Veröffentlicht in Blogparade

Kindheitserinnerungen

Mal wieder ein Blick in die Kindheit, mal wieder eine Blogparade, mal wieder Erinnerungen.

Nina-bloggt fragt alle zwei Wochen nach Kindheitserinnerungen zu einem bestimmten Thema. Thema 1 hab ich verpasst, aber Thema 2- noch bis 11.9.- ist Essen und Trinken.

Ich habe keine Erinnerung mehr an meine Kleinkinderzeit und Fotos gibt es da auch nicht. Ich kann also leider nur auf Erzählungen zurück greifen und daher weiß ich, dass ich ein Spinathasser-Kind war. Gab es Spinat, gab es Spinat-grüne Flecken an der Wand, denn ich habe das Zeug in hohem Bogen ausgespuckt. Wann meine Mutter es aufgab, oder ob sie je aufgab, mich mit Spinat zu füttern weiß ich nicht, aber in meiner Kindheitserinnerung findet sich kein Spinat, also war ich nach der Kleinkindzeit wohl befreit.

Im Grunde war das mit dem Essen und Trinken recht einfach bei mir. Wir hatten einen umfangreichen Garten und daher viel Obst,Gemüse und Salat und damit alles was man daraus so machen kann. Was man im Garten so naschen konnte, habe ich gern genascht. Erdbeeren, Pflaumen, Möhren,Johannisbeeren,.. Ernten und futtern.

Pflaumen waren so eine besondere Sache. Wenn sie reif waren holte ich sie mir gern vom Baum zum essen, aber alles was meine Mutter daraus so machte mochte ich nicht. Pflaumenkuchen und Kompott. Igitt.

Unsere Apfelbäume hatten keine leckeren Sorten. Sie waren eher sauer, daher versuchte meine Mutter sich als Saftkocherin, aber ohne Erfolg. Es waren zuviel Apfelfasern im Saft, was nicht besonders gut ankam. War ich penibel. Schließlich brachten wir unsere Äpfel zu einer Firma, die sie sammelte und daraus Säfte herstellte. Als Gegenleistung bekam man immer Saft, bzw. musste weniger zahlen. Wir nahmen dann immer ein paar Kästen Saft mit und meine Lieblingssorte war Apfel-Orange.

Apfelkuchen von meiner Mutter hingegen war sehr lecker. Wobei ich am allerliebsten natürlich den Teig mochte. Fertig gebacken, so rund um die Früchte weggenascht- aber und vor allem- pur aus der Schüssel. Am besten doppelte Teigmenge zubereiten, eine Hälfte für den Kuchen, Rest für mich.

Was ich nicht mochte war Hering in Sahnesoße. War genug Soße da, durfte ich schon mal meine Kartoffeln nur mit der Soße essen. Ansonsten bekam ich ein Ei auf einem Teller „geklappert“ und darin wurden dann Kartoffel zermatscht und alles mit einer Prise Salz gut verrührt.

Fast alles bereitete meine Mutter selbst zu, bietet sich auch an, wenn man genug Zutaten im Garten hat. Wie sie ihre leckere Tomatensoße machte weiß ich nicht. Sie hatte einen bestimmten Geschmack und der kam nicht allein von einem Schuss Milch und Zwiebeln. Was ich immer noch suche ist ein Rezept für Kartoffelplätzchen. Ihre waren ein Gedicht, aber alle die ich bisher fand trafen es nicht. Ihre Salate hatten immer Essig und Öl oder Milch mit einer Prise Zucker als Dressing.

Sonntags gab es Fast Food. Hat bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, obwohl die süßen Limos natürlich gut ankamen.

Überhaupt hatte ich als Kind mit Zucker nicht so viele Probleme. Heute muss ich schon auf die Menge achten, damit mir nicht übel wird. Konkret ausgedrückt heißt das, ich könnte keinen Esslöffel Honig pur essen und ein Stück Sahnetorte würde auch nicht zu Wohlbefinden führen. Damals habe ich mich heimlich- mit einem Esslöffel bewaffnet-in die Speisekammer geschlichen und habe am Lebertran genascht. Erst Löffel für Löffel und schließlich wurde mir klar, das der Löffel zu umständlich ist. Einfach gleich aus der Flasche trinken. Lecker.

Was ich an Taschengeld hatte war nicht sonderlich viel, aber ich liebte jeden Pfennig, denn oben an der Straße gab es eine Drogerie mit Kästen voller Naschkram und kleinen Tütchen in die man das Zeugs packen konnte und viele Sachen kosteten eben nur wenige Pfennig, so konnte ich mir da immer ein Tütchen zusammen stellen. Für 10-20 Pfennig bekam ich schon ein paar Sachen, daher war ich Stammkunde.

 

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4 Kommentare zu „Kindheitserinnerungen

  1. Du hast keine Kindheitserinnerungen? Ich bin älter als du und habe ganz viele. Aber vielleicht tritt so langsam das Langzeitgedächtnis bei mir in den Vordergrund.
    Von mir gibt es auch Spinat-Hasser-Fotos! 😉
    LG
    Sabienes

    Gefällt 1 Person

  2. Ein toller Beitrag! Dankeschön dafür!!
    Ich finde es total toll, dass ihr so viel im eigenen Garten hattet und deine Mutter so viel selbstmachen konnte. So lernen Kinder wenigstens, dass Äpfel nicht im Supermarkt wachsen… 😉
    Die Sache mit den Süßigkeitentüten gab es wirklich bei jedem. Toll!! 🙂

    LG, Nina

    Gefällt 1 Person

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