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Wochenrückblick

Schon wieder eine Woche vorbei. Mir kommt es vor als ob die Zeit rennt. In der Schule dachte ich immer sie kommt nicht vorwärts. Aber das ist lange her.

Die vergangene Woche begann damit dass mein Mann Montag früh noch mal zum Arzt marschierte. Da er ja schon das Wochenende vorher gemeint hat, die Medikamente würden nicht helfen war das fast absehbar. Allerdings hat er eine längere Krankschreibung abgelehnt. Hätte auch nichts genutzt, denn Dienstag musste er zum Zug–> Fortbildung! Für mich bedeutete dass, das ich den Fußballer mit zum Handball nehmen muss, denn auch die Tänzerin hatte keine Zeit weil sie im Lernstress ist. Mach ich nicht gerne, weil er sich langweilt und die lange Fahrt zur Trainingshalle ist auch ein Unruheherd, aber ging nicht anders.

Am Mittwoch bekam mein Handballer dann seinen neuen Handball. Ach ja, beim letzten Turnier wurde seiner gestohlen. Fand ich absolut nicht nett. Da hat einfach während des Spieles jemand lange Finger am Rucksack der Trainerin gemacht. Denn dort lag der Ball. Nun hat er also einen Neuen und der ist sogar besser, finde ich. Lässt sich gut greifen.

Beim Fußball lernte ich zwei nette ältere Leute kennen. Wirklich süß, über 60 und die Dame machte sich Sorgen um ihre Lebenszeit weil sie Diabetes Typ 1 hat. Sie blieben die ganze Zeit und wir sprachen über Gesundheit, Religion, Menschen. Dabei entging mir der Unfall der Trainerin, die sich das Handgelenk brach.

Donnerstag kam der Behindertenausweis unseres Fußballers. Er ist jetzt offiziell mit 50 Grad behindert. Nachmittags nahm die Tänzerin den Fußballer mit in die Stadt. Eigentlich wollte sie was besorgen, aber dass hat der Fußballer vereitelt. Es blieb nur ihm eine Portion Pommes zu besorgen und sich dann auf den Heimweg zu machen. Derweil konnte der Handballer seinen neuen Ball beim Training nutzen. Abends gab es dann von zwei etwas müden Jungs noch ein wenig Ärger. Der Handballer hatte nämlich die Idee eine Höhle zu bauen.  Wenn Papa schon nicht da ist kann man Platz, Decken und Kissen wunderbar anders nutzen und natürlich wollte er in dieser Höhle auch nächtigen. Selbstverständlich wollte auch der Fußballer ein Plätzchen in der Höhle. „Ich habe meine Gründe“ meinte der Handballer als Argument für seine Ablehnung. Jene Gründe mochte er nicht weiter ausführen, aber nach einigen Verhandlungen durfte der Fußballer ans Fußende in der Höhle. Wie erwartet blieb er nicht die ganze Nacht dort, sondern tauchte irgendwann neben mir auf. Ansonsten habe ich es im Laufe des Tages geschafft mein PC-System „up zu graden“.

Der Freitag war wunderbar sonnig und sommerlich warm und wie nicht anders zu erwarten war ich mit Jacke falsch gekleidet. Na ja, die konnte ich ausziehen, musste sie dann aber schleppen. Ich habe mich die letzten Wochen beim Schwimmkurs des Fußballers ganz nett mit einer Französin unterhalten; hab sie automatisch in Südfrankreich verortet, wegen ihrem Äußeren. Diesmal fragte sie nach der Herkunft, wegen dem Namen meines Fußballers und so stellte sich heraus dass sie halbe Marokkanerin ist. Wir waren beide sehr erstaunt und hatten gleich noch mehr zu reden.

Abends bin ich etwas in Panik geraten. Der Handballer kam zu spät. 3/4 Stunde und er ist zuverlässig. Leider hatte ich vergessen ihm sein Handy mit zu geben und die Tänzerin hatte meinen Schlüssel weil ihrer nicht auffindbar war. Blieb nur den Fußballer allein in der Wohnung zu lassen mit Auftrag die Tür zu öffnen sobald es klingelt.  Normalerweise haben wir immer Diskussionen weil er trotz Verbot die Tür öffnet wenn es klingelt. Magenschmerzen über Magenschmerzen. Ich brauchte allerdings nicht weit, denn der Handballer kam mir entgegen und entschuldigte sich reichlich. Er hatte sich mit seinem Freund verquatscht. Da ich mich Donnerstag Morgen auf dem Weg zum Kiga auch verquatscht hatte und wir gerade noch so kurz vor Türschließung rein schlüpften, durfte ich mich nicht aufregen. Passiert nun mal sehr schnell. Nächstes Mal steck ich ihm wieder das Handy ein.

Samstag war der Rechner mit der Sicherung beschäftigt. Nerv! Dauerte ziemlich lange aber aktualisiertes System erfordert Sicherung. Das Wetter war wieder sommerlich schön.Einfach herrlich die warmen Temperaturen und die Sonne zu genießen. Mit dem Fußballer habe ich Schokomuffins gebacken. Leider war er nicht so begeistert. Er wollte einen Kuchen.

Die Nacht von Samstag auf Sonntag hab ich wirres Zeug geträumt, von Bauplanungen in Millionenhöhe gegen den Willen und die Bedürfnisse der Anwohner, von Angela Merkel auf einer öffentlichen Toilette, einem Mordversuch- dadurch bin ich aufgewacht. Der Mordversuch war wahrscheinlich das nächtliche PC-update bei dem der Rechner sich aufhängte und die ganze Nacht vor sich hin surrte. „Bitte schalten Sie den Computer nicht aus“ musste ich daher ignorieren. Anschließend brauchte er drei Neustarts für das Konfigurieren bis er endlich funktionierte. Technik!

Wie immer Sonntags, war Arabischschule und danach gab es erst einmal essen.  Wegen dem tollen Wetter hatte ich mir überlegt, dass ein Picknick ganz nett wäre. Schließlich kam der Fußballer und wollte nun endlich einen Kuchen backen.  Das übernahm dann der Handballer. Ausgerüstet mit einer Zutatenliste für einfachen Rührteig marschierte er durch die Küche und warf alles in die Küchenmaschine. Der Fußballer durfte das Ergebnis auf´s Blech schütten und weil der Handballer es so toll findet hat er nach dem Backen noch einen Guß aus Puderzucker und Zitronensaft angerührt und auf dem Kuchen verteilt. Schokostreusel oben auf. Fertig! Der Handballer kann backen und ist stolz darauf.

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