Veröffentlicht in Menschen

Soziales

Ich bin in der Schule meiner Großen im Elternbeirat und das gern. Wir sind kein Flohmarkt- oder Kaffeekränzchen-Trupp. Und wir verstehen uns recht gut, obwohl wir uns nicht ständig sehen. Zu unseren „Aufgaben“ gehört es finanzielle Unterstützung zu leisten wenn Klassenfahrten anstehen und die Kosten bei einigen das Budget sprengen. Klassenfahrten haben ihren Preis und manchmal hab ich den Eindruck das der eine oder andere Lehrer da nicht sonderlich wirtschaftlich denkt.

Ich weiß noch, vor zwei Jahren ist meine Tochter mit der Klasse für drei Tage nach Lindau gefahren. Kaum Programm, klar bei der kurzen Zeit.. Aber im Jahr vorher war sie in der vorherigen Schule ebenfalls in Lindau, hatte diverse Unternehmungen, Besichtigungen, ect. und das in einer Woche und die Preise für beide Fahrten waren identisch. Das ist mir schon sauer aufgestoßen.

Die nächste Fahrt wird noch teurer. Beinahe das Doppelte. Das manche Eltern da nicht wissen ob sie weinen oder lachen sollen versteh ich sehr gut.

Heute erreichte uns dann auch die Bitte eines Vaters um Unterstützung, weil seine Firma in Konkurs ging und einiges an Schulden dadurch aufgelaufen sind. Solche und ähnliche Anfragen erreichen uns vor jeder Klassenfahrt und wir helfen gern und so gut wir können. Aber was wir raus geben muss auch drin sein- sprich: ist das Konto leer gibt es nichts.

Lange haben wir von einer größeren Spende gezerrt und vor einigen Monaten gab es noch mal eine großzügige Familie die uns einiges gespendet hat, aber jetzt geht es langsam dem Ende zu. Und die Zahl der Anfragen steigt immer höher.

Um wieder etwas Geld in die Kasse zu bekommen haben wir nun entschieden einen Spendenlauf zu veranstalten. Die Schülerinnen sollten pro gelaufene Runde eine Spende von mindestens 1€ geben und dafür konnten sie sich auch Sponsoren suchen. Auch ein Fixbetrag war alternativ möglich und zusätzlich haben wir um Kuchen und Getränke für einen Verkauf gebeten.

Natürlich haben wir auch erklärt das es uns darum geht weiterhin zu helfen das alle an den Klassenfahrten teilnehmen können und niemand daheim bleiben muss weil die Familie die Kosten nicht tragen kann.

Traurig fand ich das viele mit Sprüchen reagiert haben wie „Das ist doch nicht mein Problem“ Viele haben sich daher auch völlig raus gezogen. Kein Laufen, keine Spende.

Trotzdem haben wir insgesamt ca. 400€ Einnahmen für das Konto aber wie vielen können wir damit helfen?

Ich hoffe nur das alle die einen Geld-Spende zugesagt haben diese auch wirklich bringen, sonst ist es noch weniger. Im Moment fehlen mir die Ideen. Noch mehr aber macht mich traurig das solche Einstellungen sich so weit verbreitet haben.

Kein Mensch kann allein leben. Jeder braucht mal Hilfe. Manchmal braucht man jemanden der zuhört, manchmal einen Rat, manchmal- gerade bei Schülern- jemanden der erklären kann und manchmal eben eine kleine finanzielle Hilfe.

 

 

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