Veröffentlicht in Ausbildung, Schule

Die Glaubwürdigkeit

Was mich immer wieder beschäftigt ist die Glaubwürdigkeit von Personengruppen denen wir im Normalfall vertrauen, weil wir davon ausgehen das sie dieses vertrauen verdient haben. Zum Beispiel Lehrer!

Lehrer haben studiert, sollten ihr Fach daher beherrschen und sie werden dafür bezahlt uns, bzw. unseren Kindern etwas bei zu bringen. Sie sollen Köpfe mit Wissen füllen, also müssten sie selbst auch welches besitzen.

Nun habe ich drei schulpflichtige Kinder und daher einen Einblick in Lehrinhalte und das schon seit Jahren, denn meine Große ist in der 11. Klasse.

Jüngstes Beispiel für berechtigte Zweifel lieferte ausgerechnet die Klassenlehrerin meines Sohnes in der 2. Klasse. Thema:Haustiere. Nicht weiter schlimm, sollte man meinen eine simple Sache, doch tatsächlich gibt es viele Leute- zumindest im I-Net- die meinen Haustiere sind Tiere die im Haus leben. Einfache Definition, aber nicht ganz richtig. Für einen Lehrer, so dachte ich, ist das kein Problem, doch stellte sich heraus das ich mich mächtig geirrt habe.

Ein Teil der Tiere, die mein Sohn fleißig ausgeschnitten und aufgeklebt hatte, wären laut seiner Lehrerin keine Haustiere. Das Schwein, so meinte sie sei ein Nutztier, kein Haustier und dann erfand sie gleich noch eine neue Tiergattung: das Lauftier!

Zu den Lauftieren gehört das Pferd, denn das ist auch kein Haustier. Meint die Lehrerin. Offensichtlich hat sie übersehen das die übrigen Tiere auch fast alle laufen. Der Hund, die Katze, das Schwein, der Hamster,…

Nun zeigt das Beispiel zwar das man Lehrern nicht alles glauben sollte und das es besser ist einen Blick auf Unterrichtsinhalte zu werfen, aber Haustiere und Lauftiere sind eher eine lustige Sache, wenn auch ärgerlich weil die Schüler falsche Informationen erhalten was nun nicht gerade zur Bildung beiträgt.

Schlimmer ist es allerdings wenn Lehrer Inhalte vermitteln die, wenn auch ungewollt, in eine Richtung steuern die Schüler gegeneinander aufbringen kann, oder aber auch außerhalb der Schule negative Effekte im Zusammenleben von Menschen zur Folge haben können.

Es gibt da so diverse Beispiele. So erklärte letztes Jahr die Lehrerin meiner Ältesten: Muslime hassen Juden! Meiner Tochter war das neu und daher fragte sie mich danach. Auch ihre Freundin und Klassenkameradin schüttelte irritiert den Kopf. Sie ist erst wenige Jahre in Deutschland. Die übrigen Schüler nahmen es als Fakt.

Nun ist das etwas was offiziell in Deutschland eine Art Lehrmeinung darstellt. Aber richtig ist das noch lange nicht und Schüler die eben nicht hier aufgewachsen sind, sondern in einem muslimischen Umfeld haben da ganz andere Erfahrungen gemacht.

Natürlich ist nicht jeder Muslim Islamwissenschaftler und kennt seine Religion in- und auswendig. Gerade Kinder und Jugendliche bedürfen der Unterrichtung, doch die gibt es flächendeckend immer noch nicht mit immer neuen Ausreden der Verantwortlichen und Eltern sind auch nicht alle bestinformiert. Viele Dinge werden nicht thematisiert weil man gar nicht daran denkt das es notwendig wäre und so fallen Behauptungen von Lehrern, Medien,Politikern auf fruchtbaren Boden.

Hier sind es die Lehrer die gefordert sind.

Ein Lehrer sollte sich aus fachlichen Quellen informieren nicht aus Zeitung oder Fernsehen.

Die Wahrheit ist einfach: Hass auf Juden ist im Islam nicht vorhanden. Vielmehr betrachten wir Juden und Christen als Geschwister, denn sie sind wie wir „Kinder der Schrift“. Also jene die von Gott ein Buch bekamen. In mehrheitlich islamischen Gegenden stehen sie unter dem Schutz der Muslime.

Betrachtet man die Flaggen der muslimischen Länder findet man auf fast allen den Davidstern, wie hier auf der Marokkanischen Flagge.

marokko

Aber nicht nur die Flaggen zeigen den fünfzackigen Stern. Auch an vielen Gebäuden wie Moscheen, die üblicherweise sehr dekorativ verziert sind finden sich immer wieder Hinweise auf den jüdischen Einfluss.

Wenn jetzt also Muslime Juden hassen, woran liegt das? An der falschen Unterrichtung? An der Vermischung von Politik und Religion?

Richtig ist sie jedenfalls nicht und wir haben es in der Hand darauf zu achten das es friedlich bleibt. Wenn nötig eben auch so das man sich den Lehrer mal schnappt und ihn auf seine Fehler hinweist.

 

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