Veröffentlicht in Blogparade, Webmaster-Friday

Wohin bei der Hitze?

…lautet die Frage beim WebmasterFriday.

Ich hab so meine Probleme mit Temperaturen über 25°C, deshalb mag ich auch den Sommer in Marokko mit oft 45°C und mehr nicht so sehr. Zumindest nicht im Landesinnern. Am Meer geht es schon eher, aber auch da ist heiß nun mal heiß.

Wenn möglich-und in Marokko sind wir ja im Urlaub- versuchen wir tagsüber zu schlafen und erst am Spätnachmittag beginnt das Leben. In Deutschland habe ich zwar „nur“ ca. 35°C, aber tagsüber schlafen ist nicht möglich. Der Alltag verhindert es.

Dennoch: wenn mir so manche Leute entgegenkommen und jammern bei ihnen würde schon vom Nichtstun die Suppe laufen, dann kann ich mir ein leichtes Lächeln nicht verkneifen. Meist haben diese Leute kaum etwas an und wundern sich. Ich bin dagegen immer mit langen Sachen gekleidet und schütze so meine Haut vor Sonne und Hitze.

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In der Wüste würde niemand auf die Idee kommen in kurzer Hose und nacktem Oberkörper oder Minirock und Top rum zu laufen. Man bedeckt sich um sich vor der Hitze und der Sonne zu schützen. Weite luftige und eher dunkle Kleidung ist die beste Methode wenn man raus muss. Dabei sollte man nicht vergessen auch den Kopf zu bedecken,Haare reichen nicht.

Während des Ramadan ist tagsüber trinken nicht möglich, aber das macht nichts. Morgens vor Sonnenaufgang mindestens einen halben Liter Wasser, besser mehr und man kommt trotzdem gut über den Tag. Außerhalb des Ramadan trinke ich tagsüber lauwarmen Tee, keine süßen Getränke und nichts kaltes. Auch saftiges Obst, wie Melonen sind eine feine Sache.

Generell ist Obst, Gemüse und Salat besser als schweres Essen und hilft ebenfalls.

Wenn mehr Bekleidung besser ist als weniger ist auch klar, das Freibad irgendwie nicht der richtige Ort ist. Wir sitzen gern am Ufer von einem See oder auch Fluss im Schatten und genießen dort Tee aus der Thermoskanne und machen dort Picknick.

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Grundsätzlich halte ich mich lieber dort auf wo Schatten und eher Kühle zu finden ist und meide die Sonne.

Kurzfristige Abkühlung durch kühle Räume ist zwar ganz nett, aber sobald man wieder raus kommt, kommt die Hitzekeule. Auch nicht wirklich der Renner.

Ich schaue das ich meinen Tagesablauf weitgehend so ändere das alles notwendige erst am Abend statt findet und vorher mache ich nur, was nicht verschoben werden kann.

 

 

 

 

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Hildegard

Meine Tochter hat mir Hildegard geschenkt. Überhaupt wurde ich in letzter Zeit ständig beschenkt. Mein Sohn brachte mir auf dem Heimweg von der Schule täglich Blumen mit. Nichts besonderes. Nur die üblichen Wald- und Wiesenblüher, aber gerade deshalb waren sie mir besonders lieb.

Dosen mit Cappuccino bekam ich, weil ich den gern trinke und dann kam Hildegard.

Sowas wie Hildegard wollte ich schon lange haben. Aber als ich es vor langer Zeit mal versuchte funktionierte die Saat nicht und jetzt fand meine Tochter Hildegard im Laden und war sofort fasziniert. So fasziniert das sie ständig zu Hildegard schauen musste, was einem Kunden auffiel, der sofort auch eine Hildegard wollte. Faszinierte Blicke wirken verkaufsfördernd. Tja und nun steht Hildegard bei mir auf der Fensterbank. Nicht in der direkten Sonne, denn das mag Hildegard nicht.

Und das ist Hildegard:

Eine Venus- Fliegenfalle.

Und damit Hildegard nicht versehentlich einen Finger anknabbert hat sie neben dem pinken Topf noch eine schicke Aussenhülle.

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Veröffentlicht in Gesundheit, Religion

Halbzeit

Nein, nicht beim Fußball. Beim Ramadan. Sie ist sogar schon überschritten, denn heute ist bereits der 16. Tag.

Die ersten zwei Tagen waren hart bis sich der Körper umgestellt hat. Ich trinke normalerweise tagsüber viel Tee. Das späte schlafen macht mir aber immer noch zu schaffen. Das abendliche Schlaflied für meine Jungs ist auch für mich das Zeichen zum einschlafen und so werde ich dann meist geweckt. Gestern von meinem Mann der verspätet von der Arbeit kam, vorgestern von meiner Großen, die plötzlich neben mir auf dem Bett saß.

Trotz heutigem Sommeranfang sind die Temperaturen sehr mild und daher steckt nicht viel Mühe im Verzicht. Aber die Vorhersage meint es wird diese Woche noch warm, bis 30°C. Ich glaube es ja erst wenn ich es sehe.

Also auf in die zweite Halbzeit!

 

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Authentizität auf Reisen

Was ist das eigentlich? fragt Ulrike vom bambooblog für ihre Blogparade die noch bis zum 15.6. geht.

Die Frage hat mich eine Weile beschäftigt, vor allem weil ich mich über so einige „unauthentische“ Dinge ärgere, oder sie zumindest nicht mag.

Es gibt so Dinge die findet der Standard-Tourist vermutlich ganz toll: Hotelanlagen mit Swimmingpool direkt am Meer, Souvenirshops, Lokale in denen die Speisekarte bekanntes bietet, usw.  Ich persönlich mag nicht mal die Gegenden in denen sich diese Touristen aufhalten und ihre Hotels haben.

Ich habe nichts gegen diese Touristen, aber wenn ich in ein anderes Land fahre/fliege, möchte ich gern das Einheimische, nicht die Touriware. Geschäfte und Stände wo Otto Normal- Touri sich billig gefertigte Waren kauft die er dann stolz daheim vorführen kann sind nicht mein Ding. Eben so wenig Speisen die für den Touri-Gaumen zubereitet wurden.

Authentisch ist für mich vor allem das Landestypische und nicht das von außen Aufgesetzte… und an der Stelle wird es durchaus auch mal schwierig.

Die Welt dreht sich weiter, entwickelt sich. Das Unbekannte wird zum Bekannten. Wo bleibt da die Authentizität?

Nehmen wir zum Beispiel Fast-Food-Restaurants. Ich behaupte mal diese lappenartigen Schlabberdinger die einzeln verpackt über den Tresen geschoben werden sind in keinem Land der Welt wirklich authentisch und doch findet man sie mittlerweile überall auf der Welt und in Deutschland gefühlt an jeder Straßenecke. Ist das in Deutschland mittlerweile authentische Ernährungsweise? Vermutlich schon, aber dies ist auch ein Land wo Hektik groß geschrieben wird, wo Menschen lieber stundenlang Talkshows schauen als stundenlang in der Küche zu stehen.

Aber das ist eben nicht überall auf der Welt so. Trotzdem sind Burger und Co auch dort immer öfter in den Küchen zu finden. Meine Schwiegermama bereitet auch gern mal Pommes zu. Allerdings nicht aus dem Fast-Food-Restaurant und keine Tiefkühlware. Und Ketchup gibt es auch keinen dazu, aber sie nimmt sich Zeit, schält und schnippelt Kartoffeln und gart sie in der Pfanne. Auf diese Weise werden sie wohl authentischer Bestandteil der marokkanischen Ernährung die eigentlich auch ohne fettige Pommes auskommt und reichlich Alternativen zu biete hat. Und sie sind nicht wie die FF-Restaurant-Pommes, sind sind anders, besser…schon wegen der geringeren Fettmenge und weil sie eben nicht alle gleich aussehen, sondern eben wie geschnippelte Kartoffeln.

Man hat in der Regel ein Bild im Kopf wenn man in ein Land reist. Bestimmte Erwartungen, Wünsche, Vorstellungen. Vieles davon wird geprägt durch Berichte, Bücher, Fotos von Leuten die schon dort waren oder dies zumindest behaupten. Manche verdienen Geld damit ein bestimmtes Bild unter das geneigte Leser-Volk zu bringen und dann ist authentisch eben etwas anders als die Realität. Es gibt da diesen Autor, der gern über die ärmere Bevölkerung Marokkos schreibt, obwohl er aus reichem Elternhaus stammend schnellstmöglichst das Land verließ und nie einen Fuß dorthin gesetzt hat wo eben jene arme Bevölkerung lebt. Wer nie dort war glaubt wohl seinen Berichten und wer sich nicht selbst ein Bild macht, lernt nie die authentische Bevölkerung kennen.

Und was ist jetzt Authentizität?

Typisch Marokko ist für mich:

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Enge Gassen in denen Kinder toben,laufen und schreien dürfen
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Kleine und große Stände von Händlern
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Frauen und Männer mit Djellaba
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Couscous mit Brot und Händen essen
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Das Färberviertel von Fes
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Gekachelte Wände und Steinböden
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Stadttore
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Moscheetürme/Minarette
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Fladenbrot
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Minztee

Internetcafés, laute Telefonate, bunt gekleidete Menschen, Gastfreundschaft,

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Hand in Hand

gegen Rassismus

Nächstes Wochenende findet jeweils am 18 oder 19 bundesweit diese Veranstaltung statt.

Viele Städte von Hamburg über Leipzig bis München sind dabei.

Feste mit Musik, Reden und einer Menschenkette sind geplant.

Verbunden werden sollen Kirchen,Moscheen, Soziale Einrichtungen ect.

Getragen wird die Aktion von verschiedenen Organisationen, angefangen mit Amnesty International über DGB bis zum Zentralrat der Muslime

Wer wissen will wo die nächste Aktion statt findet wird hier fündig: 

Homepage                           Facebook                                   Twitter
Hand in Hand gegen Rassismus
Auch Material zum Verteilen und Informieren ist erhältlich.

Bleibt zu hoffen das zahlreiche Menschen daran teilnehmen und eine lange starke Kette für Solidarität und Schutz bilden.

Veröffentlicht in Deutschland, Feste, Islam, Religion

Mein persönlicher Ramadan

Die Fastenzeit ist für uns Muslime etwas besonderes. 29 bzw. 30 Tage pro Jahr von Sonnenaufgang bis -Untergang fasten, das heißt vor allem: nicht essen, nicht trinken.

Ich kenne den Satz: „Ich könnte das nicht“ sehr gut, aber genau genommen ist er falsch. Jeder könnte es, wenn er wollte. Natürlich gibt es Menschen die befreit sind, weil sie z.B. auf Reisen sind, oder schwanger, …Und Kinder sind natürlich auch befreit.

Mein 8jähriger möchte gern mitfasten und freut sich auf das Wochenende, denn wir haben ihm erlaubt am Wochenende zu üben, wenn er nicht zur Schule muss und am Anfang darf er, wenn der Durst zu groß wird, auch etwas trinken. Wir beginnen langsam.

Für mich war Ramadan nie so, denn als Konvertierte wächst man dort nicht rein wie ein Kind. Natürlich wusste ich- als aus einer katholischen Familie Stammende- das es auch eine christliche Fastenzeit gibt. Nur wirkliches Fasten habe ich nie erlebt denn es gab immer etwas zu essen und zu trinken. Hunger und Durst musste ich nie erfahren und etwas gemeinsames, verbindendes, lehrreiches gab es auch nicht.

Am Anfang war Ramadan recht schwer. Zwar bekommt man recht leicht die allgemeinen Regeln, aber danach wird es schwierig. Sonnenaufgang und -Untergang. Wann genau ist das? Erst mal schauen. Freundlicherweise gibt es Kalender die man in Moscheen und Geschäften bekommen kann. Doch teilweise stimmen die Zeiten nicht 100% überein. Zwangsweise musste ich mir die Frage stellen was nun richtig ist: Die eine Zeit oder drei Minuten später. Vielleicht nehme ich einfach eine Zahl dazwischen? Wie macht man das am geschicktesten?

Und dann ist das größte Übel: der Beginn des Ramadans. Im Fernsehen heißt es zwar: „Heute beginnt für Muslime…“, aber erstens ist es dann schon zu spät weil man längst mit dem Fasten hätte anfangen müssen und zweitens sagen einige das es noch nicht soweit ist. Wie regele ich das mit der Sichtung? Stell ich mich raus und such selbst nach dem Mond? Halte ich mich an deutsches Fernsehen, oder suche ich mir einige Muslime und richte mich nach denen und was ist mit den anderen? Schaue ich in einen Kalender, für den der Mond berechnet wurde?

Inzwischen gibt es den Koordinationsrat der schon auf Jahre im Voraus berechnet wann der Ramadan zu beginnen hat. Es gibt Mondsichtung.de wo man erfährt wann  der Mond wo und wie gesehen werden kann.Wähle ich globale Sichtung oder lokale? Es bleibt bei der Frage wem man sich anschließen möchte. Dieses Jahr haben wir uns für den Koordinationsrat entschieden, aber ich gebe zu, das ich mit dieser Entscheidung nicht glücklich bin. Nächstes Jahr werde ich mich wieder an der Mondsichtung orientieren.

Doch auch wenn Anfang und Ende eine persönliche Sache bleiben ist eines wichtig: Die meiste Zeit des Ramadan sind alle Muslime der ganzen Welt im Fasten vereint.

Da der Ramadan sich jährlich um circa zwei Wochen nach vorne verschiebt sind wir jetzt also bei Anfang Juni angelangt. Für nächstes Jahr sind wir dann schon bei Ende Mai und dazu gehören natürlich immer auch die Jahreszeiten und das Wetter.

Üblicherweise findet abends nach Sonnenuntergang das Fastenbrechen statt. Mit Datteln und Wasser oder Milch. Mein Mann ist großer Buttermilchfan, da ich sie auch sehr gern trinke nehmen wir meist diese oder „normale“ Milch. Danach gibt es eine sättigende Mahlzeit die den Durst nicht anregt, also wenig Salz enthält und nicht zu scharf ist. Meist gibt es noch Obst dazu und ich mache auch gerne einen Salat. Traditionell ist hingegen  Harira, eine Suppe die üblicherweise gekocht wird. Auch wenn die Zutaten immer ein wenig variieren, so gehören Kichererbsen und Tomaten immer dazu.

Zeitig schlafen gehen ist empfehlenswert den rechtzeitig vor Sonnenaufgang klingelt der Wecker für eine letzte sättigende Mahlzeit und viel Wasser. So kommt man über den Tag.

In den Sommermonaten ist das ganze natürlich schwieriger als im Winter. Es ist wärmer, oft sogar heiß und die Zeit zwischen Sonnenaufgang- und Untergang ist recht lang. Dafür ist die Schlafenszeit dann recht knapp. Für mich zu knapp und auch die Mädchen haben entschieden das sie früh morgens keinesfalls aufstehen wollen. Deshalb ist mein Mann allein in der Küche, isst noch Bananen, trinkt Wasser und weckt mich vorher, denn neben dem Bett steht für mich eine Flasche Wasser. Davon trinke ich soviel ich schaffe und dann schlafe ich weiter.

Ich bin Frühaufsteher und darum freue ich mich wenn Ramadan wieder in die Kalte Jahreszeit rutscht. Um 4 Uhr aufstehen und gleich wach bleiben kann ich gut. Um drei Uhr aufstehen und wach bleiben schaff ich nicht. Da bin ich tagsüber zu müde habe aber kaum Gelegenheit mal etwas zu schlafen.Irgendwo ist da meine persönliche Grenze.

Gestern Abend war es hauptsächlich Müdigkeit die mich quälte und für einen Moment war ich versucht einfach ins Bett zu gehen und auf das Fastenbrechen zu verzichten. Doch diesen Fehler erlaube ich mir nicht. Die Versuchung wird jedoch jeden Tag größer, denn jeden Tag geht die Sonne etwas später unter. Auch wenn es immer nur 1-2 Minuten sind.

Ein letztes Problem das man mit persönlichen Entscheidungen von Anfang und Ende des Ramadan hat ist das Festgebet am letzten Tag. Jener Tag an dem Aid-Ul-Fitr (Bayram bei den Türken) gefeiert wird. Also muss man schauen ob man eine Moschee findet die das Fest am selben Tag begeht wie man selbst. Es ist ratsam frühzeitig los zu gehen, denn i.d.Regel ist es sehr voll und wo sich die Möglichkeit findet gibt es oft zahlreiche Gläubige die in der Moschee keinen Platz mehr finden und außerhalb beten müssen. Im Winter und bei Regen nicht unbedingt ein Vergnügen.

Veröffentlicht in Blogparade, Webmaster-Friday

Persönlich(keit)

Anfang des Jahres gab es eine Blogparade zum Thema wie viel persönliches ein Blog braucht. Ich habe sie verpasst, wollte mich auch nicht hinten dran hängen, aber dennoch was dazu schreiben. Bisher bin ich nicht dazu gekommen und jetzt taucht das Thema beim Webmaster-Friday auf.

Wer einen Blog betreibt, kann sich leicht hinter technischen Mauern verschanzen. Weder Name noch Foro noch Anschrift muss man Preis geben, um einen guten und seriösen Blog zu betreiben. Viele bekannte Bloger sind eher unter Pseudonymen bekannt als unter ihren wirklichen Namen. Wie findet ihr das und wie geht ihr damit um? Nutzt ihr auch einen erfundenen Aka-Spitznamen? Nur im Blog, oder haltet ihr das auch auf anderen Social-Media-Kanälen durch? … Oder tretet ihr unter echtem Namen auf? Stört es euch bei anderen, wenn man nicht weiß, wer sich dahinter verbirgt? Welche Vor- und Nachteile hat es, sich mit echtem Namen (und damit Adresse und Telefon) öffentlich zu outen? Habt ihr schon Sorge gehabt, Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden? Gibt es langfristig überhaupt eine Alternative zu den Klarnamen?

Nun, auf meinem Blog ist Anonymität üblich. Ich versuche auch tunlichst zu vermeiden Rückschlüsse auf unsere Wohngegend zu hinterlassen. Die Gründe dafür sind recht einfach. Es ist hauptsächlich eine Schutzmaßnahme.

Ich berichte hier von Erlebnissen und Begebenheiten, Zusammentreffen und Gesprächen, meine Meinung und den Alltag einer Nicht- 100%- deutschen-Familie, die auch noch muslimisch ist und ihre Erfahrung mit eben dieser Tatsache.  Mir liegt nichts daran Menschen öffentlich bloß zu stellen. Ich möchte nur Aufmerksam machen. Würde ich Realnamen und Wohnort angeben oder eines von beiden könnten womöglich Rückschlüsse gezogen werden. Rückschlüsse auf Menschen mit denen wir zu tun haben oder hatten, sei es bei Behörden, in Geschäften oder,oder,oder.

Die andere Seite: Auch uns muss ich schützen. Immer wieder mal liest man davon das Arbeitgeber nach Bewerbern googeln. Wer auf meiner Seite landet findet vielleicht etwas, was ihm nicht gefällt. Da denke ich an die Geschichte mit der Jobsuche meiner Tochter. Kein Arbeitgeber wurde öffentlich diskreditiert. Es ist gedacht um Menschen zum nachdenken an zu regen. Auch die Tatsache das neuerdings einige Menschen dieses Landes wieder meinen Volkverhetzung wäre mit der Meinungsfreiheit gedeckt und tätliche Angriffe auf Ausländer/Muslime wäre eine gute deutsche Tat zum Schutze Deutschlands, sorgt dafür das ich meine Familie und mich lieber Anonym halte.

Ein weiterer Punkt ist einfach das mein Klarname nichts an dem was wir erleben ändert und er damit auch nichts zu tun hat. Nehmen wir zum Beispiel die Wohnungssuche. Ich könnte mich bei Maklern und Vermietern unter dem Namen Eva Müller vorstellen oder Lisa Schmidt, Anna Walter, oder sonst irgendwie. Die Wohnung würden wir dennoch nicht bekommen, weil wir sind, wer wir sind;unabhängig von unserem Namen. Also spielt er keine Rolle.

Ein weiterer Punkt ist, das ich mit diesem Blog kein Geld verdiene. Ich verwende ein Gratis-Theme von WordPress, direkt bei WordPress. Das hat zwar Werbeeinblendungen zu Folge, aber die sind für WordPress, nicht für mich. Wäre es anders würde ich verstehen wenn Leute sagen sie möchten wissen wer da verdient.

Ein letzter Punkt: die Datensammelwut diverser Seiten und Portale ist mittlerweile so groß und wächst weiter das ich meine kleine anonyme Insel gern behalten möchte. In Zeiten wo jedes Telefongespräch, jede E-Mail,jede SMS, jeder Kontakt abgefangen, archiviert und gesammelt wird mag ich einfach ein wenig davon Abstand nehmen.

Als ich mir damals einen Account bei Facebook zulegte waren noch alle Möglichkeiten offen und so habe ich mir einfach etwas ausgedacht was Facebook heute nicht mehr akzeptieren würde. Auch sämtliche versuche Facebooks weitere Daten aus mir raus zu locken wie Handynummer ect. habe ich bisher erfolgreich umgangen. Wie lange das noch möglich ist wird sich zeigen. Sollte es irgendwann notwendig werden den schon lange existierenden Account mit tatsächlich realen Daten versehen zu müssen, werde ich ihn eher löschen Ich werde mir meine anonyme Insel bewahren so langsunset-485016_640e es geht.

Man darf bei all dem nicht vergessen dass das Net nicht nur mit Menschen bestückt ist die nur zum lesen, suchen oder spielen unterwegs sind. Es gibt natürlich auch Leute die sich tiefer in der technischen Materie auskennen und klar: mit genug Wissen und Interesse könnte man trotz allem recht leicht unseren Wohnort finden und vielleicht auch mehr.