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Wochenrückblick

Werfen wir einen Blick zurück auf die letzte Woche.

Dienstag bekam ich von meinem Ex die Mitteilung das er die Jungs am Freitag bei mir lässt. Ich könne mir etwas mit ihnen vornehmen. Er holt sie dann Samstag.

Dank Trainingsverbot ist es ruhiger und entspannter. Mittwoch war Schulfrei. Leider hatte meine Chefin das verpasst. Als ich ihre Frage, ob ich schon unterwegs sei las, hatte sie selbst raus gefunden das ihr Sohn keine Schule hat. Damit entfiel auch ihr Zahnarzttermin. Wir trafen uns zu einer Besprechung.

Donnerstag planten wir das Freitagsessen. Da die Jungs blieben wollte der Handballer endlich mal wieder kochen. Biryani Reis mit Putenfleisch.

Freitag meldete sich die Tänzerin und fragte ob der Handballer bei ihr übernachten wolle. Klar. Der Fußballer zog für die Nacht in mein Bett, denn alleine im Zimmer schlafen ist nicht. Also fuhr er abends noch zu ihr.

Samstag gegen 10:30 Uhr wurde der Fußballer abgeholt und danach sind sie den Handballer abholen gefahren. Abends kamen sie noch einmal kurz vorbei. Sie waren einkaufen mit ihrem Vater. Er hatte dem Handballer ein T-Shirt, zwei Jacken und für den Fußballer neue Schuhe gekauft. Das brachten sie vorbei.

Sonntag habe ich ein Brot gebacken. Das erste Mal seit langem. Danach entkam ich nur knapp dem runter stürzenden Hängeregal über dem Schreibtisch. Gott sei Dank!!!

Gegen 14:30 Uhr kamen die Jungs kurz um einen Fußball zu holen. Danach gingen sie für eine Stunde mit ihrem Vater spielen.

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Corona -Job

Am Freitag war es mal wieder soweit. Das zweite Mal jetzt das unsere Klasse die Nachricht bekam das ein COVID-19 Fall aufgetreten ist. Warum unsere Klasse?

Unsere Schüler kommen zum größten Teil mit einem Bustransport zur Schule und wieder nach Hause. Die Busse fahren eine bestimmte Strecke und die Schüler wohnen auf dieser Strecke, oder besuchen nachmittags Tagesstätten dort.

Da die Schüler aus unterschiedlichen Klassen sind und unterschiedlich Schulschluss haben ist die Zusammenstellung nach Schulschluss nicht identisch mit dem morgendlichen Plan. Wegen der unterschiedlichen Fahrzeiten nach Schulschluss fahren einige Schüler mit bis zu vier verschiedenen Bussen/Fahrern und Mitschülern aus diversen Klassen. Nur Morgens ist von Montag bis Freitag derselbe Bus, mit demselben Fahrer und denselben Schülern unterwegs.

Sollte also ein Kind/Fahrer einen positiven COVID-19 Test haben werden die Klassen, die in diesem Bus unterwegs waren informiert und die Schüler , die in diesem Bus fuhren, müssen für 14 Tage in Quarantäne.

Soweit das Procedere. Freitag, es war schon fast Schulschluss, klingelte das Telefon und das Einhörnchen hatte dann die nette Aufgabe einem unserer Schüler mitzuteilen das es im Bus zu einem Infekt kam und er nun zwei Wochen nicht kommen dürfe.

Bereits vor den Herbstferien hatten wir diese Situation. Damals waren es zwei Mädels die gemeinsam in einem Bus waren. Wir erfahren nicht ob morgens oder mittags. Wir wissen nicht wer. Nur das möglicherweise eine Ansteckung statt gefunden hat. Wir lange der infektiöse Schüler schon Symptome hat, wie viel Kontakt er zu den anderen hatte und derartige Infos erhalten wir nicht. Wir wissen auch nicht ob wir womöglich Schüler oder Lehrer oder anderes Personal haben das ohne Symptome infiziert ist.

Was wir wissen ist, das die Schüler, die nun in Quarantäne müssen am Unterricht teilnehmen, in der Klasse sitzen, Kontakt zu uns haben und hatten und plötzlich mit ihrem Tisch ein Stück an die Seite rutschen müssen. Aber sie bleiben bis ein Elternteil kommt um sie abzuholen und das kann durchaus dauern. Was vor der Mitteilung schon an Kontakt statt gefunden hat kann nicht rückgängig gemacht werden.

Unsere Klasse hat vielleicht 30qm. Es sind etwa 15 Personen dort. Zeitweise ohne Maske. Unsere Aufzüge haben etwa 4qm und 6qm. Die Lüftung ist dauerhaft eingeschaltet. 3 bzw. 4 Personen dürfen sie noch benutzen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel hingegen sind zu den Hauptverkehrszeiten voll. Und wenn ich einkaufen gehe, dann darf pro 10qm nur ein Kunde ins Geschäft.

Ich vermisse bei diesen Regelungen die Logik.

Der Fußballer darf nicht mehr in die Schule sobald Erkältungssymptome auftauchen. Das in dieser Jahreszeit zu verhindern wird schwer. Dann dürfen wir wieder versuchen irgendwo einen Test zu bekommen und müssen dann eine Woche auf das Ergebnis warten.

Beim Handballer war schon eine Klasse in Quarantäne, inzwischen hat es eine andere getroffen.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht

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Wochenrückblick

Die Woche war ziemlich verregnet. Zwischendurch ein paar Sonnenstrahlen, aber der Herbst ist endgültig angekommen.

Langsam wird es was mit der Küche. Ich kann endlich wieder kochen, habe Töpfe und Pfannen. Die ersten drei Schränke hängen über der Arbeitsfläche. Die Unterschränke haben Türen und Einlegeböden. Die Dunstabzugshaube kommt nächste Woche und dann bekommen die Hängeschränke Einlegeböden und Türen und ein Hängeschrank fehlt noch.

Die Jungs waren im Training. Dieses Wochenende sind beide wieder bei Turnieren, trotz steigender Coronazahlen wird nichts gestoppt.

Die Arbeit läuft soweit, aber das Einhörnchen ist eine ziemliche Enttäuschung. Seit Donnerstag arbeitet sie ein Buch das eigentlich in die Rechte Szene gehört. Weiß nicht wie man auf so eine Idee kommt. Bisher hat sie sich nicht an die Inhalte gehalten und ich hoffe das bleibt so, sonst werde ich sie mal fragen was sie so denkt.

Dieses Wochenende waren die Jungs mehr bei mir als bei ihrem Vater. Er hat sie nur zu den Turnieren gebracht und danach wollten sie nach Hause. Der Fußballer hat für das Turnier seines Bruders direkt gesagt das er nicht mit will. Sie waren also nur ab Freitag nachmittag bei ihm und Samstag Mittag waren sie wieder zurück. Die nächste Nacht blieben sie. So ist es ihnen am Liebsten

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Wochenrückblick Spezial

Letztes Wochenende habe ich ihn glatt vergessen. Die Ursache war wohl jener Sonntag davor, als wir aus Salzburg kamen. Das wir erst einmal die Wohnung der SML anschauen mussten bevor wir nach Hause durften lag daran, dass die Damen eine Überraschung für uns geplant hatten. Erwartet hatte ich einen Kuchen oder ähnliches, aber es war sehr viel größer, denn die Damen hatten diese Reise genutzt um ohne mein Wissen meine Küche zu renovieren. An jenem Sonntag sollte Abends alles fertig sein, wenn wir kommen, aber das ging schief und um es vorweg zu nehmen: meine Küche ist immer noch eine Baustelle.

Als wir an jenem Sonntag in die Küche kamen hatte ich einen Essplatz, aber keinen um Essen vor- oder zuzubereiten. Herd, Spüle, Spülmaschine waren abgeklemmt. Meine alte Einbauküche war entsorgt worden. Es standen viele Bretter rum aus denen neue Schränke werden sollten. Abstellkammer und Küche waren voll mit Taschen und Kisten in denen die Schrankinhalte aus der Küche untergebracht waren. Mein Backautomat, sowie ein paar andere Dinge waren in den Keller verband worden. Gut dass der Wasserkocher und unsere Microwelle noch existierten.

Seit jenem Sonntag kamen die Mädels Dienstag, Donnerstag und am Wochenende um weiter zu arbeiten. Dennoch hatte ich zwei Wochen nur meine Microwelle zum kochen. Seit Freitag dieser Woche habe ich auch einen Backofen und ich habe wieder eine Spüle.

Mein alter Herd musste erneuert werden, das war klar, denn der Fußballer hatte es mal geschafft die Tür des Backofens kaputt zu machen, also den Schließmechanismus. Seither musste man etwas trickreich daran gehen um sie vollständig zu schließen, ansonsten stand sie einen Spalt offen. Der neue Herd sieht zwar super aus, aber der alte brauchte nichts weiter. Er wurde damals geliefert, wir haben den Stecker in die Steckdose gesteckt. Fertig. Der neue hat viele bunte Kabel die von der Induktionsoberfläche irgendwo am Herd angeschlossen werden müssen und das Stromkabel hatte keinen Stecker, nur Kabelenden. Das musste alles gemacht werden. Das mit den bunten Kabeln hat bisher trotz Anleitung nicht funktioniert.

Meine alte Spüle hatte zwei Spülbecken und einen Unterschrank, indem ich die Putzmittel lagerte, so wie zwei Schubladen in denen ich Spülschwämme usw. untergebracht hatte. Die neue hat nur noch ein Becken, was absolut reicht, und dadurch habe ich mehr Arbeitsfläche und mehr Unterschrank.

Mein Geschirrspüler war eigentlich noch ziemlich neu und lief super. Dennoch hat meine Tänzerin das Ding verkauft und durch eine neue ersetzt die unterbaufähig ist. Macht Sinn, denn so passt alles gut unter/in eine Arbeitsplatte, die im Baumarkt extra zugeschnitten wurde.

Mein Kühlschrank steht etwas unglücklich, wie ich finde, aber da finde ich eine Lösung. Vorher konnte ich Tür und Seiten benutzen um Notizen usw. mit Magneten dort an zu bringen. Dort klebt auch ein abwischbarer Kalender den ich mit Kreidemarker jeden Monat mit Terminen & Co. beschriften kann. Jetzt fällt eine Seite weg, weil er neben einem Küchenschrank steht.

Was mich nicht begeistert: Meine Brotdosen sind weg und meine Klickboxen, die ich immer für mein Frühstücksmüsli mit zur Arbeit genommen habe. Meine beiden großen Töpfe sind ebenfalls weg. Ich habe nur noch eine Teetasse, der Rest ist so mini für kleinen Bedarf. 🙂 Meine Minion-Gläser sind alle weg. Vier Gläser haben wir noch. Die geliebten Edelstahl-Schüsseln meiner Jungs sind weg. Meine Salatschüssel ebenfalls. Mein Handballer trauert um seinen Sandwichmaker, den wir hoffentlich noch im Keller finden.

Die letzte Woche habe ich dann Dienstag, Donnerstag und Samstag in der Stadt verbracht um bei der Neugestaltung meiner Küche nicht im Weg zu stehen. Helfen soll ich ja nicht.

Diese Woche hatte ich mich dann geweigert wieder mindestens vier Stunden aus der Wohnung zu verschwinden und bin geblieben, aber habe mich zurück gezogen. Da wir die ganze Woche auf das Ergebnis des Corona-Tests warten mussten und das am Freitag erst bekamen hatten wir eine eher „faule“ Woche.

Am Freitag bin ich dann mal los um ein paar Tassen neu zu besorgen und auch eine Schüssel. Einen Topf besorgte die Tänzerin, aber der ist noch etwas klein. Ich brauch noch mindestens einen der doppelt so groß ist. Und für ein paar hübsche Gläser muss ich entweder viel Senf essen, oder in das schwedische Möbelhaus.

Dieses Wochenende sind die Jungs bei mir geblieben. Das war ganz gut, denn die Jungs berichteten wie ihr Vater vor kurzem rückwärts in eine Baustelle gefahren ist und nun eine weitere Macke an seinem Auto hat. Die Tänzerin war zuletzt zweimal mit ihm unterwegs und ebenfalls entsetzt von seinen mangelnden Fahrfähigkeiten und der Häufigkeit mit der er Beinahe- und Unfälle verursacht.

Heute st wieder einmal mal üblicher Waschtag. Diesmal ist es nur eine Maschine. Bis Dienstag muss ich in Microwelle und Backofen kochen und dann sehen wir weiter

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Coronazeit

Die Infektionszahlen steigen und nun zeigt sich wie wenig vorbereitet alle darauf sind.

Letzte Woche bekamen wir Mitteilung das ein Junge aus der Sportgruppe von meinen Jungs positiv getestet wurde. Einen Tag vor dem Ergebnis haben sie noch zusammen trainiert. Laut Mutter gab es unterschiedliche Infos. Die Schule, in der er sich angesteckt hat vertrat die Meinung ein Test sei nicht notwendig. Er wurde dennoch getestet. Gut so. Dann kam das Gesundheitsamt. Ein Mitarbeiter meinte es wäre eine Quarantäne bis nächste Woche nötig, ein anderer meinte nur diese Woche und ein dritter vertrat die Ansicht der Junge könne raus, aber die Mutter brauche 14 Tage Quarantäne.

Eine weitere Mutter berichtet von Symptomen bei ihrem Sohn.

Nun hat mein Fußballer Symptome und zwar ziemlich viele. Der Handballer hat nichts und bisher habe ich auch nichts. Mein Versuch wenigstens den Fußballer, aber besser uns alle testen zu lassen ist sehr ernüchternd ausgefallen. Die Kinderärztin hat ihre Praxis geschlossen aus gesundheitlichen Gründen. Die nächste Praxis macht zwar laut Homepage Corona-Tests nach Voranmeldung, doch meine Anfrage wegen einem Termin ergab dass sie nicht testen.

Meine Hausärztin testet auch nicht und der nächste Hausarzt von hier, der testet, hat so viele Anrufe dass ich jedes Mal der sechste Anrufer bin und sobald ich auf Nummer vier vorrücke teilt mir die automatische Bandansage mit das derzeit telefonisch niemand erreichbar ist und ich es doch später noch einmal versuchen soll.

Terminvereinbarung beim Testzentrum: Frühester Termin: Freitag.

Anruf beim Gesundheitsamt: Eine Stunde lang geht niemand ans Telefon. Danach erwische ich einen netten Herrn, dem ich von den Symptomen meines Sohnes erzähle. Er schlägt vor zum Hausarzt zu gehen. Ich erkläre ihm das nur wenige testen und die nicht erreichbar sind. Dann zum Kinderarzt.- Da testet fast keiner. „verstehe“, sagt er und empfiehlt die 11 6 11 7. Bereitschaftsdienst.

Na gut, Anruf dort: eine nette Maschinenstimme bittet um meine Postleitzahl. Ich gebe sie ein, sie teilt mir mit dass diese erkannt wurde und ich an die zuständige Stelle verbunden werde. Eine Computerstimme die mir diverse Möglichkeiten anbietet. Nein, ich möchte einen Mitarbeiter und drücke wunschgemäß die 2. Eine nette Dame teilt mir mit das sie meine Postleitzahl braucht weil diese nicht erkannt wurde und sie würde mich dann weiter leiten. Also nochmal verbinden lassen. Eine Frauenstimme meldet sich und nachdem sie „Hallo“ gesagt hat legt sie auf. Juchhu! 2. Versuch: diesmal wird aufgelegt nachdem ich die Postleitzahl eingegeben habe.

Ich habe die Schulen informiert und meine Chefin. Jetzt müssen wir warten. Da es über das Training lief hat ein Vater angeboten den Test für alle durch zu führen. Nur deshalb findet dieser heute noch statt und wir werden dann wohl Mittwoch ein Ergebnis bekommen. Sonst müssten wir wohl bis Freitag warten um uns testen zu lassen.

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Fast alles neu

Nachdem die erste Zeit überstanden ist, ein Blick auf die aktuelle Arbeitssituation.

Es ist ein bisschen wie dieses alte Spiel das wir- als ich Kind war- in der Schule gespielt haben um uns die Namen zu merken: Mein rechter, rechter Platz ist frei, ich wünsche mir… herbei. Nur geht es nicht um den rechte Platz, sondern um den vorne an der Tafel und wünschen kann man auch nicht. Man bekommt dort jedes Jahr jemanden hingestellt. Und dieses Spiel wird jedes Jahr gespielt.

Sissi hat sich komplett aus dem Bundesland verabschiedet und die Erzherzogin ist irgendwo eingesetzt. Ob wir uns mal über den Weg laufen? Da sie frische Luft nicht mag, vermutlich nicht auf dem Schulhof. Im Gebäude? Wer weiß. Bisher nicht.

Jetzt haben wir das Chaos-Schnitzel und das Einhörnchen. Einhörnchen weil ich mir vorstelle dass das Wesen eines kleinen Einhörnchens dem von dieser Frau entsprechen würde. Also ähnlich wie bei der Erzherzogin eine Wesensentscheidung. Das Einhörnchen jedenfalls ist endlich mal jemand bei dem ich das Gefühl habe dass die Unterrichtstage nicht völlig nutzlos sind. Sie weiß was sie tut, hat ein gutes Gespür für die Schüler und betrachtet uns nicht als selbstverständlich. Das Chaos-Schnitzel dagegen ist ein anderer Fall. Schnitzel ist eine Ableitung ihres Namens und Chaos ist einfach Programm.

Das Chaos-Schnitzel kann komplett ignorieren wenn ein Schüler fehlt und selbst wenn sie es merkt kommt keine Reaktion. Mit ihr reden ist schwierig. Ob sie einen vollständigen Satz aufnimmt ist nicht klar und sie ist so schnell weg wie sie kam, so das man nicht mal zum Ende kommt mit dem Gespräch. Was den Unterricht betrifft hat sie schon klar gemacht dass es bei ihr um Beschäftigung geht ums rum-bringen der Stunden, nicht um lehren, fördern oder ähnliches.

Um das mal an einem Bespiel zu erklären: Kommt ein Kind in die 1. Klasse sollte es so sein das der Lehrer sich bemüht dem Kind lesen, schreiben und rechnen bei zu bringen. Die Basics. Wie heißen die Buchstaben, wie schreibt man sie usw. Bei Chaos-Schnitzel ist es so das sie Zettel mit Buchstaben verteilt und sagt die Schüler sollen machen wie sie es können. Man kann ihn schreiben, sprechen, anmalen, mit dem Finger nachfahren, bekleben,… Jeder wie er kann und möchte. Es ist ihr egal. Das hat sie so gesagt. Und mehr macht sie auch nicht.

Was unser Team betrifft ist es tatsächlich entmutigend. Mr Cool ist ein paar Räume weiter. Wir treffen uns öfter auf dem Flur oder auf dem Hof. Es tut so gut. 001 ist bei mir und ohne sie würde ich wohl verzweifeln. Mir tut Frau Schweigsam leid. Sie arbeitet für drei, aber irgendwie finden wir nicht so den Kontakt zueinander. Frau Krank hat die Tendenz einfach mal eben nicht zu kommen wenn ihr was nicht passt und das passiert leider öfter. Dann ist sie eben krank und andere machen ihren Job mit. Eine fehlt noch im Team, die kam noch gar nicht, weil ihr Schützling krank ist. Evtl. kommt er bzw. die beiden dann nächste Woche.

Was die Schüler betrifft, so haben wir aus der alten Klasse noch fünf bei uns. Zwei sind in der Nachbarklasse und einer hat die Schule verlassen. Aus der ehemaligen Parallelklasse haben wir zwei bei uns und zwei waren bereits in der Klasse. Ich glaube es passt ganz gut.

Corona-Abstandsregeln kann man vergessen in der Klasse. 10 Schüler + 5 oder sechs Erwachsene. Dafür ist der Raum ganz klar zu klein. Wir schaffen nicht mal einen halben Meter Abstand. Selbst jetzt wo noch zwei fehlen. Dafür gibt es auf dem Schulhof zeitliche Regelungen. Aber die sind auch blöd. Frühstück gibt es in der Klasse. Dann mache wir noch mal Unterricht bis wir dann raus dürfen oder wir schlagen die Zeit tot bis wir dran sind.

Also freue ich mich auf den Unterricht mit dem Einhörnchen und hoffe dass die Zeit mit dem Chaos-Schnitzel möglichst schnell rum geht.

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Wochenrückblick

Und schon wieder ist Sonntag.

Die Woche begann zwar verregnet aber besserte sich schließlich zu sonnigem Sommerwetter.

Ich gebe zu: bereits am Montag habe ich mich auf Freitag gefreut. Nicht weil ich meinen Job nicht mag aber weil ich einfach die Pause bauche. Vor allem am Mittwoch war ich fix und fertig. Wir haben soviel gearbeitet. Ein Nicht-sprechendes Kind, das wie ein Wasserfall redet und viele neue Worte und Sätze bringt kann wirklich schlauchen.

Trotzdem war ich nachmittags mit meinen Jungs zur Kirmes und weil die beiden unbedingt Riesenrad fahren wollten blieb mir nichts anderes übrig als ,trotz Höhenangst, mit zu fahren. So habe ich in der Gondel gelitten. Wäre ich unten geblieben hätte ich dort gelitten. Mein Kopfkino spulte schon den Film ab, wie mein Fußballer 45m über dem Boden meint aus der Tür schauen zu müssen. Irgendwie habe ich es überlebt.

Donnerstag war mein Schützling zwar wieder sehr redselig, aber kurz vor Schluss war dann die Luft raus. Er war nur noch sauer. Ich hatte schon befürchtet der Freitag wird ein Alptraum, aber er war wieder gut gelaunt und in Urlaubslaune. Wie ich. Nachmittags wurden die Jungs von ihrem Vater abgeholt. Vorher waren wir noch Eis essen.

Am Samstag habe ich mir vorgenommen mal unser „Allesmögliche“-Regal neu zu sortieren. Ganz schön zeitintensiv.

Das Regal ist fast fertig, die letzte Maschine Wäsche läuft, die Rouladen schmoren auf dem Herd bald kommen die Jungs.

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Job, Job, Hurra

Okay, der Titel ist jetzt doch eher ironisch gemeint, vielleicht auch sarkastisch. Darüber muss ich noch nachdenken.

Ich bin ja dankbar dass ich weiter mein bisheriges Gehalt bekomme und nicht Kurzarbeitergeld nehmen muss. Andererseits wäre es mir auch recht wenn ich diese Zeit der Arbeit mit meinen Kindern verbringen könnte. Die sind schließlich zuhause. 14tägig.

Nun hätte ich diese Woche selbst in der Schule sitzen sollen. Sonntag bekam ich jedoch die Nachricht dass Schule erst einmal abgesagt wurde-aus gesundheitlichen Gründen und wir weiter machen wie vorher- vorerst.

Ja, es war eine gute Idee, denn es hatte sich angekündigt dass was kommt. Anfälle, viel zu viele.

Diese Woche wurde es schnell besser und die Überlegung war evtl doch noch den Rest der Woche…oder auch nicht. Vielleicht eine Lern-Exkursion durchs Viertel,

Ich lerne eine Menge, dass kann ich nicht leugnen. Über Kommunikation, vor allem unterstützte, aber dieses „wir können das machen“ und dann doch nicht geht mir ein wenig auf den Zeiger.

Ich vermisse Sissi und die Erzherzogin nicht, aber den Muskelmann und Mr. Cool.

Überhaupt Sissi: seit Mitte März ist Corona-time. Anscheinend denkt sie, die Kids liegen ausserhalb der Schule im Kälteschlaf. Will sie jetzt eine Lerneinheit zu Hygiene und Abstand usw. machen. Und die Erzherzogin? Möchte das die Kids Briefe an ihre Mitschüler schreiben. Wie viele können ihren eigenen Namen schreiben? 2! Und wieso an Mitschüler? Darf man auch den Großeltern schreiben? Am Besten man stellt keine Fragen. Einfach hoffen dass die Zeiger der Uhr den Turbo einlegen.

Und trotzdem vermisse ich diesen mehr oder weniger geregelten Vormittag, die Kids, die Kollegen. Was nächstes Jahr wird ist zu 100% offen.

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Corona-frei#9

Tja, so langsam neigt sich die Zeit wohl dem Ende zu. Sofern es nicht einen Rückfall gibt, aber es wird gemunkelt dieser könnte uns womöglich erspart bleiben.

Die letzten Tage hat mir mein Schützling zu verstehen gegeben, dass er gern wieder zur Schule möchte. Wir haben so unsere eigene Art der Kommunikation. Bei ihm ist es hauptsächlich über DVD´s. Fast in Dauerschleife sahen wir seine Lieblingsserie mit der Folge „Der erste Schultag“. Dazwischen gab es die „Reise mit dem Zug“ und seine Mutter bestätigte dass er wieder die Reisetasche packen will. Er ist wohl auch Corona-müde. Also haben wir überlegt es mit der Schule einfach zu versuchen. Ist ja auch nur 14tägig wie bei meinen Jungs. Wir gehen jetzt alle in derselben Woche zur Schule und ich lass mich überraschen. Wenn es nicht läuft, kann man es immer noch beenden. Was nach den Sommerferien sein wird ist noch ungewiss.

Meine Jungs dürfen wieder zum Training ab sofort, bzw. ab nächster Woche. Trotzdem habe ich auch da dem Handball-Trainer erst einmal abgesagt.

Ich weiß, es ist ein großes Problem mit den mangelnden Trainingsorten für die Vereine, zumal viele Vereine nicht das Geld für eigene Trainingsplätze haben und daher auf Turnhallen und -Plätze von Schule angewiesen sind, aber manchmal kann ich nur den Kopf schütteln. Es wurde jetzt mal eben mitgeteilt das die Trainingstage geändert sind- man hat ja auch keine anderen Termine- und ab sofort fährt man bis ans andere Ende der Stadt zum Training. Vorzugsweise mit dem Auto denn mit öffentlichen Verkehrsmitteln dauert die Fahrt länger als das ganze Training.

Seien wir mal ehrlich: wenn ich möchte das meine Kinder an der letzten Kurve des Planeten Training haben, melde ich sie dort bei einem Verein an. Wenn ich einen Verein wähle, der ums Eck ist, dann doch nur weil ich davon ausgehe dass das Training für mein Kind einfach und schnell eigenständig erreicht werden kann. Die SML meinte dann bei einem Gespräch darüber sie fände das unverschämt und normalerweise sollte der Verein den Eltern mit Auto die notwendigen Benzinkosten erstatten. Bei mir wären es die zusätzlichen Fahrkarten und damit wären dann auch nur die Kosten abgedeckt. Das ich von der Arbeit nach Hause hetze, die Kinder unter den Arm klemme und hoffe das wir die Bahn und den Umstieg reibungslos schaffen um nicht auch noch zu spät zu kommen ist da noch nicht eingerechnet. Da artet das Hobby zum Stress aus und Sport wird mörderisch.

Ganz ehrlich: ich bin froh das bald Sommerferien sind.

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Corona-frei #8

Wahnsinn, der Ramadan ist nun schon wieder vorbei und das sogar schon seit über einer Woche. Das Picknick, dass ich mir zum Fest gewünscht hatte musste aus Wettergründen ausfallen und letztes Wochenende hat dann die SML unser Treffen verschlafen. So ist dass, wenn man unbedingt viele Überstunden machen will.

Gestern Abend haben wir es dann endlich geschafft mal ein Treffen zu schaffen. Die SML kam nach der Arbeit, holte die Tänzerin und mich ab. Die Jungs sind bei ihrem Vater. Mal sehen wie lange sie es aushalten.

Geplant hatten wir einen Besuch in einem Café, aber eines zu finden, dass nach 21 Uhr noch offen hat ist nicht so leicht. Letztlich meinte die SML, dass sie seit morgens nichts mehr gegessen hatte und die Tänzerin lechste nach einem Döner, weil sie ein paar Jugendliche mit Döner unterwegs gesehen hatte. Auch da wird es nach 21 Uhr eng. Aber letztlich fanden wir einen offenen Imbiss. Leider einer von denen, die mit dem Wort „scharf“ nicht viel anfangen können. Schade. Ich mag es nun mal scharf.

Wir fanden eine ruhige Ecke mit Bänken, setzten uns, aßen und dann mussten wir heim. Die SML versprach am Sonntag zu kommen. Die Tänzerin ist vorerst gefangen. Zwei Klausuren stehen vor der Tür. Eine davon in Mathe und da wird sie lernen bis sie die Klausur schreibt. Beide Klausuren schreibt sie an einem Tag und danach ist dann Zeit für Ruhe und Entspannung. Für eine Weile, dann folgt die nächste Klausur.

Was mich betrifft: vermutlich werde ich nicht zurück in die Schule müssen. Sissi und die Erzherzogin bekleckern sich was ihren Job betrifft nicht mit Ruhm. Alles was sie an Aufgaben raus geben hat keinen Nutzen für die meisten Schüler und sie verstehen es nicht. Mehr noch: mein Schützling soll wegen der Sozialkontakte zur Schule und die dürften wohl ausfallen. Ständiges Masken auf- und abziehen und eine lange Lerneinheit zum Virus sind weitere Gründe weshalb mein Schützling wohl weiter Homeschooling erhält. Ich kann meine Arbeitszeiten frei einteilen. Aber ich muss mich auch weiter mit Dingen rum schlagen, für die ich nicht bezahlt werde. Wie ich immer sage: jede Medaille hat zwei Seiten