leute, die du nicht kennst, wichtig für dich?

Nein

376: Vor welchem Tier hast du Angst?

Aus dem Zoo ausgebrochener hungriger Löwe

377: Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?

Die permanenten Richtungswechsel und Themensprünge meiner Chefin

378: Was hast du immer im Kühlschrank?

Joghurt

379: Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendung schaust?

Nö, ich schau gern mal einen Krimi oder Mystery.

380: Wann hattest du die beste Zeit deines Lebens?

Anfang 20

Veröffentlicht in Arbeit, Deutschland, Gesundheit, Menschen, Persönlich

Job, Job, Hurra

Okay, der Titel ist jetzt doch eher ironisch gemeint, vielleicht auch sarkastisch. Darüber muss ich noch nachdenken.

Ich bin ja dankbar dass ich weiter mein bisheriges Gehalt bekomme und nicht Kurzarbeitergeld nehmen muss. Andererseits wäre es mir auch recht wenn ich diese Zeit der Arbeit mit meinen Kindern verbringen könnte. Die sind schließlich zuhause. 14tägig.

Nun hätte ich diese Woche selbst in der Schule sitzen sollen. Sonntag bekam ich jedoch die Nachricht dass Schule erst einmal abgesagt wurde-aus gesundheitlichen Gründen und wir weiter machen wie vorher- vorerst.

Ja, es war eine gute Idee, denn es hatte sich angekündigt dass was kommt. Anfälle, viel zu viele.

Diese Woche wurde es schnell besser und die Überlegung war evtl doch noch den Rest der Woche…oder auch nicht. Vielleicht eine Lern-Exkursion durchs Viertel,

Ich lerne eine Menge, dass kann ich nicht leugnen. Über Kommunikation, vor allem unterstützte, aber dieses „wir können das machen“ und dann doch nicht geht mir ein wenig auf den Zeiger.

Ich vermisse Sissi und die Erzherzogin nicht, aber den Muskelmann und Mr. Cool.

Überhaupt Sissi: seit Mitte März ist Corona-time. Anscheinend denkt sie, die Kids liegen ausserhalb der Schule im Kälteschlaf. Will sie jetzt eine Lerneinheit zu Hygiene und Abstand usw. machen. Und die Erzherzogin? Möchte das die Kids Briefe an ihre Mitschüler schreiben. Wie viele können ihren eigenen Namen schreiben? 2! Und wieso an Mitschüler? Darf man auch den Großeltern schreiben? Am Besten man stellt keine Fragen. Einfach hoffen dass die Zeiger der Uhr den Turbo einlegen.

Und trotzdem vermisse ich diesen mehr oder weniger geregelten Vormittag, die Kids, die Kollegen. Was nächstes Jahr wird ist zu 100% offen.

Veröffentlicht in Deutschland, International, Menschen, Persönlich

Das Leben #IV

Es wird nicht besser. Jetzt sind alle vier Kids mit meinem Ex zum Essen. Ich habe mal frei und bin ganz froh drüber. Die letzten Tage waren mal wieder anstrengend. Letzte Woche noch gab es mal wieder ein Gespräch mit meinem Ex, den Jungs und der Tänzerin. Weil es mal wieder nicht lief wie er es gern hätte, rief er die Tänzerin an, die gerade arbeiten war. Er hat irgenwie immer so ein blödes Timing. Er meldet sich immer bei ihr wenn sie gerade arbeitet. Und diesmal war es weil ich die Klingel ausgestellt hatte, denn die Jungs wollten nicht raus zu ihm.

Ursprung war das er eigentlich mit ihnen spazieren gehen wollte. Dummerweise war der Fußballer gerade erst heim gekommen von der Schule und hungrig. Schlimm genug wird er direkt wieder rein geschickt um sich eine andere Hose an zu ziehen. Doch das wollte er nicht. Es gab auch keinen Grund. Er trägt nicht gern Jogginghosen, er ist der Jeanstyp. Also wollte er gar nicht mehr raus.

Der Handballer war auch kurz vorm platzen weil er von seinem Vater ständig zu hören bekommt dass sein Bruder nur nicht mehr mit ihm etwas unternehmen will, weil er ihn mitgenommen hat als er abgehauen ist. Der Handballer weiß sehr wohl, dass sein Bruder allein gegangen wäre wenn er ihn nicht mitgenommen hätte, aber davon will sein Vater nichts hören.

So hatten beide Jungs keine Lust mehr. Was folgte war Klingel-und Telefonterror. Also beides abgestellt. Zack, musste die Tänzerin dran glauben. Sie erklärte sich zu einem Treffen bereit, lies sich von ihm herfahren und vereinbarte mit ihm dass er Heim fährt und sie allein mit den Jungs redet. Soweit die Theorie.

In der Praxis waren die Jungs ziemlich genervt und wollten eigentlich nicht reden, erklärten sich aber schließlich bereit mit der Tänzerin ein Eis essen zu gehen. Als sie auf einer Wiese saßen und sich unterhielten, kam… ja genau. Der, der angeblich nach Hause gefahren ist.

Es folgte ein gemeinsames Gespräch bei dem er mal wieder seine schauspielerischen Künste zeigte. Die Tänzerin war beeindruckt und zuversichtlich dass alles besser werden würde. Mein Kopfschütteln wollte sie nicht akzeptieren. Aber ein Soziopath kennt nun mal weder Mitgefühl noch hat er das Bewusstsein etwas falsches zu tun. Dennoch versuchte sie es wieder mit einer Vereinbarung. Er sollte die Jungs in Ruhe lassen bis sie sich bei ihm melden.

Am nächsten Tag rief er den Fußballer an um zu fragen ob die SML ihren neuen Mietvertrag schon unterschrieben hätte. Als ob der Junge das weiß. Am nächsten Tag rief er den Handballer an um zu fragen wie viel Miete die SML in ihrer bisherigen Wohnung gezahlt hat. Und schließlich teilte er ihnen mit das er sie am Samstag abholt und zum Training bringt. Und wieder einmal hat er seinen Willen durch gesetzt und klar gemacht wie wenig ihn Absprachen interessieren und was ihm Wünsche seiner Kinder bedeuten.

Natürlich musste er dem Ganzen noch eine Krone aufsetzen. Das Training fand draußen statt und weil es heftig anfing zu regnen brach der Trainer ab, aber nein- er schickte den Fußballer wieder raus und nun… nun hustet er und fühlt sich nicht wohl. Ab morgen habe ich also ein krankes Kind daheim und muss selbst wieder zur Schule gehen. Juhu

Veröffentlicht in Deutschland, International, Menschen, Persönlich

Das Leben #XIII

Gut eine Woche ist es her, dass meine Jungs vor ihrem Vater geflüchtet sind und es läuft seither so lala. Vereinbart war, dass er am Sonntag mit den Jungs ein Restaurant aufsucht und die Jungs dort ihm mal die Meinung sagen dürfen ohne das er sich großartig daneben benehmen kann. Schließlich ist das ein Restaurant. Die Mädchen sollten zusätzliche Sicherheit schaffen und den Jungs den Rücken stärken.

Zwei Autos kamen gleichzeitig vor dem Haus an und die Jungs hatten die Wahl und entschieden sich für ihre Schwester und gegen den Vater. Der wiederum war etwas nörgelig weil die SML das Obst mitnahm dass er uns in zu großer Menge hier abgeliefert hatte und dass er am Samstag noch eine Salatschleuder mit Artischocken brachte die er nun zurück bekam weil niemand die Dinger mag gefiel ihm auch nicht.

Letztlich hatte niemand von den Kindern Lust auf die Diskussionen, daher blieb es bei einem Essen und danach brachte er die Jungs im Schneckentempo heim.

Am Montag wollte der Handballer lieber eine Stunde zu früh beim Training sein als von seinem Vater dorthin gebracht zu werden. Und er entschwand danach schnell in die Bahn bevor er ihn abholen konnte. Der Fußballer hingegen wurde eingesammelt zum Turnschuh kaufen.

Am Dienstag wollte er mit dem Handballer Turnschuh kaufen, aber der hatte einen geschwollenen Fuß. Also Mittwoch. Gestern Abend rief er an und teilte mit er hätte für die Wochenenden Unterricht in der Moschee für die Jungs organisiert. Samstag der Fußballer, Sonntag der Handballer. Super! 😦 Meine Wochenenden sind dann auch erledigt.

Dass die Jungs ihn immer noch meiden und keinen Nerv auf ihn haben will er nicht sehen. Früher, als er noch hier gewohnt hat sind sie gern mit ihm unterwegs gewesen, meinte er gestern. Auch das ein Irrtum. Sie hatten nur keine Ausweichmöglichkeit und keine Wahl. Auch damals haben sie sich bei mir beschwert dass er sie nur auf dem Spielplatz abstellt und dann einen Freund anruft der seine Kinder noch dazu stellt und der Handballer als Ältester hatte die Verantwortung für alle. Und das auf einem Kleinkind-Spielplatz. Seiner Meinung nach hat die Coronazeit die Jungs faul gemacht. Sie wollen nicht vor die Tür. Mit ihren Schwestern und mir schon. Sie wollen nur am PC sitzen und keinen Sport machen. Doch, sie gehen sogar gerne joggen und zum Training. Nur eben nicht mit ihrem Vater. Es hat keinen Sinn ihm solche Dinge zu erklären. Was er nicht sehen will existiert nicht.

Immerhin hat er verstanden dass ohne meine Genehmigung die Kinder nirgendwo hin gehen. Einen weiteren Urlaub mit/bei ihm werde ich nicht zustimmen. Alles weitere wird sich zeigen

Veröffentlicht in Arbeit, Deutschland, Gesundheit, Menschen, Persönlich

Corona-frei#9

Tja, so langsam neigt sich die Zeit wohl dem Ende zu. Sofern es nicht einen Rückfall gibt, aber es wird gemunkelt dieser könnte uns womöglich erspart bleiben.

Die letzten Tage hat mir mein Schützling zu verstehen gegeben, dass er gern wieder zur Schule möchte. Wir haben so unsere eigene Art der Kommunikation. Bei ihm ist es hauptsächlich über DVD´s. Fast in Dauerschleife sahen wir seine Lieblingsserie mit der Folge „Der erste Schultag“. Dazwischen gab es die „Reise mit dem Zug“ und seine Mutter bestätigte dass er wieder die Reisetasche packen will. Er ist wohl auch Corona-müde. Also haben wir überlegt es mit der Schule einfach zu versuchen. Ist ja auch nur 14tägig wie bei meinen Jungs. Wir gehen jetzt alle in derselben Woche zur Schule und ich lass mich überraschen. Wenn es nicht läuft, kann man es immer noch beenden. Was nach den Sommerferien sein wird ist noch ungewiss.

Meine Jungs dürfen wieder zum Training ab sofort, bzw. ab nächster Woche. Trotzdem habe ich auch da dem Handball-Trainer erst einmal abgesagt.

Ich weiß, es ist ein großes Problem mit den mangelnden Trainingsorten für die Vereine, zumal viele Vereine nicht das Geld für eigene Trainingsplätze haben und daher auf Turnhallen und -Plätze von Schule angewiesen sind, aber manchmal kann ich nur den Kopf schütteln. Es wurde jetzt mal eben mitgeteilt das die Trainingstage geändert sind- man hat ja auch keine anderen Termine- und ab sofort fährt man bis ans andere Ende der Stadt zum Training. Vorzugsweise mit dem Auto denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt länger als das ganze Training.

Seien wir mal ehrlich: wenn ich möchte das meine Kinder an der letzten Kurve des Planeten Training haben, melde ich sie dort bei einem Verein an. Wenn ich einen Verein wähle, der ums Eck ist, dann doch nur weil ich davon ausgehe dass das Training für mein Kind einfach und schnell eigenständig erreicht werden kann. Die SML meinte dann bei einem Gespräch darüber sie fände das unverschämt und normalerweise sollte der Verein den Eltern mit Auto die notwendigen Benzinkosten erstatten. Bei mir wären es die zusätzlichen Fahrkarten und damit wären dann auch nur die Kosten abgedeckt. Das ich von der Arbeit nach Hause hetze, die Kinder unter den Arm klemme und hoffe das wir die Bahn und den Umstieg reibungslos schaffen um nicht auch noch zu spät zu kommen ist da noch nicht eingerechnet. Da artet das Hobby zum Stress aus und Sport wird mörderisch.

Ganz ehrlich: ich bin froh das bald Sommerferien sind.

Veröffentlicht in Arbeit, Deutschland, Gesundheit, International, Menschen, Persönlich

Corona-frei #8

Wahnsinn, der Ramadan ist nun schon wieder vorbei und das sogar schon seit über einer Woche. Das Picknick, dass ich mir zum Fest gewünscht hatte musste aus Wettergründen ausfallen und letztes Wochenende hat dann die SML unser Treffen verschlafen. So ist dass, wenn man unbedingt viele Überstunden machen will.

Gestern Abend haben wir es dann endlich geschafft mal ein Treffen zu schaffen. Die SML kam nach der Arbeit, holte die Tänzerin und mich ab. Die Jungs sind bei ihrem Vater. Mal sehen wie lange sie es aushalten.

Geplant hatten wir einen Besuch in einem Café, aber eines zu finden, dass nach 21 Uhr noch offen hat ist nicht so leicht. Letztlich meinte die SML, dass sie seit morgens nichts mehr gegessen hatte und die Tänzerin lechste nach einem Döner, weil sie ein paar Jugendliche mit Döner unterwegs gesehen hatte. Auch da wird es nach 21 Uhr eng. Aber letztlich fanden wir einen offenen Imbiss. Leider einer von denen, die mit dem Wort „scharf“ nicht viel anfangen können. Schade. Ich mag es nun mal scharf.

Wir fanden eine ruhige Ecke mit Bänken, setzten uns, aßen und dann mussten wir heim. Die SML versprach am Sonntag zu kommen. Die Tänzerin ist vorerst gefangen. Zwei Klausuren stehen vor der Tür. Eine davon in Mathe und da wird sie lernen bis sie die Klausur schreibt. Beide Klausuren schreibt sie an einem Tag und danach ist dann Zeit für Ruhe und Entspannung. Für eine Weile, dann folgt die nächste Klausur.

Was mich betrifft: vermutlich werde ich nicht zurück in die Schule müssen. Sissi und die Erzherzogin bekleckern sich was ihren Job betrifft nicht mit Ruhm. Alles was sie an Aufgaben raus geben hat keinen Nutzen für die meisten Schüler und sie verstehen es nicht. Mehr noch: mein Schützling soll wegen der Sozialkontakte zur Schule und die dürften wohl ausfallen. Ständiges Masken auf- und abziehen und eine lange Lerneinheit zum Virus sind weitere Gründe weshalb mein Schützling wohl weiter Homeschooling erhält. Ich kann meine Arbeitszeiten frei einteilen. Aber ich muss mich auch weiter mit Dingen rum schlagen, für die ich nicht bezahlt werde. Wie ich immer sage: jede Medaille hat zwei Seiten

Veröffentlicht in Arbeit, Deutschland, Gesundheit, International, Islam, Menschen, Religion, Schule

Ramadan- Tag #16 & Corona-frei #7

Ramadan vergeht dieses Jahr rein gefühlsmäßig recht schnell. Über die Hälfte haben wir schon. Die Feiertage stehen schon fast vor der Tür. Da es am Wochenende sein wird stellt sich die Frage nach dem Wetter. Ich hätte mal wieder Lust auf ein Picknick.

Ich erinnere mich noch an unser letztes Picknick im letzten Jahr. Wir hatten einen warmen, sonnigen Tag mit Spiel, Spaß und Leckereien im Park. Die SML musste früher los, aber das hat unsere Laune nicht verderben können. Aber nur wenig später zogen dunkle Wolken auf. Wir entschieden uns zu gehen, aber noch bevor wir aus dem Park raus waren goß es. Und wie. Ein Mietauto musste her und freundlicherweise stand eins nur wenige Straßen weiter. Während die Tänzerin los rannte um das Auto zu holen warteten die Jungs und ich am Straßenrand auf dem Grünstreifen. Dicht neben uns brach ein dicker, langer Ast vom Baum und landete nur Zentimeter neben uns. Gott sei Dank, dass der uns nicht traf. Als die Tänzerin mit dem Auto kam waren wir nass bis ins Knochenmark. Es machte schon nichts mehr dass es noch einen Moment dauerte bis wir endlich unsere Picknicksachen im Kofferraum hatten. Ich weiß nicht ob ich jemals so glücklich war nach Hause zu kommen. Eine Wiederholung dieses Erlebnisses brauche ich nicht, aber ein Picknick bei schönem Wetter wäre schon toll.

Die letzte Zeit habe überwiegend ich gekocht, aber der Handballer hat schon angekündigt dass er morgen übernehmen wird. Bratnudeln möchte er machen. Ich denke ich werde einen Wackelpudding beisteuern.

Die Lockerungen, die von unseren Politikern beschlossen wurden bedeuten zu nächst einmal dass der Handballer wieder zur Schule muss. Begeistert ist er nicht und auch der Handballer freut sich nicht unbedingt dass sein Bruder nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung steht. Es wird sich zeigen ob nach Pfingsten auch der Fußballer los muss oder alle wieder zu Hause bleiben. Wenn es jemals einen Moment gegeben hat in dem ich mir nicht sicher war ob die Entscheidung den Job zu wechseln gut war, dann ist die Antwort jetzt auf jeden Fall ein lautes JA!!!!

Die kleinen Nettigkeiten die den Menschen entgegen gebracht werden, die trotz allem arbeiten kann man bejubeln oder es auch lassen. Die Mädels haben vom Arbeitgeber eine Mitarbeiterkarte bekommen. Die ist nur kurze Zeit gültig, ermäßigt jeden Einkauf im Laden um 20%, aber man muss auch 300€ ausgeben um 60€ geschenkt zu bekommen. „Im Grunde“, so meint die Tänzerin, „geben wir denen mehr als wir bekommen“ und das ist leider auch ein Fakt.

Apropos geben: mein Drucker ist seit einer halben Stunde beschäftigt die letzten Aufgaben für den Handballer zu drucken. Das Ende sehe ich noch nicht und wenn alles gedruckt ist kann ich mir vermutlich neue Patronen besorgen. Es wurden mal wieder viele Buchseiten eingescannt.

Wann ich wieder offiziell arbeiten muss weiß ich noch nicht, aber sicher nicht vor Pfingsten. Ich fühle mich derzeit etwas ausgebeutet, denn ich mache Unterricht, den nicht ich machen sollte und unsere Lehrer gönnen sich eine Pause.

Ich bin auf die Konsequenzen von all dem gespannt. Manche Schüler, wie meine Jungs sollten die ganze Zeit nur mit kopierten Zetteln wiederholen und andere haben Online- Unterricht erhalten und sind vorwärts gekommen. Manches Kind sass zu Hause allein und manche hatten Hilfe durch die Eltern. Es wird also sicher mehr oder weniger große Unterschiede geben. Sowohl innerhalb der Klassen/Schulen, als auch deutschlandweit.

Veröffentlicht in Arbeit, Deutschland, Gesundheit, Islam, Menschen, Persönlich, Religion

Ramadan- Tag 6 und Corona-frei #6

Heute ist schon der 6. Tag des diesjährigen Ramadan. Die Jungs befinden sich (noch) in der Trainingsphase. Beide haben entschieden sie wollen versuchen durch zu halten. Bisher läuft es gut und natürlich ist es dieses Jahr optimal: Kein Unterricht, kein Training.

Seit einer Woche arbeite ich wieder, aber unter veränderten Umständen und wirklich toll ist es nicht. Ich bin auf die Betreuung meiner Kinder angewiesen damit ich meinen Schützling aus der Schule zwei Stunden täglich betreue und mit ihm weiter Unterricht mache.

Die Lehrer aus unserer Schule bekleckern sich absolut nicht mit Ruhm. Diese Woche haben sie angefangen lieblose Zettel per Mail zu versenden die fast keiner unserer Schüler allein bearbeiten kann. Nur Eltern sind keine Lehrer und sollen nicht den Unterricht übernehmen. Und mein Job ist es eigentlich auch nicht. Also arbeite ich mit anderen Materialien die dank der Anschaffung durch die Mutter in größeren Mengen vorhanden sind. Auch nur deshalb weil sie beruflich damit zu tun hat. Immerhin kann jede von uns mal für zwei Stunden die Kinder abgeben und was anderes machen.

Heute ist auch ein besonderer Tag für uns. Heute kocht der Handballer indisch.

Wir sind große Fans der indischen Küche und er liebt kochen und besonders liebt er es scharf. Indisch hat er schon einige Male gekocht und es ist einfach lecker. Heute gibt es irgendwas mit Buttersauce und dazu Reis. Ich weiß, dass er inzwischen kaum noch Hilfe benötigt.

Die Lehrer des Handballers haben inzwischen angemerkt dass die Anschaffung eines Tablet eine gute Idee wäre und ebenso wie die Lehrer des Fußballers hätten sie jetzt gern die Hausaufgaben zurück um sie zu betrachten und zu beurteilen. Und natürlich hat sich unser Scanner entschieden in den Streik zu treten. Jetzt darf ich alles fotografieren.

Veröffentlicht in Blogparade, Deutschland, Menschen, Persönlich

Corona-frei & Co. #5

Bei Anja von Der Kellerbande gibt es einen Coronafragebogen vom Twitteraccount „Umsztandslos“ Schauen wir mal:

  1. Ich habe weiterhin frei und meine beiden Jungs zu Hause. Der kleine Fußballer steht so gegen 9:30 Uhr auf und der große Handballer darf schlafen bis er von selber wach wird, oder bis sein Bruder ihn weckt. Die meiste Zeit läuft alles harmonisch ab, aber zwischendurch gibt es auch mal Stress. Wir versuchen unsere Aussenaktivitäten zu minimieren.
  2. Da ich chronisch unzufrieden bin mit unserer Wohnsituation/Wohneinrichtung nutze ich viel Zeit um mir Verbesserungen zu überlegen und sie in Angriff zu nehmen. Dann müssen die Jungs natürlich lernen, wir müssen mal raus, und daneben gibt es den üblichen Haushaltskram. Zudem bastel ich dieses Jahr wieder einen Ramadankalender für meine Jungs.
  3. Ja. Mein Handballer ist leidenschaftlicher Koch. Er zaubert also gerne was für unser Mittagessen, oder unterstützt mich beim kochen. Außerdem ist er dafür zuständig die gewaschene Kleidung von sich und seinem Bruder in den Schrank zu räumen. Zusammen mit seinem Bruder räumt er die Spülmaschine aus und der Fußballer macht die Betten. Beide räumen Einkäufe in der Küche ein.
  4. Wir genießen die Zeit miteinander ohne zeitliche Verpflichtungen. Wir können einfach individuell lernen und es hat absolut etwas für sich wenn jedes Kind dort Hilfe bekommen kann, wo sie gebraucht wird, wenn das Tempo angepasst wird und man nicht strickt nach Plan lernt sondern variiert. Was ich persönlich noch sehr schätze, ist das einige Lokale/Restaurants die normalerweise nicht liefern sich jetzt einem Lieferdienst angeschlossen haben oder aber ihre Mitarbeiter liefern lassen. Wir müssen nicht auf das Essen verzichten und trotzdem nicht dorthin. Überhaupt nutze ich viel Lieferdienste damit wir nicht einkaufen gehen müssen.
  5. Natürlich wäre es schön wenn man jetzt Ausflüge machen könnte. Ins Museum, in den Zoo, eine andere Stadt… Fällt alles aus, dabei wäre es auch für die Bildung eine gute Sache.Die Eisdielen, die geöffnet haben sind mit langen Schlangen kein interessanter Ort, aber Eis selber machen hilft den Kindern zu erklären was sie da überhaupt essen. Ohne Corona würden wir bei warmen, sonnigen Wetter und freier Zeit eine Tasche packen und irgendwo picknicken. Die Jungs würden Fußball spielen,…

Das ist so im Großen und Ganzen die aktuelle Situation