Veröffentlicht in Aktionen, Webmaster-Friday

Zukunft

Premiere: ich nehme mal am Webmaster-Friday Teil. Thema der Woche 19.5.-26.5.: StarWars und Co. – wie sehen wir die Zukunft?

Okay, ich muss mich mal outen und zwar gleich doppelt:

  • Ich war immer Science-Fiction-Fan
  • Ich habe nie Star Wars gesehen

Irgenwie konnte ich nach Beschreibung, Berichten,Bildern und Trailern der Star Wars Geschichte nie etwas abgewinnen, was mich dazu gebracht hätte mir die Filme mal gönnen. Dafür habe ich immer Star Trek geliebt.

Als Kind waren natürlich Captain Kirk mit seinem spitzohrigen Freund Spock,dem Wunderdoktor Pille McCoy und dem genialen Chefingenieur Scotty Pflichtprogramm. Natürlich auch die Kinofilme und ich bin der Serie treu geblieben, bis die Macher sich überlegt haben junge Schauspieler in den Weltraum zu schicken die Kirk und Co. in „jung“ darstellen sollten. Zurück in die Vergangenheit, die dennoch Zukunft ist? Nein, das ist nicht mein Ding. Wenn es um die Zukunft geht bin ich nicht sonderlich flexibel., das muss ich zugeben.

Das Kirk durch Picard ersetzt wurde hat mir Probleme bereitet, aber Patrick Stewart hat mich als Captain überzeugt. das plötzlich auch der ausgetauscht wurde durch eine Frau und die in einem Schiff das nicht Enterprise hieß, hat mir gar nicht gefallen. Nicht, das ich meine eine Frau könne nicht die Chefin sein. Aber überzeugende Darsteller mal drei? Aber es hat mir gefallen.

Nicht warm geworden bin ich mit Deep Space Nine und auch Captain Archer ist nichts für mich.

Was hat all das jetzt mit unserer Zukunft zu tun?

Na ja, der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“. Wir lieben was wir kennen, was uns vertraut ist. Manche lassen Neuem die Chance sich zu beweisen, andere verweigern sich. Aufhalten können wir die Weiterentwicklung nicht, so wie man Filme- und Serienmacher nicht stoppen kann wenn sie eine Idee im Kopf haben. Sie hören nur auf wenn die Einschaltquoten nicht stimmen oder die Story so ausgelutscht ist das nichts mehr geht. Und unsere Zukunft wird nur durch die Machbarkeit gebremst.

Captain Kirk hatte jede Menge fiepende Computer und einen kleinen Tricorder. Wir sind inzwischen mit Subnotebooks und Smartphones ausgestattet und bis die den Gesundheitszustand von Menschen beurteilen können dauert es vermutlich nicht mehr lange. Als Kind hab ich mir manchmal einen Scotty gewünscht der mich mal eben in die Schule beamen kann. Dann hätte ich noch einige Minuten Schlaf mehr zur Verfügung gehabt. Aber wie werden wir reagieren wenn diese Technik tatsächlich zur Verfügung steht? Und es wird sicher irgendwann so sein.

Ehrlicherweise muss ich gestehen das ich derzeit nicht weiß wie ich darauf reagieren würde. Vielleicht werde ich ein Pille McCoy sein der die Technik verweigert und sie nur im Notfall und nur unter Protest nutzt. Vielleicht werde ich sie aber auch als selbstverständlichen neuen Bestandteil des Lebens betrachten wie Handys und Computer. Es wird auf jeden Fall Menschen geben die warnen und ablehnen, und welche die der Zukunft eine Chance geben, ebenso wird es Menschen geben die sich erfreut auf alles neue stürzen und versuchen es in ihr Leben zu integrieren.

Es gibt da einen recht passenden Dialog aus Star Trek:

Captain Kirk: „Spock, diese Kadetten von Ihnen, wie gut sind sie? Wie werden sie bei echten Schwierigkeiten reagieren?“

Spock: „So wie alle Lebewesen, jedes nach seinen Fähigkeiten.“

Es gibt heute Menschen die mit Einführung des Internets für Alle dieses direkt genutzt haben und sofort begannen ihre Möglichkeiten auszuloten. Es wurden Homepages erstellt, Verbesserungen programmiert und jede Menge Unnützes ebenfalls. Die Sozialen Medien entstanden und werden unterschiedlich genutzt. Manche sind einfach überall vertreten und manche nur begrenzt. Zu jenen gehöre ich. Manche geben der Öffentlichkeit ihr ganzes Leben preis, andere sind zurückhaltender.

Das alles beeinflusst unsere Leben. Man kann im Internet Geld verdienen oder einfach ohne finanziellen Gewinn agieren. Viele, darunter viele Jugendliche haben ihr Leben der Öffentlichkeit komplett zugänglich gemacht, Arbeitgeber holen übers Net Erkundigungen über Bewerber ein. Behörden nutzen es um Personen zu überwachen, zu finden oder zu analysieren. Referate sind nicht mehr bloß Papier und Vortrag, sie können durch Info´s aus der ganzen Welt, Powerpoint-Präsentationen und zahlreiche verfügbare Foto´s ergänzt werden. Neue Gesetze sind notwendig, neue Möglichkeiten sich oder eigene Produkte zu vermarkten, aber vielfach gibt es auch Unsicherheiten und mangelndes Wissen über Rechte und Pflichten. So gibt es immer noch Menschen die meinen das Bilder von Google der Allgemeinheit gehören. Das notwendige Wissen zur Nutzung des Internets wird umfangreicher und schwieriger.

Wir leben bereits in der Zukunft unserer Vorfahren und viel hat sich verändert. Viel wurde Automatisiert und dadurch Arbeitsplätze vernichtet, aber neue wurden geschaffen. Profitiert haben meist die Jungen, nicht aber jene die ihre Arbeit an Maschinen verloren. Unser Ziel ist nicht die Zufriedenheit der Menschen, sondern das erleichtern der Arbeit. Arbeitgeber hingegen sparen Gehälter, denn Maschinen sind auf Dauer billiger, werden nicht schwanger, krank und streiken nicht. In Schulen wurden die Klassen kleiner, neue Fächer wurden eingeführt wie jene die sich mit dem Computer beschäftigen. Der Rohrstock wurde abgeschafft, die Lehrmethoden verändert und dennoch ist Schule immer noch ein Ort den viele Schüler hassen.

Wir haben gelernt Rollstuhlfahrern Rampen und Aufzüge zur Verfügung zu stellen aber wir schaffen es noch nicht sie in Regelschulen zu integrieren. Wir haben Anti-Antidiskriminierungs-Gesetze, aber in den Köpfen klappt es mit der Umsetzung nicht. Wir sind in der Zukunft und gleichzeitig auf dem Weg dorthin.

Was ich mir wünsche ist, dass einige Dinge aus diesen Serien zu unserer Zukunft gehören:

  • Zusammenarbeit unterschiedlicher Völker und gegenseitige Toleranz und Akzeptanz, was nun einmal wichtige Basis von Frieden ist.
  • Synthehol- ein Alkoholersatz ohne berauschende Wirkung. Das würde jede Menge Kosten einsparen, viele Probleme vermeiden und auch Leben retten.
  • Genug zu essen für Alle
  • Abschaffung des Kapitalismus

Manche Dinge sind durchaus in greifbarer Nähe oder bereits Realität:

  • Computer/Handys die auf Sprachsteuerung reagieren
  • Telefonate bei denen man den Gesprächspartner real sieht.
  • Wissen aus dem Computer
  • Beamer
  • Arbeitsroboter (man denke auch an die selbstständigen Staubsauger)
  • Abschaffung des Fernsehers/Radios
  • Abschaffung von Geld als Zahlungsmittel
  • Ständige Erreichbarkeit

In einem der Star Trek- Filme wurde die Zukunft „das unentdeckte Land“ genannt. Vielleicht sollten wir die Zukunft so sehen. Ein Land das es zu entdecken gilt. Wer furchtsam zurückweicht wird nichts entdecken.

 

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16 Kommentare zu „Zukunft

  1. Ich bete, dass dieser Punkt nicht Realität wird:

    Abschaffung von Geld als Zahlungsmittel

    Wer für die Abschaffung des Bargelds ist, den frage ich immer wieso er noch Kleidung trägt und nicht gleicht nackt durch die Welt rennt als gläserner Mensch 😉

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    1. Geld gab es nicht immer und die Menschen trugen trotzdem Kleidung. Wenn du für Geld betest, solltest du zwei Dinge nicht vergessen: 1. Jesus lehrte das Gott wichtiger sein muss als alles andere und 2. Er sagte: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als das ein Reicher ins Paradies kommt.
      Im übrigen ist das Bargeld fast abgeschafft. Limits gibt es schon, der Rest ist nur noch ein kleiner Schritt. Leider sind wir dadurch das Geld selbst nicht los

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              1. Ja für das Bargeld. Alternativ können wir auch zurück zum Tauschhandel gehen. Kartenzahlung & Co halte ich für das Schlimmste das uns passieren kann. Den Staat würde es aber freuen. Der weiß dann genau wer was wann zu welchem Preis gekauft hat. Dann sind wir noch gläsernere Menschen als wir eh schon sind. -> Daher kann man dann auch nackt rumlaufen.

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  2. Es wird auf jeden Fall Menschen geben die warnen und ablehnen, und welche die der Zukunft eine Chance geben, ebenso wird es Menschen geben die sich erfreut auf alles neue stürzen und versuchen es in ihr Leben zu integrieren.

    Ich gehöre zu Ersteren. Das mag an meinem Alter (62) liegen. Da wird auch die Zukunft übersichtlicher.

    Nein, ich sehe nicht schwarz. Aber vieles, was im Moment abgeht, gefällt mir ganz und gar nicht und macht mir mehr Sorgen als alles, was ich bisher erlebt habe. In einem meiner Lieblings-Science-Fiction Filme (s/w von Anfang der 60er Jahre) hieß es am Anfang immer „Das ist eine Geschichte von übermorgen. Es gibt keine Nationalstaaten mehr, sondern nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltall“. Das hat mich als Kind schon sehr angesprochen. Aber wie weit sind wir davon entfernt?

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    1. Ich schaffe es bisher noch zur zweiten Kategorie zu gehören, aber ansonsten sehe ich auch mit Sorge auf die Ist-Situation und die Kolonien im Weltall sind sicher von Übermorgen. Leider macht mir das auch Sorge. Was werden die Menschen dort anstellen?

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  3. Man wird nicht ausschließen können, dass die Menschen sich im All ganz ähnlich benehmen, wie hier auf der Erde. Wenn es aber keine Nationalstaaten mehr gäbe, würden wenigstens manche heute immer spürbaren Ressentiments hoffentlich auch verschwunden sein. Aber der Rassismus bleibt uns dann immer noch. Dieser war in der Serie von Anfang der 60er Jahre kein Thema, glaube ich mich zu erinnern.

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