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Mitgefühl?!

Das schönste Denkmal, was ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen der Mitmenschen. Albert Schweitzer

12 Tote auf dem Berliner Weihnachtsmarkt. 12 Leben die an einem einzigen Tag ausgelöscht wurden. 12 Tote über die alle reden und schreiben. 12 Tote deren Familien viele Beileidsbekundungen bekommen.

33 Tote auf einem mexikanischen Pyrotechnikmarkt. 33 Leben, die an einem einzigen Tag ausgelöscht wurden. 33 Tote die mal als Schlagzeile in den Medien verwendet werden. 33 Tote deren Familien keine Beileidsbekundungen aus Deutschland bekommen.

470.000 Tote im Syrienkrieg. 470.000 Leben die seit 2011 ausgelöscht wurden. 470.000 die nur am Rande in den Medien erwähnt werden. 470.000 Tote deren Familien keine Beachtung finden.

130 Tote in Paris. 130 Leben, die an einem Tag ausgelöscht wurden. 130 Tote über die alle schrieben und redeten. 130 Tote deren Familien viele Beileidsbekundungen erhielten.

Es ist traurig wenn man im falschen Land, mit falscher Nationalität und falscher Hautfarbe geboren wird. Doch niemand kann selbst entscheiden wo und als was er geboren wird.  Doch die einen bekommen das Licht, die anderen die Dunkelheit.

Über Gerechtigkeit reden ist eine Sache. Gerecht handeln eine andere.

Ich bedaure die Menschen die nicht in der Lage sind unabhängig von Nationalität und Ort Trauer und Mitleid zu empfinden. Ich bedaure jene die aus diesem Grund nur Zahlen, aber keine Menschen mehr sind.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt uns nur mit dem Unbegreiflichen zu leben.

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Deutschland – der Anschlag und die Bequemlichkeit des Nichtdenkens

Fangen wir ganz woanders an: Ab und zu frequentiere ich einen Raucherraum. Früher befand sich ein Büro darin und deshalb gibt es dort einen Heizkörper. Der ist, wie in etwas älterer Bausubstanz dur…

Quelle: Deutschland – der Anschlag und die Bequemlichkeit des Nichtdenkens

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Nicht so schnell wieder

Am Sonntag musste ich mir einen Tag Ruhe gönnen. Meine Wochenenderkältung zwang mich dazu. Schließlich muss ich Montags wieder fit sein. Also mit einer Kanne Tee ab ins Bett. Das geplante Backen fiel aus.

Gestern, Montag, hatte ich dann trotzdem noch Kopfschmerzen und fühlte mich nicht so. Also entschied ich mich für etwas frische Luft extra. Vom Kindergarten aus fuhr ich daher direkt in die Innenstadt.

Stadt ist nicht meins. Das ist kein Geheimnis.Normalerweise hole ich alles in Geschäften hier in der Nähe und die Innenstadt meide ich. Ich war seit Monaten nicht dort. Ich wünschte, ich hätte sie auch gestern gemieden.

Innenstadt; kurz vor 9 Uhr morgens: alles zu, außer Supermärkte,Bäckereien und Drogerien. Da ich eigentlich nur neue Zahnbürsten besorgen wollte reichte also die nächste Drogerie und im Grunde hätte auch der Discounter ums Eck gereicht, aber ich musste ja in die Innenstadt.

Mir kam ein Mann entgegen, der irgendwie aussah wie der Dalai Lama. Er gab mir eine goldene Pappkarte und hielt mir einen kleinen Block hin. Offensichtlich sprach er kein Deutsch und was er sagte, verstand ich nicht. Aber ich verstand, dass ich mich wie einige Leute vor mir auf dem Block eintragen sollte. Name und Adresse wollte er wissen und dann anscheinend sollte ich auch einen Wunsch angeben. Die Leute, die sich eingetragen hatten- obwohl die Schrift bei allen merkwürdig ähnlich aussah- hatten alle „Peace“ geschrieben und ja, warum auch nicht? Wir hätten doch alle gern Frieden, aber für diesen Wunsch wollte er 40.- Euro oder Dollar, wer weiß? Mir blieb also nur ihm verständlich zu machen, dass ich keine 40 Euro habe und kaum hatte er das verstanden, nahm er mir das goldene Kärtchen wieder ab und sah mich wütend an. Tja, nichts ist umsonst.

Ich schlenderte weiter, an geschlossenen Läden vorbei, betrachtete Baustellen, sah was verschwunden und neu hinzu gekommen ist und besorgte Zahnbürsten.

Zurück wollte ich mir eine Fahrt mit dem Aufzug leisten. War ja nichts los. keine Kinderwagen,Rollatoren oder Rollstühle. Also marschierte ich auf den Aufzug zu. Plötzlich schoss ein Mann mit wütendem Gesicht daraus vor: „Drücken sie da die ganze Zeit irgendwo drauf?“ „Nein“, antwortetet ich, „niemand drückt hier“. Ich stieg in den Aufzug. „Dann rein jetzt“, blaffte er mich an. „Ich bin doch schon drin,“ entgegnete ich.

Die Tür begann sich zu schließen und schaffte es nicht ganz. Kurz vorher glitt sie zurück. „Oh, die Tür ist kaputt“ sagte ich, stieg aus und marschierte zur Rolltreppe. Diese einfache Erklärung gefiel dem Mann offensichtlich nicht. Immer noch mit wütendem Gesicht und unfähig etwas anderes zu sagen als andere Menschen anzumeckern blieb er stehen. Es muss…es muss… es muss einfach irgend ein böser Mensch irgendwo auf einen Knopf drücken und ihn am Aufzug fahren hindern. Vermutlich ein unsichtbarer Kobold, der sich einen Spaß erlaubt.

Schließlich, ich stand schon auf der Rolltreppe und blickte noch mal Richtung Aufzug, kam der wütende Mann auch endlich. Wie lange er wohl mit dem Aufzug gekämpft hatte?

Ich war froh wieder daheim zu sein und weiß genau:Innenstadt: Nicht so bald wieder!

 

 

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Deutschland & Europa – Stilmittel Lüge, Heuchelei und Geld

Europa begnügt sich augenblicklich damit, weniger sich selbst, sicherlich jedoch den gesamten Rest der ganzen Welt mit dreisten Lügen und Heucheleien einzudecken, die mir den Unterkiefer herunterkl…

Quelle: Deutschland & Europa – Stilmittel Lüge, Heuchelei und Geld

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Freitags-Füller #400

Barbara´s Freitags-Füller gibt es nun schon zum 400sten Mal. Wahnsinn!

  1.  Wie kann es sein,  dass dieses Jahr schon wieder fast zu Ende ist. Hat doch gerade erst angefangen. .

  2.  Eine ideale Zeiteinteilung  habe ich noch nicht gefunden .

  3.  Bei diesem Wetter trinke ich gerne Tee, aber den trinke ich immer gern. .

  4.  Vielleicht gibt es irgendwo einen  Weihnachtsbaum in unserem Haus.

  5.   An den Füßen habe ich genau jetzt meine Hausschuhe .

  6.  Ich wünsche mir für´s nächste Jahr, dass es nicht wieder so schnell vergeht .

  7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Filmabend mit den Kids, morgen habe ich das Erstellen der Einkaufsliste für die Feiertage geplant und Sonntag möchte ich nachmittags mal wieder was backen !

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(K)eine Weihnachtsgeschichte

Es gibt Momente die man nicht so schnell vergisst.

Momente in denen alles anders läuft als sonst.

Momente die war beachten sollten, weil wir viel daraus lernen können.

 

Diese Geschichte spielt am Samstag in einem Supermarkt an der Kasse. Die Kundin, einen ältere Dame unterhält sehr wordreich die Kassiererin. Als alle Waren gescannt sind, nennt die Kassierin den Gesamtpreis. Die Kundin hält ihr ihre Geldbörse hin und läßt sie sich den Betrag selbst raus nehmen.

Das Geld reicht nicht. Es ist nicht viel was fehlt, aber zu viel als das die Kassiererin sie einfach mit den Waren gehen lassen könnte.

Die redselige Kundin ist still geworden. gemeinsam überlegen sie was zurück bleiben soll. „Die Tomaten“ empfielt die Kassiererin, denn der Preis dafür ist ein paar Cent höher als die fehlende Summe. Alternativ müssten mehrere Teile mit geringerem Preis zurück bleiben.

Auf die Tomaten verzichten fällt der Kundin sehr schwer, es ist deutlich zu sehen. Doch schließlich stimmt sie zu und überläßt der Kassiererin den Beutel mit den Tomaten. Diese legt ihn neben die Kasse, ruft für das Storno den Geschäftsführer und die Kundin bekommt noch ein paar Cent Wechselgeld.

Alles läuft weiter, wie in einem Laden üblich. Die ältere Dame packt ihre Waren in die Tasche, die Kassiererin kümmert sich um den nächsten Kunden: Ein Mann, anscheinend Türke oder Kurde, wie sie vermutet. In schlechtem Deutsch bittet er sie um die Tüte mit den Tomaten neben der Kasse. Sie legt sie zu seinen Waren. Der Mann bezahlt, packt seine Sachen ein. Er nimmt den Beutel mit den Tomaten, geht zu der älteren Dame und legt ihn ihr in den Einkaufswagen. Dann geht er.

Die Kassiererin hat Tränen in den Augen. Es tat ihr so Leid, dass sie der Dame die Tomaten genommen hat. Es war so offensichtlich dass diese Tomaten ihr aus irgend einem Grund sehr wichtig waren. Und dort war jemand, der wußte, dass er genug Geld dabei hat um sie zu bezahlen und dass man sich keinen Zacken aus der Krone bricht wenn man etwas Gutes tut.

Geschmückte Tannenbäume, verpackte Geschenkemassen, Festessen,… Alles wertlos im Gegensatz zu einer Tüte Tomaten.

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„Auflauf“ Spezial

Heute mal eine Idee für einen etwas anderen Auflauf. Überregional und international.

Leider gibt es keine Fotos, da alles so schnell leer gegessen war.

Das Rezept ist quasi eine Mischung aus zwei eigenständigen Rezepten: Bayrische Brezn-Knödel und türkisches Sucuklu Yumurta

Auf dem Schmankerlblog fand ich das Rezept für Brezn-Knödel. Dieses habe ich etwas abgeandelt.

  • Statt 5 Brezeln habe ich nur zwei genommen und dafür klein geschnittenes Brot untergemischt.
  • Statt alles in Folie zu packen habe ich die Masse in eine Springform geschüttet und im Backofen goldbraun gebacken.
  • Von der „Torte“ habe ich dünne Scheiben geschnitten und damit eine Auflaufform ausgelegt.

Teil 2- Sucuklu Yumurta:

Türkische Knoblauchwurst (Sucuk) vierteln und in einer Pfanne mit Eiern mischen. Sobald die Eier fest sind die Mischung auf die Tortenscheiben geben.

Darüber geriebenen Käse und ab in den Backofen.

Bei etwa 200° den Käse zerlaufen lassen-Fertig.

Anmerkungen:

Sucuk gibt es scharf oder mild. Ich habe diesmal scharfe verwendet und daher ansonsten mit Gewürzen gespart. Ein paar Kräuter, aber nicht extra Salz und Pfeffer

Wer mag kann noch geviertelte Tomaten und Paprika auf die Sucuk-Ei-Mischung (Yumurta) geben.

Alternativ geht auch ein Salat als Beilage und Yoghurt.

Guten Appetit!