Veröffentlicht in Blogparade

Brauchtum und Tradition

Diese Blogparade gibt es noch bis 13.01.2017 auf Altmuehltaltipps.

Um ehrlich zu sein: ich habe damit so meine Probleme, denn fast alles ist mittlerweile nur noch eine Konsumveranstaltung und da „Brauch“ eigentlich im Althochdeutschen „Nutzen“ bedeutet, habe ich den Eindruck es geht hauptsächlich um den Nutzen der Geschäftsleute. Und damit kann ich gar nichts anfangen.

Traditionen und Bräuche aus meiner Kindheit waren die üblichen deutschen und christlichen: Weihnachten mit Baum, Christmette und Gans mit Rotkohl, Muttertag oder Ostern mit bunten Eiern und Osterfeuer , Geburtstag, Fasching, Fronleichnamsprozession, Laternenumzug und dann sind wir auch schon wieder bei Adentskalender und -kranz.

Und alles, außer der Prozession war und ist mit Konsum verbunden und auch mit Verschwendung. Da werden jede Menge Tannen abgeholzt mit Lamettea und Kugeln, ect. dekoriert und nach kurzer Zeit wird das entsorgt. Nutzen? Keiner. Nichts gegen Rotkohl, den ess ich gern, aber die ganzen gemästeten Gänse? Die ganze Farbe für unmengen Eier, immer wieder Geschenke kaufen oder Kostüme,Deko,… Nein, ich mag das nicht und kann damit nichts anfangen.

Auch wiederkehrende Kirmesveranstaltungen, die es wohl in allen Gegenden gibt, mag ich überhaupt nicht. Das berühmte Münchner Oktoberfest soll ja mittlerweile auch anderorts imitiert werden, aber was genau gibt es dort außer Fahrgeschäften, Freß- und Saufbuden?

Christkindlmarkt? Im Grunde eine Kirmes ohne Fahrgeschäfte, aber wie immer und überall: Ware die teurer ist als in den Geschäften, was aber nichts mit besserer Qualität zu tun hat.

Es gab mal die Traditon der Wandergesellen. Handwerksgesellen die erst einmal durch die Welt wanderten und andernorts Arbeit und Unterkunft suchten um irgendwann Meister zu werden. Das sehe ich durchaus als nützlich, leider findet es kaum noch statt. Zwar leisten wir uns heute Urlaube, aber Leben und Arbeiten mit und bei anderen Menschen in anderen Länder oder Gegenden ist was ganz anderes.

Die einzige Tradition die mir aus meiner Kindheit geblieben ist, ist das Backen in der kalten Jahreszeit. Im Winter ist Gebäck, Bratäpfel, Gemüse, Aufläufe,… aus dem warmen Backofen ein Vergnügen wenn es ansonsten kühl ist. Auch Kerzen stell ich gerne auf wenn es abends früh dunkel wird.

Es sind die einfachen Dinge, die meiner Meinung nach, wichtig und erhaltenswert sind. Zusammensitzen bei Kerzenschein und Bratapfel mit Vanillesoße essen im Winter. Im Herbst Kastaniensammeln und daraus Männchen basteln oder Ketten.  Ein Strauß Wiesenblumen im Frühjahr und im Sommer die Sonne genießen.

Mein Fazit

Gute Bräuche und Traditionen sind meiner Meinung nach gratis.

Konsumpflicht brauche ich nicht.

 

 

 

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2 Kommentare zu „Brauchtum und Tradition

  1. Toller Beitrag! Vielen Dank für deine Teilnahme an der Blogparade.
    Von dem Brauch der Handwerksgesellen habe ich auch letztens erst gelesen – kannte ihn davor gar nicht und fand es sehr interessant 🙂 Was den Kommerz betrifft hast du, finde ich, leider recht … Heutzutage ist vieles oft nur noch Geldmacherei. Eigentlich schade …

    Gefällt 1 Person

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