Veröffentlicht in Blogparade, Menschen

Nacktes Überleben

Die Klabauterfrau hat zur Blogparade aufgerufen. Ideengeber ist eine Serie im Fernsehen bei der sich vor laufender Kamera mal wieder Leute einem sinnfreien Experiment hingeben. Das Thema selbst ist allerdings interessant: Minimalismus

Was wäre euch wichtig zum Leben?  Auf was könntet ihr verzichten?

Wäre absoluter Minimalismus etwas für euch?

Das „Spiel“ funktioniert folgendermaßen: keine Familie, keine Haustiere. Die gesamte Habe befindet sich in einem Container draußen und 30 Tage lang darf man täglich eine Sache holen. Und wie bei diesem Sendeformat nicht anders zu erwarten beginnt man die erste Nacht nackt schlafend. Im Winter. Wie also würdrobe-951477_640en meine 30 Tage ablaufen?

Nächtigen würde ich wohl in der Badewanne und mir am 1. Tag einen Bademantel holen. Der ist bequem und flexibel als Kleidungsstück oder nach dem Duschen zum Abtrocknen geeignet.

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Am 2. Tag hätte ich gern etwas gegen die Langeweile und daher hole ich meinen Strickkorb mit Nadeln, Wolle und Strickheften. Damit kann ich mir dann Socken stricken.

Am 3. Tag brauche ich meine Lesebrille, denn auf Dauer wird das mit den kleinen Buchstaben, Maschen ect. ohne Brille nichts.

Am 4. Tag hole ich mir als Alternative zum Stricken eine Kiste mit note-1574664_640Schreibutensilien: Zettel und Stift. Briefe, Tagebuch oder einfach zeichnen wäre dann schon akzeptabel.

chair-1969760_640Am 5. Tag würde ich mir wohl einen Stuhl oder eine Kiste holen, denn immer nur auf dem Badewannenrand, der Toilette oder dem Boden sitzen ist dauerhaft wohl nicht so mein Favorit.teabag-550645_640

Am 6. Tag hätte ich gern eine Kiste mit Tee. Ich hoffe doch dass es heißes Wasser aus den Armaturen gibt.

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Sollte keine Tasse oder etwas ähnliches rum stehen, hole ich mir etwas entsprechendes am 7. Tag.

Am 8.Tag hole ich mir dann aber doch so etwas wie Unterwäsche, falls ich bis dahin keine gestrickt habe. Schließlich muss auch der Bademantel mal gewaschen werden.trousers-362781_640

swiss-army-knife-572667_640Am 9. Tag hätte ich gern ein Messer, am besten so ein Schweizer Teil. Das ist für alles mögliche zu nutzen. Egal ob Nägel schneiden oder Wollfäden. Oder… ach wer weiß, was mir so einfällt.

Eigentlich bin ich jetzt ganz gut ausgestattet und könnte, sofern es Essen und Trinken so gibt gut (über)leben. Ab hier wäre jetzt Bequemlichkeit und Luxus angesagt. Kurz: Dinge die man nicht wirklich braucht.solid-2113987_640

Am 10. Tag hole ich mir dann also einen Tisch. Dann kann ich künftig dort essen, stricken, schreiben,…

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Am 11. Tag mag ich meine Kuschelbettdecke haben. Immerhin ist Winter und selbst eine gestrickte Decke wird mal gewaschen.mattress-2029190_640

 

Am 12. Tag hole ich mir dann eine Matratze dazu, einfach um mal bequem zu schlafen.

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Am 13. Tag hätte ich dann gerne noch ein Kissen. Das ist bestimmt sehr erholsam nach zwei Wochen.

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Am 14. Tag hole ich mir dann vielleicht meinen EBook-Reader mit Ladekabel. Dann kann ich mal meine ganze SUB-Liste in Angriff nehmen.

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Am 15. Tag möchte ich nicht mehr nur in selbstgestrickten Socken laufen. Ich mag Hausschuhe und hätte daher gern ein paar bequeme Latschen.

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Jetzt wird es Zeit sich ein paar Dinge zu erleichtern. Daher würde ich mir am 16. Tag ein Kehrset holen. Ist auch besser für den Rücken.trash-can-23640_640

 

Weil das Kehrset allein noch nicht reicht, wird es am 17. Tag Zeit für einen Mülleimer.

 

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Der 18. Tag verschafft mir eine Lampe. Der Winter ist ja doch oft düster und besser für die Augen ist es auf jeden Fall wenn man nicht im Halbdunkel, liest, strickt, schreibt.flowerpot-148267_640

 

Sollten meine Pflanzen im Container bis jetzt überlebt haben, wird es Zeit sie am 19. Tag in die Wohnung zu holen. Die bringen etwas Leben und Farbe in die Wohnung.

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Am 20. Tag muss ich schon lange darüber nachdenken was ich mir noch holen könnte. Ich denke es wird der Wasserkocher damit das Wasser für den Tee wirklich gekocht ist.

 

Am 21.Tag brauche ich womöglich Nachschub an Wolle, Tee oder Schreibkram.
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Am 22. Tag würde ich mir wahrscheinlich das Zähneputzen mit den entsprechenden Materialien erleichtern.

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Ab jetzt wird es wirklich schwer. Was sollte ich mir noch holen? Vielleicht Duschgel und Shampoo, einen Wischmop, einen Laptop. Ich denke, ich werde einfach die letzten Tage genießen.

Klar, als Gedanken-Experiment  ohne Familie, nur ich allein, wäre das nicht übel. Ich brauch nicht viel, aber die soziale Komponente fehlt und irgendwann ist Einsamkeit nicht mehr positive Erholung. Ich brauche meine Familie und die brauchen Dinge und Minimal ist das schnell kaum noch vorhanden.

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2 Kommentare zu „Nacktes Überleben

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