Veröffentlicht in Deutschland, International, Menschen, Persönlich

Das Leben #XIII

Gut eine Woche ist es her, dass meine Jungs vor ihrem Vater geflüchtet sind und es läuft seither so lala. Vereinbart war, dass er am Sonntag mit den Jungs ein Restaurant aufsucht und die Jungs dort ihm mal die Meinung sagen dürfen ohne das er sich großartig daneben benehmen kann. Schließlich ist das ein Restaurant. Die Mädchen sollten zusätzliche Sicherheit schaffen und den Jungs den Rücken stärken.

Zwei Autos kamen gleichzeitig vor dem Haus an und die Jungs hatten die Wahl und entschieden sich für ihre Schwester und gegen den Vater. Der wiederum war etwas nörgelig weil die SML das Obst mitnahm dass er uns in zu großer Menge hier abgeliefert hatte und dass er am Samstag noch eine Salatschleuder mit Artischocken brachte die er nun zurück bekam weil niemand die Dinger mag gefiel ihm auch nicht.

Letztlich hatte niemand von den Kindern Lust auf die Diskussionen, daher blieb es bei einem Essen und danach brachte er die Jungs im Schneckentempo heim.

Am Montag wollte der Handballer lieber eine Stunde zu früh beim Training sein als von seinem Vater dorthin gebracht zu werden. Und er entschwand danach schnell in die Bahn bevor er ihn abholen konnte. Der Fußballer hingegen wurde eingesammelt zum Turnschuh kaufen.

Am Dienstag wollte er mit dem Handballer Turnschuh kaufen, aber der hatte einen geschwollenen Fuß. Also Mittwoch. Gestern Abend rief er an und teilte mit er hätte für die Wochenenden Unterricht in der Moschee für die Jungs organisiert. Samstag der Fußballer, Sonntag der Handballer. Super! 😦 Meine Wochenenden sind dann auch erledigt.

Dass die Jungs ihn immer noch meiden und keinen Nerv auf ihn haben will er nicht sehen. Früher, als er noch hier gewohnt hat sind sie gern mit ihm unterwegs gewesen, meinte er gestern. Auch das ein Irrtum. Sie hatten nur keine Ausweichmöglichkeit und keine Wahl. Auch damals haben sie sich bei mir beschwert dass er sie nur auf dem Spielplatz abstellt und dann einen Freund anruft der seine Kinder noch dazu stellt und der Handballer als Ältester hatte die Verantwortung für alle. Und das auf einem Kleinkind-Spielplatz. Seiner Meinung nach hat die Coronazeit die Jungs faul gemacht. Sie wollen nicht vor die Tür. Mit ihren Schwestern und mir schon. Sie wollen nur am PC sitzen und keinen Sport machen. Doch, sie gehen sogar gerne joggen und zum Training. Nur eben nicht mit ihrem Vater. Es hat keinen Sinn ihm solche Dinge zu erklären. Was er nicht sehen will existiert nicht.

Immerhin hat er verstanden dass ohne meine Genehmigung die Kinder nirgendwo hin gehen. Einen weiteren Urlaub mit/bei ihm werde ich nicht zustimmen. Alles weitere wird sich zeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s