Veröffentlicht in Deutschland, Menschen

Nachlese Amok 2

Nein, ich möchte sie weder vergessen noch unbeachtet lassen, die Opfer dieser Taten. Die Polizei hat lange keine Namen und Nationalitäten bekannt gegeben um den Familie die Möglichkeit zu geben selbst zu entscheiden ob sie das wollen. Irgendwie vermute ich, das Facebook als Info- und oft als Desinfo-Selbstläufer die Entscheidung getroffen hat. Ich finde das nicht fair, denn die Familien haben viel zu tragen. Der Verlust eines geliebten Menschen ist schwer. Ihn bei Anschlägen zu verlieren ist viel schwerer. Wenn es dazu noch ein Kind ist, ist das Leid kaum zu ermessen.

Zu wissen, dass das Kind sich am Tatort befindet, es nicht erreichen können, trotz Handy ist alleine schon grausam. Polizisten, die auf später vertrösten weil sie noch keine Identifizierungen vorweisen können, machen das Problem noch größer. Jeder muss sehen wie er mit der Situation zurecht kommt. Einen Horrorfilm kann man ausschalten. Der reale Horror bleibt.

Nach der Tat erfahren wir wie viele Tote und Verletzte es gab, danach wenden sich Medien bevorzugt dem Täter und Politikern zu. Haben die Verletzten letztlich alle überlebt? Das scheint für die Medien weniger wichtig zu sein. Auch die Angehörigen sind einer Erwähnung nur noch wert wenn man herzzerreißende Trauerbilder liefern kann.

In Momenten solcher Taten wird der Kriseninterventionsdienst eingeschaltet. In der akuten Situation sind sie für Augenzeugen und Familien da, helfen so gut sie können, aber danach werden die Leute ihrem sozialen Umfeld übergeben oder an Fachstellen vermittelt, wobei diese „Vermittlung“ oftmals nur Info darüber ist und der Rat dort hin zu gehen.

Wir leben jedoch in einer Gesellschaft in der viele kein soziales Umfeld haben, dieses zumindest ungeübt ist und leider auch in einer Gesellschaft in der es verpönt ist Hilfe zu benötigen. Und wenn man sich entschließt fachliche Hilfe anzunehmen: sprechen die meine Sprache?. Gerade für Menschen mit einer anderen Muttersprache kann es leicht zu einem Problem werden.

Doch das Leid endet nicht am nächsten Tag.Wir haben Kontakte in mehrere Richtungen, haben dadurch ein paar Infos, aber leider ist es nicht sehr umfangreich, nicht von allen Opfern und deren Familien,dennoch möchte ich es erwähnen.

Ein Mädchen das sich in München in Sicherheit bringen konnte und unverletzt blieb, liegt jetzt im Koma im Krankenhaus. Ihr Bruder gehört zu den Toten. Der Vater verstarb nach der Schreckensmeldung an einem Herzinfarkt.

Es wird nicht einfach an der Familie vorbeigehen. Auch an den anderen Familien nicht, von denen ich bisher keine sicheren Infos habe. Aber ich werde diesen Beitrag ergänzen, sobald sich etwas ergibt

 

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4 Kommentare zu „Nachlese Amok 2

  1. Hat dies auf Meine Erlebnisse im Altenheim rebloggt und kommentierte:
    Ich möchte nicht jedes Mal den Beitrag von DeutscheMuslima zu diesem Thema rebloggen. Doch heute tue ich es noch ein Mal, da sich auf meinem Blog zu dem ersten Retweet ein heftiger Meinungsaustausch ergeben hat. Für weitere Updates folgt doch einfach dem Blog von DeutscheMuslima. Das lohnt sich auf jeden Fall!
    https://deutschemuslimadotcom.wordpress.com

    Gefällt 1 Person

  2. Wer Deine bisherigen Beiträge aufmerksam gelesen hat, konnte auch eigentlich nicht auf den Gedanken kommen, dass Dir die Opfer und deren Angehörige egal seien.

    Ich finde, Du beschreibst sehr sachlich und auch aus einer wertfreien Perspektive, wie Du die Zusammenhänge kennst oder das, was Du nicht kennst, einschätzt. Ich habe sehr von Deinen Berichten profitiert und sehe mich in vielen Deiner Aussagen bestätigt, vor allem was die Ursachenbekämpfung angeht. Ich habe den Eindruck, keiner der Politiker will da richtig dran gehen, auch wenn sie das immer in Sonntags-Worten behaupten, vorneweg die Frau Kanzlerin! Solche hohen Worte werden für mich dadurch zu hohlen Wörtern, die sie sich lieber sparen sollten.

    Lieben Gruß, M.!

    Gefällt 2 Personen

    1. Es freut mich wenn meine Beiträge nützlich sind. Ich möchte ja das die Menschen ein weng über den Tellerrand schauen, nicht alles glauben was Medien und Politiker heiß oder kalt servieren und einfach nachdenken, versuchen jenseits von vorgegebener Meinung Tatsachen zu berücksichtigen und auch zu hinterfragen. Meinungsmache haben wir viel zu viel.
      Für Politiker, so denke ich, geht es hauptsächlich um die Befriedigung der Waffenlobby und deren Einnahmen. Da stören Gedanken wie Gewaltfreiheit, Ursachenforschung oder aber auch die einfache Sache der tatsächlichen Bekämpfung von Fluchtursachen. Ein guter Krieg ist lukrativer. Solange das Volk Worte glaubt ohne zu hinterfragen läuft alles super. Ich möchte das stoppen.

      Gefällt 1 Person

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