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Feiern in Marokko

Mal ein kleiner Rückblick.

Damals, als wir geheiratet haben, haben wir meine Schwiegermama sehr traurig gemacht. Ich bin nie ein Fan von Großveranstaltungen gewesen und mag es gemütlich. Mein Mann- sehr untypisch für einen Araber- ist es auch beschaulich lieber. So waren wir uns schnell einig. Aber Mama… Mama wollte für ihren ältesten Sohn eine Hochzeit mit allem. Wir haben uns durchgesetzt, auch mit Hilfe von Schwiegerpapa, der froh war ein paar schwarze Schafe der Verwandtschaft nicht sehen zu müssen. Mama aber schwebte zwischen Enttäuschung und Trauer und auch ein wenig Wut.

So feierten wir im kleinen Rahmen, direkte Familie, und machten pflichtschuldig ein paar Besuche bei Verwandten die in der Nähe wohnen. Ließen uns beglückwünschen, zum essen einladen und beschenken.

Mein persönliches Lieblingsgeschenk ist der Kerzenständer, den mein Mann am liebsten gar nicht mitgenommen hätte. Er ist tatsächlich sehr schwer und so etwas im Koffer…Ich habe ihn trotzdem mitgenommen und bisher konnte ich es verhindern das mein Mann ihn beiseite schafft. Die Keramikdose seines Onkels hingegen hat leider nicht überlebt. Nur der Deckel existiert noch. (Nur finde ich ihn nicht wieder. Aber es gibt eine zweite Dose, kleiner, die aber dazu gehört. Das Muster ist kleiner gehalten, aber ansonsten identisch:)

Eine Weile blieben wir unserer Methode, Mama die Feste zu verweigern, treu.

Traditionell findet nach der Geburt eines Kindes, etwa am siebten Tag, ein Fest statt, bei dem das Kind einen Namen bekommt und wenn vorhanden werden auch Haare abgeschnitten und ein Schaf das geschlachtet wird ist auch wichtiger Bestandteil.

Wir haben es lange verschoben, waren weit weg, der Flug, das Baby, keine Zeit,… Und schließlich wurde es Mama zu viel. Sie begann bitterlich zu weinen.

In jenem Jahr war unser Sohn etwa 2 Jahre und für die Sommerferien war geplant das mein Mann mit ihm nach Marokko fliegt.Also musste er sich bereit erklären die Feier hin zu nehmen. Später habe ich dann erfahren, das er es wohl erfolgreich geschafft hat sich zu drücken. Er war Freunde besuchen. Unseren Jungen überließ er den stolzen Großeltern.

Einige Zeit später, diesmal sollte ich mit den Kids- einschließlich unserem Jüngsten- fliegen, wiederholte sich das Drama. Mama wollte die Gelegenheit für ein Fest nutzen und alle Gegenwehr nutze nichts.

Natürlich gehört Hennabemalung dazu. Am besten festliche Kleidung, die wir gar nicht haben, weil wir diesen Großveranstaltungen immer aus dem Weg gehen, also etwas bescheidener.

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Die Kinder waren natürlich ebenso schick:

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Was man braucht für so ein Fest ist vor allem Geduld. Feste Zeitpläne gibt es nicht.

Feste sind nie nur für Familie, Verwandte, Freunde. Es sind auch Nachbarn eingeladen, Freunde von all jenen und Spenden an Arme gehört ebenfalls dazu.

Wir begannen mit Gebet und Predigt eines Imams der- praktischerweise für seine Predigt nutzen konnte das wir uns- wie bei allen Kindern- für einen religiösen Namen entschieden haben. Danach gab es zunächst das Essen. Dieses wurde auf riesigen Tellern angerichtet und damit alles warm ist mussten wir Etappenweise essen.

Auf Grund der Mengen haben wir professionelle Hilfe gehabt. Was die für nachmittags bereit gestellt haben sieht nicht nur lecker aus. Es schmeckt auch super:

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Ghribas

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Gazellenhörnchen mit Marzipan
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Les noeuds-Mandelkekse mit Glitter
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Mandelkekse
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Fakkas

Auch die passenden Teller zum Anlass waren vorhanden:

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Um die vielen Kalorien möglichst gar nicht erst anzusetzen gab es einen DJ. der uns fleißig mit Musik versorgte, damit denn auch das Tanzbein geschwungen werden konnte.

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Abends dann sind wir zu Freunden, haben dort gegessen und übernachtet und am nächsten Tag sind wir wieder heim.

Da ich nicht nur Massenansammlungen nicht mag, sondern auch ein Tanzmuffel bin, wollte ich nicht wirklich mittanzen. mein Mann meinte, ich müsste, sondern wären die Damen beleidigt. Erst später erfuhr ich das er mich reingelegt hat. Gut das er viiiiele Kilometer entfernt in Deutschland weilte.

Wir haben danach überlegt, ob wir nachträglich auch den Mädels noch jeweils ein Fest oder ein gemeinsames gönnen sollen, aber bisher hat es sich nicht ergeben.

Mal sehen wann das nächste große Fest ist.

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Damals..Teil 4

Nun ist er also doch noch gekommen- der Winter.

Nachdem es nun so mild war, dicke Winterkleidung nahezu überflüssig und ich dachte es geht nahtlos in den Frühling über, kommt jetzt doch noch ein Winter mit unter 0°C und Schnee.

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Das erste „Winterbild“.

Winter, das ist in meiner Kindheitserinnerung die Zeit in der viel Schnee liegt. Nicht so wenig wie hier, wo man den Asphalt unter der Schneeschicht durchschimmern sieht. Schnee, der lange liegt, immer wieder mal eine neue Schicht dazu bekommt. Schnee, der hoch genug liegt um daraus Schneemänner und Iglus zu bauen. Schnee, der einen zum Rodelberg ruft. Schnee, der auf Wegen und Straßen liegt. Ein wenig wie hier:

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Ich habe gar kein Winterbild aus früherer Zeit. Ich weiß nicht warum. Anscheinend hat nie jemand fotografiert wie wir eingepackt draußen getobt haben, wie wir gerodelt sind.

Ich erinnere mich, das ich als Kind manchmal mit dem Schlitten auf dem Hof blieb. Natürlich konnte man da nicht richtig rodeln, aber mir ist schon was eingefallen.

Zum Beispiel habe ich es ähnlich wie die Bobfahrer im Fernsehen versucht: Schlitten anschieben und drauf springen. War für Knie und Schienbein nicht immer eine Freude. Aber es war immer eine Freude wenn der Schmerz nachließ. Und dann hatten wir ja einen Hund-Susi. Warum also nicht den Schlitten zum Hundeschlitten umfunktionieren? Also Hund an die Leine und wie im Fernsehen musste ich natürlich auch auf dem Schlitten stehen. Die Warnungen meiner Mutter das ich fallen würde habe ich nicht beachtet. Ich wollte es schaffen und bin…na klar- auf dem Hosenboden gelandet.  Das habe ich nicht wiederholt.

Die glatte Straße mit der Eisschicht ließ mich meine Mutter bitten ihre alten Schlittschuhe vor zu holen, damit ich damit fahren kann. Es war das erste Mal das ich Schlittschuhe anzog und auch das letzte Mal. Es war mir zu wackelig und die Kufen einfach zu schmal. Ich bevorzugte Gleitschuhe oder einfach meinen Schlitten mit dem ich auch gern hoch zum Rodelberg marschierte.

Der Rodelberg- Eine Kuhweide die der Bauer extra für uns herrichtete nachdem er die Kühe für den Winter in den Stall holte. Offene Gatter, den Zaun mit Strohballen abgesichert, damit wir möglichst unverletzt Spaß haben konnten.

Heute, heute ist es keine Kuhweide mehr, aber der Hügel ist noch da.

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Überhaupt ist der Berg in meiner Erinnerung viel höher. Dieses Gebäude hatte ich vergessen bis ich es wieder sah. Ich denke da standen Maschinen vom Bauern drin und heute, stehen unten am Rand neue Häuser.

Ich vermisse diese Zeit.

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Damals…Teil 3

Nicht ganz zur Jahreszeit passend, aber vielleicht zum doch recht gut zum aktuell doch recht warmen Wetter, gibt es heute mal ein paar alte Urlaubsfotos.

Auch diese Fotos stammen aus dem Albenfundus meines Onkels. Leider alle nicht beschriftet und so habe ich nur bei einem ein Datum gefunden, aber leider keinen Ort.04.99

Auf der Rückseite steht 04 99, das ist wohl Monat und Jahr der Foto-Entwicklung. Also vermute ich mal im März oder April 99 waren Onkel und Tante irgendwo an der See.

Früher waren sie öfter unterwegs. Ich habe keine Erinnerung mehr daran. Nur die Fotos zeigen einen Teil ihres Lebens denn ich als Kind nicht bewusst wahrgenommen habe.

Die folgenden Bilder wurden vermutlich am Wolfgangsee und Berchtesgaden aufgenommen. Es gibt in der Reihe Fotos mit den typischen Kleidungen aus dem Salzbergwerk, das ich selbst auch in meinem Fotoalbum habe, denn ich war irgendwann vor langer Zeit auf Klassenfahrt dort und natürlich mussten wir dort auch hin. Diese Bergwerksfotos finden sich öfter in den Alben meines Onkels und immer aus verschiedenen Jahren. Eines ist sogar noch schwarz-weiß. Es ist wohl eine Art Tradition das Schüler irgendwann in ihrem Schulleben mal ins Berchtesgadener Salzbergwerk fahren.. Wir- das weiß ich noch- waren eigentlich in Marktschellenberg und sind dann von dort mal hier und mal dorthin.

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Ich erinnere mich nur an einen Familienurlaub in Holland. An ein Ferienhaus und eine tolle Landschaft. Mehr haben wir wohl nicht gemacht. Die übrigen Reiseerinnerungen sind Familienfrei. Hauptsächlich Klassenfahrten. Diese nach Berchtesgaden habe ich noch am besten in Erinnerung…aber manchmal mischen sich Erinnerungen aus anderen Fahrten mit rein. Mein Gedächtnis mag wohl nicht ehr so recht

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Damals… Teil 2

Damals und Heute…

Momentan beschäftigt mich das sehr, auf verschiedenen Ebenen. Nicht allein deshalb weil ich immer noch gern durch die alten Fotoalben meines Onkels blättere, sondern weil mich auch die momentane Situation hier in Deutschland erschreckt. Nicht allein rein politisch, vielfach auch rein menschlich.

Der aktuellste Anlass zum Nachdenken war ein Artikel den ich vor ein oder zwei Tagen las. Es ging dabei um „Happy Slapping“. Bis dahin hatte ich davon nichts gehört. In jenem Artikel ging es um eine Gruppe Jugendlicher die spät Abends völlig unerwartet eine Frau niederschlugen die allein unterwegs war. Es hieß das solche Attacken in der Regel gefilmt und auf Youtube hochgeladen werden. Ich fragte mich was mit einer Jugend los ist die es als besonderen Reiz empfindet Wehrlose derart zu behandeln und sich dann mit einer solchen Tat öffentlich zu brüsten. Meine Gedanken wanderten hin und her, schon allein deshalb weil bei den Kommentaren, mal wieder, nur nach Strafen geschrien wurde. Es erinnert mich an die Flüchtlingsdebatte und so viele andere Debatten. Wie strafen wir? Wie rächen wir uns? Aber niemals: Warum ist das so??? Wie können wir die Ursachen bekämpfen???

Ein Bild aus den Kindertagen meiner Mutter und ihrer Brüder:

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Meinen „linken“ Onkel lernte ich nie kennen. Er starb noch vor meiner Geburt. Ich wusste natürlich das es ihn gab, aber die Ursache seines Todes war so eine Sache. Ich hatte eine Erinnerung daran dass meine Mutter mal einen Motorradunfall erwähnte, aber sie leugnete das bei einem Gespräch und meinte es sei ein Herzinfarkt gewesen. In den Unterlagen meines Onkels las ich jedoch „Unbekannte Ursache“. Zusammengefasst heißt es dann auf jeden Fall, das er an einem Herzstillstand starb-die übliche Todesursache bei allen Menschen. Warum es stehen blieb? Nun ja, das lässt sich wohl nicht mehr klären.

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Kommunion

Wie ich schon mal erwähnte war unsere Familie Katholisch und so sind die Drei auch aufgewachsen. Trotz Nachkriegszeit und mit allem was damit zusammenhängt war die Religion der ausschlaggebende Punkt. Werte waren selbstverständlich. Respekt vor Älteren, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit, Rücksichtnahme…

Natürlich habe sich damals Jungs auch geprügelt, so wie heute. Aber es waren gezielte Angriffe. Da hat man Zoff mit dem Mitschüler und dann wird gerauft. Es war eine persönliche Angelegenheit, Fremde waren da nicht das Ziel. In einer Gruppe auf Einzelne losgehen war auch damals ein Problem, aber selten und auch da war es eher persönlich. Das damalige Mobbing, was nicht so genannt wurde. Aber einfach aus Spaß?

Der Zusammenhalt in Familien war vorhanden. Man stand zueinander. Als Kind habe ich es gehasst nicht sagen zu können:“ ich sag´s meinem großen Bruder, wenn du mich ärgerst“ Ich habe dummerweise keinen, daher habe ich alle mit großem Bruder beneidet.

Heute steht jeder allein. Da sind alte Leute deren Kinder für Arbeit und Karriere weg gezogen sind und die nun zusehen müssen. Da sind Kinder die nicht wissen was es bedeutet Geschwister zu haben. Da sind Familien, die mit dem Begriff Verantwortung und Zusammenhalt nicht viel anfangen können weil ein Elternteil, oder auch beide neue „Lebensabschnittsgefährten“ haben- bis zur nächsten Trennung…

Stabile Familienverhältnisse, Verantwortung für Entscheidungen übernehmen das lernen heute so viele nicht mehr. Die Menschen sind so stolz auf ihre Freiheit das sie das Gefängnis der Konsequenzen nicht sehen (wollen).

Es heißt: „Respekt muss man sich verdienen“, aber wenn ich 40 Jahre Leben hinter mir habe, habe ich dann keinen Respekt einfach auf Grund dieser Tatsache verdient? Meine Große fragt mich immer „Wie seit ihr ohne PC und Handy bloß zurecht gekommen?“

Naja, ich brauchte keinen Termin um meine Freunde zu sehen, ich bin einfach vorbei gegangen- ohne vorher anzurufen, denn wir hatten nicht nur kein Handy, sondern auch kein Telefon. Wenn wir krank waren gingen wir zum Arzt in die Sprechstunde, denn die war dafür da das Leute ohne Termin zum Arzt gehen. Nicht wie heute wo man bitte möglichst auch da nur mit Termin kommt…

Mein Leben als Kind war um soviel einfacher und bescheidender als das Leben der Kinder heute und doch so luxuriös im Vergleich zum Kinder-Leben meiner Mutter und ihrer Brüder. Aber gerade darum wohl lernte ich Dankbarkeit für alles was ich hatte. Lebensmittel in den Müll werfen, Wasser verschwenden,… so etwas war bei uns nicht erlaubt. Wir dankten Gott für das was wir hatten und gedachten der Menschen die weder sauberes Trinkwasser noch Essen zur Verfügung haben. Mitleid ist eine wichtige Empfindung. Für meine Mutter war es sicher einfacher, da sie 1941 geboren wurde und erlebte wie es ist wenig zu haben und verzichten zu müssen. Aber man kann diese Dinge weitergeben auch in einer Welt des Überflusses, wie wir sie heute haben, wo alles nur zum Wegwerfen und Neukaufen geschaffen wird.

Jugendliche die aus Spaß Menschen schlagen sind das Ergebnis einer Gesellschaft die Werte zugunsten von Karriere und Konsum geopfert hat. Eine Ellenbogengesellschaft wo jeder den anderen Übertrumpfen muss um ein Stück vom Kuchen zu bekommen. Wo nur derjenige zählt und weiterkommt der ordentlich austeilen kann.

 

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Erinnerungen an meine Tante

Mein Onkel ist verstorben.                                                                                    Wir hatten lange keinen Kontakt. Früher, da war er mein Lieblingsonkel. Diesen Status zu erreichen ist nicht schwer gewesen, denn er war mein einziger Onkel. Meine Tante,seine Frau, war „schwierig“. Ein direkter Mensch, der nicht schwieg sondern sagte was gesagt werden sollte. Das entsprach nicht meiner Erziehung. Ich lernte das alles daheim in den vier Wänden bleiben muss, das man immer höflich und nett ist, das man schweigt, auch wenn man sich über etwas ärgert und vor allem das man sich nicht in die Angelegenheiten anderer Leute einmischt.

Es ist nicht immer verkehrt sich erstmal an die eigene Nase zu fassen statt mit dem Finger auf andere zu zeigen, aber es ist auch nicht immer richtig zu schweigen wenn Dinge falsch laufen. Das richtige Abwägen ist wohl die Kunst dabei.

Meine Tante hat mir teilweise Dinge gesagt, die mir nicht gefielen: meine Nägel waren nicht ordentlich gefeilt und nicht kurz genug geschnitten, meine Haare zu lang und nicht richtig frisiert…

Ich erinnere mich wie sich mich oft auf ihren Schoss setzte, ihr Maniküretäschen aus der Handtasche holte- oder aus dem Handschuhfach des Autos um mich dann zu bearbeiten. Auch einen Kamm hatte sie immer dabei und damit waren meine Haare vor ihr nicht sicher.

An viele andere Dinge erinnere ich mich nicht und ich besitze auch nur wenig Fotos-vor allem von meiner Tante. Ich habe sie verstehen und schätzen gelernt, aber es hat viele Jahre gedauert. Wohl zu viele. Sie starb 2008 an Krebs.

Nun ist also ihr Mann gestorben. Ich war das erste mal seit Jahren wieder in der Wohnung und alles woran ich mich erinnerte war ein Bild im Wohnzimmer. Alles andere war mir fremd- auch der Mann der dort gelebt hatte.

Bei der Durchsicht von Unterlagen und Besitz wurde mir eines klar: er war schon lange tot. Gestorben am jenem Tag, an dem auch seine Frau starb. Was blieb war ein Körper der irgendwie weiter existierte. Ein Körper der nicht stehen blieb und doch nicht vorwärts ging.

Was ich mitnahm waren Erinnerungen. Alben mit Fotos, die ich nicht kannte, Fotos die ich mal gesehen hatte und Fotos an Begebenheiten von denen ich schon nichts mehr weiß.

Wie diese beiden Bilder:

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Ja, das kleine Kind war ich und die Frau meine Tante. Ich kann mich nicht daran erinnern vorher schon einmal eines dieser Bilder gesehen zu haben. Der Hund, mit dem wuchs ich auf. Susi. Susi war ein Goldstück, nicht nur farblich. Sie nahm mir nicht mal übel wenn ich als unbedarftes kleines Kind ihr weh tat. Als sie mit etwa 14 Jahren an Altersschwäche starb hat mich das sehr getroffen. Es kündigte sich lange an, wir waren vorbereitet, aber Verlust ist schmerzhaft ob mit Vorbereitung oder nicht.

Ich habe noch einige Bilder gefunden und ich werde wohl noch einige einstellen in nächster Zeit.