Veröffentlicht in Menschen, Persönlich

Das Leben VII

Ich war lange nicht da. Die Eingewöhnung in den Schichtdienst hat mich geschlaucht. Dazu zahlreiche Regeln und „Üblichkeiten“ von denen nicht jede wirklich wichtig scheint und zu guter Letzt die wichtigste Regel: Wenn eine Gruppe von Menschen zusammen ist, ist mindestens ein Querschläger dabei.

Ja, wir haben eine Kollegin die nicht mit dem Team arbeitet sondern strikt dagegen und wegen Personalmangel darf sie, denn die Chefetage ist über jede besetzte Stelle froh. Die Rechnung geht nicht wirklich auf, denn seit ich da bin sind schon zwei Leute gegangen und vorher wohl auch schon und tatsächlich war ich letzte Woche auch kurz davor zur Chefin zu gehen und meinen Abschied ein zu reichen. Solche Leute sprengen einfach jedes gute Team und sorgen dafür das die Leute keinen Nerv auf Arbeit haben. Dummerweise muss ich Mittwoch mit ihr zusammen Dienst machen und bereits heute nervt es mich.

Was die Scheidung betrifft, ist es ein ständiges Auf und Ab bei meinem Mann. Eine Weile hat er sich wohl eingebildet, dass ich nicht wirklich die Scheidung eingereicht habe, bis dann ein Brief von Familiengericht kam. Er meinte daraufhin mit mir wegen der Kinder einen Krieg anzetteln zu müssen. Hab ihn erst einmal auflaufen lassen. Vorher hatten wir das besprochen, alles kein Problem. Er versteht alles, ist einverstanden und plötzlich 180° Wendung.

Nachdem er sich wieder beruhigt hatte kam dann die Bitte ich möge die Scheidung doch stoppen. Es würde alles anders werden. Es ist vorbei, er hat verstanden… Schöne Worte die ich so gern glauben wollte doch als ich um Beweise bat war Ruhe. Ich weiß nicht was genau ich mir vorstelle aber irgendwas muss kommen. Aber es kam gar nichts. Alles lief weiter wie bisher.

Ein Fragebogen vom Gericht: Versorgungsausgleich. Mein Mann mal wieder etwas in sich zusammengesunken. Er hat verstanden ich stoppe nichts. Es läuft weiter. Nachdem der Fragebogen ausgefüllt vom Schreibtisch verschwand und er sich ausrechnen konnte das ich ihn zur Post gebracht habe war er die Demut in Person. Kein Stress weil ich Sonntag die Kinder mit in den Zoo genommen habe statt das sie zum Arabisch- Unterricht gehen, und als ich fragte ob er kocht kam als Antwort tatsächlich: „Wenn du sagst ich soll kochen, mach ich das“. Nein, ich habe es nicht gesagt, ich hatte gefragt ob er es tut und er hat es getan. Lecker gekocht. Das erste Mal seit… ewig langer Zeit.

Haushalt schmeißen ist eigentlich kein Problem für ihn, aber ich stelle fest das ich am Wochenende jede Menge Arbeit habe weil er nichts macht. Die Spüle bietet keinen Platz für weiteres schmutziges Geschirr. Der Esstisch hat keinen Platz zum Essen, der Boden ist voller… was auch immer und wenn er eine Maschine Wäsche wäscht, dann hängt er sie nicht auf sondern stellt den Korb nur einfach neben den Ständer.

Er bemüht sich nicht wirklich um Zusammenhalt und Zusammenarbeit. Es sind immer nur Kleinigkeiten, die am Ende nicht wirklich nutzen um die Ehe zu retten, denn die andere Seite seiner Persönlichkeit verschwindet nicht.

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3 Kommentare zu „Das Leben VII

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