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Damals..Teil 4

Nun ist er also doch noch gekommen- der Winter.

Nachdem es nun so mild war, dicke Winterkleidung nahezu überflüssig und ich dachte es geht nahtlos in den Frühling über, kommt jetzt doch noch ein Winter mit unter 0°C und Schnee.

Handy Jan 001

Das erste „Winterbild“.

Winter, das ist in meiner Kindheitserinnerung die Zeit in der viel Schnee liegt. Nicht so wenig wie hier, wo man den Asphalt unter der Schneeschicht durchschimmern sieht. Schnee, der lange liegt, immer wieder mal eine neue Schicht dazu bekommt. Schnee, der hoch genug liegt um daraus Schneemänner und Iglus zu bauen. Schnee, der einen zum Rodelberg ruft. Schnee, der auf Wegen und Straßen liegt. Ein wenig wie hier:

Handy Jan 006

Ich habe gar kein Winterbild aus früherer Zeit. Ich weiß nicht warum. Anscheinend hat nie jemand fotografiert wie wir eingepackt draußen getobt haben, wie wir gerodelt sind.

Ich erinnere mich, das ich als Kind manchmal mit dem Schlitten auf dem Hof blieb. Natürlich konnte man da nicht richtig rodeln, aber mir ist schon was eingefallen.

Zum Beispiel habe ich es ähnlich wie die Bobfahrer im Fernsehen versucht: Schlitten anschieben und drauf springen. War für Knie und Schienbein nicht immer eine Freude. Aber es war immer eine Freude wenn der Schmerz nachließ. Und dann hatten wir ja einen Hund-Susi. Warum also nicht den Schlitten zum Hundeschlitten umfunktionieren? Also Hund an die Leine und wie im Fernsehen musste ich natürlich auch auf dem Schlitten stehen. Die Warnungen meiner Mutter das ich fallen würde habe ich nicht beachtet. Ich wollte es schaffen und bin…na klar- auf dem Hosenboden gelandet.  Das habe ich nicht wiederholt.

Die glatte Straße mit der Eisschicht ließ mich meine Mutter bitten ihre alten Schlittschuhe vor zu holen, damit ich damit fahren kann. Es war das erste Mal das ich Schlittschuhe anzog und auch das letzte Mal. Es war mir zu wackelig und die Kufen einfach zu schmal. Ich bevorzugte Gleitschuhe oder einfach meinen Schlitten mit dem ich auch gern hoch zum Rodelberg marschierte.

Der Rodelberg- Eine Kuhweide die der Bauer extra für uns herrichtete nachdem er die Kühe für den Winter in den Stall holte. Offene Gatter, den Zaun mit Strohballen abgesichert, damit wir möglichst unverletzt Spaß haben konnten.

Heute, heute ist es keine Kuhweide mehr, aber der Hügel ist noch da.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Überhaupt ist der Berg in meiner Erinnerung viel höher. Dieses Gebäude hatte ich vergessen bis ich es wieder sah. Ich denke da standen Maschinen vom Bauern drin und heute, stehen unten am Rand neue Häuser.

Ich vermisse diese Zeit.

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2 Kommentare zu „Damals..Teil 4

  1. Bei uns liegt leider kein Schnee, vielleicht kommt er noch?
    Ich hätte auch sehr gerne „Schneefotos,“ aber wir hier im Flachland (Rhein-Main-Gebiet) sind immer die Letzten (wenn überhaupt) die Schnee abbekommen.
    In meiner Kindheit gab es mehr Schnee, aber auch nur eine Anhöhe (ähnlich der Deinen) zum Schlittenfahren. Um dort hin zu gelangen musste der Schlitten sehr weit gezogen werden, denn der Hügel lag ausserhalb der Ortschaft. Zum Ziehen brauchte man genug Schnee auf der Straße oder dem Gehsteig. Der Schnee wurde am Straßenrand gelagert und wenn es viel Schnee gab, dann waren das hohe Anhäufungen. Meinen Schlitten habe ich gerne gezogen und meistens wurden die Finger kalt in den Handschuhen, denn die waren gestrickt und wurden nass im Schnee…
    An kalte Füße kann ich mich auch erinnern, die wurden anschließend am Ofen gewärmt.
    Ich hoffe es schneit bald, die Kinder warten doch darauf? Nur dann können sie ihre eigenen Erfahrungen machen und später einmal davon berichten, so wie wir jetzt?
    Vielen Dank für deine Erinnerungen, die du heute mit uns geteilt hast!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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    1. Bei uns ist ab Samstag schon wieder Tauwetter vorhergesagt. Mal schauen was das noch wird. An die Schneehaufen erinnere ich mich auch noch und unser Hügel war auch nicht in der Ortschaft, sondern am Rand. ich hatte das Glück direkt in der letzten Straße zu wohnen, daher war mein Weg kurz, aber das galt natürlich nicht für alle Kinder

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