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Auswirkungen schwindender Armut auf den Arbeitsmarkt

wortzeichner

Eines der bedeutendsten Probleme unseres Wirtschaftssystems liegt in dem Irrglauben, dass wir nur durch immer größeren Wirtschafts¬wachstum einerseits unseren Wohlstand mehren und andererseits auch die Armutsproblematik beseitigen können. Wir glauben, je mehr wir produzieren, umso mehr Einkommen haben wir, das wir verteilen können und umso einfacher ist es Armut zu beseitigen.
Selbst wenn es funktionieren würde, so wären wir von etwas anhängig, was auf Dauer unmöglich und zudem sehr gefährlich ist – konstantem Wachstum.
Wachstum bedeutet nicht nur, dass wir immer mehr konsumieren müssen, sondern auch, dass wir mehr und mehr an Ressourcen verbrauchen. Dies führt uns zu bereits heute ersichtlichen Umwelt- und Ressourcenproblemen. Um diese zu lösen wird kein Weg an den Gedanken zur Nachhaltigkeit vorbeiführen, wie etwa effizienter produzieren und weniger konsumieren. Es steht also in gewisser Weise im Widerspruch mit den bisherigen Leitgedanken unser Armutsproblem zu lösen.
Aber wir haben ohnehin ein ganz anderes Problem. Das skurrile…

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Die Sprache

Damals vor vielen Jahren als meine Tänzerin die 4. Klasse der Grundschule besuchte, waren wir bei einem Infoabend für die weiterführenden Schulen. Vertreter mehrer Schulen und Schulformen standen Eltern Rede und Antwort, erzählten von den Übernahme-Voraussetzungen und ihren Schulen, dem Unterricht, den Abschlüssen, den Wechselmöglichkeiten.

Ein Vertreter des Gymnasiums erklärte die Notwendigkeit der Beherrschten Muttersprache. Ohne, so meinte er, hätten Kinder Problem in der Schule. Fehlen Worte fehlt Verständnis. Wer selbst eine Sprache nicht wirklich beherrscht, sie aber dem Kind lehrt, lehrt Fehler, die nur schwer berichtigt werden können. Deshalb so meinte er ist es besser wenn Eltern mit Nicht-deutscher Muttersprache mit ihrem Kind in der Muttersprache sprechen. Deutsch, so sagte er, liegt in der Verantwortung des Kindergartens.

Ich habe im Laufe der Zeit, Erzieher in Kindergärten, Lehrer an Schulen und auch Politiker meckern hören das Eltern mit ihren Kindern zu Hause Deutsch sprechen sollen statt der eigenen Muttersprache. Ich habe Eltern erlebt die trotz schlechtem Deutsch meinten ihren Kindern die deutsche Sprache  beibringen zu müssen. Ich habe Kinder gehört die keine wirkliche Muttersprache haben, gerade weil ihre Eltern weder ihre eigene noch die deutsche Sprache richtig an ihre Kinder weiter gegeben haben. Ich habe gesehen welche Probleme sie in der Schule haben weil die Sprache zum Verstehen fehlt.Und immer wieder Mal höre ich Leute die meinen dies sei Deutschland und darum müsse hier deutsch gesprochen werden.

Meine Zustimmung bei solchen Äußerungen hat Grenzen, schon allein deshalb weil ich verbunden damit meist das Gefühl habe das es nicht wirklich um die Sprache geht, sondern um die Personen. Man kann es auch versteckten Rassismus nennen, denn das wir online leben, nicht zur Bank gehen sondern Banking– Geschäfte machen, ist meist ebenso wenig in der Kritik wie der Frisör, dessen Geschäftsname ein Street, statt des eigentlichen Straßennamens auf dem Schild über der Tür hat. Der Coffee-to-go ist so selbstverständlich wie Fashion. Ist es also wirklich notwendig deutsch zu sprechen?

Größere Firmen haben teilweise eine Multinationale Belegschaft und daher ist deutsch als gemeinsame Sprache in einigen Firmen schon nicht mehr üblich.  Oskar Wilde meinte mal:

Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen.

Deutsch, so heißt es, ist eine schwere Sprache. bei Focus-online gibt es einen Test zum Plural, den jeder machen kann. Der PISA-Test fällt für Deutschland nicht überragend aus. Drei Artikel, vier Fälle, diverse Ausnahmefälle von üblichen Regeln, ellenlange Worte… das sorgt durchaus für Probleme.

Konfuzius meinte:

Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.

Wenn es nur ums Verstanden -werden geht, kann man sich dann nicht auch anders verständigen?

Gehörlose werden nicht von jedem verstanden, aber dennoch würde man ihnen weder die Nationalität absprechen noch von ihnen verlangen sich so zu verständigen das Alle es verstehen, aber Schüler sollen auf Pausenhöfen nicht miteinander ihre Muttersprache sprechen, sondern gefälligst deutsch.

Voltaire meinte:

Kennst du viele Sprachen – hast du viele Schlüssel für ein Schloss.

Muttersprache ist wichtig. Egal wo auf der Welt wir uns befinden, doch nicht nur die deutsche Muttersprache und nicht nur in Deutschland. Lebe ich in einem anderen Land bleibt meine Muttersprache wichtig, selbst wenn sie dort nicht gesprochen oder verstanden wird. Es muss erlaubt sein, sie zu sprechen. Das man gleichzeitig sehen muss sich vor Ort zu verständigen bleibt davon unberührt. Beides ist möglich.

Rund 6.000 Sprachen werden auf der Erde gesprochen und etwa die Hälfte ist vom Verschwinden bedroht. Seit dem Jahr 2000 findet jährlich am 21. Februar der Internationale Tag der Muttersprache statt, der an die Bedeutung des Kulturgutes Sprache erinnert.Er soll die Sprachenvielfalt und den Gebrauch der Muttersprache fördern und das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken.

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Industrielle Menschenvernichtung als „Spaß“. Aha.

echsenwut

Es gibt im Internet sehr viele Formate und Angebote, die zumindest indirekt ein konsequentes Fortschreiten allgemeiner Verblödung zum Ziel haben. Die Idee, dass dumme Konsumenten unkritisch und für Anbieter höchst bequem nichts als Entertainment nachfragen und damit auch bizarre politische Aussagen transportieren, ist erstens nicht neu, zweitens deshalb nicht überraschend und drittens nicht besorgniserregender als vor zwanzig Jahren etwa, als das Internet selbst kaum eine Rolle spielte.
Da versorgte längst schon die „BILD“ mit ihren halbwegs oder gern auch vollständig zusammengefälschten Nachrichten einen wesentlichen Teil der deutschen Bevölkerungen mit großformatigen Artikeln fragwürdiger Substanz.

Die Bemühungen dieser „Informations“-Anbieter, denen aus Überzeugung keine einzige deutsche Bundesregierung jemals etwas entgegengesetzt hat, tragen Früchte. Große Teile der Internetuser sind tatsächlich grundlegend verblödet. Nur so kann erklärt werden, dass dumme Jungs mit kreischendem YouTube-Angebot Furore machen, großen Erfolg haben und zum Teil viele Millionen Klicks für ihre bizarren Beiträge erhalten.
Einer dieser sehr dummen Jungs…

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Die Glaubwürdigkeit

Was mich immer wieder beschäftigt ist die Glaubwürdigkeit von Personengruppen denen wir im Normalfall vertrauen, weil wir davon ausgehen das sie dieses vertrauen verdient haben. Zum Beispiel Lehrer!

Lehrer haben studiert, sollten ihr Fach daher beherrschen und sie werden dafür bezahlt uns, bzw. unseren Kindern etwas bei zu bringen. Sie sollen Köpfe mit Wissen füllen, also müssten sie selbst auch welches besitzen.

Nun habe ich drei schulpflichtige Kinder und daher einen Einblick in Lehrinhalte und das schon seit Jahren, denn meine Große ist in der 11. Klasse.

Jüngstes Beispiel für berechtigte Zweifel lieferte ausgerechnet die Klassenlehrerin meines Sohnes in der 2. Klasse. Thema:Haustiere. Nicht weiter schlimm, sollte man meinen eine simple Sache, doch tatsächlich gibt es viele Leute- zumindest im I-Net- die meinen Haustiere sind Tiere die im Haus leben. Einfache Definition, aber nicht ganz richtig. Für einen Lehrer, so dachte ich, ist das kein Problem, doch stellte sich heraus das ich mich mächtig geirrt habe.

Ein Teil der Tiere, die mein Sohn fleißig ausgeschnitten und aufgeklebt hatte, wären laut seiner Lehrerin keine Haustiere. Das Schwein, so meinte sie sei ein Nutztier, kein Haustier und dann erfand sie gleich noch eine neue Tiergattung: das Lauftier!

Zu den Lauftieren gehört das Pferd, denn das ist auch kein Haustier. Meint die Lehrerin. Offensichtlich hat sie übersehen das die übrigen Tiere auch fast alle laufen. Der Hund, die Katze, das Schwein, der Hamster,…

Nun zeigt das Beispiel zwar das man Lehrern nicht alles glauben sollte und das es besser ist einen Blick auf Unterrichtsinhalte zu werfen, aber Haustiere und Lauftiere sind eher eine lustige Sache, wenn auch ärgerlich weil die Schüler falsche Informationen erhalten was nun nicht gerade zur Bildung beiträgt.

Schlimmer ist es allerdings wenn Lehrer Inhalte vermitteln die, wenn auch ungewollt, in eine Richtung steuern die Schüler gegeneinander aufbringen kann, oder aber auch außerhalb der Schule negative Effekte im Zusammenleben von Menschen zur Folge haben können.

Es gibt da so diverse Beispiele. So erklärte letztes Jahr die Lehrerin meiner Ältesten: Muslime hassen Juden! Meiner Tochter war das neu und daher fragte sie mich danach. Auch ihre Freundin und Klassenkameradin schüttelte irritiert den Kopf. Sie ist erst wenige Jahre in Deutschland. Die übrigen Schüler nahmen es als Fakt.

Nun ist das etwas was offiziell in Deutschland eine Art Lehrmeinung darstellt. Aber richtig ist das noch lange nicht und Schüler die eben nicht hier aufgewachsen sind, sondern in einem muslimischen Umfeld haben da ganz andere Erfahrungen gemacht.

Natürlich ist nicht jeder Muslim Islamwissenschaftler und kennt seine Religion in- und auswendig. Gerade Kinder und Jugendliche bedürfen der Unterrichtung, doch die gibt es flächendeckend immer noch nicht mit immer neuen Ausreden der Verantwortlichen und Eltern sind auch nicht alle bestinformiert. Viele Dinge werden nicht thematisiert weil man gar nicht daran denkt das es notwendig wäre und so fallen Behauptungen von Lehrern, Medien,Politikern auf fruchtbaren Boden.

Hier sind es die Lehrer die gefordert sind.

Ein Lehrer sollte sich aus fachlichen Quellen informieren nicht aus Zeitung oder Fernsehen.

Die Wahrheit ist einfach: Hass auf Juden ist im Islam nicht vorhanden. Vielmehr betrachten wir Juden und Christen als Geschwister, denn sie sind wie wir „Kinder der Schrift“. Also jene die von Gott ein Buch bekamen. In mehrheitlich islamischen Gegenden stehen sie unter dem Schutz der Muslime.

Betrachtet man die Flaggen der muslimischen Länder findet man auf fast allen den Davidstern, wie hier auf der Marokkanischen Flagge.

marokko

Aber nicht nur die Flaggen zeigen den fünfzackigen Stern. Auch an vielen Gebäuden wie Moscheen, die üblicherweise sehr dekorativ verziert sind finden sich immer wieder Hinweise auf den jüdischen Einfluss.

Wenn jetzt also Muslime Juden hassen, woran liegt das? An der falschen Unterrichtung? An der Vermischung von Politik und Religion?

Richtig ist sie jedenfalls nicht und wir haben es in der Hand darauf zu achten das es friedlich bleibt. Wenn nötig eben auch so das man sich den Lehrer mal schnappt und ihn auf seine Fehler hinweist.

 

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Das zweite Ausbildungsjahr

08
JAN
2014
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Deutsche MuslimaVeröffentlicht unter Ausbildung, Deutschland Tags: Mobbing, Rassismus

Fast ein halbes Jahr ist mein Mann nun im zweiten Ausbildungsjahr.

Seit Beginn der Ausbildung sind fünf Dozenten gegangen.

Inzwischen habe ich von anderen Schülern des Ausbildungsbereiches andernorts gehört das dort zu Beginn der Ausbildung lange Bücherlisten ausgegeben wurden. Teure Fachbücher die sich die Schüler anschaffen sollten. Bis heute braucht mein Mann von den Dozenten aus nicht ein Buch und die sind recht sparsam mit dem Material das sie an die Schüler raus geben.

Mein Mann hatte zwischenzeitlich versucht in eine andere Schule zu wechseln. Das wurde von dort abgelehnt weil ganz anders unterrichtet wird und er deshalb innerhalb des Jahres Probleme gehabt hätte. Er könnte höchstens zu Beginn des Schuljahres wechseln.

Auch das Mobbing wird immer schlimmer.

Die deutschen Mitschüler reden nicht mehr mit ihm und einem weiteren “Migranten”. Das “wegmobben” hat nicht funktioniert. Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten. Auslachen bei Referaten ect. ist auch eine Möglichkeit.

Ende letzten Jahres hatte er Praktikum und den Vorteil das er als einziger dem dortigen Chef direkt unterstellt war. Der hat ihm den Rat gegeben dringend die gesamte Basis noch zu erlernen. Die Dozenten in der Schule sehen offensichtlich keine Notwendigkeit die Ausbildung gründlich anzubieten.

Die meiste Zeit verbringt mein Mann mit Büchern aus der Bücherei und mit dem Studium von Dingen die im Unterricht wenig oder gar nicht beachtet werden.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht